Trotz der auch zum Teil ungeschickten Händchen in Sachen Energieversorgung.... die Japaner setzen jetzt wohl verstärkt auf Smart-Meter. http://www.asahi.com/english/TKY201105170161.html Wird das bei uns auch ein Trend? Früher sagte man: wasch in der Nacht, da wird nicht so viel Strom benötigt. Heute wäre die Überlegung: Wasch am Mittag, da gibt es besonders viel Solar- und Windstrom - und den kann man schließlich nicht speichern. Würde ein Smartmeter da helfen?
Michael K-punkt schrieb: > und den kann man schließlich nicht speichern. Man kann den Strom zum Betrieb von Pumpspeicherwerken benutzen. Da wird dann ein Teil der Energie gespeichert. Ich möchte ja nicht wissen wie da der Wirkungsgrad ist.
Der Wirkungsgrad wird auf jeden Fall höher als Null sein. Besser mit schlechtem Wirkungsgrad speichern als garnicht.
Wirkungsgrade moderner Pumpspeicher liegen zwischen 70% und 85%. Quelle: Wikipedia Beispiel: Herdecker Pumpspeicherkraftwerk hat 75 % Wirkungsgrad. Das ist schon deutlich über Null ;)
Dann wäre der blöde Werbetext eines Stromanbieters neu zu machen: Elektrogerät an/aus: "Jetzt zahl ich - jetzt zahl ich nicht". Draußen sieht man die Sonne immer mal von Wolken verdeckt, drinnen einen Frontlader, wo sich die Waschtrommel nur dreht wenn die Sonne scheint: "Jetzt wasch ich - jetzt wasch ich nicht". nee, eine stabile Energieversorgung sollte zuerst allen Ökos aufgekündigt werden, und dann mal sehen...
... und allen Nicht-Oekos dann ein Fass Atommuell zum Haendchen waermen in den Garten.
Das Smartmeter ist nur ein Tool. So eins kann ich auch bauen. Jetzt sind aber Konzepte gefragt.
> Jetzt sind aber Konzepte gefragt.
Realistisch ist wohl nur, am Zähler ( oder im Wohnzimmer etc. ) eine
"Ampel" bzw. eine ausführlichere Anzeige anzubringen, die den momentanen
Tarif, ggf. mit Prognose angibt.
Dann kann man sich danach richten und z.B. Spül-/Waschmaschinen
entsprechend laufen lassen.
"Automatisches Schalten" geht halt bei vielen derzeit üblichen Geräten
nicht bzw. würde nicht akzeptiert.
die entsprechenden Geräte müssen bei einer Fremdsteuerung auch noch eine Vorahnungsdiode eingebaut bekommen, welche die Wünsche des Nutzers voraus ahnt. Grundsätzlich finde ich es ja gut, wenn ich meine Beitrag dazu leisten kann, daß dannd er Strom genutzt wird wann es jemanden anderen Recht ist. Mir persönlich wäre es "erst einmal" egal, ob die Waschmaschine Mittags oder Mitternacht rumpelt (unsere WaMa steht im Keller). Bei manchen Haushalten geht das aber nicht so freizügig, da beschwert sich der Wohnungsnachbar. darüber hinaus fände ich es nicht imemr gut, wenn ich da vielleicht einige Stunden auf meine Socken warten muß, bis da mal wieder ein "Slot" frei ist. Eine Unterbrechung des Waschvorgangs halte ich hingegen für nahezu ausgeschlossen, da kommt dan unetr Umsständen verfärbte, unsaubere oder beschädigte Wäsche bei raus.
Die Waschmaschine kann wissen, wann sie warten kann, wann sie nicht warten sollte, wie lange der Vorgang dauert, und wieviel energie in welcher Phase verbraucht wird. Auf die andere Seite kann ein Solarzellenverbund wissen wann die Regenfront wo ist, und wieviel Leistung daher wann und wo zur Verfuegung stehen wird. Jetzt muss man etwas Kommunikation und guten Willen reinwerfen.
Hex Oschi schrieb: > Leistung daher wann und wo zur Verfuegung stehen wird. Jetzt muss man > etwas Kommunikation und guten Willen reinwerfen. Das sind die Schlüsselworte. Es gibt ja auch noch andere Geräte außer Waschmaschinen. Trockner (nimmt sich bei uns ca. 25% der gesamten Stromkosten), Kühlschrank. Im übrigen sollen doch dann auch die vielen chicen Elektroautos quasi als "Zwischenspeicher" dienen. Was ich angesichts der Haltbarkeit von Akkus und dem Wirkungsgrad für nen Schwachsinn halte. Aber wenn es die Kandesbunzlerin so will....
Krallt euch mal nicht so an der Waschmaschine fest, stattdessen geht auch: Familie am Ceranfeld: "Jetzt koch ich - jetzt koch ich nicht" (hier wird Mittag angefangen, 19 Uhr ist das Essen immer noch nicht fertig und der Pizzaservice wird angerufen ;-) Hausheizung mit Wärmepumpe: "Jetzt heiz ich - jetzt heiz ich nicht" Aluminiumhütte: "Jetzt schmelz ich - jetzt schmelz ich nicht" Alle Prozesse die auf eine stabile, kontinuierliche Energieversorgung angewiesen sind, dürften Probleme bekommen. Ciao
Hans H. schrieb: > Krallt euch mal nicht so an der Waschmaschine fest, > stattdessen geht auch: > > Familie am Ceranfeld: "Jetzt koch ich - jetzt koch ich nicht" > Wie lautet denn auch der Spruch: "Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald." (Die Älteren werden sich noch daran erinnern...) Klar ist es eine Umstellung. Und die muss halt intelligent sein. Vielleicht hilft es ja schon, wenn man beim Kochen keinen Trockner laufen hat. Dass man es sich also ein bisserl einteilt. Und weil das Nachdenken noch nie bequem war, sind automatische intelligente Lösungen gefragt. Andererseits: vielleicht sollten wir GERADE MITTAGS kochen und trocknen und wachen - WEIL da so viel Solarstrom da ist, oder Wind oder sonstwas. (Solar dürfte ausscheiden bzw. wenig ausmachen, da es ingesamt nur 1% ist - wenn da nur ein paar sich ein Würstchen braten ist der Strom schon "alle".) Oder?
P.S. Ich meine gehört zu haben, dass Firmen nicht nur nach der elektrischen Arbeit bei den EVU bekannt sind sondern auch nach der maximalen Leistung, die das Unternehmen ziehen darf. Liegt man drüber, wirds teuer... Insofern gibt es schon Regularien. Auch Nachtstrom wäre ja ok, wenn sie nicht Horrorpreise für den zweiten Zähler und nochmal Grundgebühr dafür kassieren wollten... DA könnte man auch mal was tun.
Solange natuerlich je mehr je guenstiger ist, wird mit Stromsparen wenig...
Hex Oschi schrieb: > Solange natuerlich je mehr je guenstiger ist, wird mit Stromsparen > wenig... Ich weiß nicht ob das wirklich so günstig ist. Wenn ne Firma einen hohen Spitzenanschlusswert (irgend ein Niethammer oder sonst ein impulsartig arbeitendes Geräte mit hoher aber kurzer Leistungsaufnahme) hat wird es glaube ich richtig teuer. Dass dann ggf. die kWh etwas billiger ist steht auf einer anderen Seite.
> Vielleicht hilft es ja schon, wenn man beim Kochen keinen Trockner > laufen hat. ( ... ) > Und weil das Nachdenken noch nie bequem war, sind automatische > intelligente Lösungen gefragt. Der Elektroherd, der sich beim Laufen des Trockners "intelligent" abschaltet, wird bei Öko-Test etc. bestimmt "Sehr gut" bekommen ...
Es ist doch kein Zwang die Energie nur dann zu nutzen wenn sie billig ist. Wen's nicht interessiert, der hat halt die Bequemlichkeit aber dafür am Monatsende ein paar Euro mehr auf der Rechnung.
U. B. schrieb: >> Vielleicht hilft es ja schon, wenn man beim Kochen keinen Trockner >> laufen hat. ( ... ) >> Und weil das Nachdenken noch nie bequem war, sind automatische >> intelligente Lösungen gefragt. > > Der Elektroherd, der sich beim Laufen des Trockners "intelligent" > abschaltet, wird bei Öko-Test etc. bestimmt "Sehr gut" bekommen ... Die Idee wird sein, dass du VORHER nachdenkst, ob du die Socken wirklich direkt nach dem Essen trocken haben willst oder ob es nicht vernünftiger sein könnte (weil evtl. billiger), den Trockner gleich nach dem Frühstück anzustellen:
back to the roots, wir hängen die Socken in die Sonne. η = 100% Namaste
> Die Idee wird sein, dass du VORHER nachdenkst ...
Wieso ich ?
Ich habe doch für teure Teilzahlung einen intelligenten Blechaffen
gekauft !
...ihr denkt viel zu techisch :-) Denkbare Veränderungen im Markt könnten sich analog zur Mineralölwirtschaft entwickeln. Man könnte den Preis für die kWh z.B. stündlich ändern, oder völlig flexibel gestalten. Dies gilt dann natürlich für Entnahme und Einspeisung ins Netz. Auch der Stromkauf per Chipkarte oder Online wäre denkbar. Vergleichbarkeit wäre im schlimmsten Fall gleich Null.
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