Wie heisst so ein Löt-Jumper bei Eagle?

Gast #2179582
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Ich habe auf einer Platine drei 7-Segment-Anzeigen.
Ich will mit drei solchen Löt-Jumpern (siehe mein gezeichnetes Bild) die 
Position des Dezimalpunktes durch einen Lötklecks festlegen.
Wie heissen diese Lötkleckse in der Eagle-Library?
Angehängte Dateien:
Gast #4251420
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Ich hätte auch noch eine Frage dazu.
Wie heißten die typischen Herstellernummern zu solchen Lötjumpern? Bzw. 
wo kann man diese beziehen? Ich konnte bei Conrad, Reichelt, etc. bisher 
nur Jumper mit Stiftleiste finden.
Oder werden die Lötjumper auf die Platine aufgedruckt und man benötigt 
dazu kein seperates Bauteil?

Danke vorab.
Gast #4251422
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kay schrieb:
> Ich hätte auch noch eine Frage dazu.
> Wie heißten die typischen Herstellernummern zu solchen Lötjumpern? Bzw.
> wo kann man diese beziehen? Ich konnte bei Conrad, Reichelt, etc. bisher
> nur Jumper mit Stiftleiste finden.
> Oder werden die Lötjumper auf die Platine aufgedruckt und man benötigt
> dazu kein seperates Bauteil?
>
> Danke vorab.

Die werden 'gedruckt', das ist reine kupferbahn....nichts zusätzlich 
nötig
Persönliche Seite #4252556
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Hallo Sputnic.

Sputnic schrieb:

> das ist reine kupferbahn....nichts zusätzlich
> nötig

Eventuell schon, das Lötzinn zum Verbinden. ;O)

Ok, es gibt auch eine "Normally Closed" Version mit einem kleinen Steg 
zwischen den Halbkreisen zum wegkratzen.

Falls Du eine Version suchst, die auf der Welle sicher verlötet, nimm 
die "amerikanische" Version. Diese besteht aus zwei getrennten 
spiralartigen Leiterbahnen die ineinander verschränkt sind.
Allerdings ist es auch deutlich schwerer, diese Verbindung durch 
Entlöten wieder zu trennen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gast #4252763
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Auf einer fertigen, sauberen Platine pfusche ich nicht mit extra 
Flussmittel herum. So ein Lötjumper muss durch darüber streichen mit dem 
Kolben aufgehen und wieder mit ein klein wenig Zinn zugehen. Ohne 
Sauerei, die man wegmachen müsste. Und das klappt da am besten. Das sind 
einfach Praxiserfahrungen.
Gast #4252772
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Heiner schrieb:
> Auf einer fertigen, sauberen Platine pfusche ich nicht mit extra
> Flussmittel herum.

Flussmittel ist kein Pfusch. Flussmittel weglassen ist Pfusch. Und bei 
einer vorhandenen Lötstelle, wie es so ein gesetzter Jumper nun mal ist, 
ist kein Flussmittel mehr vorhanden, also muß es für den Lötvorgang 
wieder zugeführt werden. Wenn man es nicht macht und sagt "es muss auch 
so klappen", dann ist das Pfusch.
Persönliche Seite #4252836
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Hallo jffaxe schrieb:

> gibt es solch einen footprint in kicad? ich finde nichts.

Meines Wissens nicht. Ich missbrauche immer die "Wire Bridges" dafür. 
Das geht auch, obwohl die Intention eine andere war.
Für die "normally closed" Version einfach die Anschlüsse im Schaltplan 
zeichnen und im Board eine Verbindung ziehen.

Die "Wire Bridges" sind einfach nur zwei nebeneinanderliegende Pads. 
Gedacht hatte ich sie, um bei Prototypen und Kleinserien Verbindungen 
nicht über die Platine zu führen sondern einfach als Drahtbrücke von 
einem Ende zum anderen.
Dazu können die beiden Pads einfach an verschiedenen, passenden Stellen 
der Platine plaziert werden.

Spart Zeit, Platz, und ist wegen der besseren Entkopplung auch 
störunanfälliger. Wenn ich so z.B. meine Versorgungsspannungen verteile, 
kann ich zur Fehlersuche auch recht einfach einzelne Bauteilgruppen 
abhängen, dort den Strom messen ec. Auch der Leiterquerschnitt ist im 
allgemeinen größer als bei einer Leiterbahnlösung.

Für "GND" nehem ich ein zweites Paar, und verdrille die mit den 
Versorgungsleitungen.

Das als Symbol und Bauteil zu definieren hat den Effekt, dass ich sie zu 
Dokumentationszwecken auch im Schaltplan und in der Stückliste habe. ;O)

Also eine schnelle, praktische Lösung zum Basteln.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Persönliche Seite #4252956
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Hallo Wolfgang und asdf.

Wolfgang A. schrieb:

>> Diese besteht aus zwei getrennten
>> spiralartigen Leiterbahnen die ineinander verschränkt sind.
> Da gibt es auch noch andere Formen.

Ja, natürlich. Die ganz rechts sind den ineinander verschränkten 
Spiralen schon sehr ähnlich.

> In Eagle muss man die sich evtl.
> selber anlegen.

Es war schon immer etwas aufwändiger, einen besonderen Geschmack zu 
haben....
tatsächlich werden solche Lötjumper eher seltener gebraucht. Früher 
waren sie mal häufiger, aber jetzt sind ja sogar schon Steckjumper 
verpönt, weil nicht fernwartbar. Dafü ist das ganze dann auch nicht nur 
fernwartbar, sondern auch aus der Ferne übernehmembar. ;O)

Ein Bekannter verwended als Lötjumper gerne SIL Footprints, z.B. die von 
SIL-Widerstandsarrays. Da er das Symbol aber nicht ändert, ist der 
Schaltplan dann ersteinmal sehr kryptisch, weil statt der Verbindungen
irgendwelche zweckfreien oder fatalen Pullups oder Pulldowns zu sehen 
sind, oder irgendwie einfach alles in der Luft hängt. ;O)

SO Footprints werden auch gerne für soetwas verwendet.

asdf schrieb:

>> Ohne Sauerei, die man wegmachen müsste.
> Abgesehen davon, wenn man modernes Flussmittel benutzt und nicht gerade
> Kolophonium, dann muss man das nicht wegmachen. Ausserdem reicht da ein
> klein wenig, was gar keine Sauerei macht.

Reines Kolophonium mit Alkohol ohne Aktivatoren ist so zimlich das 
einzige, wo Du Dir sicher sein kannst, das es keinen Ärger bezüglich 
Korrosion und Leitung gibt.
Sobald Du Aktivatoren oder irgendwelche anderen organischen Säuren 
verwendest, ist das alles viel komplizierter. Auch wenn Du es nicht 
siehst, weil es nicht braun, sonder klar transparent ist.

Besonders misstrauisch kräuseln sich meine Nackenhaare bei weisslichen 
Rückständen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gast #4252977
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Bernd W. schrieb:
> Reines Kolophonium mit Alkohol ohne Aktivatoren ist so zimlich das
> einzige, wo Du Dir sicher sein kannst, das es keinen Ärger bezüglich
> Korrosion und Leitung gibt.

Ja, da hast du recht. Früher haben wir statt Schutzlack die ganze 
Platine mit Kolophonium-Lösung eingepinselt. Teilweise leben die 
Platinen heute noch. Dann gab es eine ganze Reihe von Flussmitteln, die 
ziemlich aggressiv waren und auf jeden Fall abgewaschen werden mußten. 
Aber dann, als die "no clean"-Flussmittel rauskamen, brauchte man das 
nicht mehr. Die bleiben auch als farbloser Überzug auf der Lötstelle und 
verursachen keinerlei Korrosion. Die meinte ich eigentlich oben mit 
"modernen Flussmitteln".

Aber meine Grundaussage war, daß ein Flussmittel zum Löten und natürlich 
auch zum Entlöten eine wichtige Voraussetzung ist. Wenn man "trocken" 
entlöten will ("das muss auch so gehen"), dann ist das in meinen Augen 
Pfusch. Deswegen mein Beitrag oben.

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