Ich habe so einige Projekte mit einem PIC gemacht, mich mit Assembler beschäftigt, dann auf PICBASIC Pro umgestiegen. Ich glaube, inzwischen fast jede Funktion des 16F628 ausprobiert zu haben und meine Ideen sind immer noch nicht am Ende. Doch nun will ich USB verwenden. Und ja, es gibt auch PICs mit USB. Hat es Sinn, auf den so gehypten Arduino umzusteigen? Damit scheint ja alles sehr leicht zu sein. Dagegen spricht: - Ich habe mich in die PIC-Materie eingearbeitet, soll ich all das Wissen über Bord werfen und mich etwa neu einarbeiten nur weil ich USB will? - Wofür habe ich dann meinen PIC-Programmierer in langen Arbeitsstunden entworfen und gebaut? Soll ich das alles hinwerfen? Dafür spricht: - Warum sollte ich mir Zusatzarbeit machen, wenn das Problem bereits gelöst ist. USB soll ja sehr kompliziert sein und warum nicht ein Gerät nutzen, das sogar Kinder gut programmieren zu können scheinen.
ja, usb ist (zumindest für mich) ganz schön aufwendig und kompliziert. zumindest wenns alles in software passieren soll, wie das mit der hardware im PIC aussieht, kann ich nichts sagen. btw: sicher das dir kein rs232 zu usb konverter reicht? warum ich aber NICHT auf arduino umsteigen würde, ist das du meines erachtens nach nix lernst, wenn du nur diese komischen makrofunktionen des arduino benutzt.. arduino ist geeignet, wenn man als nicht-informatiker mal schnell was aufziehen will. wenn man dagegen sich in die materie einarbeiten, und was lernen will (der weg ist das ziel) - empfinde ich das nicht grad als die geeignete plattform. mfg
dunno.. schrieb: > warum ich aber NICHT auf arduino umsteigen würde, ist das du meines > erachtens nach nix lernst, wenn du nur diese komischen makrofunktionen > des arduino benutzt.. Das ist genau der Punkt: Was bringt es mir die Details von USB zu kennen, wenn ich es verwenden will. Beispiel: Du willst Audio über Funk übertragen. Arbeitest du dich jetzt in alle möglichen Techniken ein und baust dir gar einen Sender mit handgewickelter Spule oder kaufst du dir einfach ein Modul, an das du seriell einfach die zu übertragenden Daten per Mikrokontroller und zwei, drei Bauteilen sendest? Jedes Lernen verbraucht Zeit. Und kannst du dir davon Zeit zurückkaufen wenn du mit 90 sagen kannst, daß du 2011 Assembler gelernt hast?
Hallo, auf dem Arduino-Board ist auch nur ein FTDI-Chip verbaut. Der macht nur die Umsetztung USB zu RS232 (mit TTL-Pegel). Ist als fast einem USB zu RS232 - Konverter gleichzusetzten. Im PC erscheint das Arduino-Board auch nur als virtuelles COM-Port. Suche 'mal hier im Forum nach dem CP/M Beitrag. Dort gibt es einen Link zu einem schicken kleinen USB zu RS232-TTL-Konverter. Ich hab' mir davon zwei Stück zukommen lassen; funktioniert einwandfrei. Die kannst Du an Deinen PIC (Rx/Tx) anschließen und darüber kommunizieren. (hab leider von PIC's keine Ahnung - müsste aber so sein) Gruß Micha
Bei den aktuellen Arduino Uno Boards ist kein FTDI-Chip mehr, sondern ein Atmega8U2. Dieser wird als USB-Seriell-Baustein programmiert. Man kann ihn aber auch als andere HID programmieren. Ich habe aktuell keinen UNO, aber so viel ich weiß gibt es diesmal keine Probleme mehr mit den FTDI-Treiber für den VCP.
Umsteiger schrieb: > Beispiel: Du willst Audio über Funk übertragen. Arbeitest du dich jetzt > in alle möglichen Techniken ein und baust dir gar einen Sender mit > handgewickelter Spule oder kaufst du dir einfach ein Modul, an das du > seriell einfach die zu übertragenden Daten per Mikrokontroller und zwei, > drei Bauteilen sendest? > > Jedes Lernen verbraucht Zeit. Und kannst du dir davon Zeit zurückkaufen > wenn du mit 90 sagen kannst, daß du 2011 Assembler gelernt hast? wie gesagt, da steht die frage, wo deine ziele sind.. ist der weg das ziel, oder willst du nur mal schnell ein paar daten vom pc in den µC kriegen - (dann reicht aber ein rs232 zu usb konverter eh).. ich persönlich bin informatikstudent und verfolge natürlich mit jedem projekt primär das ziel, möglichst viel bei der umsetzung zu lernen. also verwende ich, wenn überhaupt, fertige softwareschnipsel, welche ich dann noch an meine bedürfnisse anpasse. so muss ich mich in die entsprechende thematik einarbeiten, und komme trotzdem voran. natürlich dauert das so viel länger, als wenn ich schnell irgendwas zusammenklicke, aber am ende habe ich mindestens ne grobe ahnung, wie zb ein treiber für ne uart schnittstelle/funkmodul aufgebaut sein kann, und funktioniert.. übrigens programmiere ich in C, und hoffe das mir das erlernte später im beruf zumindest methodisch noch weiterhilft.. mfg
Nimm meiner Meinung nach einen PIC mit USB. Microchip hat dafür ja sicher auch Appnotes, wie man die USB-Schnittstelle ordentlich nutzen kann. So kannst du deine Erfahrung voll ausschöpfen und dich auch an das Thema heranwagen. Bei irgendeinem AVR müsstest du dich erst mal wieder neu eingewöhnen bevor du irgendwas komplexeres machen kannst. :-)
Es geht mir eher um Arduino JaNein denn Arduino wegen USB. Ich habe AmigaBasic gelernt. Wenn ich heute in ein Softwarehaus gehe und sage ich habe AB gelernt, braucht das keiner. Daher die Frage nach dem Sinn der Einarbeitung. Nicht nur für den Arbeitgeber sondern für mich gleichwohl. Ich meine, die Zeit bekomme ich nicht zurück. Heute denke ich mir bereits wenn ich etwas auf einem Steckbrett baue, daß ich letztlich alles wieder entfernen und auf Lochraster löten werde. Da kann ich es gleich auf Lochraster löten, das bißchen Testen geht auch dann. Wieviele Stunden ich mich schon sinnlos in Dinge eingearbeitet habe. Mal ganz grundsätzlich gedacht: Ist das Leben sinnvoll genutzt wenn ich Dinge tue, die mir Freude bereiten? Also etwa die kleinen Erfolgserlebnisse beim Programmieren im Vergleich dazu die Frau fürs Leben zu finden oder allgemein - draußen zu sein? Man sagt ja immer, das soziale Leben sei soviel wert. Ich habe interessanterweise am meisten Freude wenn ich elektronische Geräte entwickle. Ich glaube die, die von der Vorzügen des sozialen Lebens sprechen haben noch nie die Freude einer microcontrollergestützten Entwicklung erlebt. Ich habe beides erlebt, das ach so tolle soziale Leben und die autarke fast schon autistische Entwicklung solcher Geräte. Und letzteres gefällt mir besser. Mein Problem ist nur, daß mir das gewisse Menschen madig machen wollen.
vielleicht, weils nun gar zu sehr offtopic wurde.. den bogen von ner simplen frage nach meinungen zu einer tiefen psychologischen selbstanalyse mit öffentlicher ergebnisvorstellung fand ich dann doch etwas zu weit gespannt. mein tipp: geh früher ins bett. - und, wenn dir das (selbst) entwickeln von mikrocontroller hard- und software spaß macht, dann lass den arduino sein, da bist du vielseitiger. mfg
dunno.. schrieb: > vielleicht, weils nun gar zu sehr offtopic wurde.. Das ist gut so. Letztlich ist alles irgendwie themenfremd. Ich glaube nicht, daß das der Grund war nicht zu antworten.
DIe Frage ist doch, wie weit das angeeignete Wissen transferierbar ist. Wenn du Assembler lernst, ist das heute genauso anwendbar wie vor 20 Jahren oder in 20 Jahren, es wird immer hardwarenahe Probleme zu lösen geben. Wenn du dagegen Java lernst... in vier Jahren gibts wieder was Neues... aber du hast das PRINZIP gelernt. In diesem Sinn ist es selten verschwendete Zeit, sich in etwas wirklich einzuarbeiten. Selbst wenn du das Wissen nicht mehr brauchst, die Fähigkeit des Lernens brauchst du immer und die will fit gehalten werden! Daher würd ich dir empfehlen, nicht das Arduino zu nehmen *back to topic* Ich hab mich in den letzten WOchen in Assembler aufm AVR eingearbeitet und es macht SOVIEL mehr Spaß, als in C zu programmieren :D (Ich bin theoretischer Chemiker...)
Eingehirner schrieb: > Ich hab mich in den letzten WOchen in Assembler aufm AVR > eingearbeitet und es macht SOVIEL mehr Spaß, als in C zu programmieren > :D > > (Ich bin theoretischer Chemiker...) Und ich mache es als Hobby. Was macht dir daran Spaß?
vielleicht ist er ja theoretischer chemiker & masochist. spaß beiseite. als recht weit fortgeschrittener hochsprachenprogrammierer würde ich höchstens noch zeitkritische dinge in ASM machen. ist halt die frage, was du da machst, aber irgendwann ist definitiv der punkt erreicht, wo das programm zu komplex für ASM wird. - oder zumindest zu komplex, als das man ohne ordentliche planungsarbeit + dokumentation vorankommen würde..
Um die Frage zu beantorten: Leih dir das Buch "USB in der Elektronik" vom Franzis Franzisverlag und hol dir ein paar FT232. Der Baustein funktioniert mit jedem µC und sogar ohne. Alternativ holst du dir so einen USB-PIC, allerdings habe ich von PICs keine Ahnung. Ich weiß daher nicht, ob die Bausteine für einen Bastler erschwinglich und praktikabel sind (Ist die Architektur die selbe wie bei den kleinen PICs?).
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