Durch Q1 fließt ein konstanter Strom. Würde er steigen, hätte dies einen
größeren Spannungsabfall an R3 zur Folge, was Q2 sofort aufsteuern
würde. Dies würde Q1 aber den Strom wegnehmen, weshalb der Strom durch
Q1 sehr konstant gehalten wird.
Ein Eingangssignal an der Basis von Q1 bewirkt nun, daß dieses an seinen
Emitter übertragen wird, da für einen konstanten Kollektorstrom eine
konstante Ube erforderlich ist. Am Emitter von Q1 steht also eine Kopie
des Eingangssignals an.
Ist der Gain-Steller (R9 mit Gedöns) jetzt sehr klein, fließt ein großer
Signalstrom in den Kollektor von Q2. Dieser läßt ihn problemlos in den
Emitter weiterfließen, weil dazu nur eine ganz ganz kleine
Spannungsänderung an R3 erforderlich ist, die Konstantstromsituation von
Q1 also nicht gravierend gestört wird.
Dieser Signalstrom, der aus dem Emitter von Q2 herausfließt, verursacht
nun an R4 einen Spannungsabfall, der einer verstärkten Kopie des
Eingangsignals entspricht. Auch hier stört dieser Spannungsabfall die
Konstantstromsituation von Q1 nicht, weil die
Kollektor-Emitterspannungen von Q1 und Q2 diese Variation locker
aufnehmen können.