Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Akkus per IC prüfen (Ehrenamtliches Projekt) Hilfe benötigt


von Theo (Gast)


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Hallo,

ich bräuchte Hilfe bei einem ehrenamtlichen Projekt.

Es geht darum bei meiner Freiw. Feuerwehr Akku's zu prüfen, damit diese 
für den Notfall geladen sind.

Ich bin mit der Pflege dieser Akkus beauftragt worden.
Wir haben etwa 170 Akkus in drei versch. Bauformen (z.B. 9,6 Volt NC 
0,6Ah oder  9,6V NiMH usw.)

Die Akku's werden im Gerätehaus in einer Kiste "Voll" bzw. "Leer" 
gelagert. In einem 2-Wöchigem Turnus gehe ich alle Akku's mit einem 
Multimeter durch und lade die "aufgebrauchten" bzw. Selbstentladen dann 
dementsprechend auf.

Es kommt aber immer wieder vor, dass zwischen diesem Turnus auch manche 
Akku's wegbrechen (denke das hat versch. Gründe --> verschieden Alte 
Akkus, Temperatur im Gerätehaus usw.) bzw. kurz vor dem Wegbrechen sind.

Die Regelung ist in der Wehr folgende: Hat jemand ein Funkgerät mit 
leerem Akku, dann holt er sich aus der Kiste "Voll" einen Neuen.

Das Problem scheint auf der Hand zu liegen, wenn er einen nicht mehr 
ganz vollen Akku erwischt...

Ein Multimeter daneben legen und dann 70 Mann erklären wann welcher 
Akku, ab welcher Schwellspannung in die "Leer"-Kiste muss ist keine 
Lösung.

Jetzt hätte ich gerne eine kleine Prüfstation gebaut,
mit der meine Kameraden (die nicht so tief mit der Materie "Akkupflege" 
betraut sind) diese kurz überprüfen können, ob sie noch ausreichend 
Kapazität haben.

Richtig super wäre ein IC der das übernimmt und dann eine kurze Meldung 
auf einem Standart Zweizeilendisplay ausgibt.

Möglichst noch ein IC mit ISP, da ich das gerade noch zusammenbringe ein 
Programm auf diesen zu ziehen.

Gibts jemand der mir bzw. uns als Feuerwehr helfen könnte eine Lösung 
für das Problem zu erarbeiten?


Danke.

von ... (Gast)


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Wenn man nicht basteln möchte...

http://www.elv.de/Velleman-Universal-Akku-Batterie-Tester/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_10732/flv_/bereich_/marke_

Stichwort: Batterietester...da gibts unmengen von.

von Theo (Gast)


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Theo schrieb:
> Ein Multimeter daneben legen und dann 70 Mann erklären wann welcher
>
> Akku, ab welcher Schwellspannung in die "Leer"-Kiste muss ist keine
>
> Lösung.

Danke. Das hilft mir nicht sonderlich weiter...

von Valentin B. (nitnelav) Benutzerseite


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Hmm. Eigentlich einfach.
Besorg dir einen Batterietester (z.B. Pollin).

Wenn du das umbedingt selber bauen willst, reicht ein Tiny13.
Einfach Kontakte ran und per ADC messen, dann auf einen Ausgang 1 oder 0 
geben. Grüne LED nach GND und rote nach VCC.

So kompliziert ist das nicht.

Geht sogar mit einem Arduino.

Du kannst das natürlich auch mit einem OpAmp oder Komparator machen. 
Verfahrensweise wäre die gleiche.

Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck

von ... (Gast)


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Umschalter für die verschiedenen Akuu-/ Batterietypen nicht vergessen.
(die haben sicher verschiedene Schwellspannungen, ab der sie "leer" 
sind. Das muss dann in der Software ausgewertet werden)
Ansonsten würde ich es auch mit evtl. einer Duo-Led machen...rot/grün.
Display brauchts dafür eigentlich nicht...

von Harald Wilhelms (Gast)


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Valentin Buck schrieb:
> Hmm. Eigentlich einfach.
> Besorg dir einen Batterietester (z.B. Pollin).
>
> Wenn du das umbedingt selber bauen willst, reicht ein Tiny13.
> Einfach Kontakte ran und per ADC messen, dann auf einen Ausgang 1 oder 0
> geben. Grüne LED nach GND und rote nach VCC.

Aber nur mit Belastung der Batterie, damit man wenigstens
eine kleine Aussagekraft hat. Ausserdem sollte der Kamerad,
der einen solchen leeren Akku in der "Voll"-Kiste findet,
mit dem Filzer ein Kreuz drauf machen, damit man diesen
(wahrscheinlich defekten) Akku genauer untersucht.
Gruss
Harald

von Peter Z. (hangloose)


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Ich würde den Akku mit 100R/2W belasten und dann mit einem
Mikrocontroller die Spannung messen und dann das Ergebnis
auf einem kleinen Display ausgeben.
Kann ich dir gerne machen...
Melde dich hier an und schreib mir eine PN

von Kai S. (zigzeg)


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Theo schrieb:
> diese kurz überprüfen können, ob sie noch ausreichend
> Kapazität haben.

Ich glaube, dass man die Restkapazitaet nicht durch eine einfache 
Messung bestimmen kann.

Wenn ich Dich recht verstanden habe willst Du ja messen ob ein Akku 
evtl. nicht mehr die volle Kapazitaet hat (d.h., obwohl voll geladen 
nach kurzer Zeit wieder leer). Um das exakt festzustellen sollte man 
vermutlich einen kompletten Zyklus erfassen, d.h. voll laden, dann 
entladen und dabei die Kapazitaet messen, und dann wieder laden. Evtl. 
reicht es auch zu messen, wieviel, ausgehend vom leeren Zustand, man 
"reinladen" kann, bis er voll ist. Das spart das anfaengliche Vollladen.

Im Modellsportbereich gibt es eine Menge Lader, die genau so etwas 
koennen, z.B. sowas:

http://www.elv.de/ELV-Akku-Lade-Center-ALC-7000-Expert-mit-Vorbestuuml;ckung-aller-SMD-Bauteile,-inkl-RS-232-SchnittstelleSoftware,-Komplettbausatz/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_7266/flv_/bereich_/marke_

von Peter Z. (hangloose)


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Ja klar wenn du die Kapazität wissen willst dann musst du dir so ein 
Teil besorgen. Dann viel Spaß bei 170 Akkus ;-)
Aber ob das wirklich nötig ist?

von Fritz S. (theo0815)


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Wow! Danke an Alle für die regen und schnellen Antworten!

Ähhm, ja ich denke die Spannung im Lastzustand zu messen, sollte 
ausreichen.

Verstehe schon, dass mit der Kapazität messen, ist nicht so einfach.
Übrigens haben wir sogar ein Ladegerät, nämlich das
"Akku-Lade-Center ALC 8500 Expert-2".

Da versuche ich jeden Akku mindestens einmal im Jahr dranzuhängen (bei 
170 Stk hab ich den Spass bereits ;-) und ein komplettes Refresh drüber 
laufen zu lassen. Dementsprechend fliegen die Kaputten raus.

Aber leider kann ich nicht alle aussortieren, sonst haben wir nämlich 
nicht mehr sehr viele. Das leidige Thema: die Stadt hat kein Geld und 
man muss sehen wie man auskommt...

...auch wenns um die Sicherheit ihrer Bürger geht, da ist die Stadtkasse 
dann leer. Bürokratie eben.

Im Endeffekt gehts darum, dass eben meine Kameraden die sich nicht so 
mit der Materie Akku beschäftigen mit einem Blick sehen ob sie den Akku 
noch nehmen dürfen oder nicht.

Warum ein Display natürlich gut wäre:
Für die "Unbewanderten" steht dann z.B. dort: "Akku OK" oder "Akku muss 
geladen werden"

Und für mich steht dann zusätzlich noch die Spannung usw. dort.
Dann brauche ich nicht mehr jeden Akku mit dem Multimeter anvisieren.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Mit einer initialen Spannungsmessung lässt sich ggf. schon mal 
rausfinden, welcher Typ Akku gerade geprüft werden soll.

Peter Z. schrieb:
> Ich würde den Akku mit 100R/2W belasten und dann mit einem
> Mikrocontroller die Spannung messen und dann das Ergebnis
> auf einem kleinen Display ausgeben.

Wenn Du das einmal belastet und einmal unbelastet machst, kannst Du den 
Innenwiderstand ausrechnen; das sollte auch schon eine Vorstellung über 
den Akkuzustand liefern.

Meines Erachtens bräuchte es aber drei Farben für die LED: geladen, 
entladen, defekt. Einfache und idiotensichere Bedienung (wie 
Verpolschutz) scheint mir deutlich wichtiger als hohe Präzision. Viel 
Spaß beim Entwickeln.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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hat denn dein multimeter eine Batterieteste-Funktion?
sonst ist das nämlich recht sinnfrei, die mit dem Multimeter zu testen.

Wie gesagt:
es muss unter Belastung gemessen werden. und das am besten länger als 
1-2 Sekunden.

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