Etikette - Problem mit dem Namen

Gast #2173088
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Ich habe neuerdings mit dem Adel zu tun. Ja, ich weiß, seit 1919 gibt es 
keine Adelstitel mehr in Deutschland.
Aber die Person hat ein "von" im Namen und ich weiß auch, dass "von" ein 
Bestandteil des Nachnamens ist.
Als Zonendödel hatte ich das Problem nie, da wurde das "von" einfach 
unterschlagen.
Wie wäre die korrekte Anrede? "Herr Werner von Siemens", "Herr von 
Siemens", "Herr Siemens"?.
Und wenn ich eine Email versende? An "v. Siemens", "von Siemens"?

Ich weiß, ich kann Probleme haben...
Gast #2173422
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@ Thomas

hmm, jetzt wird es kompliziert, nachdem ich dachte, es wäre alles klar. 
Dem Namen nach könnte es nicht nur einfacher Adel sein ("von"), sondern 
möglichweiser ehemaliger Titularadel ("v.").
Ich werde lieber mal in der Firma nachfragen, wie er heißen möchte.
Nicht das ich von royalistischem Geist erfüllt wäre, aber meist lohnt es 
sich, die Eitelkeiten seiner Gegenüber zu bedienen, zumal man sich dabei 
keinen Zacken aus der Krone bricht.
Danke für den Tipp!
(Firma: Q3) #2173943
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In einem gesunden Arbeitsklima haben solche Etikettendünkel Nichts 
verloren. Weder unpassende Kumpanei noch gestelzes Getue sind 
angebracht. Ein Mensch braucht einen Namen, damit man ihn ansprechen 
kann - das sollte genügen.

Nicht umsonst gibt es in erfolgreichen IT-Unternehmen die Order, sich 
gegenseitig mit Sie und dem Vornamen anzusprechen - von der Putze bis 
zum CEO.
Moderator Persönliche Seite #2174026
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Frank Esselbach schrieb:

> Nicht umsonst gibt es in erfolgreichen IT-Unternehmen die Order, sich
> gegenseitig mit Sie und dem Vornamen anzusprechen - von der Putze bis
> zum CEO.

Ich habe zeitlebens nur in Firmen gearbeitet, in denen sich alle mit
Du angesprochen haben.  In der ersten Firma wurde der Chef noch
gesiezt, aber in denen danach war auch das nicht üblich.  Auch
im privaten Umfeld ist das mittlerweile komplett so.  Hat nur den
Nachteil, dass man die Nachnamen der Klassenkameraden der Kinder oft
gar nicht mehr kennt ;-), dafür muss man sich für jeden von denen noch
zwei Vornamen der Eltern merken ...
Persönliche Seite #2174138
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Sogenannte "Adlige" müssen damit leben, daß ich ihre sogenannten "Titel" 
unterschlage. Gleiches Namensrecht für alle - mehr als fünf Vornamen und 
genau zwei Nachnamen (in Form eines Doppelnamen) gestehen die 
Standesämter sogenannten Normalbürgern nicht zu. Hier sollte keine 
Ausnahme gemacht werden; wohin es führt, wenn Menschen sich für etwas 
"besseres" halten, haben wir in diesem Frühjahr mal wieder deutlichst 
aufs Brot geschmiert bekommen.
#2174146
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Wie andere damit leben müssen ist die eine Sache.

Die andere ist es, herauszufinden, ob den Leuten am "von" etwas liegt. 
Wenn sich jemand mit "Schlechttal" vorstellt und im Personalausweis "von 
Schlechttal" steht, dann ist es der Person auch nicht so wichtig. Stellt 
sich die Person mit "von Schlechttal" vor, tut sie dies nicht ohne 
Grund. Warum dann die Leute nicht beim richtigen Namen nennen?

Jeder Versicherungsvertreter weiß, dass die Menschen gerne ihren Namen 
hören und baut in das sog. Beratungsgespräch immer wieder "Herr Huber" 
oder "Frau Meier" mit ein. Nur wenn das erhoffte "von" dann immer wieder 
fehlt wird sich der Betroffene nicht freuen sondern jedes mal ärgern.

Dieser Ärger fällt dem Versicherungsvertreter wieder in den Schoß - weil 
er hier keine Versicherung verkauft.

Klar, nach Josef Hader ist es auch Freiheit, die eigene Frau am 
Heiligabend mit falschem Vornamen anzureden.
Warum Doch wozu das führt kann sich jeder selber überlegen.

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