Forum: Offtopic Der Neue Markt 2.0 - ist die Internetblase wieder da?


von M. n. (mneuer)


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die Rahmenbedingungen passen zumindest, FED Zins nahe 0 d.h. viel zu 
viel billiges Geld im Umlauf. Wahnwitzige Bewertungen für Social Network 
Buden wie Facebook, Xing , Linkedin. letzterer ist heute an die Börse 
gegangen, KGV von 550. Es heist ja im Schnitt werden alle 10 Jahre die 
selben Fehler von ner neuen Generation gemacht, scheint was dran zu sein 
...

http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:hohe-nachfrage-linkedin-verdoppelt-sich-zum-boersenstart/60054612.html

von Michael K. (charles_b)


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M. neuer schrieb:
> die Rahmenbedingungen passen zumindest, FED Zins nahe 0 d.h. viel zu
> viel billiges Geld im Umlauf. Wahnwitzige Bewertungen für Social Network
> Buden wie Facebook, Xing , Linkedin. letzterer ist heute an die Börse
> gegangen, KGV von 550. Es heist ja im Schnitt werden alle 10 Jahre die
> selben Fehler von ner neuen Generation gemacht, scheint was dran zu sein
> ...
>
> 
http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:hohe-nachfrage-linkedin-verdoppelt-sich-zum-boersenstart/60054612.html

Kann sein. Was tun?

Optionsscheine auf fallende Kurse kaufen - und dann ruhige Nerven 
behalten....

von Florian *. (haribohunter)


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Gerade wenn die Euphorie losgeht? Koennte teuer werden.
Abwarten.

von Michael K. (charles_b)


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Florian *.* schrieb:
> Gerade wenn die Euphorie losgeht? Koennte teuer werden.
> Abwarten.

Puts sind in Zeiten der Euphorie billig.

von Florian *. (haribohunter)


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Wir sind noch davor.
Facebook ist noch gar nicht auf dem Markt.
Die dicke Blase kommt noch.

von Mike S. (drseltsam)


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Vollkommen überzogen. Das wird, denke ich mal, spätestens dann gegrillt, 
wenn die Industrienationen richtig Probleme mit ihren Staatsschulden 
bekommen. Würde mich nicht wundern wenn die letzte Krise erst das 
Vorbeben war...

von Hagen R. (hagen)


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mich würde es wundern wenn die Krise ausbleiben würde...

von Oliver S. (phetty)


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Bei welcher Bank kann man denn Daytrading betreiben ohne horrende 
Gebühren zu zahlen?
LinkedIn ist doch ein gutes Beispiel! Man kauft den Mist zum 
Ausgabepreis und muß´es aber auch binnen Stunden wieder abstossen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Oliver Stellebaum schrieb:
> Bei welcher Bank kann man denn Daytrading betreiben ohne horrende
> Gebühren zu zahlen?
Immer seltsam, wenn Geld von sich aus Junge bekommt...
Woanders nennt man das Inzucht. Und das geht idR. böse aus.

> mich würde es wundern wenn die Krise ausbleiben würde...
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mir sage: Seis drum, dann schmeißen 
sich halt wieder ein paar Banker aus dem Hochhaus.
Und das ganz ohne jede Ironie oder Sarkasmus. Einfach nur aus 
Resignation...

Ich kenne da einige, die Wissenschaften und/oder Ingenieurwesen 
studieren wollten, denen das dann aber zu stressig war, die dann auf 
Betriebswirtschaft umgestellt haben und dort jetzt auf der Chefetage 
vorankommen...
Warum gibt mir das zu denken?

von Icke ®. (49636b65)


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Hagen Re schrieb:
> mich würde es wundern wenn die Krise ausbleiben würde...

Wir sind doch schon längst mitten drin. Was bisher ausblieb, sind die 
einschneidenden Auswirkungen. Aber das kommt mit Sicherheit, die Frage 
ist nur, wann genau. Dienstag abend gabs bei Maischberger eine 
interessante Diskussion dazu. Wahrscheinlich hat die Staatsverschuldung 
-nicht nur bei den aktuell auffälligen Ländern wie Griechenland- längst 
aussichtslose Dimensionen erreicht. Will heißen, kein Euro-Staat wird 
jemals seine Schulden zurückzahlen können. Und die Milliarden an 
Hilfspaketen nützen genau genommen nur den Banken. Wobei die das gar 
nicht nötig haben, sondern aufgrund ihrer hohen Rücklagen sogar eine 
komplette Entschuldung locker überleben könnten. Die Bank gewinnt immer, 
an Krisen erst recht.
Die komplette Sendung ist in der ARD Mediathek abrufbar, sehr zu 
empfehlen:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7186004

von Uhu U. (uhu)


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M. neuer schrieb:
> Es heist ja im Schnitt werden alle 10 Jahre die
> selben Fehler von ner neuen Generation gemacht

Hätt' Maria abgetrieben, wär uns das erspart geblieben...

von Hagen R. (hagen)


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Icke ®. schrieb:
> Wahrscheinlich hat die Staatsverschuldung
> -nicht nur bei den aktuell auffälligen Ländern wie Griechenland- längst
> aussichtslose Dimensionen erreicht. Will heißen, kein Euro-Staat wird
> jemals seine Schulden zurückzahlen können.

Ja aber wo soll das ein Problem sein ? Es wechselt nur Derjenige der das 
Sagen hat. So wie die Krisen, Arbeitslosigkeit, Kriege ist die 
Staatsverschudlung auch nur ein Symptom.

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Lothar Miller schrieb:
>> mich würde es wundern wenn die Krise ausbleiben würde...
> Ich bin inzwischen soweit, dass ich mir sage: Seis drum, dann schmeißen
> sich halt wieder ein paar Banker aus dem Hochhaus.

Nun das solltest du besser wissen wenn du die letzte Bankenkrise und die 
nötigen Ausgleichsbewegungen des Systems, so das diese 
Risikoabschreibungen nicht abgeschrieben werden müssen sondern voll zum 
Steuerzahler sozialisiert wurden, verstanden hast. Alle Staaten die sich 
zuweit an den Rand der Blase positioniert hatten stehen nun nach 
Schrumpfung dieser Blase abseits durch diese Belastung ihrer 
Finanzsysteme. Das was jetzt mit Griechenland, mit uns allen passiert 
ist die direkte Konsequenz des falschen Lösungsansatzes der Politiker 
bei der Bankenkrise. Zum Zeitpunkt der Bankenkrise konnte der Staat der 
halbwegs finanziell stabil ist mit sehr schnellen politischen 
Entscheidungen sich eine vorteilhafte Position bei der Verteilung der 
Lasten ausbauen. Und das hat Merkel auch getan und eine der Folgen 
dieser vorschnellen Sozialisierung der privaten Risikoverluste ist auch 
Griechenland.

Ganz klar steht fest: die Banker und Politiker die immer auf privates 
Risiko hinweisen das sie tragen würden, haben gegen die Regeln ihres 
eigenen Systems verstoßen. Und das besagt: zu hoch spekuliert, zu hohes 
Risiko heist auch Verluste tragen. Ergo: ich hätte sie gnadenlos 
bankrott gehen lassen und statt dessen die Einlagen der privaten 
Haushalte mit den Milliarden geschützt. Das wäre dann aber eine 
Umverteilung von Oben nach Unten, Unten hat noch alles, Oben zahlt 
allein für die Blase die sie verantworten.

Das wäre nicht nur Gerecht sondern würde das System aauch besser 
stabilisieren statt es wie jetzt noch zu verschärfen.

Gruß hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Ganz klar steht fest: die Banker und Politiker die immer auf privates
> Risiko hinweisen das sie tragen würden, haben gegen die Regeln ihres
> eigenen Systems verstoßen.

Du hast die zweite Regel vergessen: Die erste gilt nur für die Andern.

von Hagen R. (hagen)


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Tja, dann heucheln die eigenen Experten (INSM, Prof. Sinn zB.) über ihr 
eigenes System.

Naja mir muß man den Unterschied zwischen Demokratie und Hegemonie nicht 
erklären.

Eines weiß ich mit Gewissheit, steigt das Mißverhältnis der Verteilung 
des Reichtums in der Gesellschaft so ist das ein weiterer Schritt in 
Richtung Tod des Systems. Das Mißverhältnis ist gestiegen, das Ende ist 
näher als zuvor.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Ganz klar steht fest: die Banker und Politiker die immer auf privates
>> Risiko hinweisen das sie tragen würden, haben gegen die Regeln ihres
>> eigenen Systems verstoßen.
>
> Du hast die zweite Regel vergessen: Die erste gilt nur für die Andern.

Naja, aber die zweite Regel verstöst eben gegen das System 
Marktwirtschaft. Das A&O der Marktwirtschaft ist der Tod einer 
Unternehmung wenn sie nicht profitabel ist, wenn sie sich verspekuliert 
haben. Die Sozialisierung dieser Verluste verhindert den Tod derjenigen 
die das Risiko hätten tragen müssen, es macht sie unantastbar auch für 
ihr eigenes Wirtschaftssystem. Jeder Unternehmer der nicht direkt wie 
die Deutsche Bank der Profiteur der Sache ist, hat ebenso ein Interesse 
daran das die Regeln der Marktwirtschaft für alle Unternehmer gelten.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Eines weiß ich mit Gewissheit, steigt das Mißverhältnis der Verteilung
> des Reichtums in der Gesellschaft so ist das ein weiterer Schritt in
> Richtung Tod des Systems.

Aus der Geschichte läßt sich dieser Zusammenhang kaum ableiten.

Jeder "Schritt" auf der Zeitachse ist ein weiterer Schritt in Richtung 
Tod des Systems - meist leider auch nur einer in Richtung Entstehung 
eines neuen ungleichen Systems.

> Naja, aber die zweite Regel verstöst eben gegen das System
> Marktwirtschaft.

Nein, die zweite Regel ist Bestandteil des Systems unserer 
Marktwirtschaft. Man geht nur nicht so gerne damit hausieren...

So lange es keine wirksamen Mechanismen gegen die Oligo-/Monopol-Bildung 
gibt, wird sich das auch nicht ändern.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Eines weiß ich mit Gewissheit, steigt das Mißverhältnis der Verteilung
>> des Reichtums in der Gesellschaft so ist das ein weiterer Schritt in
>> Richtung Tod des Systems.
>
> Aus der Geschichte läßt sich dieser Zusammenhang kaum ableiten.

Sehe ich auch anders. Systeme wie Sklavenhaltung, Monarchien sind tot, 
weil sie durch zb. Imperialismus - Kapitalismus - Faschismus abgelösst 
wurden. In meinen Augen fehlt dem Mensch auf der Liste der 
Gesellschaftsysteme die auf Ausbeutung beruhen noch das System der 
"parasitären Symbiose". Also mit fortschreiten der Technollogie könnte 
ich mir vorstellen das es eine Gesellschaft gegeben wird die eine echte 
genetisch überlegene Herrenrasse und eine genetisch unterentwickelte 
Sklavenrasse kennt.

Das generelle Problem das wir in dieser Diskussion haben ist die 
Abgrenzung zwischen dem System Gesellschaft und dem Untersystem Ökonomie 
in dieser Gesellschaft.

Übergeordnet, entwicklungsgeschichtlich, kenne ich drei Systeme
- Urgesellschaft
- Ausbeutungsgesellschaften
- nicht Ausbeutungsgesellschaften

Letzere kennen wir nicht als real existentes System, was in meinen Augen 
aber kein Indiz für seine Machbarkeit ist.

Ganz klar ist das man mir eine "Willkürlichkeit" bei der Auswahl der 
Merkmale unterstellen kann, ändert aber nichts daran das es denoch eine 
legitime Sichtweise ist.

> Jeder "Schritt" auf der Zeitachse ist ein weiterer Schritt in Richtung
> Tod des Systems - meist leider auch nur einer in Richtung Entstehung
> eines neuen ungleichen Systems.
>
>> Naja, aber die zweite Regel verstöst eben gegen das System
>> Marktwirtschaft.
>
> Nein, die zweite Regel ist Bestandteil des Systems /unserer/
> Marktwirtschaft. Man geht nur nicht so gerne damit hausieren...

Hm, sehe ich nicht so. Diese "Regel" ist Bestandteil des Überbaues, 
bestehend aus Politik, Gesetzesgebung und Seilschaften.
Die reinen ökonomischen Regeln der Marktwirtschaft berücksichtigen diese 
"Regel", wohl eher Trick, nicht. Und deshalb versagt sie auch, denn 
gegen Politische Konzepte sind die puren Ökonomischen Regeln wehrlos.

Mit anderen Worten: jeder der ein System ausschließlich nach seinen 
ökonomischen Regeln bewertet ignoriert den Fakt das dieses System nur 
ein Teil eines übergeordneten Systemes ist, dem Gesellschaftssystem. Das 
wir in einer Hegemonie leben ist ein Symptom (Name?) des 
Gesellschaftssystem und das ökoniomische System "Marktwirtschaft" ist 
nur Erfüllungsgehilfe, so wie unser Geldwertsystem auch.

> So lange es keine wirksamen Mechanismen gegen die Oligo-/Monopol-Bildung
> gibt, wird sich das auch nicht ändern.

Aber das Ziel unserer "Spielregeln" ist das Monopol denn nur dieses 
verspricht maximalen Profit.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Sehe ich auch anders. Systeme wie Sklavenhaltung, Monarchien sind tot,
> weil sie durch zb. Imperialismus - Kapitalismus - Faschismus abgelösst
> wurden.

Die sind so tot, wie die Dinosaurier, deren Nachfahren als Vögel die 
Welt besiedeln.

Kapitalismus ist Sklaverei ohne soziale Verpflichtung für die 
Skalvenhalter.

> Aber das Ziel unserer "Spielregeln" ist das Monopol denn nur dieses
> verspricht maximalen Profit.

Eben. Und deswegen auch die 2. Regel, wenn die Monnopole erstanden 
sind...

von M. n. (mneuer)


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Michael K-punkt schrieb:


> Kann sein. Was tun?
>
> Optionsscheine auf fallende Kurse kaufen - und dann ruhige Nerven
> behalten....

Man muss nichtmal viel investieren, 100-200€ in Scheinen nahe am Geld in 
Zeiten niedriger Volalität kaufen. Wen man das richtige Zeitfenster 
erwischt, also noch genug Zeit bis zum auslaufen des Scheins hat, dann 
crasht können daraus schnell 10.000€ sein !

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Kapitalismus ist Sklaverei ohne soziale Verpflichtung für die
> Skalvenhalter.

Korrekt, denoch sind Namen wie Sklavenhalterstaat, Monarchie, 
Imperialiasmus, Kapitalismus und Faschismus eine Ausprägungsform eines 
Gesellschaftsystemes das auf Ausbeutung basiert. Deshalb meine obige 
Abstufung. Erstmal die Gundtypen, dann die Ausprägungsformen, dann die 
Abstufung nach Ökonomie, Sozial/Bildungswesen usw.

Zwischen den Ausprägungsformen gibt es den Hauptunterschied des 
Stärkegrades der Ausbeutung. Je fortschrittlicher die Ausprägungform 
desto höher der Ausbeutunggrad und die gesellschaftlichen Bereiche in 
die die Ausbeutung vordringt. Heute zB. bauen wir die Methoden um auch 
Wissen und viele andere Rechte zu Bedürfnissen zu machen. Aus einem 
Recht auf Wasser wird ein Bedürfnis und das kann man über Konsum 
befriedigen und somit einen Profit erwirtschaften. Heutzutage benutzen 
wir die systematische Wissenschaft um diesen Grad gezielt zu 
inkrementieren. Wir nutzen viel besser die Manipulation der Gedanken 
über die Kontrolle des Wissenflusses.

Beispiel: die Experten raten Griechenland zu privatisieren. Damit sind 
eben Bereiche gemeint wie Wasser/Energie/Bildung/kommunale Versorgungen 
usw.. Griechenland wird massiv abgemaht. Und exakt diese Privatiersung 
ist es die die Ursache der Probleme ist.

Gruß hagen

von Uhu U. (uhu)


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@Hagen Re
Mir ist das alles eine Nummer zu formalistisch.

Der Punkt ist, daß behauptet wird, wir hätten eine Marktwirtschaft, aber 
in Wirklichkeit wird mit einer geheimen zweiten Regel operiert und - in 
häßlicher Kontinuität über den Verauf der Geschichte - eine neue 
Variante des Dinosauriers Sklaverei installiert, bei dem die Sieger 
und Verlierer genauso feststehen, wie sie es seit eh und je war.

Die Marktwirtschaft hat es in der BRD nie gegeben und das Präfix 
sozial hatte nur den einen Sinn, die Ossis kirre zu machen und zu 
massenhaften Flucht zu animieren. (Daß die tumben Russen bei der 
Strategie von Kräften behilflich waren, ist ein anderes Thema.)

Spätestens als der Ostblock zusammenbrach, war es in Null Komma Nix aus 
mit sozial und der erste - symbolische - Akt war, die Zollfreiheit für 
Dollar-Bananen aufzuheben...

Daß Systeme wegen ungleicher Güterverteilung ihrem Ende entgegen gehen, 
ist eine Illusion. Bisher folgte auf die Pest praktisch immer die 
Cholera und umgekehrt. Die Tatsache, daß sie natürlichen Resourcen bald 
verpraßt sind, macht die Aussichten auf ein künftiges gerechtes 
Gesellschaftssystem nicht besser.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Uhu,

du bist ja eine e r f a h r e n e r Optimist.

Namaste

von Hagen R. (hagen)


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und ich wähle freiwillig den Standpunkt der Optimisten, die Alternative 
ist ja unerträglich. Nichts gegen deinen Standpunkt Uhu ;)

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Bisher folgte auf die Pest praktisch immer die
> Cholera und umgekehrt. Die Tatsache, daß sie natürlichen Resourcen bald
> verpraßt sind, macht die Aussichten auf ein künftiges gerechtes
> Gesellschaftssystem nicht besser.

Du ignorierst offensichtlch die Geschichte. Die Ostblockstaaten waren 
eine direkte Konsequenz aus den vorherigen Revolutionen und mit 
Sichherit ein zwar "blauäuguger" aber realer Versuch in die richtige 
Richtung.

In meiner Argumentation geht es nun nicht darum WAS daraus gemacht wurde 
sondern DAS viele Menschen den Wunsch hatten nach dieser Veränderung.

Ich als Optimist schließe die Möglichkeit, ja die Chancen, nicht aus und 
kapituliere nicht schon am Anfang in meinem Denken. Und ich bin 
ebenfalls ein Teil der Summe des Gesammten, ich schließe mich nicht aus.

Gruß hagen

von Hagen R. (hagen)


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Hagen Re schrieb:
> blauäuguger

Was für ein Schreibfehler ;)

von Icke ®. (49636b65)


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Hagen Re schrieb:

> Du ignorierst offensichtlch die Geschichte. Die Ostblockstaaten waren
> eine direkte Konsequenz aus den vorherigen Revolutionen und mit
> Sichherit ein zwar "blauäuguger" aber realer Versuch in die richtige
> Richtung.

Der Ostblock hatte gar keine andere Möglichkeit, als sich vom 
Sozialismus abzuwenden, weil dieser ökonomisch nicht funktionierte. Wie 
lange hätte die DDR noch durchgehalten? 5 Jahre, vielleicht 10? 
Wenigstens hatten wir eine Alternative, den Fallback zum Kapitalismus. 
Aber was ist die Alternative zum Kapitalismus? Anarchie? Wenn sich die 
Ressourcen dem Ende neigen, wird es vielleicht so kommen.

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Du ignorierst offensichtlch die Geschichte. Die Ostblockstaaten waren
> eine direkte Konsequenz aus den vorherigen Revolutionen und mit
> Sichherit ein zwar "blauäuguger" aber realer Versuch in die richtige
> Richtung.

Nein, leider nicht. Die Oktoberrevolution war leider der einzige 
Versuch in dieser Richtung, der gewisse Aussichten auf Erfolg hatte. 
Stalin machte denen schnell ein blutiges Ende.

> In meiner Argumentation geht es nun nicht darum WAS daraus gemacht wurde
> sondern DAS viele Menschen den Wunsch hatten nach dieser Veränderung.

Tja, ich möchte nicht leugnen, daß es immer viele Menschen gegeben hat, 
die den Wunsch nach einem gerechten Gesellschaftssystem haben. Nur mit 
den Wünschen ist es so eine Sache, zumindest wenn man über keine Mittel 
verfügt, sie zu realisieren.

> Ich als Optimist schließe die Möglichkeit, ja die Chancen, nicht aus und
> kapituliere nicht schon am Anfang in meinem Denken.

Nun ja, ich denke nicht erst seit gestern in diese Richtung... Die 
Chancen auf Erfüllung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten alles, 
nur nicht verbessert.

Nur gehen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt dieses Debattenexkurses. 
Die Geschichte wartet mit vielen Episoden auf, in denen eine Despotie 
durch die nächste ersetzt wurde. Die, in denen auf eine Despotie ein 
gerechtes System folgte, waren sehr selten und endeten nur gar zu oft 
nach einigen Jahren in einer neuen Despotie. Wann eine Herrschaftclique 
gehen mußte, hing nur wenig von der Ungleichverteilung der materiellen 
Güter ab; die kann aber bei einer allgemeinen Schwäche der Herrschaft 
den Ausschlag geben.

Die Oktoberrevolution konnte auch nur durch die Schwächung des 
Zarenregimes im Verlauf des ersten Weltkrieges Erfolg haben.

von Hagen R. (hagen)


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Icke ®. schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>
>> Du ignorierst offensichtlch die Geschichte. Die Ostblockstaaten waren
>> eine direkte Konsequenz aus den vorherigen Revolutionen und mit
>> Sichherit ein zwar "blauäuguger" aber realer Versuch in die richtige
>> Richtung.
>
> Der Ostblock hatte gar keine andere Möglichkeit, als sich vom
> Sozialismus abzuwenden, weil dieser ökonomisch nicht funktionierte. Wie
> lange hätte die DDR noch durchgehalten? 5 Jahre, vielleicht 10?
> Wenigstens hatten wir eine Alternative, den Fallback zum Kapitalismus.
> Aber was ist die Alternative zum Kapitalismus? Anarchie? Wenn sich die
> Ressourcen dem Ende neigen, wird es vielleicht so kommen.


Und? das hat alles nichts mit dem Wunsch der Menschen ein komplett 
anders Gesellschaftsystem aufbauen zu wollen zu tun.

Siehe oben mein -> "blauäugig".

Alternative? das entscheidest auch Du. Wenn Du keine Vorstellung von was 
Besserem entwickelst dann gehörst du auch zu der großen Gruppe an 
Menschen die keine realen Verbesserungen bewirken werden.

So einfach ist das.

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Erst mal schön das du noch sachlich antwortest, danke.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Du ignorierst offensichtlch die Geschichte. Die Ostblockstaaten waren
>> eine direkte Konsequenz aus den vorherigen Revolutionen und mit
>> Sichherit ein zwar "blauäuguger" aber realer Versuch in die richtige
>> Richtung.
>
> Nein, leider nicht. Die Oktoberrevolution war leider der /einzige/
> Versuch in dieser Richtung, der gewisse Aussichten auf Erfolg hatte.
> Stalin machte denen schnell ein blutiges Ende.

Dem stimme ich voll und ganz zu. Das WAS daraus gemacht wurde ist nicht 
das was sich die Mehrheit "gewünscht" hatte. Und exakt da war die Masse 
"unreif"  sie würde quasi geführt in diese Richtung ohne selbst zu 
wissen was es bedeutet und überzeugt davon zu sein ("besser das, als so 
wie bisher" Mentalität).

Aber das lernen wir gerade, der Wunsch wird immer stärker und konkreter, 
das ist mein subjektives Empfinden.

>> In meiner Argumentation geht es nun nicht darum WAS daraus gemacht wurde
>> sondern DAS viele Menschen den Wunsch hatten nach dieser Veränderung.
>
> Tja, ich möchte nicht leugnen, daß es immer viele Menschen gegeben hat,
> die den Wunsch nach einem gerechten Gesellschaftssystem haben. Nur mit
> den Wünschen ist es so eine Sache, zumindest wenn man über keine Mittel
> verfügt, sie zu realisieren.

Naja Mittel, das müsste man erstmal definieren was man unter Mittel 
versteht. Bildung ? Geld ? Waffen ? oder reichen auch kreative Konzepte 
schon ?

>> Ich als Optimist schließe die Möglichkeit, ja die Chancen, nicht aus und
>> kapituliere nicht schon am Anfang in meinem Denken.
>
> Nun ja, ich denke nicht erst seit gestern in diese Richtung... Die
> Chancen auf Erfüllung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten alles,
> nur nicht verbessert.


Sehe ich eben anders. Ich sehe viele individuel organisierte Aktionen. 
In meinen Augen brodelt es (und Überwachung soll das Gegenmittel sein) 
und die nachfolgenden Generationen wollen nicht mehr die gleichen 
grundsätzlichen Fehler machen (ob sie anders können ist eine andere 
Frage).

Ja, ich weiß dein Gegenargument ist das das alles Blitzableiter sind die 
den schädlichen Volkswillen gegen GND ableiten sollen. So wie GreenPeace 
und all die anderen Spendenorganisationen, Gewerkschaften, wie ATTAC und 
die vielen Vereine. So wie die INet Aktionen usw. Die nur Symptome statt 
Ursachen bekämpfen.

Nun der Fehler den du da kritisieren wirst liegt nicht im WILLEN der 
Menschen sondern indem wie sie es umsetzen.

Gruß Hagen

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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zwei dinge:

1.Gut gewollt ist selten gut getan.


2. Es genügt nicht das man eine besser alternative zum bestehenden hat, 
sie muß sich umsetzen lassen.

....Fortsetzung folgt

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Fortsetzung

Zum Umsetzen einer neuen Gerechteren gesellschaftsordnung bedarf es 
einiger Vorraussetzung.

1. Die Resourcen der Menschheit  müssen jedweden Mangel abwenden können.
2. Darauf basierend muss es unmöglich werden einen Vorteil aus Besitz zu 
erlangen.
3 Diese Erkenntniss muss ein Ausmaß annehmen, welches jedwede Gelüste an 
Machtausübung für potentiell Machtwillige unnötig erscheinen.

Nur so lässt sich das ohne Gewalt organisieren.

Namaste

Achja der weg dorthin ist lang, sehr lang.

... Und funktioniert nur wenn jeder bereit darauf zu verzichten sein 
Leben auf Kosten Anderer zu gestalten.

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Naja Mittel, das müsste man erstmal definieren was man unter Mittel
> versteht. Bildung ? Geld ? Waffen ? oder reichen auch kreative Konzepte
> schon ?

Die Oktoberrevolution kam nicht durch Meditation zum Erfolg und selbst 
im gescheiterten zaristischen Rußland von 1917 gaben die Herrschenden 
die Macht nicht freiwillig ab.

Ob Erfolg in diesem Sinn mit "Reife" zu tun hat? Das wäre ein sehr 
weitgefaßter Begriff von Reife, der zumindest Bildung und Geld umfaßt.

Das Problem ist, daß eine kleine Clique mit den entsprechenden Mitteln 
viel organisierter handeln kann, als Millionen mit Millionen diffusen 
Wünschen, die ungefähr in dieselbe Richtung gehen.

Die Machthaber tun alles, diesen diffusen Zustand zu erhalten, indem sie 
die Kommunikation zwischen den Bürgern zu behindern, um so mehr, je 
wahrscheinlicher sie - am Ende sogar organisiert - in eine Richtung 
läuft, die nicht mit ihren Interessen konform ist.

Früher war es offene Zensur und wurde in den westlichen Demokratien 
durch verfeinerte, aber nicht minder wirksame Mittel ersetzt: 
Raumverbote, seichte, aber wohldurchdachte Berieselung über die 
vielfältige und nichts desto Trotz ganz gut gleichgeschaltete Presse, 
die 5%-Klausel, Zerschlagung der Verfaßten Studentenschaft, immer 
schärferer Leistungsdruck und in Zeifelsfällen sogar Gewalt, meist durch 
Spontis... (Ich erinnere an einen gewissen Steinwerfer aus Frankfurt, 
der später groß Karriere gemacht und auf dem Balkan ein neues Auschwitz 
verhindert hat.)

Das Internet bietet im Moment die Chance, die überkommenen Methoden der 
Verhinderung freier Meinungsbildung (aka Fokussierung der Wünsche, von 
denen du sprichst) zu unterlaufen - weshalb die Gegenseite alles daran 
setzt, dieses neue Medium unter Kontrolle zu bekommen. Daß sie das 
mittelfristig erreichen wird, ist leider alles andere, als 
unwahrscheinlich und die technischen Möglichkeiten machen eine weit 
rigidere Kontrolle möglich, als sich selbst der schärfste Stasihund vor 
20 Jahren erträumen konnte.

> In meinen Augen brodelt es (und Überwachung soll das Gegenmittel sein)
> und die nachfolgenden Generationen wollen nicht mehr die gleichen
> grundsätzlichen Fehler machen (ob sie anders können ist eine andere
> Frage).

Ich erinnere mich an Zeiten, da hat es hier im Westen ganz anders 
gebrodelt. Leider waren wir zu doof, die Chancen auch nur annähernd zu 
nutzen.

20 Jahre später wars in der DDR nicht anders, nur die Chancen waren 
schon deutlich schlechter, weil der Sieger des Kalten Krieges bereits 
feststand... Leider.

von Icke ®. (49636b65)


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Hagen Re schrieb:

> Und? das hat alles nichts mit dem Wunsch der Menschen ein komplett
> anders Gesellschaftsystem aufbauen zu wollen zu tun.
>
> Siehe oben mein -> "blauäugig".
>
> Alternative? das entscheidest auch Du. Wenn Du keine Vorstellung von was
> Besserem entwickelst dann gehörst du auch zu der großen Gruppe an
> Menschen die keine realen Verbesserungen bewirken werden.
>
> So einfach ist das.

Nichts ist einfach. Ich habe tatsächlich keine Vorstellung von einem 
Gesellschaftssystem, das sozial gerecht ist und dennoch ökonomisch 
funktioniert. Allerdings blafaselst du auch nur die ganze Zeit um den 
heißen Brei herum und bringst keinerlei konkrete Vorschläge, wie man es 
besser machen könnte.
Der Kapitalismus ist noch längst nicht am Ende, weil die 
Lebensbedingungen der breiten Masse trotz allem Gemecker immer noch ein 
sehr hohes Niveau haben. Ich behaupte, daß in naher Zukunft nicht mit 
einer Revolution zu rechnen ist, zumal sich bisher keiner eine 
ernstzunehmende Alternative ausgedacht hat.

von Mine Fields (Gast)


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Es kann kein gerechtes Wirtschaftssystem geben, da es der Natur des 
Menschen und den Naturgesetzen widerspricht. Das System Erde ist 
abgeschlossen und endlich, es ist also kein unendlicher Reichtum für 
alle Menschen möglich. Also werden die Mächtigen sich in jedem 
erdenklichen System an der Masse bereichern.

Bestes Beispiel ist doch der Kommunismus - klingt in der Theorie 
vielleicht noch ganz gut - in der Praxis haben die Mächtigen wie Könige 
gelebt, während das Volk in Armut lebte.

Im Prinzip läuft es auf einfache Evolutionsgesetze hinaus: "Survival of 
the Fittest". Die Anpassungsfähigsten - also die, die am besten mit dem 
System arbeiten können und es für sich nutzen - werden überleben (oder 
eben im Wohlstand leben).

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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hallo stefan,

was die Resuorcen betrifft, stimme ich dir teilweise zu. Sie sind 
endlich, könnten jedoch ausreichend sein alle Bedürfnisse zu 
befriedigen, das ist durch deren endlichkeit nicht ausgeschlossen.

Anders sehe ich deren Verteilung und in diesem Zusammenhang die "Natur 
des Menschen" diese kann ich nicht als staatisch gegeben anerkennen, 
denn sie unterliegt wie du selbst schreibst den Evolutionsgesetzen.

Es könnte also der Fall eintreten das gerechtes Verhalten die 
Überlebenschancen der Individuen insgesamt erhöht und ungerechtes 
Verhalten dem Einzelnen definiv so schadet das es offensichtlich genug 
unsinnig erscheint um es zu unterlassen.

Das hat sich in Notsituationen schon oft erwiesen.

 Wie sich die Menscheiheit in einer Globalen Notsituation verhält kann 
somit nicht nur über das Schiksal Einzelner sondern auch über das 
Schiksal der Menscheit insgesamt entscheiden.

Namaste

von Hagen R. (hagen)


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Danke Winfried, wenigsten einer der die Evolution verstanden hat und 
erkennt das das Haus indem jeder wohnt einer der vielen Beweise dafür 
ist das wir konstruktiv in der Vergangenheit die Zukunft unserer Kinder, 
also uns, verändert haben.

Wir Menschen unterliegen schon längst nicht mehr der "natürlichen" 
Evolution. Sondern einer schon teilweisen künstlichen Evolution. Und die 
Symptome dafür, Kontolle des Feuers, schaffen eigener Umweltbedingungen, 
ja sogar das wir fast keine Körperhaare mehr haben, sind Beweise für das 
wirken einer, unserer Intelligenz und Bewusstsein die Einfluß auf ihre 
eigene Evolution nimmt.

Ich hasse es ständig zu hören: Der Mensch ist böse und wird immer Kriege 
führen. Das ist falsch den nur wenn die Umweltbedingungen in denen der 
Mensch leben muß schlecht für ihn sind kann es zu Kriegen kommen.

Überbevölkerung ist eine Reaktion auf eine schlechte Umweltsituation der 
Menschen. Diese Reaktion war bisher immer sinnvoll da der 
Auswanderungsdruck der so entstand zu Völkerwanderungen führte und die 
waren bisher immer von Vorteil für unsere Entwicklung. Das hat sich nun 
geändert, der Mensch das das Ökosystem Erde vollständig anektiert. Die 
alten, sehr alten Lösungsansätze können also nicht mher funktionieren. 
Nur neue Lösungsansätze können funktionieren und der muß lauten: 
Verbersserung der Lebensbedingungen für alle damit der Druck mit Hilfe 
von vielen Kindern die Zukunft zu verbessern elimimniert wird.

Nun das ist ein ganz konkreter Lösungsvorschlag der am eigentlichen 
Problem arbeitet und das mit Hilfe der Erkenntnisse der Wissenschaften.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Stefan L. schrieb:
> Es kann kein gerechtes Wirtschaftssystem geben, da es der Natur des
> Menschen und den Naturgesetzen widerspricht. Das System Erde ist
> abgeschlossen und endlich, es ist also kein unendlicher Reichtum für
> alle Menschen möglich.

Ein gerechtes Wirtschaftssystem bei unendlichen Resourcen ist unnötig - 
es gibt ja per se für alle mehr als genug.

Das ist also kein Argument dafür, daß ein gerechtes Wirtschaftssystem 
unmöglich ist.

> Also werden die Mächtigen sich in jedem erdenklichen System an der Masse
> bereichern.

Damit läßt du aber den Aspekt der Kooperation - dem Schlüssel für den 
Erfolg von Homo sapiens - völlig außer Acht. Hätten unsere 
Vor-...-vorfahren überwiegend nach dieser Ideologie gehandelt, daß säßen 
wir heute noch nichtmal auf den Bäumen, sondern fristeten unser Dasein 
bestenfalls als Virus.

> Bestes Beispiel ist doch der Kommunismus - klingt in der Theorie
> vielleicht noch ganz gut - in der Praxis haben die Mächtigen wie Könige
> gelebt, während das Volk in Armut lebte.

Beispiel für was? Daß man Fehler machen kann, die einem sogar den Kopf 
kosten können?

> Im Prinzip läuft es auf einfache Evolutionsgesetze hinaus: "Survival of
> the Fittest".

So platt ist es wirklich nicht - selbst Einzeller, wie Bakterien, Amöben 
und Flagelaten kooperieren. Stichwort Biofilm. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Biofilm

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Damit läßt du aber den Aspekt der Kooperation - dem Schlüssel für den
> Erfolg von Homo sapiens - völlig außer Acht. Hätten unsere
> Vor-...-vorfahren überwiegend nach dieser Ideologie gehandelt, daß säßen
> wir heute noch nichtmal auf den Bäumen, sondern fristeten unser Dasein
> bestenfalls als Virus.

Oh mann, noch einer der es versteht. Wir würden noch nichtmal zwei 
geschlechtlich sein. Am anfang waren wir alle Merkels. Jeder sah aus wie 
der Andere und jeder dümpelte Antriebslos durch die Gegend. Es tat sich 
Millionen jahre nichts wichtiges. Dann, in einem abgeschotteten Teil der 
Erde, und auf Grund dessen das dort die Resourcen zum Überleben knapp 
wurden veränderten sich die Merkels dort. Es gab auf einmal 2 
unterschiedliche Merkels. Den "Mann" und die "Frau", zwei Geschlechter. 
Nun mussten sie Kooperieren um ihre Unterschiede zu einem evolutionären 
Vorteil zu machen. Denn die Gemeinsammkeiten ließen sie kooperieren und 
die Unterschiede machten aus ihrer Summe im Ganzen mehr als die Summe 
der Teile.

Das Prinzip Kooperation, das Prinzip Vielfältigkeit sind logische 
Folgegesetzmäßigkeiten aus den Gesetzen der Evolution.

Jeder der behauptet das wir auf Grund einer Moral so handeln würden 
liegt falsch. Es sind die Gesetze der Evolution die das bewirken.

Gruß hagen

von Hagen R. (hagen)


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Das Prinzip Nicht-Kooperation, das Symptom Völkerwandrungen, das Symptom 
Krieg ist ebenfalls eine Folge der Evolution. Eine Folge schlechter 
Umweltbedingungen für eine Art.

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Wir Menschen unterliegen schon längst nicht mehr der "natürlichen"
> Evolution. Sondern einer schon teilweisen künstlichen Evolution. Und die
> Symptome dafür, Kontolle des Feuers, schaffen eigener Umweltbedingungen,
> ja sogar das wir fast keine Körperhaare mehr haben, sind Beweise für das
> wirken einer, unserer Intelligenz und Bewusstsein die Einfluß auf ihre
> eigene Evolution nimmt.

Lies mal über den Nacktmull nach - die haben auch ihr Fell abgelegt und 
leben in hochkooperativen Gruppen. Ob sie Intelligenz und Bewußtsein 
haben, weiß ich nicht...

Was ich damit sagen will: Evolution einer Art ist niemals auf sie selbst 
beschränkt, sondern immer ein Optimierungsprozeß in einer vorgegebenen 
Umgebung. Daß eine Art ihre Umgebung so verändert, wie es ihr am besten 
paßt, ist auch keine Eigenart des Menschen - siehe z.B. staatenbildende 
Insekten.

Ich halte die Geschichte, der Mensch unterliege schon längst nicht mehr 
der "natürlichen" Evolution, für reines Wunschdenken aus der Zeit, als 
Antibiotika noch unbeschränkt wirksam waren.

> Ich hasse es ständig zu hören: Der Mensch ist böse und wird immer Kriege
> führen. Das ist falsch den nur wenn die Umweltbedingungen in denen der
> Mensch leben muß schlecht für ihn sind kann es zu Kriegen kommen.

Dann müßten die Obdachlosen in unserer Gesellschaft die größten Krieger 
sein...

Aggression gehört zu uns. Die Frage ist nur, wie wir damit umgehen.

> Überbevölkerung ist eine Reaktion auf eine schlechte Umweltsituation der
> Menschen.

Nein, sie ist eine Regelschwingung, die entstanden ist, weil die 
Kindersterblichkeit mit Hilfe menschlicher Entdeckungen/Erfindungen 
drastisch reduziert werden konnte, unser Reproduktionsverhalten aber 
noch an die alten Zeiten angepaßt ist, in denen eben von 10 Kindern nur 
2, oder 3 selbst das reproduktive Alter erreichten.

Auswanderungsdruck war jedenfalls nicht das Ziel, sondern immer nur eine 
Ausweichreaktion vor Resourcenengpässen.

von Hagen R. (hagen)


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Stefan L. schrieb:
> Im Prinzip läuft es auf einfache Evolutionsgesetze hinaus: "Survival of
> the Fittest".

Das hast du korrekt wiedergegeben.

> Die Anpassungsfähigsten - also die, die am besten mit dem
> System arbeiten können und es für sich nutzen - werden überleben (oder
> eben im Wohlstand leben).

Und das sagt eben du hast den ersten Satz nur wiedergegeben ohne ihn 
verstanden zu haben. Das was du das sagst ist die Theorie des 
Sozialdarwinismus aus dem 19. Jahrhundert. Letzte Überbleibsel erlebten 
wir und die FDP und auch die Konsequenzen, im Neoliberalismus.

Wenn du egoistisch gegen meine Gruppe aus 1000 Menschen kämpfen möchtes 
dann tu das. Der Fitteste wirst du mit Sicherheit nicht sein.

Du kannst dir bestimmt nicht erklären warum der Mensch Gesellschaften 
gründete, warum wir uns in Vereine, Gewrkschaften usw. organsieren.

Nun: Survival of the Fittest ist das Ziel und Kooperation ist der Weg.

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Lies mal über den Nacktmull nach - die haben auch ihr Fell abgelegt und
> leben in hochkooperativen Gruppen. Ob sie Intelligenz und Bewußtsein
> haben, weiß ich nicht...

Aaaa. dort können die EvoBiologen aber nachweisen das es in ihrer 
Lebensweise keine Sinn für Fell und Augen gibt. Beim Menschen ist das 
nciht so. Unser Fehlen der Körperbehaarung kann bisher nur an den 
Vorlieben bei der Partnerwahl liegen. Soweit die EvoBiologen die nicht 
begriffen haben das es nicht nur eine Evolution in der Natur sondern 
auch in der Gesellschaft bewusster, intelligenter Lebensformen gibt.

Denn: aus Sicht der Frau war es der Mann der sich in viele Felle kleiden 
konnte ein potentieller Partner zur Sicherung des Überlebens. Dumm nur 
das mit viel Fell auf'm Wanst die Notwendigkeit für Haare weg fällt. Das 
wäre meine Erklärung würde abe bedeuten das die Frauen mit ihrem 
Intellekt quasi bewusst die natürlichen Regeln der Evolution beeinflusst 
hat. Es gibt also bei jeder Bewussten Lebensform die ihre Umwelt 
verändert eine Feedbackkopplung über die wir gezielt und geplant unsere 
eigene Evolution steuern können.

Nun aus meiner Sicht absolut logisch, das Ziel (wenn es eines gibt) der 
Evolution lautet: da wo leben möglich ist "erschaffe" Leben, und das mit 
der Methode die am schnellsten zum Erfolg führt. Ein Bewusstsein ist ein 
solcher evolutionärer Turbo, Booster. Edit: eher eine Potenzierung der 
Performance.

von Hagen R. (hagen)


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Und falls die Frage kommt: warum hat die Frau dann weniger Haare wie der 
Mann ? Ganz einfach, der Mann mit den meisten Fellen am Wanst sucht sich 
die schönste Frau aus und kleidet sie entsprechend seines Standes mit 
vielen Fellen. Evolutionär sinnvoll aber nicht mehr basierend auf reiner 
natürlicher Evolution.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ich halte die Geschichte, der Mensch unterliege schon längst nicht mehr
> der "natürlichen" Evolution, für reines Wunschdenken aus der Zeit, als
> Antibiotika noch unbeschränkt wirksam waren.

Stop: die Wortwahl natürliche und künstliche Evolution ist irreführend. 
Sagen wir es mal anders: es gibt eine Basis-Evolution und eine 
Erweiterte-Evolution. Die Erweiterte wirkt (existent ist das Gesetz 
immer, aber es wirkt nicht immer) nur wenn es eine Intelligenz im 
Ökosystem gibt. Denn diese Art kann ihre Umwelt verändern. Je nach 
Entwicklungsstand dieser Intelligenz wird sie unterschieldliche Methoden 
anwenden bei dieser Umweltbeeinflussung. Mit Hilfe der Wissenschaften 
gibt es nun eine Methode die an den Realität nicht vorbei arbeitet, wenn 
wir Mench uns darauf einlassen.

Wir leben in der Übergangsphase: 90% glauben noch an Gott und solange 
das so ist werden 90% der Menschheit nicht die Methoden der 
Wisenschaften auch für sich selbst akzeptieren.

Nun, diese Aussage von mir sollte reichen erkennen zu können das ich 
nicht zu denen gehöre die meinen das wir morgen schlagartig in einer 
besseren Welt leben.

Was lernen wir als 90% der Gläubigen: WIR sind die Krone einer Schöpfung 
und haben das Recht alles um uns herum auszubeuten. Und das tun wir 
heute auch, weil 90% der Menschen eine falsche Sichtweise haben müssen.

Gruß hagen

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ein gerechtes Wirtschaftssystem bei unendlichen Resourcen ist unnötig -
> es gibt ja per se für alle mehr als genug.
>
> Das ist also kein Argument dafür, daß ein gerechtes Wirtschaftssystem
> unmöglich ist.

Es ist ein Indiz dafür das wir gerade heute ein gerechtes 
Wirtschaftsystem benötigen, weil wir nicht unendliche Resourcen haben.

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Unser Fehlen der Körperbehaarung kann bisher nur an den
> Vorlieben bei der Partnerwahl liegen.

Für wichtiger halte ich die verminderte Gefahr durch Ektoparasiten.

> aus Sicht der Frau war es der Mann der sich in viele Felle kleiden
> konnte ein potentieller Partner zur Sicherung des Überlebens. Dumm nur
> das mit viel Fell auf'm Wanst die Notwendigkeit für Haare weg fällt.

Das ist der Pfauentrick: "Sieh her, ich kann mir leisten, so 
herumzulaufen, weil ich sooo fit bin." - das halte ich hier aber eher 
für einen ganz winzigen Nebenaspekt, der sicher keine ausschlaggebende 
Rolle gespielt hat.

> Das
> wäre meine Erklärung würde abe bedeuten das die Frauen mit ihrem
> Intellekt quasi bewusst die natürlichen Regeln der Evolution beeinflusst
> hat.

Da überschätzt du die Weibchen des Homo sapiens wohl gewaltig. Das hat 
mit Intellekt nichts zu tun, sondern ist unbewußtes Verhaltensprogramm.

Die Körperbehaarung hängt vom Testosteronspiegel ab - deswegen stehen 
viele Frauen eher auf muskelbepacketen Schimpansen, als auf bartlosen 
Intellektuellen mit Panzerglasbrille - erstere haben sich schließlich 
die vergangenen 2 Millionen Jahre ganz gut bewährt ;-)

> Stop: die Wortwahl natürliche und künstliche Evolution ist irreführend.
> Sagen wir es mal anders: es gibt eine Basis-Evolution und eine
> Erweiterte-Evolution.

Evolution ist ein rückgekoppelter Prozeß. Ob das rückgekoppelte Signal 
vom evolvierenden Organismus stammt, oder nicht, ist zum einen egal und 
zum anderen gar zu oft im Nachhinein nicht mehr entscheidbar.

Im Übrigen überschätzt du die Rolle der "Intelligenz". Sie ist eine 
mögliche Strategie und viele Arten kommen ohne sie aus und sind dennoch 
zu unglaublichen Dingen fähig - z.B. wieder die staatenbildenden 
Insekten.

von Hagen R. (hagen)


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sorry wenn ich nur auf das nachfolgende eingehe.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Da überschätzt du die Weibchen des Homo sapiens wohl gewaltig. Das hat
> mit Intellekt nichts zu tun, sondern ist unbewußtes Verhaltensprogramm.

Das stimmt ist aber auch eine Frage eines Entwicklungsprozesses. Ich 
denke der Entwicklungsprozess unseres Bewusstseins ist ebenso einer 
Evolution ausgesetzt. Von einer sich nicht bewussten Lebensform 
entwickeln wir uns zu einer sich sleber immer mehr bewussten Spezis. 
Damit meine ich das wir immer mehr dazu übergehen werden mit bewussteren 
Methoden und unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, 
und damit der Realität am nächsten, unser Leben zu gestallten. Und das 
ist nichts anders als unser Evolution zu beeinflussen. Früher taten wir 
das ohne jeden Schimmer, dann erschuffen wir uns die Götter und 
Religionen und nun nutzen wir die Wissenschaften. Das ist eindeutig ein 
Prozess in Richtung höheres Bewusstsein und damit ein Fortschritt in 
unserer Evolution.

Ich bestreite nicht das Kapitalismus einen Sinn für uns hat. Auch dieses 
System ist ein Evolutions-Booster der uns schneller voranbringen wird 
als jede andere bekannte Gesellschaftsform. Denn Kapitalismus ist wie 
der Highspeed-Rennfahrer der sein Fahrzeug so stark überlastet das er 
gerade die 2 Meilen mit Höhstgeschwindigkeit schafft bis der Motor 
explodiert. Dieses Konzept basiert auf Rücksichtslosigkeit um ein 
einziges Ziel zu erreichen, koste es was es wolle. Man kann mit diesem 
Konzept auch nur sicher von A nach B rasen.

Nun, je nach Umwelt ist das ein gutes Konzept um eine gefährliche 
Kurzstrecke zu überwinden. Langfristig tragfähig ist diese Konzept mit 
Sicherheit nicht.

Wir sind es die heutzutage scheien wir müssen unser Lebensgewohnheiten 
entschleunigen. Und das ist richtig, wir bewegen uns auf Kosten des 
Ökosystemes mit so hoher Geschwindigkeit das wir rechts und links des 
Weges die Alternative übersehen müssen und auch wollen.

Und fragen wir uns mal wer eigentlich verantwortlich ist für die 
Gesellschaft in der wir leben ? Ausserirdische ? Götter ? Habe die das 
Geld und wirtschaften wie wir es heute praktizieren uns aufgezwungen 
oder sind wir alleine dafür verantwortlich ?

Wenn letzeres der Fall ist dann ist die Möglichkeit das zu ändern zu 
können nicht zu leugnen.

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Im Übrigen überschätzt du die Rolle der "Intelligenz". Sie ist eine
> mögliche Strategie und viele Arten kommen ohne sie aus und sind dennoch
> zu unglaublichen Dingen fähig - z.B. wieder die staatenbildenden
> Insekten.

Nun, das zu beweisen ist schwierig und deshalb vereinfache ich das für 
mich immer. ICH bin der Beweis das Intelligenz ein erheblicher, ja schon 
exponentieller Vorteil gegenüber allen Arten ohne Intelligenz, ist.

Gebe mir einen Gegenbeweis einer Spezies die im Gesammten betrachtet zur 
Zeit mehr das Ökosystem dominiert als der Mensch.

Das da Drausen, weit weit weg von uns, das anders sein könnte, leugne 
ich nicht, spielt aber für die Betrachtung Ökosystem Erde/Mensch keine 
Rolle für uns.

Gruß hagen

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Evolution ist ein rückgekoppelter Prozeß. Ob das rückgekoppelte Signal
> vom evolvierenden Organismus stammt, oder nicht, ist zum einen egal und
> zum anderen gar zu oft im Nachhinein nicht mehr entscheidbar.

Nein das ist nicht egal wenn wir davon ausgehen würden das diese 
Intelligenz bewusst und gezielt und unter Anerkennung der 
Evolutionsgesetze/Naturgesetze ihre eigene Umwelt so verändert das sie 
eine höhere Überlebensschance haben wird.

Die Natur wird es nicht so ohne weiteres schaffen den Sprung ins Weltall 
für eine Spezies ohne Intelligenz dieser Spezies zu schaffen.

Ich behaupte: bestimmte mögliche Evolutionsstadien einer Spezies können 
nur über die Entwicklung eines Bewusstseins und damit Intelligenz 
erreicht werden. Sklavenhalterstaaten, Kapitalismus sind alles solche 
Stadien und das nächst höhere Niveau erreichen wir wenn diese 
Intelligenz begriffen hat unter welchen Regeln/Gesetzmäßigkeiten sie 
sich selbst gezielt und widerspruchsfrei evolutionieren kann... und 
will.

Uhu: Intelligenz ist ein Qualitätskriterium in der Evolution und nicht 
ein Qunatitätskriterium. Du weist das Qualität einen Sprung darstellet 
und Quantität eine kontinuität voraussetzt. Deswegen ist die Performance 
eienr Evolution eben ein asymptotischer Prozess. Es gibt Qlaitätssprünge 
in der Ebntwicklung und der größe davon ist das Herausbilden von 
Intelligenz.


Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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au mann, Tippfehler dürft ihr behalten, sorry.-)

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Die Frage stellt sich zu dem in wie fern wir nichtmenschliche 
Intelligenz hinreichend als solche erkennen?

Ob unser Intellekt sich hinreichend breit entwickelt über den 
egozentrischen Tellerrand hinaus unsere Bedürfnis auch in der Zukunft 
kooperativ zu sichern und dabei ein majoritätsbasiertes 
Staats/Rudelsystem hinter uns zu lassen wird darüber entscheiden, ob wir 
uns über Bienen Nacktmulle und Wölfe evolutionär erheben, oder eben 
nicht.
Der technologische Aspekt ist ein Indiz dafür aber kein Hinreichendes.
Nach meiner nicht relevanten Ansicht sind wir nicht weiter als Nacktwolf 
2.0


Namaste

von Hagen R. (hagen)


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Winfried J. schrieb:
> Die Frage stellt sich zu dem in wie fern wir nichtmenschliche
> Intelligenz hinreichend als solche erkennen?
>
> Ob unser Intellekt sich hinreichend breit entwickelt über den
> egozentrischen Tellerrand hinaus unsere Bedürfnis auch in der Zukunft
> kooperativ zu sichern und dabei ein majoritätsbasiertes
> Staats/Rudelsystem hinter uns zu lassen wird darüber entscheiden, ob wir
> uns über Bienen Nacktmulle und Wölfe evolutionär erheben, oder eben
> nicht.
> Der technologische Aspekt ist ein Indiz dafür aber kein Hinreichendes.
> Nach meiner nicht relevanten Ansicht sind wir nicht weiter als Nacktwolf
> 2.0
>
>
> Namaste

Hm, Kooperation ist auch Egoismus, Egoismus ist kein Indiz für mich das 
wir nicht kooperieren würden. Ganz im Gegenteil, die Lobbyisten sind der 
Beweis.

Wie weit wir sind würde ich so beantworten: im Ökosystem Erde am 
weitesten von allen.

Wie wir Intelligenz erkennen ? an Hand ihres Wirkens und unserer 
Definition was Intelligenz ist. Ob es da eine Intelligenz gibt die wir 
nicht erkennen können ist irrelevant wenn wir sie nicht erkennnen 
können. Ihr Wirken tangiert uns nicht deshalb erkennen wir es auch 
nicht. Das gleiche trifft auf Gott zu, es ist egal ob er exitiert oder 
nicht da es für uns keine erfassbaren kausalen Zusammenhang geben wird 
den wir erkennen könnten.

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Winfried J. schrieb:
> Nach meiner nicht relevanten Ansicht sind wir nicht weiter als Nacktwolf
> 2.0

Tja, dann bitte ich dich zu respektieren das ich mich als mehr einstufe 
als Nacktwolf 2.0.

Was ich nicht am Verhalten der Menschen, bzw. am Selbstbild, verstehen 
kann ist das wir einerseits uns überschätzen und uns über alles erheben 
und andererseits uns klein reden und uns schlechter sehen als wir sind.

Natürlich ist es gefährlich die Menschen erkennen zu lassen das Krieg 
nur deshalb als Eigenschaft der Menschen gezählt werden soll damit das 
jetzige System, das Krieg unbedingt benötigt, als unabänderlich, als 
einzige Alternative in den Köpfen zu verankern. Krieg ist aber wirklich 
nur ein Symptom für miese Umweltbedingungen, und diese könnten wir sehr 
wohl ändern.

Für mich ist es fakt: wir sind weiter als jede andere Spezies auf der 
Erde weil wir sie dominieren können. (nicht müssen wenn wir intelligent 
genug wären, aber das kommt)

Gruß hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Das stimmt ist aber auch eine Frage eines Entwicklungsprozesses. Ich
> denke der Entwicklungsprozess unseres Bewusstseins ist ebenso einer
> Evolution ausgesetzt.

Vorsicht: Bewußtsein aus evolutionärer Sicht ist nur eine Möglichkeit. 
Die Ausprägung des B. geschieht im Individuum und das evolviert nicht. 
Bewußtsein wird also nicht vererbt, sondern zu 100% erworben, sofern die 
"Hardware" er zuläßt.

> Von einer sich nicht bewussten Lebensform
> entwickeln wir uns zu einer sich sleber immer mehr bewussten Spezis.

Nochmal Vorsicht: unser letzter "nichtbewußter Vorfahr" dürfte schon 
etliche 10 Millionen Jahre zurückliegen.

Daß H. sapiens die einzige Art mit Bewußtsein ist, halte ich für grobe 
Selbstüberschätzung und andere Säugetiere, oder Vögel für unbewußte 
Automaten zu halten, sagt mehr über die Vertreter dieser Ideologie aus, 
als über den Gegenstand.

Besorg dir ein Spektiv und beobachte z.B. mal aus größerer Entfernung 
flügge junge Krähen beim Spielen. Du wirst aus dem Staunen nicht 
herauskommen.

> Früher taten wir
> das ohne jeden Schimmer, dann erschuffen wir uns die Götter und
> Religionen und nun nutzen wir die Wissenschaften. Das ist eindeutig ein
> Prozess in Richtung höheres Bewusstsein und damit ein Fortschritt in
> unserer Evolution.

Das halte ich für platten Biologismus. Des Rätsels Lösung ist viel 
einfacher: Kooperation zwischen den Generationen. Die Jungen lernen von 
den Alten und sparen damit viel Zeit, um auf deren Wissensstand zu 
kommen - die Zeit können sie dann dafür nutzen, ihrem Neugiertrieb 
nachzugehen und den Wissensschatz erweitern.

> Ich bestreite nicht das Kapitalismus einen Sinn für uns hat. Auch dieses
> System ist ein Evolutions-Booster der uns schneller voranbringen wird
> als jede andere bekannte Gesellschaftsform. Denn Kapitalismus ist wie
> der Highspeed-Rennfahrer der sein Fahrzeug so stark überlastet das er
> gerade die 2 Meilen mit Höhstgeschwindigkeit schafft bis der Motor
> explodiert.

Auch da bin ich mit dir nicht einig. Der Kapitalismus ist ein Exzeß, der 
uns letztlich nur Nachteile bringen wird, weil er die Resourcen in einer 
Gewschwindigkeit und ohne Not verheizt, die dem Ökosystem Erde als 
Umwelt für uns bereits hochgefährlich ist. Er ist lediglich der Versuch, 
alte Verhaltensweisen koste es, was es wolle - die "Anderen" zahlen ja 
die Zeche - möglichst lange beizubehalten.

Auch der Vergleich Highspeed-Rennfahrer hinkt, denn nicht alle 
Autofahrer sind Rennfahrer, sondern eben nur ein paar wenige in sehr eng 
begrenzten "Versuchsanlagen", währen sich der Kapitalismus wie ein 
Krebsgeschwür durch fast alle Gesellschaften gefressen hat.

Hagen Re schrieb:
> ICH bin der Beweis das Intelligenz ein erheblicher, ja schon
> exponentieller Vorteil gegenüber allen Arten ohne Intelligenz, ist.

Nein, ein Beweis bist du nicht. Wie lange gibt es Menschen und wie lange 
staatenbildende Insekten?

Intelligenz - sprich ein im Vergleich zur Körpergröße großes Gehirn - 
ist biologisch ein teurer Spaß, der nur entwickelt wird, wenn er 
nützlich ist. Ob das für H. sapiens der Fall ist, ist noch nicht 
endgültig entschieden; wenn wir so weiter machen, wie jetzt, dann landen 
wir schneller auf der Roten Listen, als wir denken...

Das ganze Gegenteil sind die staatenbildenden Insekten. Die haben die 
Welt erobert und "verstehen" es, die vorhanden Resourcen nachhaltig zu 
nutzen und das seit mindestens 100 Millionen Jahren.

> Gebe mir einen Gegenbeweis einer Spezies die im Gesammten betrachtet zur
> Zeit mehr das Ökosystem dominiert als der Mensch.

Diese Dominanz ist kein Vorteil, sondern wird sich als unsere 
Achillesferse erweisen...

Hagen Re schrieb:
> Nein das ist nicht egal wenn wir davon ausgehen würden das diese
> Intelligenz bewusst und gezielt und unter Anerkennung der
> Evolutionsgesetze/Naturgesetze ihre eigene Umwelt so verändert das sie
> eine höhere Überlebensschance haben wird.

Daß Intelligenz dadurch eine höhere Überlebenschance hat, ist auf lange 
Frist nicht sichergestellt - siehe oben. Intelligenz kann sich auch als 
Sackgasse erweisen, z.B. dann, wenn wir sie nur dazu nutzen, uns 
gegenseitig möglichst effizient die Schädel einzuschlagen, um Resourcen 
zu rauben, statt sich zu überlegen, wie man gemeinsam die Welt gestalten 
kann...

Der Evolution ist sie jedenfalls nicht wichtiger, als der abwerfbare 
Schwanz einer Eidechse, oder das Sprungbein eines Grashüpfers.

> Die Natur wird es nicht so ohne weiteres schaffen den Sprung ins Weltall
> für eine Spezies ohne Intelligenz dieser Spezies zu schaffen.

Die Natur hat das sehr wahrscheinlich geschafft und nicht nur einmal. 
Daß primitive Organismen auch per Felsbrocken von einem Planeten zum 
nächsten kommen können, erscheint mittlerweile nicht mehr utopisch.

Wenn sie in eine Umwelt gelangen, die die Vermehrung zuläßt, dann bildet 
sich - viel schneller, als aus einer rein leblosen Welt - neues Leben.

> Uhu: Intelligenz ist ein Qualitätskriterium in der Evolution und nicht
> ein Qunatitätskriterium.

Die Evolution kennt keine Qualitätskriterien. Sie würfelt und guckt, was 
dabei rauskommt. Ob es was taugt, entscheidet die jeweilige Umwelt und 
ob es bunt, oder unscheinbar, intelligent, oder bewußtseinslos ist, ist 
egal, so lange es in der Umwelt bestehen kann.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Das stimmt ist aber auch eine Frage eines Entwicklungsprozesses. Ich
>> denke der Entwicklungsprozess unseres Bewusstseins ist ebenso einer
>> Evolution ausgesetzt.
>
> Vorsicht: Bewußtsein aus evolutionärer Sicht ist nur eine Möglichkeit.
> Die Ausprägung des B. geschieht im Individuum und das evolviert nicht.
> Bewußtsein wird also nicht vererbt, sondern zu 100% erworben, sofern die
> "Hardware" er zuläßt.

Wie denkst du über "Bewusstsein" wenn du es nicht nur als Eigenschaft 
eines Individuums sondern als Eigenschaft eines Kollektives, Gruppe 
betrachtest ?
Wie denkst du über "Bewusstsein" wenn du den zeitlichen Prozess der 
Evolution auf eben diese Gruppe betrachtest ?

Nun, deine Argumentation betrachtet das Bewusstsein eines Individuums, 
ich betrachte es als Merkmal eines Prozesses.

Und da komme ich gleich zu deinem letzten Satz:

> Die Evolution kennt keine Qualitätskriterien. Sie würfelt und guckt, was
> dabei rauskommt. Ob es was taugt, entscheidet die jeweilige Umwelt und
> ob es bunt, oder unscheinbar, intelligent, oder bewußtseinslos ist, ist
> egal, so lange es in der Umwelt bestehen kann.

Falsch, aber absolut. Evolution ist ein zeitlicher Prozess, ergo 
betrachten wir diese auch so. Und dann gibt es tatsächlich zwei 
abwechselnde Phasen.

Lange Zeit findet in diesem Prozess nur ein quantitives Wachstum statt. 
Man vermehrt sich und wir entwickeln unser Wissen und Technologie 
kontinuierlich weiter. Das ist quantitives Wachstum.
Dieses quantitative Wachstum steuert auf einen Zeitpunkt an dem ein 
qualitativer Sprung in der Evolution vonstatten geht. Zu diesem 
Zeitpunkt besteht deer qualitative Sprung zb. darin das sich ein 
Bewusstsein entwickelt, oder das der Mensch nicht mehr auf Achse ist als 
Jäger und Sammler sondern seßhaft wird und Züchter und Landwirt wird. 
Diese Änderung in der Lebensweise ist eine qualitative Änderung im 
evolutionären Prozess.

>> Von einer sich nicht bewussten Lebensform
>> entwickeln wir uns zu einer sich sleber immer mehr bewussten Spezis.
>
> Nochmal Vorsicht: unser letzter "nichtbewußter Vorfahr" dürfte schon
> etliche 10 Millionen Jahre zurückliegen.

Och mann, du weist doch das diese Zeitfrage relativ ist und keinerlei 
Gegenindiz zu meiner Argumentation darstellt.

> Daß H. sapiens die einzige Art mit Bewußtsein ist, halte ich für grobe
> Selbstüberschätzung und andere Säugetiere, oder Vögel für unbewußte
> Automaten zu halten, sagt mehr über die Vertreter dieser Ideologie aus,
> als über den Gegenstand.

Stop: ich behaupte nicht das es noch andere Arten giobt die ebenfalls 
ein Bewusstsein besitzen, im gegenteil bei Elefanten und Krähenarten hat 
man das bewiesen. Aber können sie auch so effizient wie wir ihre Umwelt 
verändern ? Nein mit Sicherheit nicht.

Bewusstsein ist nicht einfach von eben auf jetzt da, es entickelt sich 
also muß es Abstufungen geben. Und diese sehe ich in der Effektivität, 
Effizenz und den Möglichkeiten die eine Intelligenz hat. Das hat also 
auch was mit Erkenntnisstand zu tun, und deswegen behaupte ich das wir 
die Regeln der Evolution durchaus viel weiter anwenden können als wir 
das heute machen.

> Besorg dir ein Spektiv und beobachte z.B. mal aus größerer Entfernung
> flügge junge Krähen beim Spielen. Du wirst aus dem Staunen nicht
> herauskommen.

Streite ich nicht ab, habe ich auch zu keinem Zeitpunkt abgestritten. 
Meine Arguemntationen ließen diese Möglichkeit immer zu auch wenn ich 
sie nicht exßplizit angesprochen habe.


>> Früher taten wir
>> das ohne jeden Schimmer, dann erschuffen wir uns die Götter und
>> Religionen und nun nutzen wir die Wissenschaften. Das ist eindeutig ein
>> Prozess in Richtung höheres Bewusstsein und damit ein Fortschritt in
>> unserer Evolution.
>
> Das halte ich für platten Biologismus. Des Rätsels Lösung ist viel
> einfacher: Kooperation zwischen den Generationen. Die Jungen lernen von
> den Alten und sparen damit viel Zeit, um auf deren Wissensstand zu
> kommen - die Zeit können sie dann dafür nutzen, ihrem Neugiertrieb
> nachzugehen und den Wissensschatz erweitern.

Ja und, ich sehe da zwischen unseren Meinungen keine Differenz. Wenn ich 
Kooperation als Ableitung aus den Evolutionsgesetzen anerkenne, was ich 
tue, dann ist es doch logisch das damit die Kooperation zwischen zwei 
gleichzeitig exitenten Individuuen gibt und die abstraktere Form die das 
im Zeitbereich dr Evolution auch über Generation hinweg betrachtet.

Warum sollte ich das Eine anerkennen und das Andere nicht ableiten 
können ?

>> Ich bestreite nicht das Kapitalismus einen Sinn für uns hat. Auch dieses
>> System ist ein Evolutions-Booster der uns schneller voranbringen wird
>> als jede andere bekannte Gesellschaftsform. Denn Kapitalismus ist wie
>> der Highspeed-Rennfahrer der sein Fahrzeug so stark überlastet das er
>> gerade die 2 Meilen mit Höhstgeschwindigkeit schafft bis der Motor
>> explodiert.
>
> Auch da bin ich mit dir nicht einig. Der Kapitalismus ist ein Exzeß, der
> uns letztlich nur Nachteile bringen wird, weil er die Resourcen in einer
> Gewschwindigkeit und ohne Not verheizt, die dem Ökosystem Erde als
> Umwelt für uns bereits hochgefährlich ist. Er ist lediglich der Versuch,
> alte Verhaltensweisen koste es, was es wolle - die "Anderen" zahlen ja
> die Zeche - möglichst lange beizubehalten.

Hm, auch hier sehe ich keinen Unterschied zwischen uns. Exakt das, nicht 
so schön, habe ich doch mit meinem überzogenen Beispiel gemeint.

Der Unterschied liegt in der Rethorik. Den letzten Satz würde ich eben 
nicht so unterschreiben. Ich denke ich gehe stringenter vor und sage: 
das die da oben ganz genauso gefangene ihres Systemes sind und ebenso 
den Evolutionsgesetzen unterliegen auch wenn sie es nicht wahrhaben 
wollen. Also ganz losgelösst von den Emotionen das deren Verhalten eben 
auch unschön und unmoralisch emotional inhuman ist. Das interessiert die 
Gesetz der Evolution aber nicht die Bohne. Wichtig ist nur das ethisches 
Verhalten durchaus voll und ganz mit der Evolution vereinbar ist, bzw. 
direkt aus den Gesetzen der Evlution ableitbar ist. Wir haben eben NICHT 
die Freiheit nicht kooperieren zu wollen, die Freiheit die wir haben ist 
die Einsicht in die Notwendigkeit kooperieren zu müssen. Und daraus 
leitet sich unsere Moral ab, ob wir es wahr haben wollen oder nicht, 
diese Freiheit haben wir nicht.

> Auch der Vergleich Highspeed-Rennfahrer hinkt, denn nicht alle
> Autofahrer sind Rennfahrer, sondern eben nur ein paar wenige in sehr eng
> begrenzten "Versuchsanlagen", währen sich der Kapitalismus wie ein
> Krebsgeschwür durch alle Gesellschaften gefressen hat.

Tja, die Rethorik, ich kann nur hoffen das meine Ansichten jetzt klarer 
sind ;)

> Hagen Re schrieb:
>> ICH bin der Beweis das Intelligenz ein erheblicher, ja schon
>> exponentieller Vorteil gegenüber allen Arten ohne Intelligenz, ist.
>
> Nein, ein Beweis bist du nicht. Wie lange gibt es Menschen und wie lange
> staatenbildende Insekten?

Und ? Da ich BIN ist es wahr.
Und welche Möglichkeiten hätten diese Insekten mein Ökosystem real zu 
beienflussen so das ich nichts dagegen unternehmen könnte und welche 
Möglichkeiten habe wir ?

Ich würde bei einem Wettkampf mit Sicherheit auf uns tippen, wenn es 
darum geht wer am Ende überlebt.

Und ich sage dir auf den Kopf zu, wenn es sein muß dann vernichte ich 
alle Insekten damit der Mensch überlebt. JEDE andere Sichtweise eines 
Menschen ist falsch. Das unsere Welt ein bischen komplexer ist führt 
dazu das man diesen absolutistischen Gedanken nicht so einfach 
akzeptieren sollte. Aber selbst wenn wir die Hüter aller Spezies werden, 
und mit übernatürlicher Weisheit agieren würden, so gilt am Ende denoch 
das der Mensch das nur macht um selber zu überleben.

Umweltschutz und damit der Erhalt unseres Ökosystemes ist ein 
egoistisches Ziel das der Mensch verfolgen muß um seine weitere Existenz 
garantieren zu können. Einzig die Methoden werden sich unterscheiden je 
weiter wir uns entwickeln.

> Diese Dominanz ist kein Vorteil, sondern wird sich als unsere
> Achillesferse erweisen...

Die Möglichkeit zur Dominanz  ist immer ein Vorteil, egal ob direkt über 
Gewalt oder indirekt durch gezielte Veränderungen.

Die Fähigkeit in mir eine Dominanz der Logik aufzubauen ermöglicht es 
mir meine irrationale Emotinale Meinung zu kontrollieren.

Entscheidend sind nur die Ziele warum man dominieren wird. Dienen sie 
der Mehrheit ist es gut dienen sie Einzelnen ist es schlecht. Ganz egal 
ob es ein fehler ist wenn die Mehrheit den Willen hat den falschen Weg 
zu gehen. Es ist die Mehrheit die das bestimmt.

Ja ich weiß, wieder so eine haarsträubende Auffassung von mir, die nicht 
alle Feinheiten berücksichtigt. Es gibt tatsächlich ne ganze Menge an 
Feinheiten die zu berücksichtigen sind, denoch muß man auch abstrahieren 
sonst kommen wir ja nie zu einer Meinung.

> Daß Intelligenz dadurch eine höhere Überlebenschance hat, ist auf lange
> Frist nicht sichergestellt - siehe oben. Intelligenz kann sich auch als
> Sackgasse erweisen, z.B. dann, wenn wir sie nur dazu nutzen, uns
> gegenseitig möglichst effizient die Schädel einzuschlagen, um Resourcen
> zu rauben, statt sich zu überlegen, wie man gemeinsam die Welt gestalten
> kann...

Jo, das wäre eine Sackgasse, und ? Das heist aber nicht das Intelligenz 
kein wahrer Vorteil aus evolutionärer Sicht ist.

Ich denke in diesem Punkt unterscheiden sich unsere Meinungen am 
meisten.


> Die Natur hat das sehr wahrscheinlich geschafft und nicht nur einmal.
> Daß primitive Organismen auch per Felsbrocken von einem Planeten zum
> nächsten kommen können, erscheint mittlerweile nicht mehr utopisch.

Hm, hier haben wir ein Differenzierungsproblem.
In der Evolution kommt es sehr häufig zur Co-Evolution. Damit sind fast 
vollständig abgeschlossene Ökosysteme gemeint die sich parallel 
entwickeln. Von Zeit zu Zeit kommt es zu einer Verbindung dieser 
getrennten Ökosysteme und die Arten können sich gegenseitig befruchten 
in ihrer weiteren Evolution, durch Mischung. Exakt diesen Zeitpunkt des 
Austausches meinst du. Ein Spezialfall. Ich beziehe mich auf die 
restliche Zeit in dem wir nur EIN Ökosystem als existent betrachten. Und 
das gilt i.A. für längere Zeit im evolutionären Prozess für jedes 
abgeschlossene Ökosystem.

Gruß Hagen

von Mine Fields (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ein gerechtes Wirtschaftssystem bei unendlichen Resourcen ist unnötig -
> es gibt ja per se für alle mehr als genug.
>
> Das ist also kein Argument dafür, daß ein gerechtes Wirtschaftssystem
> unmöglich ist.

Du hast mein Argument nicht verstanden. Also noch einmal: Da es nicht 
genügend Ressourcen gibt, um die Gier aller Menschen zu befriedigen, 
werden die Mächtigen alles dafür tun, zu Lasten der Ärmeren ihre eigene 
Gier zu befriedigen.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Damit läßt du aber den Aspekt der Kooperation - dem Schlüssel für den
> Erfolg von Homo sapiens - völlig außer Acht.

Dieser Aspekt ist sogar sehr wichtig. Was glaubst du, wieso alle 
erfolgreichen und Mächtigen ihre Netzwerke und Seilschaften bilden? 
Genau, weil sie auf Kooperation angewiesen sind.

Hagen Re schrieb:
> Wenn du egoistisch gegen meine Gruppe aus 1000 Menschen kämpfen möchtes
> dann tu das. Der Fitteste wirst du mit Sicherheit nicht sein.

Wenn der eine einen Panzer hat, während die 1000 mit Knüppeln ankommen, 
funktioniert das prächtig. Das hat uns die Geschichte auch schon 
hundertfach gelehrt.

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Nun, deine Argumentation betrachtet das Bewusstsein eines Individuums,
> ich betrachte es als Merkmal eines Prozesses.

Sorry, aber das verstehe ich nicht. Wie soll ein Prozeß Bewußtsein 
haben?

In meinen Augen ist Bewußtsein letztlich nicht vielmehr, als die 
Fähigkeit, zwischen sich selbst und der Umwelt unterscheiden zu können 
und das Handeln daran auszurichten.

> Falsch, aber absolut. Evolution ist ein zeitlicher Prozess, ergo
> betrachten wir diese auch so. Und dann gibt es tatsächlich zwei
> abwechselnde Phasen.

Sie ist ein zeitlicher Prozeß, aber beileibe kein gerichteter. Alles 
Gerede von "höher entwickelt", oder "weniger hoch entwickelt" ist 
menschliche (interessengerichtete) Sicht.

Die erfolgreichsten Arten sind mitnichten die Säugetiere mit der Krone 
der Schöpfung als "geistige Vorhut", sondern die Einzeller. Es gibt 
nicht die kleinste Ecke auf dieser Erde, die nicht von ihnen besiedelt 
ist - vorausgesetzt, es herrschen Temperaturen, die biologisches Leben 
ermöglichen und es ist zumindest ein wenig Wasser vorhanden.

Auch muß man sich von Katstrophenszenarien verabschieden, die angeblich 
die Dinosaurier binnen einer Woche, oder so von der Erde verschwinden 
ließen. Der Vorgang hat mindestens etliche 1000 Jahre gedauert, nur 
sieht man das an den Fossielien eben sehr schlecht.

Artensterben sind immer Zeiten, in denen ökologische Nischen frei werden 
und so Neues ermöglichen. Im Moment findet das fünfte in der 
Erdgeschichte statt und ist von uns verursacht. Bis sich nach einem 
flächigen Zusammenbruch der Ökosysteme Neues entwickelt hat, vergehen 
nicht nur Jahre, sondern Jahrtausende und ob H. sapiens sowas als Art 
überstehen wird, da habe ich so meine Zweifel. Die Nutznießer werden 
andere Arten sein und ob die nun "Intelligent" sein werden, ist eher 
Zweifelhaft, denn Homo sapiens konnte keine andere Götter neben sich 
dulden, sondern hat alles, was ihm nur entfernt ähnlich war, beizeiten 
abgemurkst und roh, oder gekocht aufgefressen.

> Lange Zeit findet in diesem Prozess nur ein quantitives Wachstum statt.

Dem ist nicht so. Evolution funktioniert in zwei Schritten:
1. Auswürfeln neuer Allelkombinationen. (Mutation ist vergleichseise
   selten)
2. "Testen" des dabei entstandenen Organismus auf Fitnes in der Umwelt.

Die Fitnesunterschiede zwischen den Individuen einer Population sind 
dabei sehr klein und von starkem Rauschen überlagert. Brauchbare 
Allelkombinationen haben eine geringfügig bessere Wahrscheinlichkeit, 
das Individuum ins reproduktive Alter zu bringen, schlechte eben nicht - 
bis hin zum Absterben des Keimlings.

> Man vermehrt sich und wir entwickeln unser Wissen und Technologie
> kontinuierlich weiter. Das ist quantitives Wachstum.
> Dieses quantitative Wachstum steuert auf einen Zeitpunkt an dem ein
> qualitativer Sprung in der Evolution vonstatten geht.

Du hast völlig falsche Vorstellungen davon, wie schnell die biologische 
Evolution abläuft. Sprünge kennt die Evolution nicht - alle 
Zwischestufen müssen voll lebensfähig sein.

Diese vermeintlichen Sprünge sind m.A. Artefakte, die sich aus der 
lückenhaften fossilen Überlieferung der Zwischenstufen ergeben.

> Dieses quantitative Wachstum steuert auf einen Zeitpunkt an dem ein
> qualitativer Sprung in der Evolution vonstatten geht. Zu diesem
> Zeitpunkt besteht deer qualitative Sprung zb. darin das sich ein
> Bewusstsein entwickelt,

Wie soll sich das sprunghaft entwickeln? Bewußtsein fällt nicht vom 
Himmel, sondern die Fähigkeit dazu, Bewußtsein zu entwickeln geht wie 
alles über viele kleine Schritte. Ausgeprägt wird sie aber erst im 
Individuum und das nicht auf biologischem Weg, sondern durch Lernen.

Wenn du einen Einstein-Säugling unter sensorischer Deprivation hälst und 
von Robotern füttern läßt, wird nicht viel Gescheites dabei rauskommen, 
sondern ein vor sich vegetierender unglücklicher Haufen Fleisch, wenn er 
nicht vorher dabei eingegangen ist.

> oder das der Mensch nicht mehr auf Achse ist als
> Jäger und Sammler sondern seßhaft wird und Züchter und Landwirt wird.
> Diese Änderung in der Lebensweise ist eine qualitative Änderung im
> evolutionären Prozess.

Auch das ging nicht sprunghaft, sondern über Jahrhunderte bis 
Jahrtausende und hat mit biologischer Evolution nicht viel zu tun. Die 
hatte bereits vorher Hirnstukturen hervor gebracht, die notwendig waren, 
diesen Schritt zu gehen.

Auch die Tierhaltung wurde nicht irgendwann erfunden und stand fortan 
zur Verfügung. Sie entwickelte sich langsam, nachdem man gelernt hatte, 
mit Wölfen eine Art Symbiose einzugehen (von der beide profitierten). 
Damit spaltete sich der Hund vom Wolf ab. Das geschah übrigens schon vor 
135.000 Jahren und bis zur Haltung von Schafen und Ziegen war noch ein 
weiter Weg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Domestizierung

> Und welche Möglichkeiten hätten diese Insekten mein Ökosystem real zu
> beienflussen so das ich nichts dagegen unternehmen könnte und welche
> Möglichkeiten habe wir ?

Solche Möglichkeiten haben sie sehr wohl - Termiten sind gefürchtete 
Schädlinge und ohne Bienen wäre es um unsere Nahrungsgrundlage sehr 
schlecht bestellt. Nur machen sie es natürlich nicht bewußt...

> Ich würde bei einem Wettkampf mit Sicherheit auf uns tippen, wenn es
> darum geht wer am Ende überlebt.

Wie stellst du dir so einen Wettkampf vor?

Da die menschliche Zivilisation viel komplexer ist, als Insektenstaaten, 
ist sie auch viel verletzlicher , als die. Wenn das Wettrennen darin 
besteht, daß sich Menschen gegenseitig mit Kernwaffen bewerfen, dann 
haben die (staatenbildenden) Insekten unendlich viel bessere 
Überlebenschancen, als wir und wenn wir es schaffen, die Bienen 
auzurotten - wir arbeiten schon längere Zeit heftig daran - dann wird 
uns das auch schlecht bekommen.

So einfach ist es also wohl doch nicht...

> Umweltschutz und damit der Erhalt unseres Ökosystemes ist ein
> egoistisches Ziel das der Mensch verfolgen muß um seine weitere Existenz
> garantieren zu können. Einzig die Methoden werden sich unterscheiden je
> weiter wir uns entwickeln.

Egosistisch? Nein, das ist eine Notwendigkeit und wer meint, wir 
bräuchten weder Artenvielfalt, noch vom Menschen unberührte Biotope, in 
denen sich die Natur ungestört entwickeln kann, der liegt falsch.

Umweltschutz brauchen wir überhaupt nur, weil wir 5 Mrd. zu viele sind, 
für diese kleine Erde. Die kann 1-2 Mrd. Menschen locker verkraften, 
ohne daß irgendwelche mehr als lokalen Umweltschäden auftreten.

> Die Möglichkeit zur Dominanz  ist immer ein Vorteil, egal ob direkt über
> Gewalt oder indirekt durch gezielte Veränderungen.

Wieso? Viel besser wäre doch ein Gleichgewicht zwischen den die Erde 
bevölkernden Arten. Wir könnten uns unseren Teil davon nehmen, ohne 
immer gleich alles ganz in Frage zu stellen. Die Artenvielfalt bliebe 
erhalten und unser Existenzgrundlage wäre auf lange Zeit gesichert.

So gut ist unser Wissen über die Zusammenhänge in der Natur noch lange 
nicht, daß wir uns ungestraft Eingriffe in dem Umfang erlauben können, 
wie wir es derzeit tun. Deswegen ist die menschliche Dominanz über die 
anderen Arten nicht besser, als die Dominanz der Pneumokokken über einen 
an tödlicher Lungenentzündung Erkrankten.

Aber die Entscheidung, etwas nicht zu dominieren, ist natürlich auch ein 
Ausdruck von Dominanz ;-)

> Die Fähigkeit in mir eine Dominanz der Logik aufzubauen ermöglicht es
> mir meine irrationale Emotinale Meinung zu kontrollieren.

Oder auch nicht... Die mildeste und verbreiteteste Variante, die Logik 
genau andersrum zu benutzen, ist die Konstruktion von 
Rationalisierungungen. Im Übrigen gibt es genügend Beispiele für 
Geisteskranke, die streng logisch aus nicht so ganz korrekten 
Beobachtungen/Empfindungen/Phantasien die dollsten Sachen abgeleitet 
haben.

Kurzum, weder die Amerikaner, noch die Russen, noch die Chinesen, noch 
Homo sapiens soll die Welt dominieren, denn das würde langweilig, wie im 
Zuchthaus.

Ich bin für Artenvielfalt, viel freie Natur und nachhaltige Ökonomie, 
die nicht mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft funktioniert.

In unserem direkten Lebensbereich ist Dominanz wünschenswert, aber 
außerhalb nicht.

> Jo, das wäre eine Sackgasse, und ? Das heist aber nicht das Intelligenz
> kein wahrer Vorteil aus evolutionärer Sicht ist.
>
> Ich denke in diesem Punkt unterscheiden sich unsere Meinungen am
> meisten.

Eher nicht. Ich nehme nur die menschliche Intelligenz nicht als Maßstab 
für die gesamte belebte Welt. Daß sie innerhalb der menschlichen 
Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat, ist klar.

> Hm, hier haben wir ein Differenzierungsproblem.
> In der Evolution kommt es sehr häufig zur Co-Evolution. Damit sind fast
> vollständig abgeschlossene Ökosysteme gemeint die sich parallel
> entwickeln.

Das ist sachlich falsch. Co-Evolution liegt vor, wenn die Evolution der 
einen Art eine Evolution einer anderen provoziert, z.B. der Wirt und ein 
Artspezifischer Parasit, oder eine Jäger/Beute-Konstellation. Das 
Ergebnis ist zunächst ein "Gleichgewicht des Schreckens" - das haben wir 
bei vielen Krankheitserregern, die einem gesunden Menschen nichts 
ausmachen, aber einen geschwächten durchaus umbringen können.

Häufig werden über lange Frist sogar Symbiosen daraus. Das 
Paradebeispiel dafür sind die Mitochondrien, die ursprünglich einmal als 
bakterielle Endoparasiten irgendwelche Vorfahren-Organismen in grauer 
Vorzeit befallen hatten und von denen dann eingemeindet wurden.

> Von Zeit zu Zeit kommt es zu einer Verbindung dieser
> getrennten Ökosysteme und die Arten können sich gegenseitig befruchten
> in ihrer weiteren Evolution, durch Mischung.

Auch das ist falsch, denn "gute Arten" - die lange genug durch eine 
Reproduktionsbarriere getrennt waren - können miteinander in aller Regel 
keine fertilen Nachkommen zeugen. (Bei Insekten ist das übrigens rein 
mechanisch durch die Form der Genitalien gelöst.)

von Johannes S. (demofreak)


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Uhu Uhuhu schrieb:
[den bisher wahrscheinlich längsten Beitrag im Forum. Glückwunsch.]

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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ach so lang ist er nun auch nicht;-)

aber inhaltlich dafür um so gehaltvoller.

Namaste

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Nun, deine Argumentation betrachtet das Bewusstsein eines Individuums,
>> ich betrachte es als Merkmal eines Prozesses.
>
> Sorry, aber das verstehe ich nicht. Wie soll ein Prozeß Bewußtsein
> haben?
>
> In meinen Augen ist Bewußtsein letztlich nicht vielmehr, als die
> Fähigkeit, zwischen sich selbst und der Umwelt unterscheiden zu können
> und das Handeln daran auszurichten.

Ja, auf ein Individuum betrachtet. Ich beziehe auf den Prozess der 
Evolution und wir betrachten mal die Art Homo XYZ. Evolution ist ein 
zeitlicher Prozess und wir stellen uns vor wir könnten die Fittness der 
gesammten Art Home messen in Realtion zu allen anderen Arten. Dabei 
betrachten wir nur die Eigenschaft Bewusstsein. Nun können wir daraus in 
einem Diagram über der Zeitachse, dem Fortschrittsprozess Evolution, 
diese Fittness eintragen.

Der Verlauf diesr Kurve wird immer aus zwei Phasen bestehen, einer 
hoffentlich stetig steigenden und aus sprunghaften Anstiegen. Das eine 
ist quantitives und das ander qualitatives Wachstum der Fittness.

>> Evolution ist ein zeitlicher Prozess, ergo
>> betrachten wir diese auch so.....
>
> Sie ist ein zeitlicher Prozeß, aber beileibe kein gerichteter. Alles
> Gerede von "höher entwickelt", oder "weniger hoch entwickelt" ist
> menschliche (interessengerichtete) Sicht.

Und wo ist das Problem ? Wir sind Menschen also betrachten wie es immer 
aus unserer Sicht. Der Gard der Objektivität, wenn wir die überhaupt 
erreichen können, sollte mit unseren Erkenntnissen immer weiter 
zunehmen. Und das sehe ich auch so in unserer Entwicklung.

Desweiteren ist Evolution sehr wohl gerichtet, von einem reinen 
zufälligen Prozess zu sprechen ist fatal und falsch. Die Richtung der 
Evolution ist ganz klar ein gerichteter Prozess.

Du betonst die Eintzeller so, das es Mehrzeller gibt die aus Einzellern 
entsanden sind ist ein beweis für eine gerichtete Entwicklung.

Unter deinen Annahmen musst du mir einen Beweis dafür antreten warum es 
komplexere Lebensfromen überhaupt gibt wenn Einzeller schon das 
evolutionäres Optimum wären.

Deine Sichtweise versucht in meinen Augen das Unmögliche, wir Menschen 
werden niemals in der Lage sein unsere umgebende Realität so zu erfassen 
wie sie ist. Es macht auch keinen Sinn für uns über all das hier zu 
reden aus der Sichtweise einer Ameise der Ausserirdischen.

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen steht der Mensch.

> Die erfolgreichsten Arten sind mitnichten die Säugetiere mit der Krone
> der Schöpfung als "geistige Vorhut", sondern die Einzeller.

Das meinte ich oben. Warum sollen die so erfolgreich sein, wenn dem so 
wäre gäbe es keine Erklärung für die Mehrzeller mehr.

Ich stimkme dir zu das die Eigenschaft alle Lebensräume vollständig 
ausfüllen zu können ein Indiz für Fittness ist aber auch deer Mensch hat 
alle Lebensräume anektiert wie die Einzeller. Aber er hat auch den 
lebensraum Wellraum für sich erobert was die meuisten einzeller eben 
nicht geschafft haben.

> Auch muß man sich von Katstrophenszenarien verabschieden, die angeblich
> die Dinosaurier binnen einer Woche, oder so von der Erde verschwinden
> ließen. Der Vorgang hat mindestens etliche 1000 Jahre gedauert, nur
> sieht man das an den Fossielien eben sehr schlecht.

Stimme ich voll zu.



>> Lange Zeit findet in diesem Prozess nur ein quantitives Wachstum statt.
>
> Dem ist nicht so. Evolution funktioniert in zwei Schritten:
> 1. Auswürfeln neuer Allelkombinationen. (Mutation ist vergleichseise
>    selten)
> 2. "Testen" des dabei entstandenen Organismus auf Fitnes in der Umwelt.

Tjo das sind die Gesetzmäßigkeiten der Evolution:
1.) Mutation
2.) Rekombination
3.) Selektion

Und wenn du das nun als Prozess betrachtest dann kommen wir zu dem Punkt 
über den ich die ganze Zeit spreche.

Die direkten Gesetzmäßigkeiten der Evolution und deren direkte 
Auswirkungen auf die aktuelle Population und deren Individuuen setze ich 
als Gedankengut voraus. Ich rede die ganze Zeit über den zeitlichen 
Prozess der sich daraus ergibt über Generation von Populationen hinweg. 
Ich rede über die Performance einer Evolution.

> Die Fitnesunterschiede zwischen den Individuen einer Population sind
> dabei sehr klein und von starkem Rauschen überlagert.

Falsch. Sie sind durchschnittlich sehr klein aber von Zeit zu Zeit 
entwickeln sich einzelne Individuuen zu sogennanten Eliten. Diese 
befruchten die Population überdurchschnittlich und erzeugen oft 
qualitative Spünge in der Evolution (dem Prozess auf der Zeitachse !!)

Wenn du Recht hättest und Evolution ist nicht gerichtet und rein 
zufällig und gleichzeitg ind deinen Augen eben auch kein sprunghafter 
Prozess dann ist das für mich unlogisch. Ein solcher nicht gerichteter 
und zufälliger Prozess wird in meinen Augen Chaos sein und mit 
Sicherheit sprungahft.

> Brauchbare
> Allelkombinationen haben eine geringfügig bessere Wahrscheinlichkeit,
> das Individuum ins reproduktive Alter zu bringen, schlechte eben >nicht....

Aber was bewirkt nun diesen Prozess. Es sind nicht die Allele, wobei du 
auch Chromosomen und Gene usw. hättest sagen müssen. Allele als solches 
existieren garnicht, gerade sie sind Elemente die der Mensch sprachlich 
erschaffen hat um einzelne Abschnitte auf unserer DNA, also mehrere 
Gene, logisch formal nach Funktion zu gruppieren.

Es ist die Selektion Punkt 3.) oben. Und die ist es die erst bestimmt 
welche der Gene übrhaupt von Nutzen ist.

> Du hast völlig falsche Vorstellungen davon, wie schnell die biologische
> Evolution abläuft. Sprünge kennt die Evolution nicht - alle
> Zwischestufen müssen voll lebensfähig sein.

Doch diese Sprünge mus es geben wie oben schon angedeutet und sie 
exitieren auch wirklich. Ein solcher Sprung nach vorne bewirkte die 
Ausdiferenzierung einer Zweigeschlechtlichkeit.

Wie gesagt: ich rede vom zeitlichen Prozess der Evolution und nicht vom 
zeitpunkt des Wirkens dieser Evoloutinsgesetze aus ein oder mehrer 
Individuuen einer Population.

> Diese vermeintlichen Sprünge sind m.A. Artefakte, die sich aus der
> lückenhaften fossilen Überlieferung der Zwischenstufen ergeben.

Ach bitte..

> Wie soll sich das sprunghaft entwickeln? Bewußtsein fällt nicht vom
> Himmel, sondern die Fähigkeit dazu, Bewußtsein zu entwickeln geht wie
> alles über viele kleine Schritte. Ausgeprägt wird sie aber erst im
> Individuum und das nicht auf biologischem Weg, sondern durch Lernen.

ja und, du hast noch nie in einem Diagram ge-zoomt und damit das 
zeitliche Raster vergrößert ? Das ist doch nur eine Frage der Zeitachse 
die du betrachtest ob aus einem 50% Anstieg in 1000 Jahren im Vergleich 
zu einem 10% Anstieg in 100 Millionen jahren dieser 50% Anstieg wie ein 
Sprung aussieht.

Nehmen wir mal die Entwicklung des Menschens und behaupten mal frech das 
die Entwicklung der Rechentechnik ein Indiz für unsere evolutionäre 
Entwicklung ist. Den maßstabd den wir anlegen ist unserer und jeder 
andere wäre sinnfrei (was nützt mir dabei was Außerirdische dazu sagen)

Nun malen wir die letzten 100000 Jahre unserer Ebntwicklung in eine 
zeitachse und die Fittness berechnen wir an hand der Fähigkeiten im 
Computerbereich. Na ist diese Kurve noch linear oder ist sie ohne 
Richtung ? zufällig ? Nein. Sie ist sprunghaft. Zum zeitpunkt der 
Erfindung dr Röhre ein Sprung, zum Zeitpunkt des Transistors ein Sprung 
usw. usw.

> Wenn du einen Einstein-Säugling unter sensorischer Deprivation hälst und
> von Robotern füttern läßt, wird nicht viel Gescheites dabei rauskommen,
> sondern ein vor sich vegetierender unglücklicher Haufen Fleisch, wenn er
> nicht vorher dabei eingegangen ist.

Korrekt, ein Indiz dafür das unsere Evolution eben längst nioczht mehr 
aus unserer reinen Gene und damit Biologie und damit Natur entstammen 
kann. Unsere Umwelt defimniert sich also auch aus unserer Gesellschaft 
und wenn diese Fehlt degenerieren wir bzw. schöpfen nicht unse volles 
Potential aus, weil wir eben als einzelner Mensch nicht mehr das sind 
was wir sind als eine Gruppe von Menschen.

Das stützzt also meine Behauptung der von der reinen natürlichen 
Evolution abhängigen erweiteren Evolution die nur eine Population als 
gesammtes ja sogar über generation hinweg betrachten kann.

Nun, du betrachtest eben nur die reine nrürliche Evolution, das 
Individuum, dessen gene und das Wirken der 3 Gesetze der Evolution auf 
dieses Individuum. Das ist in meinen Augen aber nur eine eingeschänkte 
unvollständige Sichtweise. Wir menschen sind nicht das gleiche wenn wir 
jedes Individuuem losgelösst aus der Population betrachten.

Wir sind auch darauf angewiesen, evolutionär, mit Hilfe von 
Wissensvermittlung unserer Fittness als Population zu erhöhen. Das ist 
das was dein Bespiel letzendlich bedeutet. Und damit ist es logisch das 
auch unsere Gesellschaft, dessen System ein Wirken der Evolution 
unterliegt und gleichzeitig wir die Möglichkeit haben direkt Einfluß auf 
unsere Evolution nehmen zu können, in meinen Augen zu müssen. Und weiter 
haben wir nun eine wissenschaftliche Basis aus der wir die Notwendigkeit 
einer Moral und Ethik für uns ableiten können.

>> oder das der Mensch nicht mehr auf Achse...
>
> Auch das ging nicht sprunghaft, sondern über Jahrhunderte bis...
> Auch die Tierhaltung wurde nicht irgendwann erfunden und stand fortan
> zur Verfügung. Sie entwickelte sich langsam, nachdem man gelernt hatte,
> mit Wölfen eine Art Symbiose einzugehen (von der beide profitierten).
> Damit spaltete sich der Hund vom Wolf ab. Das geschah übrigens schon vor
> 135.000 Jahren und bis zur Haltung von Schafen und Ziegen war noch ein
> weiter Weg.

Naja hatte ich oben schon. 135000 Jahre auf eienr Achse von 100 
Millionen mit Auflösung von 250000 Jahre zeigt dein Ereignis als Sprung.

> http://de.wikipedia.org/wiki/Domestizierung
>
>> Und welche Möglichkeiten hätten diese Insekten mein Ökosystem real zu
>> beienflussen so das ich nichts dagegen unternehmen könnte und welche
>> Möglichkeiten habe wir ?
>
> Solche Möglichkeiten haben sie sehr wohl - Termiten sind gefürchtete
> Schädlinge und ohne Bienen wäre es um unsere Nahrungsgrundlage sehr
> schlecht bestellt. Nur machen sie es natürlich nicht bewußt...

Jo diese haben sie, ich weiß das wir in 7 Minuten das komplette 
Ökosystem ausrotten können. Von der Idee das da eine kernspaltung 
vorliegt bis zu ABombe haben wir 7 Jahre benötigt. Am Anfang wussten wir 
das Uran das schwerste Element das natürlöich vorkommt ist. Am Ende 
haben wir in 7 Jahren erkannt wie man künstliche Elemente erschafft, 
haben Neptunium und Plutonium konstruiert um damit die erste ABombe zu 
bauen.

Das können Termiten nicht, die Potenz einer Intelligenz ein Ökosystem 
beieinflusen zu können ist für mich das einzige reale Indiz das wir 
heranzoehen können wenn wir den Vrsuch unternehmen wollten einschäötzen 
zu können wie fitt eine Spezies ist.

Das dies Intelligenz ausschließlich von sich ausgehen kann ist für mich 
ebenso logisch. Ich kann mir keine objektive Intelligenz vorstellen, dh. 
alle Intelligenzien sind subjektiv in iherer Wahrnehmung. In diesem Fall 
macht es keinen Sinn irgendeinen anderen Standpunkt einzunehmen ausser 
den Eigenen. Das ist die Grundlage des Egoismus.

>> Ich würde bei einem Wettkampf mit Sicherheit auf uns tippen, wenn es
>> darum geht wer am Ende überlebt.
>
> Wie stellst du dir so einen Wettkampf vor?

Ich rotte sie aus weil ich es kann. Ich kann es effizienter und 
effektiver als die Termiten und diese haben bisher keinerlei Beweis 
dafür angetreten das sie es könnten.

Dich stört daran meine Unmoral denke ich. Ja ich würde diesen Schritt 
niemals tun, auf Grund einer Ethik die einen evolutionären Sinn für mich 
ergibt, ABER! die Möglichkeit ihn tun zu können im Fall das sich meine 
Umweltbedingungen zu einem Kampf für mich entwickelt, ist für mich eine 
Inkrementierung meiner Wahlmöglichkeiten, erhöht meine 
Handlungsfreiheiten und damit ein ungemeiner Vorteil.

> Da die menschliche Zivilisation viel komplexer ist, als Insektenstaaten,
> ist sie auch viel verletzlicher , als die.

Quatsch, dann müssten Einzeller besser sein als Mehrzeller die komplexer 
sind. Die Frage die sich dann stellt ist warum gibt es Mehrzeller und 
komplexere Lebensformen wenn sie eh schlechter sind.

Klar das du das so sehen musst, Evoltion ist
- richtungslos
- absolut zufällig
- und ohne Selektion

die letzendlich eben Richtung vorgibt und die zufälligkeit der Mutation 
wieder unzufällig macht. Evolution ist NICHT zufällig und NICHT 
Richtungslos. Es gibt eine Unterscheidung von höher und weniger höher 
entwickelten Lebensformen, das heist Richtung und Unzufälligkeit

>> Umweltschutz und damit der Erhalt unseres Ökosystemes ist ein
>> egoistisches Ziel das der Mensch verfolgen muß um seine weitere Existenz
>> garantieren zu können. Einzig die Methoden werden sich unterscheiden je
>> weiter wir uns entwickeln.
>
> Egosistisch? Nein, das ist eine Notwendigkeit und wer meint

Und Egoismus ist keine Notwendigkeit für dich ? Für mich ist es ein 
evolutionärer Booster und damit einer Anpassungsmaßnahme der Evolution 
an uns um uns vorran zu bringen. Egoismus ist gut wenn er der Pouplation 
dient und das kann Egoismus durchaus.

> bräuchten weder Artenvielfalt, noch vom Menschen unberührte Biotope, in
> denen sich die Natur ungestört entwickeln kann, der liegt falsch.

Vielfallt ist ein evolutionärer Vorteil, auch dem widerspreche ich 
niemals. Ich verstehe aber nicht warum du meinst das als Gegen-Argument 
anbringen zu müssen, da ich das nicht abstreite.

Welchen Zusammenhang erkennst du denn zwischen Egoismus und Vielfallt. 
Wenn ich Egoismus verbanne aus der Formel dann sehe ich weniger 
Vielfallt in uns Menschen.

> Umweltschutz brauchen wir überhaupt nur, weil wir 5 Mrd. zu viele sind,
> für diese kleine Erde. Die kann 1-2 Mrd. Menschen locker verkraften,
> ohne daß irgendwelche mehr als lokalen Umweltschäden auftreten.

Da habe ich eine Zahl von 250 Mio. im Kopf (was es nicht besser macht). 
Mich würde inetressieren welche Quelle du für deine Zahlen hast, nur um 
mich selber besser zu informieren.

>> Die Möglichkeit zur Dominanz  ist immer ein Vorteil, egal ob direkt über
>> Gewalt oder indirekt durch gezielte Veränderungen.
>
> Wieso? Viel besser wäre doch ein Gleichgewicht zwischen den die Erde
> bevölkernden Arten.

Ups Uhu du alter Träumer und Phantast. Natürlich wäre das besser aber 
Gleichgewicht und Gleichberechtigung stellt sich nur ein wenn alle 
Seiten dafür kämpfen. Man kämpft also für die eigenen Ziele, kooperiert 
und am Ende stellt sich ein Gleichgewicht aller Kräfte im System ein. 
Das Unrecht daran ist defakto garnicht existent denn es ist 
Definituionsfrage. Auf alle Fälle werden diejenigen mehr "gefühltes 
Recht" bekommen di dafür gekämpft haben. Wenn also einer sich unrecht 
behandelt fühlt dann liegt die Ursache daran das er nicht gekämpft hat 
für sein Recht. Unterlässt ein Individuum es für seine rechte aktiv zu 
kämpfen dann stellt sich später ein Gelichgewicht der Kräfte ein das 
seine rechte nicht repräsentiert. Er hat den fehelr gemacht: er hat 
seine Freiheit in die Einsicht zu Notwendigkeit um seine Rechte kämpfen 
zu müssen und zu wollen nicht wahrgenommen. Nun, das mache ICH mir nicht 
zum Vorwurf also warum sollte ich mich dann als Egoist sehen oder 
betitulieren lassen.

>Wir könnten uns unseren Teil davon nehmen, ohne
> immer gleich alles ganz in Frage zu stellen.

In Frage stellen, skeptisch sein erachte ich immer als vorteilhaft. Das 
Hinterfargen ist eine zwingendes Symptom meiner Neugier und Neugier ist 
evolutionär vorteilhaft.

> Die Artenvielfalt bliebe
> erhalten und unser Existenzgrundlage wäre auf lange Zeit gesichert.

Artenvielfallt zu erhalten sehe ich auch für richtig an, aber nicht 
Arterhalt, es sei denn wir können sicher nachweisen das wir diejenigen 
sind die diese Art ausroten durch unser tun. Aber das ist schwieriger 
als man denkt. Ich sparch das jetzt nur an weil so manche Ökoinitiative 
diesen Unterschied nicht ganz so herausarbeitet, Arterhalt um jeden 
Preis ist eine Stillstand pur, wenn wir nicht gerade diese Art sind.

> So gut ist unser Wissen über die Zusammenhänge in der Natur noch lange
> nicht, daß wir uns ungestraft Eingriffe in dem Umfang erlauben können,
> wie wir es derzeit tun.

Ungestraft, hm ich weiß nicht. Was wäre so schlimm daran wenn wir auf 
Grund unserer Arroganz unser Ökosystem vollständig vernichten ? Gehts 
halt ohne uns weiter. Wenn nicht wir Menschen auf der Erde diejenigen 
wäre die wir jetzt sind dann würde diese Nische im Ökosystem Erde durch 
eine andere vergleichbare Lebensform ausgefüllt worden. Diese würde die 
gleichen Fehler auf dem Weg ihrer Entwicklung machen weil sie 
vorprogrammiert sind. Bis dato konnte der Mensch auf der Erde frische 
Ökosysteme anektieren und somit expandieren das ist nun vorbei. Das es 
so ist ist eine Folge der vorherigen Evolution, die Lösung liegt also in 
der Evolution und wir müssen das nur richtig umsetzen in unsere 
Gesellschaften.

> Deswegen ist die menschliche Dominanz über die
> anderen Arten nicht besser, als die Dominanz der Pneumokokken über einen
> an tödlicher Lungenentzündung Erkrankten.

Jo, mich stört schon wieder dieses Besser, Böse, Gut, das existiert 
nicht.

Die menschliche Dominanz des Ökosystems Erde ist GUT für uns Menschen 
sonst wären wir nicht in diese Richtung evolutioniert.

> Aber die Entscheidung, etwas nicht zu dominieren, ist natürlich auch ein
> Ausdruck von Dominanz ;-)

Die Entscheidungfreiheit die Wahlmöglichkeit zur Dominanz benutzen zu 
können es aber nicht zu tun ist Dominanz. Derjenige der diese 
Möglichkeit nicht hat und mit dem ich nun interagieren werde hat eine 
schlechtere Position. Wenn ich ihm das erkläre und Verzicht übe will, er 
darauf meine Ziele unterstützt, ist das denoch Dominanz.

>> Die Fähigkeit in mir eine Dominanz der Logik aufzubauen ermöglicht es
>> mir meine irrationale Emotinale Meinung zu kontrollieren.
>
> Oder auch nicht... Die mildeste und verbreiteteste Variante, die Logik
> genau andersrum zu benutzen, ist die Konstruktion von
> Rationalisierungungen. Im Übrigen gibt es genügend Beispiele für
> Geisteskranke, die streng logisch aus nicht so ganz korrekten
> Beobachtungen/Empfindungen/Phantasien die dollsten Sachen abgeleitet
> haben.

Mir gefallen deine Analogien nicht so recht. Du sagts es doch selber

> aus nicht so ganz korrekten Beobachtungen/Empfindungen/Phantasien

Was soll bei dieser Voraussetzung als Ergebnis herauskommen ?
Natürlich ist es dabei wichtig welche Weltanschauung und damit 
Wissenstand und Methodik ein "gesundes" Individuum zur Hand hat.

Das ist ja der Grund warum gerade wir beiden so Wert auf die richtige 
Weltanschauung, zumindestens richtige Methodik im Denken, wert legen.

> Ich bin für Artenvielfalt, viel freie Natur und nachhaltige Ökonomie,
> die nicht mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft funktioniert.

Bin ich auch, meine Begründung warum ich dafür sein muß würde anders 
ausfallen.

> Eher nicht. Ich nehme nur die menschliche Intelligenz nicht als Maßstab
> für die gesamte belebte Welt. Daß sie innerhalb der menschlichen
> Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat, ist klar.

Und wir sind diese Menschen und Gesellschaft und ehrlich gesagt möchte 
ich mit dir nicht über die evolutionären Probleme der Ameisen sprechen, 
das sollen die Ameisen selber machen.

>> Hm, hier haben wir ein Differenzierungsproblem.
>> In der Evolution kommt es sehr häufig zur Co-Evolution. Damit sind fast
>> vollständig abgeschlossene Ökosysteme gemeint die sich parallel
>> entwickeln.
>
> Das ist sachlich falsch. Co-Evolution liegt vor, wenn die Evolution der..

Gut das ist ein Punkt der mich überraschte. Vor ca. 20 Jahren habe ich 
mich längere Zeit mit genetischen Algortihmen und Evolutionsstategien in 
der Informatik beschäftgt. Damals war die Definition der Koevolution 
noch eine ganz andere in meinen Lehrbüchern.

Dabei geht es um zwei fast abgeschlossene Ökosystem die sich paralell 
und eigenständig entwickeln. Von Zeit zu zeit kommt es zu Brücken 
zwischen den beiden Ökossystemen und Migrationen der Lebewesen.

Dabei kann je nach zwitlicher Dauer dieser Isolation sehr wohl:
- zu direkter Rekombination kommen, gemeinsamme Fortpflanzung weil die 
Arten noch nicht zuweit auseinander liegen
- zu indirekter Mischung kommen
- zur Vermischung/wirbelungen im Gleichgewicht der Ökosysteme kommen und 
daraufhin natürlich Anpassungen der Lebewesen darauf.
- und längerfristig auch wieder eine Vermsichung der Gene über 
Rekombination

Heute versteht man unter Koevolution anscheinend was anders, egal. Mich 
würde interessieren wie man nun das nennt was ich damals darunter 
gelernt habe.

>> Von Zeit zu Zeit kommt es zu einer Verbindung dieser
>> getrennten Ökosysteme und die Arten können sich gegenseitig befruchten
>> in ihrer weiteren Evolution, durch Mischung.
>
> Auch das ist falsch, denn "gute Arten" - die lange genug durch eine
> Reproduktionsbarriere getrennt waren - können miteinander in aller Regel
> keine fertilen Nachkommen zeugen. (Bei Insekten ist das übrigens rein

Vermischung heist nicht automatisch Rekombination der Gene, Vermischung 
heist im Kontext oben die Migration der lebensformen zwischen diesen 
beiden Ökosystemen, man mischt also einfach Gummibärchen mit 
Salzstangen.

Befruchtung, tja das könnte ein Mann immer erstmal mit Sex und damit 
Rekombination in Zusammenhang bingen, verständlich Uhh ;)

Ich meinte damit das salzige Gummibärchen garnicht so übel schmecken 
könnten. Dh nun nicht das Gummibärchen und Salzstange schmutzigen Sex 
hatten sondern nur das es nun Gummibärchen gibt die mit Salzstangen in 
Berührung gekommen sind weil sich in ihrem Ökosystem Salzstangen 
befinden die vorher nicht dort waren.

liege ich immer noch falsch ?

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


Lesenswert?

Hagen Re schrieb:
> Evolution ist ein
> zeitlicher Prozess und wir stellen uns vor wir könnten die Fittness der
> gesammten Art Home messen in Realtion zu allen anderen Arten.

Schon damit bist du völlig auf den Holzweg. Die Fitnes - könnte man sie 
messen - ist ein relatives Maß, das auf eine bestimmte Umwelt unter 
bestimmten Bedingungen bezogen ist. Schon mäßige Klimaveränderungen 
können die Fitnes eines Individuums stark verändern. Zudem ist diese 
Umwelt genau betrachtet eine ökologische Nische, die von der jeweiligen 
Art fast immer exklusiv besetzt ist. Damit kannst du keine Fitnes 
definieren, mit der du Arten vergleichen könntest.

Es gibt ein schönes Beispiel zur Mikroevolution einer Galapagosfinkenart 
bei der Individuen mit verschieden kräftigen Schnäbeln vorkommen. In 
normalen Jahren sind die Individuen mit schlankem Schnabel leicht im 
Vorteil und ihr Anteil an der Population nimmt zu, bei sehr trockenen 
Jahren ist es umgkehrt, da nimmt dann der Anteil der Dickschnäbler zu.

Das Beispiel zeigt, daß der Begriff "Fitnes einer Art" Unsinn ist; 
Individuen sind fit, oder nicht und das entscheidet dann über relative 
Reproduktionsvor- oder nachteile.

Ein anderes Beispiel sind unsere Blau- und Kohlmeisen. Die Kohlmeise ist 
deutlich kräftiger, als die Blaumeise und wenn beide Arten um eine 
Nistgelegenheit konkurrieren, zieht die Blaumeise regelmäßig den 
Kürzeren.

Ist sie deswegen "weniger Fit", als die Kohlmeise?

Nein, ist sie nicht, denn die Blaumeisen sind deutlich kleiner und 
weichen deswegen auf Bruthöhlen mit Löchern aus, durch die die Kohlmeise 
nicht durchpaßt.

So besetzt jede Art ihre Nische. Kritisch für die ganze Art wird es 
dann, wenn diese Nische verschwindet - das passiert stets durch äußere 
Einflüsse. Das kann eine invasive Art sein, die ähnliche Ansprüche an 
ihr Habitat stellt, oder Wettergeschehen, Vulkanismus etc. pp.

> Dabei
> betrachten wir nur die Eigenschaft Bewusstsein. Nun können wir daraus in
> einem Diagram über der Zeitachse, dem Fortschrittsprozess Evolution,
> diese Fittness eintragen.

Nein, können wir nicht, weil es kein Bewußtseins-Gen gibt. Bewußtsein 
entsteht, wenn das hirninterne Weltbild so differenziert ist, daß es 
Selbst von Fremd unterscheiden und daraus Handlungsanweisungen 
ableiten kann.

Ich habe ein Foto von einem jungen Waldkauz gemacht, der nicht etwa vor 
mir geflüchtet war, sondern hergeflogen kam, um mir zu drohen. (Das 
sieht eine speziellen Flügel- und Körperhaltung und man hört ein 
Schnabelknappen.)

Frage: Hat das Tier Bewußtsein? Ich vermute: Ja, denn instinktives 
Verhalten wäre eher Flucht gewesen. Es überwog aber die Neugier und die 
Lust, auzuprobieren, was passiert, wenn man so ein Riesenvieh am Boden, 
das offenbar nicht fliegen kann, bedroht - das ist zumindest meine 
Interpretation; ob er wirklich so gedacht hat, wollte er mir leider 
nicht verraten.

> Der Verlauf diesr Kurve wird immer aus zwei Phasen bestehen, einer
> hoffentlich stetig steigenden und aus sprunghaften Anstiegen. Das eine
> ist quantitives und das ander qualitatives Wachstum der Fittness.

Das ist Phantasie...

> Desweiteren ist Evolution sehr wohl gerichtet, von einem reinen
> zufälligen Prozess zu sprechen ist fatal und falsch. Die Richtung der
> Evolution ist ganz klar ein gerichteter Prozess.

Oh je. Das ist mit den Erkenntnissen der Evolutionsbiologie absolut 
unverträglich. Wenn sie ein gerichteter Prozeß wäre, dann müßte jemand 
die Richtung vorgeben und dann sind wir wieder beim bärtigen alten 
Grießgram...

>> Diese vermeintlichen Sprünge sind m.A. Artefakte, die sich aus der
>> lückenhaften fossilen Überlieferung der Zwischenstufen ergeben.
>
> Ach bitte..

In Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" ist das ganze Kapitel 10 
dieser Lückenhaftigkeit gewidmet...

> ja und, du hast noch nie in einem Diagram ge-zoomt und damit das
> zeitliche Raster vergrößert ? Das ist doch nur eine Frage der Zeitachse
> die du betrachtest ob aus einem 50% Anstieg in 1000 Jahren im Vergleich
> zu einem 10% Anstieg in 100 Millionen jahren dieser 50% Anstieg wie ein
> Sprung aussieht.

Scherzbold, es handelt sich um diskrete Prozesse und irgendwann kommst 
du eben auf atomare Dimensionen, bei denen es nur noch springen kann.

> Nehmen wir mal die Entwicklung des Menschens und behaupten mal frech das
> die Entwicklung der Rechentechnik ein Indiz für unsere evolutionäre
> Entwicklung ist. Den maßstabd den wir anlegen ist unserer und jeder
> andere wäre sinnfrei (was nützt mir dabei was Außerirdische dazu sagen)
>
> Nun malen wir die letzten 100000 Jahre unserer Ebntwicklung in eine
> zeitachse und die Fittness berechnen wir an hand der Fähigkeiten im
> Computerbereich. Na ist diese Kurve noch linear oder ist sie ohne
> Richtung ? zufällig ? Nein. Sie ist sprunghaft. Zum zeitpunkt der
> Erfindung dr Röhre ein Sprung, zum Zeitpunkt des Transistors ein Sprung
> usw. usw.

Der Haken an der Konstruktion: Wo ist das Röhren- und wo das 
Transistorgen?

Merkste was? Du mischst fröhlich die biologische Evolution mit der 
kulturellen zusammen und ziehst dann abenteuerliche Schlüsse über 
erstere daraus.

Das geht so nicht. In der kulturellen Entwicklung sind qualitative 
Sprünge möglich - aber dabei ist die biologische Evolution erst mal 
völlig außen vor.

Die stellt nur eine Sammlung von Allelen zur Verfügung, durch die 
haarige, muskelbepackte Plattköpfe entstehen können, oder schmale 
Kerlchen ohne Bart, mit zwei linken Händen und schlechten Augen, dafür 
aber mit einem messerscharfen Verstand. (Natürlich auch alle 
Zwischendinger ;-)

Damit die schmalen Kerlchen überhaupt einen Nutzen für die Gesellschaft 
bewirken konnten, mußten die behaarten Plattköpfe erst mal mächtig 
schuften, daß so viel Wohlstand zusammenkam, daß man sich leisten 
konnten, einzelne kluge Leute nur zum Denken abzustellen. Die haben dann 
die qualitativen Sprünge der Kulturentwicklung bewirkt und ziehen daraus 
natürlich letztlich durch hohes gesellschaftliches Ansehen einen kleinen 
Reproduktionsvorteil, sprich Fitnes, und die schmalen Kerlchen werden in 
der Population zunehmen...

Siehst du die Parallele zu den Galapagosfinken?

Nur wenn die nächste Dürre kommt, um im Bild zu bleiben, dann müssen 
wieder die muskelbepackten Kerle ran - man sollte diese Allele also 
besser nicht wegschmeißen ;-)

> Am Ende
> haben wir in 7 Jahren erkannt wie man künstliche Elemente erschafft,
> haben Neptunium und Plutonium konstruiert um damit die erste ABombe zu
> bauen.
>
> Das können Termiten nicht,

Wozu auch. Der Termitenstaat funktioniert perfekt und hat das seit 
Jahrmillionen unter Beweis gestellt.

> die Potenz einer Intelligenz ein Ökosystem
> beieinflusen zu können ist für mich das einzige reale Indiz das wir
> heranzoehen können wenn wir den Vrsuch unternehmen wollten einschäötzen
> zu können wie fitt eine Spezies ist.

Nur ist unsere Intelligenz, bzw. die Folgen ihrer Unzulänglichkeit, zwar 
mittlerweile ein Faktor mit Einfluß geworden, aber gegen Insekten und 
kleineres Getier/Gewächs kommen wir i.S. Einfluß auf die Umwelt nicht im 
Entfernten mit.

Sieh dir nur die Vorgänge im Boden, oder bei der Verwitterung an. Da 
werden Massen umgesetzt, die sind unvorstellbar. Aber alles ohne 
Intelligenz...

> Das dies Intelligenz ausschließlich von sich ausgehen kann ist für mich
> ebenso logisch.

Na ja, wir haben alle möglichen Konkurrenten rechtzeitig durch unseren 
Magen-Darm-Trakt auf den Müllhaufen der Erdgeschichte geschickt...

> Ich kann mir keine objektive Intelligenz vorstellen, dh.
> alle Intelligenzien sind subjektiv in iherer Wahrnehmung. In diesem Fall
> macht es keinen Sinn irgendeinen anderen Standpunkt einzunehmen ausser
> den Eigenen. Das ist die Grundlage des Egoismus.

Damit ist es aber grob unwissenschaftlich. Zuerst muß die Erkenntnis 
stehen, unbeeinflußt von Interessen, dann kann man sich überlegen, 
welche interessengeleiteten Schlüsse man aus den Erkenntnissen zieht.

Was du beschreibst, gebiert nur Ideologien...

> Aber was bewirkt nun diesen Prozess. Es sind nicht die Allele, wobei du
> auch Chromosomen und Gene usw. hättest sagen müssen.

Das ist sachlich falsch. Unter Genen versteht man nach einer bestimmten 
Syntax aufgebaute Ketten von Basenpaaren, die an einem bestimmten 
Locus auf einem bestimmten Chromosom liegen.

Die Allele eines Gens sind die Menge aller Varianten von solchen Ketten, 
die in der gesamten Population auf diesem Locus vorkommen.

Jedes Individuum trägt jeweils zwei Chromosomensätze - einen von der 
Mutter, den anderen vom Vater geerbt.

Bei der Reifeteilung (Meiose) in den Keimdrüsen entstehen Zellen mit nur 
einem Chromosomensatz. (Der Mechanismus ist in Wirklichkeit noch 
deutlich trickreicher). Erst bei der Befruchtung verschmelzen eine 
weibliche und eine männliche Keimzelle und bilden so wieder eine Zelle 
mit doppeltem Chromosomensatz.

Auf diese Weise werden neue Allelkombinationen ausgewürfelt.

> Ein solcher Sprung nach vorne bewirkte die Ausdiferenzierung einer
> Zweigeschlechtlichkeit.

Die ist auch nicht einfach so mit einem Plopp entstanden. Es gibt eine 
ganze Menge von Mechanismen des Genaustauschs zwischen einzelligen 
Organismen - deswegen werden unsere Antibiotika mit rasanter 
Geschwindigkeit immer weniger wirksam; die lieben Tierchen tauschen 
nämlich (nicht nur) Resistenzgene untereinander aus, auch über 
Artgrenzen hinweg.

Die Zweigeschlechtlichkeit ermöglicht schnelle Reaktion auf Parasiten - 
deswegen erwies sich diese Variante bei Vielzellern mit vergleichsweise 
langen Generationszyklen und kleinen Populationen als vorteilhaft. Das 
hält aber den mit weitem Abstand größten Anteil der Biomasse auf der 
Erde, die Mikroorganismen, nicht davon ab, sich nach wie vor anderer 
Mechanismen zu bedienen...

Übrigens bestehen wir selbst zu ca. 80% aus solchen "primitiven" 
Organismen, teils als Symbionten, teils als Parasiten...

> Korrekt, ein Indiz dafür das unsere Evolution eben längst nioczht mehr
> aus unserer reinen Gene und damit Biologie und damit Natur entstammen
> kann.

Das ist sie nicht erst seit Erscheinen von H. sapiens. Das ist bei allen 
höheren Tieren so und selbst bei Pflanzen kann man z.T. drastische 
Auswirkungen der Umweltbedingungen auf die Gestalt beobachten. Das ist 
übrigens das Gebiet der Epigenetik.

Der biochemische Hintergrund sind Regulationsmechanismen, die durch 
Methylierung von DNA-Abschnitten bewirkt werden. In der Hirnentwicklung 
sind bestimmte Schritte immer auf ein bestimmtes Zeitfenster beschränkt. 
Wird dieses Fenster verpaßt, ist der Schaden irreparabel.

> Unsere Umwelt defimniert sich also auch aus unserer Gesellschaft
> und wenn diese Fehlt degenerieren wir bzw. schöpfen nicht unse volles
> Potential aus, weil wir eben als einzelner Mensch nicht mehr das sind
> was wir sind als eine Gruppe von Menschen.

Das ist etwas zu weit gefaßt. Mit der Gesellschaft kann ein Säugling 
nichts anfangen. Er braucht intensive Zuwendung durch eine feste 
Bezugsperson, durch die er die Stimuli empfängt, die notwendig sind, um 
die Hirnentwicklung in Gang zu halten.

> Nun, du betrachtest eben nur die reine nrürliche Evolution, das
> Individuum, dessen gene und das Wirken der 3 Gesetze der Evolution auf
> dieses Individuum.

Durchaus nicht - siehe Stichwort Rückkopplumg. Wir sind Teil unserer 
Umwelt und wirken damit an der Selektion mit. Nur sind das Vorgänge, die 
im Zeitraster von Generationen ablaufen.

Von künstlicher Evolution spricht man übrigens im Zusammenhang mit 
Züchtung; das wollen nur wenige, ziemlich üble Spinner mit uns machen.

> Das ist in meinen Augen aber nur eine eingeschänkte unvollständige
> Sichtweise.

Denke ich nicht. Für die biologische Evolution und die  kulturelle 
Entwicklung gelten unterschiedliche Gesetze.

> Ich rotte sie aus weil ich es kann. Ich kann es effizienter und
> effektiver als die Termiten und diese haben bisher keinerlei Beweis
> dafür angetreten das sie es könnten.
>
> Dich stört daran meine Unmoral denke ich.

Nein, micht stört daran, daß du ein Idiot wärst, wenn du das tätest. Du 
hast nämlich keine Ahnung, was passiert, wenn es keine Termiten mehr 
gibt. Du weißt nicht, was alles wie von ihnen abhängt.

> Ja ich würde diesen Schritt
> niemals tun, auf Grund einer Ethik die einen evolutionären Sinn für mich
> ergibt,

Siehste, ich brauch keine solche Hirnkrücke, um ganz kausal zum selben 
Schluß zu kommen...

> ABER! die Möglichkeit ihn tun zu können im Fall das sich meine
> Umweltbedingungen zu einem Kampf für mich entwickelt, ist für mich eine
> Inkrementierung meiner Wahlmöglichkeiten, erhöht meine
> Handlungsfreiheiten und damit ein ungemeiner Vorteil.

Ich kann mir trickreichere Methoden vorstellen, als tumbes Ausrotten...

>> Da die menschliche Zivilisation viel komplexer ist, als Insektenstaaten,
>> ist sie auch viel verletzlicher , als die.
>
> Quatsch, dann müssten Einzeller besser sein als Mehrzeller die komplexer
> sind. Die Frage die sich dann stellt ist warum gibt es Mehrzeller und
> komplexere Lebensformen wenn sie eh schlechter sind.

Das ist ein klassischer Zirkelschluß, der dazu noch auf falschen 
Grundannahmen beruht...

> Klar das du das so sehen musst, Evoltion ist
> - richtungslos
> - absolut zufällig
> - und ohne Selektion

Oh, wie kommst du denn auf den letzten Punkt? Die Selektion besteht ganz 
banal darin, ob ein Individuum das reproduktive Alter erreicht und sich 
auch erfolgreich reproduziert. Der Organismus wird mit dem KO-System in 
seiner Umwelt getestet und damit selektiert.

Daß die Evolution richtungslos ist, ergibt sich schon aus dem 
opportunistischen Charakter, den der Selektionsmechanismus hat und die 
Zufälligkeit ergibt sich, weil die Auswahl der halben Chromosomensätze, 
die zu neuen Individuen führen, letztlich zufällig ist. Die Weibchen 
versuchen sich zwar mit Fitneskriterien bei der Auswahl der Männchen zu 
behelfen mit denen sie sich paaren, aber was letztlich dabei rauskommt, 
weiß man erst hinterher.

> Es gibt eine Unterscheidung von höher und weniger höher
> entwickelten Lebensformen, das heist Richtung und Unzufälligkeit

Die mag es in deinem Denken geben - die Evolution kennt solche 
Kriterien nicht, denn sonst gäbe es keine von diesen blöden Einzellern, 
oder den noch viel blöderen Viren nicht mehr. Dem ist offensichtlich 
nicht so.

> Und Egoismus ist keine Notwendigkeit für dich ?

Es kommt auf den Gegenstand an. Dem Nachbarskind das Eis aus der Hand zu 
reißen und es selbst zu schlabbern, mag egoistisch sein - Notwendig ist 
es nicht, noch nichtmal klug...

> Für mich ist es ein
> evolutionärer Booster und damit einer Anpassungsmaßnahme der Evolution
> an uns um uns vorran zu bringen. Egoismus ist gut wenn er der Pouplation
> dient und das kann Egoismus durchaus.

Wer bestimmt, was für die "Population" gut ist? Der Wolkenschieber?

Das ist der selbe Irrtum, aus dem die Idee der Arterhaltung stammt. 
Die Evolution gibt sowas nicht her und entsprechend teilen sich auch 
Arten, die plötzlich für lange Zeit durch eine Reproduktionsbarriere in 
zwei Teilpopulationen geteilt werden. Die Art wird lediglich durch 
Genfluß zwischen den Individuen zusammengehalten.

> Welchen Zusammenhang erkennst du denn zwischen Egoismus und Vielfallt.

Egoismus ist immer eine Frage des Maßes. Wenn er keine Grenzen kennt, 
dann ist ihm jede Vielfalt, außer der Vervielfältigung der eigenen 
Inzucht verhaßt.

> Wenn ich Egoismus verbanne aus der Formel dann sehe ich weniger
> Vielfallt in uns Menschen.

S.o.

> Da habe ich eine Zahl von 250 Mio. im Kopf (was es nicht besser macht).
> Mich würde inetressieren welche Quelle du für deine Zahlen hast, nur um
> mich selber besser zu informieren.

Kann ich dir so direkt gar nicht sagen. Ein wichtiges Kriterium für mich 
war eine Aufstellung über die (erstaunlich geringe) Größe der 
menschlichen Population über die letzten paar tausend Jahre. Vor dem 
Hintergrund erschien mir 1 Mrd. als verkraftbar; die 2 Mrd. sind eher 
als absolute Obergrenze zu betrachten.

Wenn sie zu klein wird, dann ist nicht mehr genügend Potential 
vorhanden, um sich auch die Produktion ausgefallenerer Dinge leisten zu 
können.

> Ups Uhu du alter Träumer und Phantast. Natürlich wäre das besser aber
> Gleichgewicht und Gleichberechtigung stellt sich nur ein wenn alle
> Seiten dafür kämpfen.

Oh, oh, wie kommst du den vom Gleichgewicht zur Gleichberechtigung? Ich 
mag keinen Fußpilz und auch keine Zecken und Ratten finde ich nur 
putzig, wenn sie ihr Eigenleben nicht in meiner Umgebung entfalten.

> Man kämpft also für die eigenen Ziele, kooperiert
> und am Ende stellt sich ein Gleichgewicht aller Kräfte im System ein.

Du wolltest dominieren. Das will ich auch, aber zuerst über unseren 
verdammten, viehischen Vermehrungsdrang. Die menschliche Uterusbombe ist 
weit verheerender, als alle Waffen, mit denen wir uns je gegenseitig 
bekriegt haben.

> Das Unrecht daran ist defakto garnicht existent denn es ist
> Definituionsfrage. Auf alle Fälle werden diejenigen mehr "gefühltes
> Recht" bekommen di dafür gekämpft haben. Wenn also einer sich unrecht
> behandelt fühlt dann liegt die Ursache daran das er nicht gekämpft hat
> für sein Recht.

Der Sprung zum Recht kommt mir jetzt etwas unvermittelt. Ich bin 
eigentlich noch bei der Vernunft.

> Unterlässt ein Individuum es für seine rechte aktiv zu
> kämpfen dann stellt sich später ein Gelichgewicht der Kräfte ein das
> seine rechte nicht repräsentiert. Er hat den fehelr gemacht: er hat
> seine Freiheit in die Einsicht zu Notwendigkeit um seine Rechte kämpfen
> zu müssen und zu wollen nicht wahrgenommen. Nun, das mache ICH mir nicht
> zum Vorwurf also warum sollte ich mich dann als Egoist sehen oder
> betitulieren lassen.

Das sehe ich genauso, nur würde ich in dem Zusammenhang nicht von 
Egoismius reden. Der ismus riecht einfach zu sehr nach Verknöcherung 
und Reduktion auf Stereotype.

Kooperation hat viel mit Aushandeln und Faines zu tun.

> Das
> Hinterfargen ist eine zwingendes Symptom meiner Neugier und Neugier ist
> evolutionär vorteilhaft.

Richtig. Aber Neugier ist nicht unser Monopol. Die ist wohl um so 
ausgeprägter, je mehr die betreffende Art vom Jagen lebt. In der 
Beziehung sind Vegetarier wirklich schwer benachteiligt...

> Artenvielfallt zu erhalten sehe ich auch für richtig an, aber nicht
> Arterhalt, es sei denn wir können sicher nachweisen das wir diejenigen
> sind die diese Art ausroten durch unser tun.

Man muß einfach nur der Natur ausreichend große Refugien geben, in die 
wir nicht eingreifen. Mehr meine ich damit erstmal nicht.

> Aber das ist schwieriger als man denkt. Ich sparch das jetzt nur an
> weil so manche Ökoinitiative diesen Unterschied nicht ganz so
> herausarbeitet,

Das ist eine akademische Frage. Mir reicht eigentlich die Statistik aus 
und die sagt, daß wir einen Artenschwund haben, wie wir ihn bisher nicht 
erlebt haben. Richtig Artenreiche Wiesen, wie ich sie in meiner Jugend 
noch erlebt habe, findet man nur noch ganz selten. Sie mußten 
Grasplantagen weichen und mit ihnen Massen von Insektenarten, die darauf 
lebten und Vögel, die von den Insekten leben...

> Arterhalt um jeden Preis ist eine Stillstand pur, wenn wir nicht gerade
> diese Art sind.

Das ist etwas übertrieben. Arterhalt ist unabdingbar, denn was weg ist, 
ist unwiederbringlich weg.

Biotoperhalt - so wie es die naiven Ökos wollen - ist Unsinn, denn auch 
das Leben auf einer Wiese ist nicht statisch, sondern einem 
Sukzessionszyklus unterworfen. Der ist zu erhalten.

Kurzfristig kann es aber wegen der immensen Schäden, die wir in der 
Natur angerichtet haben, durchaus sinnvoll sein, gewisse Biotope 
künstlich zu erhalten, um spezialisierten Arten ein Überlgeben zu 
ermöglichen.

> Und wir sind diese Menschen und Gesellschaft und ehrlich gesagt möchte
> ich mit dir nicht über die evolutionären Probleme der Ameisen sprechen,
> das sollen die Ameisen selber machen.

Darüber brauchen wir auch nicht zu reden - genausowenig, wie über unsere 
eigenen.

Da aber gerade Ameisen von immenser Wichtigkeit in einem Ökosystem sind, 
sollten wir auch über sie forschen und nachdenken.

Und natürlich sind sie staatenbildend - das fasziniert mich sowieso 
total...

> Vermischung heist nicht automatisch Rekombination der Gene, Vermischung
> heist im Kontext oben die Migration der lebensformen zwischen diesen
> beiden Ökosystemen, man mischt also einfach Gummibärchen mit
> Salzstangen.

Hm, Gummibärchen uns Salzstagen sind keine biologischen Arten...

Wenn eine Reproduktionsbarriere plötzlich flachfällt und eine Art in ein 
Biotop einwandert, die dieselbe ökologische Nische besetzt, dann ist das 
meist nicht so doll.

Es gibt einen Extremfall: Weiß- und Schwarzkopfruderente.

Die Weißkopfruderente ist die europäische Art, die Schwarzkopfruderente 
ist in Nordamerika beheimatet.

Nun wurde die Reprioduktionsbarriere durch den Menschen eingerissen, 
indem einige Exemplare aus Amerika eingeführt und hier gezüchtet wurden.

Es kam, wie es kommen muß: Einige büchsten aus und verbreiteten sich 
wild.

Da aber die Schwarzkopfruderente deutlich kräftiger ist und dieselbe 
Nische besetzt, war die einheimische Art unterlegen und ist jetzt akut 
vom Aussterben bedroht.

Oder das Indische Springkraut. Es sieht schön aus und irgend jemand kam 
auf die Idee, es in seinen Garten zu pflanzen.

Das Zeug verwilderte und verbreitete sich über das Wasser des Rheines. 
Die Folge sind richtiggehende Monokulturen von indischem Springkraut in 
den Rheinauen. Das Lumpenzeug wächst unheimlich schnell und erstickt 
alles andere Kraut, was auch da wachsen will. Unter diesen Pflanzen ist 
kahler Boden. Nur den Nacktschnecken gefällts; die vermehren sich dort 
explosionsartig.

Es ist als gar nicht so einfach mit dem Vermischen von Arten und 
vorsätztlich sollte man das auf keinen Fall machen, wenn man solche 
Desaster vermeiden will, wie z.B. das mit der Argakröte in Australien.

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