Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lüfter im Kühl- und Heizbetrieb


von Wolfram L. (amazon)


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Hallo Zusammen,
wer kennt einen Lüfter(Einschub. Modul etc.), den man sowohl zum Heizen 
als auch zum Kühlen einsetzen kann.
Ich meine jetzt keine "Heizlüfter", sondern ich suche quasi Anbaulüfter, 
die man an einen 19"-Einschub montieren kann. Stromversorgung 
idealerweise mit DC 24-30 Volt.
Ich möchte eine Elektronik bei sehr kalten Umgebungstemperaturen(-40 
Grad) quasi aufheizen, und wenn die Elektronik selbst warm genug ist, 
möchte bzw. muss ich diese dann kühlen. Umgekehrtes Problem, wenns 
aussen sehr heiss ist (40 Grad im Schatten).
Vielleicht stand ja mal jemand vor dem Problem oder weiss einen 
Hersteller.
ideal wäre wahrscheinlich ein Lüfter mit vorgebautem Heizelement.
Ich habe auch schonmal an Peltierelemente gedacht, aber die haben dann 
wahrscheinlich eine schlechte Ankopplung.

von Michel (Gast)


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Wenn es draußen kalt ist, solltest du deine Baugruppe möglichst gut von 
der Außenwelt isolieren und die interne Verlustleistung nutzen, um sie 
auf Temperatur zu halten. Ein Lüfter ist da kontraproduktiv.

von keep_it_simple (Gast)


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Zwei Kühlkörper, zwei Lüfter, und ein Peltierelement - fertig ist die 
Mini-Klimaanlage für einen großen Temperaturbereich. Das "Pelztier" muß 
bipolar versorgt werden können - am einfachsten durch einen 
Polaritäts-Umschalter. Ideal wäre jedoch eine Prozessor-Steuerung, die 
Innen- und Aussentemperatur misst und dem entspreched die 
Lüftergeschwindigkeit und die bipolare Peltier-Versorgung mit Augenmerk 
auf den jeweils günstigsten Arbeitspunktes optimiert.

Nebeneffekt: Die Baugruppe und die Umwelt können hermetisch getrennt 
bleiben - bis zur Unterwasser-Tauglichkeit. Unbedingt beachtet werden 
muß aber die Kondenswasser-Problematik bei einem geschlossenen Aufbau!

Wird dagegen vor allem Wert auf den bestmöglichen Wirkungsgrad gelegt, 
kann es sinnvoll sein, für den Betrieb im mittleren Temperaturbereich, 
der keine aktive Klimatisierung wie die "Temperaturübersetzung des 
Peltiers" benötigt, einen konventionellen, Umluft durch das Geräte 
erzeugenden Lüfter zu verwenden.

von Wolfram L. (amazon)


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Michel schrieb:
> Wenn es draußen kalt ist, solltest du deine Baugruppe möglichst gut von
> der Außenwelt isolieren

Tja, das Problem ist, es wird in einer Klimazone eingesetzt wo die 
Baugruppe in einem Rack Quasi im unbeheizten Container gelagert (und 
betrieben) wird. Aber eben auch ungekühlt, d.h. im Winter kanns halt 
nachts -40 Grad werden, im Sommer +40-50 Grad.
Wird der Container betrieben, dann steigt durch eine Heizung die 
Temperatur im Innenraum langsam auf 15-20 Grad an.
Betreiben möchte man die Elektronik angefangen von 0 Grad an. Von daher 
ist isolieren für den "kalten" Betrieb gut, aber wenn die Baugruppe (hat 
fetten FPGA und Dual Core CPU) warm wird, muss ich unbedingt gut kühlen.

von Ben _. (burning_silicon)


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beschränk dich auf eine geregelte kühlung, die auch bei 50 grad noch 
ausreicht. eine dual core GPU heizt einen rechner auch bei -40 grad gut 
durch. wenns nicht gerade ein atom ist... heizung brauchst du nur wenn 
du eine möglichst konstante temperatur brauchst oder das ding bei -40 
grad nicht mehr zuverlässig hochfährt.

von Wolfram L. (amazon)


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Ben _ schrieb:
> bei -40
> grad nicht mehr zuverlässig hochfährt.

Das ist das Problem. Die Komponennten sind laut Hersteller explizit 
nicht für Betrieb bei -10 Grad geeignet,(...eventuell funktionieren die 
bei -40 Grad einfach garnicht.
Kanns leider nicht mal eben ausprobieren...

von Ben _. (burning_silicon)


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dann mußt du eine regelbare heizung bauen, die sich bei -8 bis -10 grad 
einschaltet... bei deaktivierter gehäuselüftung natürlich.

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