Hallo,
kann mir jemand sagen ob es denkbar wäre das jemand gezielt einen
Rechner z.B. über die DSL Modem MAC angreifen kann? IP Adresse ist
dynamisch.
Keine Ahnung ob von "offizieller Stelle" oder andere.
Oder sollte es Zufall sein das nach Auslandskontakten jetzt beinahe
täglich Trojaner gefunden werden?
Heutige Meldung: TR/Agent.42598439
gestern: TR/Crypt.XPACK.Gen5
Habt ihr auch diese Erfahrung, oder zeigen die Sicherheitsprogramme
jetzt einfach mehr an?
System:
Vista
Zonealarm
Avira Antivirus
alles aktuell.
Danke schon mal für die Hilfe
Hä???
pegel schrieb:> Oder sollte es Zufall sein das nach Auslandskontakten jetzt beinahe> täglich Trojaner gefunden werden?
Auf deinem Rechner? Dann würde ich mir dringendst Gedanken machen,
ansonsten weiss ich nicht was dieser Satz bedeuten soll.
pegel schrieb:> Avira Antivirus
Da habe ich sehr oft, zuspäte Reaktionszeiten registriert.
z.B. der Virus, der über ICQ gespammt hat, Kaspersky hat den von Anfang
an weg geblockt, während Avira schön alle anderen zu gespammt haben...
Tipp: Die aktuelle Computerbild, da auf der CD ist ne Kasperskyversion,
musste alle 3 Monate eben nen neuen Key anfordern und alles läuft - das
Heft lesen kann ich wiederum nicht empfehlen.
schonmal daran gedacht dass Du einen (bis jetzt noch) ungefunden
trojaner auf dem PC hast der eine Backdoor öffnet durch die der ganze
Rotz kommt?
Avira runter, anderen Virenscanner drauf und nochmal alles absuchen
lassen, anschließend kannst du avira ja wieder installieren, aber Avira
findet eben auch nicht alles!
nobody schrieb:> Avira runter, anderen Virenscanner drauf und nochmal alles absuchen> lassen, anschließend kannst du avira ja wieder installieren, aber Avira> findet eben auch nicht alles!
falsch, 6-setzten:
windows cd suchen, neuinstallieren - ein backup deiner daten(nur die,
die lebensnotwendig sind) sehr sorgfältig mit verschiedenen scanner
prüfen
Und hardware firewall nutzen, Software Firewalls sind relativ nutzlos
(siehe mehrere c't Artikel & Tests). Also ZoneAlarm runter (naja, das
Zeug bekommt ja eh nicht mehr sauber aus dem System) und dir lieber
einen Router für 20 Euro zwischen DSL Modem und Rechner stöpseln.
Muetze1 schrieb:> Und hardware firewall nutzen, Software Firewalls sind relativ nutzlos
du solltest den Artikel noch mal lesen!
Die personal-Firewall sind unsinn, weil sie oft mehr lücken im System
erzeugen als sie schliesen. Die XP-Firewall ist 100% ausreichend um zu
verhindern das jemand von Aussen auf den PC kommt. Sie ist eine
Software-Firewall und recht aus.
> (siehe mehrere c't Artikel & Tests). Also ZoneAlarm runter (naja, das> Zeug bekommt ja eh nicht mehr sauber aus dem System) und dir lieber> einen Router für 20 Euro zwischen DSL Modem und Rechner stöpseln.
Aha und in dem Router läuft also keine Software? Die meisten Router
haben nur NAT. Das zählt nicht als Firewall, auch wenn es teilweise so
genutzt wird. Was glaubst du wie sonst Skype die Anrufe zu dir
durchstellen kann wenn die Router so sicher sind?
> Die personal-Firewall sind unsinn, weil sie oft mehr lücken im System> erzeugen als sie schliesen. Die XP-Firewall ist 100% ausreichend um zu> verhindern das jemand von Aussen auf den PC kommt. Sie ist eine> Software-Firewall und recht aus.
Hä?
Wo siehst du einen Unterschied zwischen einer "Personal Firewall" und
der XP "software Firewall"????
Naja, ich hänge selber hinter einem NAT, was ich als Firewall nach außen
missbrauche(einzelne Ports für Serverdienste umgebogen).
Aber bei Kaspersky ist auch eine Firewall mit dabei, die blockt zu einem
alles was von außen kommt(ausser es sind gewisse Regeln erlaubt) und
auch alle Programme, die ne Netzverbindung aufbauen wollen, werden
erstal blockiert, bis ich es erlaube(soweit ich weiß, war auch Skype
solange offline, bis ich in Kaspersky freigegeben habe)
Man sollte sowas mit ner Personal Firewall nur im Kopf halten, wenn man
sich wundert, dass gewisse Dinge im Lan nicht klappen...
Wegstaben Verbuchsler schrieb:> Wo siehst du einen Unterschied zwischen einer "Personal Firewall" und> der XP "software Firewall"????
Die XP-Firewall arbeitet auf nur auf dem IP-Stack sie schaut einfach
nach ob für ein empfangenes Packet auch eine Verbindung vorhanden ist.
Das ganze ist ein relativ einfacher Prozess.
Eine Personal Firwall will verbindungen auch verbindungen von Programm
zum internet verhindern, dafür muss sie sich aber recht tief ins System
einklinken und selbst damit können sie es kaum verhindern das Software
"nach Hause" telefoniert.
Für einen Angriff von aussen ist also die XP-Firewall absolut ausrechend
und jeden zusätzliche Software erhöht die Komplexität und damit auch das
Risko auf neue Software fehler.
Ich habe z.b. noch nie von einem Fehler in der XP-Fireall gelesen,
zonealarm und Co bringen aber ständig Sicherheitsupdates heraus.
Vielen Dank für die Antworten. Hab mal:
http://www.techmixer.com/kaspersky-rescue-disk-2010/
gezogen und lass mal damit prüfen.
Trotz dem würde mich interessieren ob es sein kann das jemand ausser dem
Provider gezielt eine Modem/Router MAC finden und angreifen kann.
Einfallstor Nummer eins ist heute der Web-Browser, nicht mehr der
frontale Angriff auf OS-Ebene. Also erstmal den Browser und Plug-Ins
(Java, Flash & Co) pflegen und das übrige die lokalen Firewall
überlassen (Zugriff zu RPC Diensten und sowas, könnte ja wieder mal ein
Bug auftauchen der das System exponiert - im lokalen Netz).
Was heisst "von aussen"? Einfach n Router mit NAT/PAT zwischenschalten
und Ruhe ist. Ist meistens ohnehin der Fall, wenn man WiFi einsetzt.
Dann ist die eigene Kiste erstmal von "aussen" nicht sichtbar. Klar,
skype & Co richten Rückkanäle ein (Stichwort UPnP), aber solange die
betr. Software keinen Bug hat, ist das nicht sicherheitsrelevant.
Don't Panic! :)
Also mann kann dich finden, wenn man dich einmal hatte und deine ip hat,
dann hat man ne chance von 1 zu 256^2 dich beim erstenmal wieder zu
erwischen (da sich nur die letzten 2 bytes deiner ip ändern), bis man
die durchgescannt hat dauert das aber.
Auch kann man nicht ohne weiteres deine MAC auslesen, aus
datenschutzgründen wäre das schon nicht vertretbar, denn deine MAC ist
einmalig, damit kann man dich weltweit eindeutig
identifizieren(zumindestens das Endgerät, was direkt am Internet hängt)
raketenfred schrieb:> Also mann kann dich finden, wenn man dich einmal hatte und deine ip hat,> dann hat man ne chance von 1 zu 256^2 dich beim erstenmal wieder zu> erwischen (da sich nur die letzten 2 bytes deiner ip ändern), bis man> die durchgescannt hat dauert das aber.
sehr gewagt die aussage.
Warum sollte ein Provider eine DHCP für nur 256 Adresse aufsetzten? Das
mach überhaupt keinen Sinn.
Meine Adresse ändert sich zumindest nicht nur an der letzten stelle.
Peter II schrieb:> raketenfred schrieb:>> Also mann kann dich finden, wenn man dich einmal hatte und deine ip hat,>> dann hat man ne chance von 1 zu 256^2 dich beim erstenmal wieder zu>> erwischen (da sich nur die letzten 2 bytes deiner ip ändern), bis man>> die durchgescannt hat dauert das aber.> sehr gewagt die aussage.> Warum sollte ein Provider eine DHCP für nur 256 Adresse aufsetzten? Das> mach überhaupt keinen Sinn.>> Meine Adresse ändert sich zumindest nicht nur an der letzten stelle.>
Aber lesen kannst du, oder?
Es empfiehlt sich, das vermutlich gepatchte System mit einem anderen
System zu untersuchen, bei Windowsrechnern etwa mit einer Ct-Knoppixilin
oder Desinfect Linux-CD, besser noch AtariSt oder so. D.h. aber nicht,
dass alles wichtige erkannt wird. Man kann den Internetverkehr
überwachen, Injectionüberwacher laufen lassen, aber nützt es, wenn
Virenscanner oder Überwacher selbst Trojaner intus haben?
Darüberhinaus sind völlig überflüssige Falschalarme von Virenscannern
auch nicht gerade hilfreich.
Bevor man nun aber die Festplatte sicher löscht und das Betriebsystem
neu aufsetzt, sollte man mal überlegen, durch welches Einfallstor ein
möglicher Angreifer reingekommen ist, oder ob man den Hintergrund weiter
analysieren möchte. Prinzipiell aber ist Neuaufsetzen angesagt.
Also:
falls du ein Trojaner drauf haben solltest, wird dieser deine aktuelle
IP an den Angreifer schicken ( per irc/icq/skype/email/etc. )
meine Tips:
- Backup deiner Daten. Das kann nie schaden.
- Dein PC mit verschiedenen Tools scannen ( am besten aktuelle Linux AV
CD )
- da du ja schon weisst das drauf sein könnte, es gibt spezielle Removal
Tools ( z.B. http://de.norton.com/security_response/removaltools.jsp )
welches du separat drüber laufen lassen solltest
- oder gleich: überlegen das System neu aufzusetzen
- Browser z.B. aktuellen Firefox mit NoSkript + AdBlock Plus verwenden
- generell nicht alles draufklicken/installieren/anschauen was einem so
angeboten wird
steffen schrieb:> - oder gleich: überlegen das System neu aufzusetzen
Dabei wäre gründlichst zu prüfen, ob schon Backups verseucht sind und
RECHTZEITIG alle aktuellen Updates eingespielt wurden bevor er wieder
ans LAN kommt. Sonst drehst Du Dich 1000x im Kreis.
Auch gute Tools werden nur DAS entfernen, was sie kennen. Neue oder
seltene Bösartigkeiten müssen nicht von jedem Virenscanner oder
Spywaretool erfolgreich erkannt werden.