Was ist das für ein Transistor? (aus Märklin Modellbahnlok)

OP #2195077
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Hallo zusammen!

Ich suche einen bestimmten Transistor aus einer Fernlichtschaltung 
meiner Märklin/Trix Modellbahnlokomotive.
Die Basis des Transistors wird über eine open Collector-Schaltung auf 
Knopfdruck auf Masse gezogen und schaltet dann die Masse für die 
Fernlicht-LEDs der Lok. Die normalen Stirnlicht-LEDs leuchten dauernd.

Ich konnte zu dem SMD Code allerdings keinen Transistor finden. Auf dem 
Transistor steht 2A und 7 quer. Der Schaltung nach muss es ein 
npn-Transistor sein. Der maximale Strom werden wohl zwischen 50 und 
200mA sein. Es muss auch nicht genau der Transistor sein, ein anderer 
der die Funktion erfüllt würde auch reichen.

Und dass die Schaltung vielleicht so keinen Sinn gibt weiß ich, muss 
aber so sein.

In den Anhängen ist einmal der Schaltplan und einmal ein Foto der 
Platine. (den SMD Code habe ich eingefügt, weil man die nicht erkennen 
konnte am Foto)

Danke schonmal für eure Hilfe! :)
Angehängte Dateien:
OP #2195361
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Hallo!

Martin schrieb:
> Wenn die Basis des Transistors auf GND gelegt wird, dann sperrt er. Die
> Schaltung muss anders aussehen/funktionieren.

Sorry, habe nochmals die Dioden im Transistor ausgemessen und es muss 
ein pnp sein!

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Jörg Wunsch schrieb:
> 2A wäre eigentlich ein MMBT3906, der ist allerdings pnp.

Macht jetzt auch Sinn! Hat der 7er dann keine Bedeutung? Den Transistor 
habe ich auch schon gefunden, aber als pnp dachte ich der kanns nicht 
sein... ^^*

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Matthias Laubnitz schrieb:
> Welche Lok? Artikelnr.
>

Es handelt sich um eine ÖBB 1012 Artikelnr Trix22600 bzw Märklin37308 
(das Innenleben ist ja angeblich Ident). Bei mir wärs die Trix Version.

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oszi40 schrieb:
> Seid Ihr sicher, daß es sich "nur" um einen Transitor handelt? Es gibt
> auch "mfx®"  http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rklin_Systems

Bin eigentlich Gleichstromfahrer, habe nur Märklin geschrieben da die 
Versionen im Allgemeinen weiter verbreitet sind als die Trix Loks. Und 
bei DC gibts für gewöhnlich kein mfx (ist ja ein reines Märklin-Format)
Ausserdem ist mfx nur das Format mit dem der Digitaldecoder angesprochen 
wird, die hat nichts damit zu tun wie die Lok die "Befehle" des Decoders 
reagiert. Der Decoder zieht nur auf befehl Ausgänge auf Masse.

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Also sollte die Schaltung mit einem MMBT3906 funktionieren? Und brauche 
ich den Kondensator? oder ist der nur zur Glättung? Kann man die 
Kapazität eines SMD Kondensators irgendwie rausfinden?


mfg Georg
Gast #2195447
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Ich würde erstmal den Transistor wechseln.
Vermutlich funktioniert es ja dann wieder.
Der Kondensator könnte irgendwas zwischen 100nF und 1uF sein, soll evtl. 
die Leuchtdiode etwas "Glühbirnenähnlicher" an- und ausgehen lassen.
Moderator Persönliche Seite #2195548
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Georg H. schrieb:
> Auslöten würde ich nur ungern, und mein Multimesser kann auch keine
> Kapazitäten messen...

Viel was anderes wird dir aber nicht übrig bleiben.  Du könntest
noch versuchen, den Kondensator auf eine bestimmte Spannung
aufzuladen und die Entladekurve mit einem Oszilloskop zu beobachten.
Anhand von tau = R*C kannst du dann ermitteln, wie groß der Kondensator
ist (allerdings darf der Transistor natürlich dem keine Energie
entnehmen, also mit Spannungen < 0,5 V arbeiten).
Gast #2195601
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An den bisherigen Betrachtungen kann einiges nicht stimmen:
- ist er Transistor ein NPN, dann ist bei offenem Eingang die LED aus 
und auch aus, wenn ein OC-Ausgang an den 10k angeschlossen wird. Also 
nutzlos, weil immer ausgeschaltet.
- ist es der genannte PNP MMBT3906, dann liegt dessen E an GND und der C 
an VCC - sehr unüblich bei einem PNP. Zumindest ist diese Art der 
Beschaltung dem Foto zu entnehmen - die B ist vorne links, der E rechts 
und der C hinten.

Es könnte also sein:
- der OC-Treiber ist ein PNP-Typ und zieht nach +17V und nicht nach GND, 
der gesuchte Transistor ist dann NPN.
- der Transistor ist ein NPN und wird nicht, wie angegeben gegen GND 
gesteuert, sondern gegen die 17V.
- der Transistor hat eine unübliche Belegung für einen SMD-Transistor 
und es ist ein PNP. Hier wüsste ich jetzt aber nicht, wie man ihn 
ausschaltet - außer der OC-Treiber zieht, wie schon oben, gegen +17V.
- die Versorgungsspannung ist umgekehrt gepolt und nicht wie es der TO 
gezeichnet hat: sein GND ist also positiv gegenüber den bezeichneten 
+17V.

Das gesuchte C hat möglicherweise nur eine filternde Wirkung, falls das 
Ansteuersignal 'flattern' sollte. Als Zeitglied ist es hier ziemlich 
nutzlos, denn er hängt direkt zwischen B und E des Transistors und 
bereits sehr kleine Spannungsänderungen von UBE bringen den Transistor 
von Ein nach Aus bzw. umgekehrt. Für ein merkliches Zeitverhalten (für 
das Auge) müsste das C viele hundert µF haben - dafür ist aber die 
Bauform zu klein.
OP #2195673
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Jetzt wo ich nochmal drüber nachdenke fällt mir auf, dass an der 
Schatung die ich gezeichnet habe was Grundlegend nicht stimmt!

Die Leds haben einen gemeinsamen GND der mit OC geschalten wird.
Bei der Fernlicht LED ist der PLUSPOL durch den Transistor unterbrochen! 
Und durch eine weitere OC-Schaltung bekommt der Transistor Masse auf die 
Basis und schaltet durch!
Ich überleg mir das echt immer 5 mal und trotzdem vertue ich mich jedes 
mal bei den Schaltungen...

Die neue Schaltung im Anhang müsste stimmen!


Wenn ich beim Durchmessen der Dioden aber keinen totalen Blödsinn 
gemacht habe (und ein Freund von mir ebenso) müsste es ein PNP Typ sein. 
Von C nach B und von E nach B messe ich jeweils einen Spannungsabfall 
von rund 700mV mit dem Durchgangsprüfer. Die Kathode immer bei der Basis 
(Schwarzes Messkabel) Siehe: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Transistor-diode-npn-pnp.svg
Angehängte Dateien:
Gast #2195695
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Ja!
So ist das Ganze sinnvoll.
Der Transistor kann ein fast beliebiger PNP-Kleinsignaltransistor sein.
Der Kondensator ist unkritisch, probiere einfach mal 100nF.

Waren meine Zweifel oben doch berechtigt :-)
Gast #2195859
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Yalu X. schrieb:
> Weil du oben etwas von 50 bis 200mA schriebst:

Die Schaltung mit den 1k5 Vorwiderstand und der LED an 17V würde aber 
nur rund 10mA Strom aufnehmen.
Obwohl der in der Originalschaltung vermutete MMBT3906 200mA kann, ist 
wegen des 10k-Basisvorwiderstandes kaum davon auszugehen, dass viel mehr 
als 50mA für den Verbraucher vorgesehen waren.
Moderator #2195876
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HildeK schrieb:
> Obwohl der in der Originalschaltung vermutete MMBT3906 200mA kann, ist
> wegen des 10k-Basisvorwiderstandes kaum davon auszugehen, dass viel mehr
> als 50mA für den Verbraucher vorgesehen waren.

Schon richtig. Aber vielleicht möchte Georg, wenn er erst einmal auf den
Geschmack gekommen ist, mehr als ein paar LEDs schalten. Ich könnte mir
vorstellen, das bspw. so ein "Rauch"erzeuger für Dampfloks schon etwas
mehr Strom zieht. Den Basiswiderstand muss man dann natürlich ggf. etwas
verringern.
OP #2195893
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Also mehr als 100mA brauche ich sicher nicht. Ich will die Schaltung 
rein fürs Licht verwenden, und da nehme ich im Normalfall für jede LED 
mindestens 4,7kOhm als Vorwiderstand... also 3,6mA pro LED.

Die 1,5kOhm Widerstände die in der Lok standardmäßig verbaut sind habe 
ich heute übrigens gegen jeweils 10kOhm getauscht. Das ist immernoch 
hell genug. ;)
OP #2196812
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Noch eine kurze Anschlussfrage zur Transistorauswahl:

Wo genau besteht der Unterschied zwischen dem MMBT3906 und dem PMST3906 
(Datenblatt: http://www.s-manuals.com/smd-files/pdf/p/pmst3906_n.pdf )

Aus den Datenblättern scheinen sich die nicht wirklich zu unterscheiden. 
Was die Kürzel vor dem 3906 bedeuten kann ich irgendwie nirgends finden.

Vom zweiteren hätte ich auf einer Platine nämlich haufenweise die ich 
auslöten könnte.

mfg Georg

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