>Diese Formeln funtkionieren nur deshalb annähernd gut, weill z.B. der
>Referenzspannungsteiler nur hochohmig belastet wird (deshalb das ~).
Man erhält die Formel für Vh, wenn man einmal R2 parallel zu Rref denkt
und das andere Mal R2 parallel zu R1. Vh ist dann die Differenz dieser
beiden, heruntergeteilten Spannungen. Ist Vomax=Vcc (Open-Drain- oder
Open-Kollektor-Komparator) und Vomin=0V, dann ist die Formel eigentlich
sehr genau.
Daß die Formel für Vref nur angenähert gilt, ist auch klar, weil eine
solche ja nur bei verschwindender Hysterese wirklich exisitiert.
Außerdem liegt Vref nur dann symmetrisch zum Vh-Fenster, wenn R2 auf
Rref und R1 gleichen Einfluß haben kann, wenn also Rref und R1 fast
gleich sind. Bei ungleichen Werten, liefert Vref zwar einen Wert, der
innerhalb des Umschaltfensters liegt, aber eben nicht symmetrisch zu Vh.
Die angegeben Formeln sind allerdings schon deshalb Murks, weil sie die
Berechnung nur in die eine Richtung gestatten, nämlich für eine schon
bestehende Schaltung. Der Schaltungsentwickler braucht sie aber gerade
umgekehrt. Er hat die Schaltschwellen vorgegeben und will die
zugehörigen Bauteilwerte wissen.
Meiner Erfahung nach kommt man am schnellsten zu brauchbaren
Ergebnissen, wenn man das simuliert. An den Eingang des Komparators gibt
man eine Dreieckschwingung ausreichender Amplitude mit niedriger
Frequenz. R2 wählt man am Anfang groß. Dann bastelt man sich die Werte
Rref, R1 und R2 zulange zurecht, bis es paßt. Das geht um so einfacher,
je näher R1 und Rref später beieinander liegen.