Hi.
Vieleicht helfen dir die nachfolgenden Links und der Text weiter.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0510161.htm
http://www.elektronikinfo.de/strom/feldeffekttransistoren.htm
http://www.rn-wissen.de/index.php/Feldeffekttransistor
Ich versuch mal die Erklärung so einfach und dennoch so ausführlich wie
möglich zu halten. Einige Grundkenntnisse muss ich dabei aber schon
vorraussetzen.
MOSFET's sind leistungslos ansteuerbare Transistoren. Der Unterschied
zum stink normalen Transistor ist, dass der normale Transistor
"stromgesteuert" und der MOSFET "spannungsgesteuert" ist. Bei einem
normalen Transistor musst Du einen gewissen Strom in die Basis des
Transistors schicken, um einen Stromfluss über den Kollektor hin zum
Emitter zu verursachen (Avalanche-Effekt). Je nach dem, ob Du einen NPN
oder PNP Transistor hast, muss dieser Strom positiv oder negativ sein.
Sagt ja auch die Bauart aus. Beim NPN "negativ-positiv-negativ"
Transistor muss der Stromfluss IN die Basis erfolgen. Das erreichst Du
dadurch, dass an der Basis eine höhere (positivere) Spannung liegt als
am Emitter.
Bei PNP Transistoren ist das genau anders herum.
Bei einem MOSFET brauchst du diesen "Basisstrom" nicht. Stell dir das
"Gate" (fast das selbe wie die Basis beim normalen Transistor) des
MOSFETS als ganz kleinen Kondensator vor (Isolierschicht-FET), der über
sein elektrostatisches Feld den Stromfluss vom Drain (Kollektor) hin zu
Source (Emitter) bestimmt. Die Stärke des Feldes ist dabei abhängig von
der Stärke und der Polarität (+,-) der Spannung, die am Gate (Basis)
angelegt ist. Nehmen wir mal als kleines Beispiel einen selbstsperrenden
N-Kanal MOSFET. Der ist ähnlich dem normalen NPN-Transistor. Legst Du
ans Gate (Basis) keine Spannung an, leitet der MOSFET auch nicht
(selbstsperrend, wie der normale Transistor auch). Wenn du eine
Spannung, die positiv gegenüber der Spannung an Source (Emitter) ist, an
das Gate (Basis) des Transistors anlegst, "saugst" Du damit Elektronen
an das Gate herran, aber nicht herraus. Diese kommen aus dem sogenannten
positiven Halbleitersubstrat zwischen Drain (Kollektor) und Source
(Emitter)(siehe hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0510161.htm). Dieses
Substrat wirkt in Richtung Drain (Kollektor) wie eine verpolte Diode.
Die wenigen Elektronen die sich in diesem Substrat befinden und an das
Gate (Basis) "gesaugt" werden, reichen aus, um zwischen Drain
(Kollektor) und Source (Emitter) eine leitende Verbindung herzustellen.
Der MOSFET leitet nun. Der Begiff N-Kanal kommt daher, da der
wortwörtliche Kanal zwischen Drain und Source durch Elektronen gebildet
wird, die ja bekanntlich eine negative Ladung tragen.
Das ist quasi das Grundprinzip. Ich denke das die obigen Link's dir
helfen werden die unterschiedlichen Typen und ihren Einsatzzweck zu
verstehen.
lg
Erklärbär