Ich habe neuerdings mit dem Adel zu tun. Ja, ich weiß, seit 1919 gibt es keine Adelstitel mehr in Deutschland. Aber die Person hat ein "von" im Namen und ich weiß auch, dass "von" ein Bestandteil des Nachnamens ist. Als Zonendödel hatte ich das Problem nie, da wurde das "von" einfach unterschlagen. Wie wäre die korrekte Anrede? "Herr Werner von Siemens", "Herr von Siemens", "Herr Siemens"?. Und wenn ich eine Email versende? An "v. Siemens", "von Siemens"? Ich weiß, ich kann Probleme haben...
Herr Werner von Siemens ist richtig. Herr von Siemens geht auch. In ner Mail "Sehr geehrter Herr von Siemens bla bla bla"
Also zur Not frag da nach oder wenigstens das lesen. Herr Fenner ist bei Stil&Etikette DER Experte. http://www.uwefenner.de/adelsanrede/ http://www.uwefenner.de/adel-ist-die-besondere-anrede-und-behandlung-von-adelspersonen-in-deutschland-angemessen/
@ Thomas
hmm, jetzt wird es kompliziert, nachdem ich dachte, es wäre alles klar.
Dem Namen nach könnte es nicht nur einfacher Adel sein ("von"), sondern
möglichweiser ehemaliger Titularadel ("v.").
Ich werde lieber mal in der Firma nachfragen, wie er heißen möchte.
Nicht das ich von royalistischem Geist erfüllt wäre, aber meist lohnt es
sich, die Eitelkeiten seiner Gegenüber zu bedienen, zumal man sich dabei
keinen Zacken aus der Krone bricht.
Danke für den Tipp!
Meine Mutter war eine geborene "von und zu". Mein Vater war ein geborener "auf und davon" ;-) MfG Paul
Bürovorsteher schrieb: > Als Zonendödel hatte ich das Problem nie, da wurde das "von" einfach > unterschlagen. Außer bei Karl-Ede. ;-)
In einem gesunden Arbeitsklima haben solche Etikettendünkel Nichts verloren. Weder unpassende Kumpanei noch gestelzes Getue sind angebracht. Ein Mensch braucht einen Namen, damit man ihn ansprechen kann - das sollte genügen. Nicht umsonst gibt es in erfolgreichen IT-Unternehmen die Order, sich gegenseitig mit Sie und dem Vornamen anzusprechen - von der Putze bis zum CEO.
Frank Esselbach schrieb: > Nicht umsonst gibt es in erfolgreichen IT-Unternehmen die Order, sich > gegenseitig mit Sie und dem Vornamen anzusprechen - von der Putze bis > zum CEO. Ich habe zeitlebens nur in Firmen gearbeitet, in denen sich alle mit Du angesprochen haben. In der ersten Firma wurde der Chef noch gesiezt, aber in denen danach war auch das nicht üblich. Auch im privaten Umfeld ist das mittlerweile komplett so. Hat nur den Nachteil, dass man die Nachnamen der Klassenkameraden der Kinder oft gar nicht mehr kennt ;-), dafür muss man sich für jeden von denen noch zwei Vornamen der Eltern merken ...
Paul Baumann schrieb: > Meine Mutter war eine geborene "von und zu". Mein Vater war ein > geborener "auf und davon" > > ;-) > MfG Paul So etwas kommt "hin und wieder" vor.
Sogenannte "Adlige" müssen damit leben, daß ich ihre sogenannten "Titel" unterschlage. Gleiches Namensrecht für alle - mehr als fünf Vornamen und genau zwei Nachnamen (in Form eines Doppelnamen) gestehen die Standesämter sogenannten Normalbürgern nicht zu. Hier sollte keine Ausnahme gemacht werden; wohin es führt, wenn Menschen sich für etwas "besseres" halten, haben wir in diesem Frühjahr mal wieder deutlichst aufs Brot geschmiert bekommen.
Wie andere damit leben müssen ist die eine Sache. Die andere ist es, herauszufinden, ob den Leuten am "von" etwas liegt. Wenn sich jemand mit "Schlechttal" vorstellt und im Personalausweis "von Schlechttal" steht, dann ist es der Person auch nicht so wichtig. Stellt sich die Person mit "von Schlechttal" vor, tut sie dies nicht ohne Grund. Warum dann die Leute nicht beim richtigen Namen nennen? Jeder Versicherungsvertreter weiß, dass die Menschen gerne ihren Namen hören und baut in das sog. Beratungsgespräch immer wieder "Herr Huber" oder "Frau Meier" mit ein. Nur wenn das erhoffte "von" dann immer wieder fehlt wird sich der Betroffene nicht freuen sondern jedes mal ärgern. Dieser Ärger fällt dem Versicherungsvertreter wieder in den Schoß - weil er hier keine Versicherung verkauft. Klar, nach Josef Hader ist es auch Freiheit, die eigene Frau am Heiligabend mit falschem Vornamen anzureden. Warum Doch wozu das führt kann sich jeder selber überlegen.
Jörg Wunsch schrieb: > Außer bei Karl-Ede. Wer ist Deutschlands grösster Sohn? Das kann doch nur der Eine sein,die rechte Hand am Mikrofon,die linke Hand am Kitzler,Karl Eduard von Schn...... ( im Volke schnöde "SUDEL-EDE" genannt ).
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