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Forum: HF, Funk und Felder Radio umstimmen.


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von Basti (Gast)


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Hallo an alle,

ich habe in meine Grabbelbos zu Hause ein altes Radio gefunden. 
Ausgelegt für den standart FM 87.5 - 107.9 MHZ Empfang und AM ( wo das 
Band liegt hab ich vergessen :-D). Nun frag ich mich, ob ich das Radio 
so umstimmen kann, dass man dann den Flugverkehr hört? Der sollte ja auf 
108 - 136.9875 MHz liegen.

Grüße Basti

: Gesperrt durch Moderator
von Basti (Gast)


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Ich denke mal ich muss den AM empfangsteil verändern, da Flugfunk auf Am 
sendet, oder?

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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Hi,

Für FM:
bei den analogen (mit Drehko) kannst an den 4 Schrauben des DrehKos den 
Bereich etwas verschieben. Wie weit, weiss ich nicht, aber ein paar MHz 
sind es schon.

Einfach mal nen Sender auf 104-106 einstellen, dann an den Schrauben 
(wenig) kurbeln und schauen, wo der Sender dann ist.

Hat der ne PLL, kannst die Frequenz ev. daraus ableiten.

Dein AM Teil wird wohl nur eine ZF auf 455kHz haben, und der ganze 
Empfangsteil ist natürlich nicht auf das Band von FM ausgelegt (10.7MHz, 
455kHz). Vielleicht kann man da was auskoppeln und in den AM Demod 
einspeisen, das weiss ich aber nciht, dazu bin ich zu lange aus dem 
Thema raus :-)

von Basti (Gast)


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Bestimmt, das sind ist ein alter Phillips Walkman. mindestens 15 Jahre 
alt :-D. Ich denke die Idee der Minimierung der Phasenabweichung gab es 
damals schon.

von oszi40 (Gast)


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Die Baustelle wird wohl etwas größer werden,
1.Da die Bandbreite Deines UKW-Teils nicht mit der Bandbreite des 
Flugfunks übereinstimmt.
2.Um den UKW-Oszillator zu verstimmen reicht schon eine verbogene Spule, 
(die Du nie wieder ohne Messmittel in den Urzustand bekommen wirst).
3.Nur der Versuch macht klug. Sei nicht trauig wenn das Gerät hinterher 
in die Tonne fliegt.

von Basti (Gast)


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Ach schade. Ist es denn Möglich sich sowas selbst zu bauen. Also ein 
Eingangsfilter, abstimmbar für den geforderten Frequenzbereich, und dann 
verstärken und das ganze als Geradeausempfänerg mit anschließender 
Demodulation?

von Lehrmann M. (ubimbo)


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Basti schrieb:
> Ach schade. Ist es denn Möglich sich sowas selbst zu bauen. Also ein
> Eingangsfilter, abstimmbar für den geforderten Frequenzbereich, und dann
> verstärken und das ganze als Geradeausempfänerg mit anschließender
> Demodulation?

Also wenn du schon unbedingt illegal Flugfunk hören möchtest, dann geh 
auf Ebay und kauf dir einen sog. Scanner. Die gehen gebraucht bei <50€ 
los und mit denen hast du mächtig Spaß sogar in annehmbarer Qualität.

Ich weise nochmals darauf hin, dass das hören von Flugfunk dir nicht 
gestattet ist - es sei denn du hast ein berechtigtes Interesse daran. 
Ein berechtigtes Interesse daran hast du in den seltensten Fällen. Nur 
um dir mal näher zu bringen was berechtigtes Interesse bedeutet, oder 
auch nicht. Ein Flugschüler der zum Training (Verständniss) Flugfunk 
gehört hat, wurde verurteilt. Ob es nun jemanden interessiert, ob du als 
Privatmensch Flugfunk hörst oder nicht, das ist eine andere Baustelle - 
legal ist es trotzdem nicht.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Manchmal kann man den Feldstärkeausgang eines FM-ICs als 
AM-Detektorausgang benutzen, das wäre eine einfache Lösung.

von oszi40 (Gast)


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1...wenn Du schon mal mitgeflogen bist, wirst Du feststellen, daß es 
kaum interessantes zu hören gibt. Aufwand > Nutzen.
2.Wiki lesen ist nicht verboten.

von Jens G. (jensig)


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So ein Ding auf Flugfunk umzubauen, wird eigentlich nix mit einfachen 
Mitteln. Wenn der Eingangsteil nicht gerade ein PLL-Tuner ist, dann 
liese sich aber der Tuner durchaus noch auf das Flugband umstimmen. Aber 
die nachfolgende ZF-Stufe ist für FM gemacht, nicht AM 
(Begrenzerverstärker). Der Demodulator ebenso.
Was Du aber machen könntest (für normale über Dreko abgestimmte Tuner):
Tuner auf das Flugband abstimmen, Oszi des Tuners auf ZF=455kHz 
abstimmen, und dann ZF-Ausgang an ZF-Eingang des AM-ZF-Teil anklemmen. 
Ergebnis: Du wirst zwar sicherlich den Flugfunk ganz gut empfangen 
können, aber der Spiegelfrequenzempfang wird ebenfalls spitze sein. Du 
kannst also zwei unterschliedliche Frequenzen im Abstand 2*ZF (910kHz) 
gleichzeitig mit einer Einstellung empfangen.

Oder andere Variante: Tuner auf Flugfunk abstimmen, und dessen 
ZF-Ausgang auf dem AM-Antenneneingang klemmen. AM-Teil auf 10,7MHz 
einstellen. Du empfängst mit dem AM-Teil also die FM-ZF des FM-Tuner. 
Das ist aber meistens nicht machbar, weil AM- und FM-Dreko meistens in 
einem einzigen Dreko auf derselben Achse vereinigt sind. Workaround: 
AM-Dreko abklemmen, und dort stattdessen mittels C-Trimmer auf die 
10,7MHz einstellen.

Das wären mal so die allgemeinen Schritte, die nötig wären. Inwieweit 
sich dies mit deinem Exemplar umsetzen läßt, sei jetzt mal 
dahingestellt.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Jens G. schrieb:
> Oder andere Variante: Tuner auf Flugfunk abstimmen, und dessen
> ZF-Ausgang auf dem AM-Antenneneingang klemmen. AM-Teil auf 10,7MHz
> einstellen. Du empfängst mit dem AM-Teil also die FM-ZF des FM-Tuner.
> Das ist aber meistens nicht machbar, weil AM- und FM-Dreko meistens in
> einem einzigen Dreko auf derselben Achse vereinigt sind. Workaround:
> AM-Dreko abklemmen, und dort stattdessen mittels C-Trimmer auf die
> 10,7MHz einstellen.

Das kanst du Haken

Der 10,7MHz ZF Verstärker ist ein Begrenzerverstärker und macht die AM 
platt.

Lediglich ein Geregelter 10,7MHz-ZF Verstärker böte die Möglichkeit das 
Gainsignal für die Verstärkungsregelung abzugreifen. das währe dann 
schon das fertige NF-Signal.

Namaste

von Rolf (Gast)


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> jediglich ein Geregelter 10,7MHz-ZF Verstärker böte die Möglichkeit
a)Das wäre bei 200 kHz ZF-Bandbreite nicht so ganz toll.
b)Eine Rauschsperre wäre nützlich.

von oooo (Gast)


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Absolut schleierhaft, warum man Flugfunk abhören verboten hat. Immerhin 
sind Funkwellen ja nichts anderes als eine herumwabbelnde Eigenschaft 
des Raumes, genau wie Schall, warum also sollte es verboten sein, diese 
zu messen und für sich hörbar darzustellen?

(Ich weiss, dass es verboten ist, finde bloss das Verbot völlig 
daneben.)

von Jens G. (jensig)


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Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)

>Das kanst du Haken

>Der 10,7MHz ZF Verstärker ist ein Begrenzerverstärker und macht die AM
>platt.

Wieso - irgendwie haste meinen Text mißverstanden. Den FM-ZF-Verstärker 
soll er ja auch gar nicht nutzen.
Er soll ja den ZF-Ausgang des Tuners nehmen, nicht irgendeinen 
ZF-Ausgang des FM-ZF-Verstärkers ...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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aja das ist was anderes

von W.S. (Gast)


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Vergiß das Projekt. Für den Flugfunk müßtest du auf ca. 10 kHz genau 
abstimmen und das geht mit nem einfachen "Daumenrändelrad"-Drehko nicht. 
Ist viel zu grobfühlig. Abgesehen davon müßtest du sowohl den 
Abstimmbereich der Vorstufen als auch den des 1.Oszillators sehr viel 
weiter ziehen, als es die Trimmer am Drehko zulassen, weswegen 
Neuwickeln der Spulen angesagt ist. Kannst es dir ja mal ausrechnen: von 
108 nach 137 MHz ist Faktor 1.27, das Ganze ins Quadrat ist 1.61 und der 
Kehrwert ist 0.62. Also müßtest du die Windungszahl (pi mal 
Fensterkreuz) deiner Spulen auf rund 60% ihrer derzeitigen Anzahl 
reduzieren. Und das ohne ausreichende Meßmittel? O ha.

Abgesehen davon habe ich ähnliche moralische Grundsatzbedenken gegen 
sowas wie Abhörverbote. Die Radiowellen sind kosmische Öffentlichkeit, 
genauso wie das Licht - und im Prinzip ist das das Gleiche wie der Markt 
in unserer Stadt: Öffentlichkeit. Wenn jemand seine Geheimnisse lauthals 
quer über den Marktplatz schreit und zugleich von den Bürgern fordert, 
daß sie sich ihre Ohren zuhalten müssen, um diese Geheimnisse nicht zu 
hören, dann ist das zwar mit hinreichendem Aufgebot von Polizisten 
durchsetzbar, aber es ist TROTZDEM verwerflich. Nun halte ich es 
moralisch und praktisch durchaus für gerechtfertigt, nicht jedem zu 
erlauben, quer über den Marktplatz zu brüllen, also das SENDEN zu 
reglementieren, aber dem Volk das HÖREN verbieten zu wollen, ist 
unmoralisch und wer seine Geheimnisse hüten will, darf sie nicht über 
den Marktplatz brüllen - oder er muß es auf seine Kosten in einer 
unverstehbaren Sprache tun.

So. Ich habe gesprochen.

W.S.

von 121.5 (Gast)


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Und wer mal reinhören will (und natürlich gerade in einem Land ist wo 
diese Tätigkeit erlaubt ist) sollte auf http://www.liveatc.net/ 
vorbeischauen.

oszi40 schrieb:
> 1...wenn Du schon mal mitgeflogen bist, wirst Du feststellen, daß es
> kaum interessantes zu hören gibt. Aufwand > Nutzen.
Stimmt schon, auf Dauer wirds schnell langweilig.

Und bevor einer schreit, in dem Land wo ich bin ist das meines Wissens 
legal.

von Carsten S. (dg3ycs)


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121.5 schrieb:
> Und wer mal reinhören will (und natürlich gerade in einem Land ist wo
> diese Tätigkeit erlaubt ist) sollte auf http://www.liveatc.net/
> vorbeischauen.
>
> oszi40 schrieb:
>> 1...wenn Du schon mal mitgeflogen bist, wirst Du feststellen, daß es
>> kaum interessantes zu hören gibt. Aufwand > Nutzen.
> Stimmt schon, auf Dauer wirds schnell langweilig.
>
> Und bevor einer schreit, in dem Land wo ich bin ist das meines Wissens
> legal.

Wo DU dich aufhälst ist bei dem "mithören" über diese Webseiten nach 
deutschen Recht egal... Es ist entscheident wo der "EMPFÄNGER" steht.
Wobei es natürlich recht unwahrscheinlich ist das ein Kanadischer Bürger 
der sich von seinem heimatlichen PC aus den mitschnitt eines in 
deutschland stehenden Scanners anhört belangt werden wird...

Wenn der Empfänger aber in einem LAnd steht wo das mithören des 
Flugfunks für unbeteiligte Legal ist, dann darf das auch der 
Internetsurfer in DL...

Das Verbot den Flugfunk mitzuhören halte ich übrigends -fernab aller 
Grundsatzdiskussionen- für absolut überflüssig. Es wird absolut nichts 
übertragen dessen Kentniss dritten zum Nachteil werden würde.
Wobei nicht jede Flugfunk Aussendung "tabu" ist. Es gibt im Flugfunk ja 
auch Aussendungen "an Alle" Diese darf man auswerten.
(Wetterschleifen und auch Transpondersignale)

Mit dem Mithören ist es in DL schlicht so:
Die ganze Frage was man Empfangen darf und was nicht wird hier 
ABSCHLIEßEND im §89 TKG geregelt.
> Mit einer Funkanlage dürfen nur Nachrichten, die für den Betreiber der
> Funkanlage, Funkamateure im Sinne des Gesetzes über den Amateurfunk vom
> 23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1494), die Allgemeinheit oder einen
> unbestimmten Personenkreis bestimmt sind, abgehört werden.
> ...

Es wird also NICHT unterschieden ob es sich bei dem Abgehörten jetzt um 
Flugfunk, Taxifunk oder aber BOS Funk handelt. Es wird -mit Ausnahme des 
Amateurfunks- lediglich gefragt AN WEN die Sendung gerichtet ist.
Rundfunk gilt z.B. als "an die Allgemeinheit"
Alle Sendungen die nicht unter die oben zitierten Kriterien fallen sind 
damit vom Abhörverbot betroffen. Wenn man doch mithört, so verstösst man 
gegen diese REgelung und wird ggf. wegen Verstoss gegen den §89 TKG 
verurteilt. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob es nun der 
Betriebsfunk des Klempners, Flugfunk oder aber Polizeifunk war.
(Wobei wie schon geschrieben teile des Flugfunks nicht unter das Verbt 
fallen das diese ja als "transponder/Baken" im gegensatz zum Sprechfunk 
-der ja immer von Tower an bestimmte Maschinen und umgekehrt geht - an 
einen unebstimmten Empfängerkreis gerichtet sind)

Aber zum eigendlichen Thema:
Bei älteren "größeren" Radios ist es durchaus möglich den Empfänger so 
zu modifizieren das man damit auch andere Dinge empfangen kann. Sowohl 
für den Empfang im BOS Band knapp unterhalb des Radiobandes mit seinen 
nur maximal 4Khz FM Hub (UKW Radio max. 75KHZ!) als auch für das 
Flugfunkband mit 85% Modulationsgrad in AM geht das sogar mit guten 
Resultaten. Sogar eine Rauschsperre lässt sich nachrüsten. Beides habe 
ich am Anfang meiner HF Karriere (Liebe Strafverfolgungsbehörden: also 
vor sehr langer Zeit >>1Dekade) als Mittelstufenschüler mehrfach 
erfolgreich getan. Allerdings habe ich vorher bei versuchen auch einige 
Radios zerstört und eine menge Gedult aufbringen müssen nis ich das 
Wissen dazu erarbeitet habe.

Eine der wichtigsten Vorraussetzungen dafür ist aber das man ein Gerät 
hat wo wirklich alle Stufen und Filter diskret und hochwertig aufgebaut 
sind. Möglichst ohne irgendeinen integrierten Schaltkreis. Eine 
feinfühlige große Skala für die Abstimmung ist ebenfalls sehr zu 
empfehlen, sonst kann man die genau abstimmung gleich vergessen. Die 
Modifikation für BOS ist einfacher als für Flugfunk!
Beides ist aber heute nur noch als -nicht ganz legales- interessantes 
Lernprojekt für Einsteiger zur Erfahrungssammlung relevant. Wer wirklich 
nur das Ergebniss -das mithören können- haben will der soll sich für ab 
30 Euro bei Ebay einen Scanner kaufen. (Aber bloß keinen 
"Multibandempfänger, die sind ganu so aufgebaut wie ein BILLIGES 
komplett analoges Radio nur mit größerem Freqeunzbereich = 
rausgeschmissenes Geld)

Diese großen hochwertigen Radios - Röhrenempfänger sind prima, aber auch 
rein Analoge Receiver als Baustein für Paps erste gute HIFI Anlage sind 
OK, kann man in eigendlich jeder Stufe modifizieren. der erste Schritt 
ist die erweiterung/veränderung des Frequenzbereiches, teilweise reicht 
es die richigen Spulen zu finden, sind Kompaktdrehkos verbaut haben die 
auch oft die besagten 4 Trimmer. Notfalls muss dann ein Festkondensator 
getauscht werden. (Für BOS reicht i.dR. einfaches Umstimmen, für 
Flugfunk meine ich- bin mich nicht mehr sicher- habe ich einfach einen 
Kondensator getauscht...). Durch den diskreten Aufbau lassen sich ja die 
Filter in ihren Eigenschaften verändern. Es ist so durchaus möglich die 
Bandbreite deutlich zu reduzieren! Auch beim FM Demodulator die bei 
älteren Radios allesamt entweder als Phasendiskriminator oder aber als 
Ratiodetektor ausgeführt waren und so mit hilfe eines Schwingkreises 
welcher auf ein Seitenband der ZF abgestimmt war aus der FM eine 
Proportionale AM machten konnte das Ausgangssignal in richtung "höherer 
Modulationsindex" verschoben werden so das deutlich weniger Hub für ein 
Lautes Signal ausreichte. Hinsichtlich AM konnte man bei vielen Geräten 
den Diskriminator einfach so lassen wie er ist, denn wenn man bereits 
ein AM Moduliertes Signal draufgab, kam hinten ebenfalls ein AM Signal 
raus. Hatte aber auch mal das dies nicht ging und ich den ganzen 
Schaltungszug einfach mit einem Draht überbrückt habe.

Allerdings ist es bei FM wie oben angedeutet ja so, das es der Große 
Vorteil ist das die Amplitude für das Signal überhaupt keine Rolle 
spielt. Was bedeutet das Funkstörungen welche sich meistens als 
Amplitudenverändernd auswirken einfach ausgefiltert werdne können. Dazu 
verstärkt man das Signal bis in die Begrenzung so das am Diskriminator 
ein Signal mit kosntantem Pegel anliegt. (jede Pegeländerung würde -je 
nach Demodulationsschaltung- ebenfalls als TON hörbar.)
Dis ist aber der Tod jeder AM! Deshalb ist es unebdingt nötig gewesen 
für Flugfunk die Verstärkung auf ein Maß unterhalb jeder Begrenzung zu 
reduzieren.

Die Idee für meine erste NAchgerüsteete Rauschsperre kam mir beim 
Anblick des magischen Auges im Röhrenradio dessen Ausschlag deutlich 
zunahm wenn ein Signal kam. Die erste Schaltung war eine Transistorstufe 
(sehr hochohmig! Bei Röhrenrsdios WICHTIG) die ein RElais steuerte. Das 
war die Lösung nach vier JAhren KOSMOS Baukasten mit 12 Jahren...
Beim Umstieg von dem Röhrenradio (das beim dauerbetrieb etwas muffig 
roch)auf ein Transistorisiertes NAchfolgemodell (Tatsächlich von meinen 
Großeltern in den 60ern als Ersatz für das erste von mir verwendete 
Röhrengerät beschafft) habe ich dann auch schon gewusst was die AGC 
Spannung ist und die Relaisstufe durch einen mit OP741 aufgebauten 
Komparator ergänzt was eine gute Regelung ermöglichte und auch 
ausreichend Hochohmig war. Als es bei mir mit Logik-ICs losging kam mir 
dann die Idee das mit einem als Analogschalter zweckentfremdeten 4051 
anstelle des Relais zu regeln.

Insgesamt habe ich damals bestimmt 20 Radios auf BOS umgebaut und vier 
oder fünf auf Flugfunk. Alles nur mit wissen aus Büchern -größtenteils 
aus der Bücherrei- und Nachfragen beim Radio- und Fernsehhändler der 
immer gerne Auskunft gab. An Ausstattung ahtte ich Anfangs nur einen 
Baumarktlötkolben und ein heute noch immer im Einsatz befindliches DMM 
von Conrad das ich zu meinem 12en Geburtstag bekommen habe.
Für mein erstes umgebautes Radio habe ich bestimmt eine Woche gebracuht 
bis es ordentlich lief - noch ohne RSP.

Das letzte Radio -kurz vor meiner AFU Prüfung, also mit ca. 15 Jahren 
umgebaut- war nach 10 minuten Abgeglichen und weitere 30minuten Später 
war  ein Kontaktpunkt für die AGC gefunden und die RSP aufgebaut.

In dem Jahr kamen dann auch die ersten wirklich günstigen Scanner auf. 
10Kanäle tragbar für 45DM mit deutlich besserem Empfang, da hatte sich 
das Radio umbauen erledigt.

Jetzt habe ich seit über zehn Jahren offiziell Zugang zur BOS 
Funktechnik und bestimmt genausolang das interesse an dem "illegalen 
Mithören" verloren. Als Kind/Jugendlicher war es definitv interessant, 
besonders in der ersten Zeit. Der Reiz des MAchbaren kam noch dazu. Nach 
ein paar Jahren ist es aber nur noch langweilig und man hört lieber 
Musik ohne ständig nervige rauschende unterbrechungen im Hintergrund zu 
haben. Trotz unbeschränktem Zugang zu richtigen Geräten bleiben die aus 
solange ich die nicht dienstlich brauche. Und vom REiz an de rTechnik 
kann beileibe keine Rede mehr sein...

Also um es zusammenzufassen:
Es ist definitv Möglich hochwertige ältere Radios auf andere Bänder 
umzubauen. Auf BOS ist es sogar sehr Einfach und wurde tausende maöe 
gemacht. Wahrscheinlich hatte damals mindestens jeder zweite Radio- und 
Fernsehtechniker oder Funkamateru sowie sehr viele sonstige Elektroniker 
zumindest zeitweise so ein GErät daheim -halt bis man die Lust daran 
verloren hat, was bei den meisten wohl irgendwann eingetreten ist.

Ein Umbau auf Flugfunk wie von dir gefragt ist definitv auch möglich - 
erfordert aber etwas mehr Energie wegen des größeren Abstands und der AM 
Modulation. Beides geht auch ohne ach so spezielle Messtechnik - Es ist 
nicht einmal ein Skope nötig. Selbt nur mit Multimeter und 
Schraubendreher aus Stahl kommt man zum Ziel, es dauert halt nur 
deutlich länger.

Auf jeden Fall erfordert es aber geeignetes Ausgangsmaterial, also ein 
großzügig und hochwertig rein Analog aufgebautes Gerät möglichst ohne 
integrierte Schaltkreise mit fest vorgegebenen Parametern.

Bei Kleinstgeräten ist ein Umbau technisch sicher möglich, meine 
damalige Erfahrung war arber das diese im Betrieb selbst bei dem 
einfachen Umbau auf BOS überhaupt keinen Spass machten. Die Filter waren 
nur mäßig, die einstellungsmöglichkeit viel zu grob. Wirklich 
Frequenzstabil waren die auch nicht. Auch konnte man bei weitem nicht an 
allen Stufen etwas drehen. Wenn aber schon der Umabu auf BOS kaum Sinn 
macht, dann kannst du Umbau auf Flugfunk gleich vergessen.
Das gilt leider auch für die ganzen Walkman-Radios wie du eins hast.

DAHER: Geht es dir in erster Linie ums Lernen im bereich TEchnik bzw. 
Spass an der sache so einen Umbau durchzuführen dann vergiss das mit dem 
Walkman und schaue zu ob du ein altes "großes" Radio bekommst (70er 
Jahre und früher). Quellen wären der Keller der Verwandschaft, 
Sperrmüll, Elektronikschrott oder Fragen bei Radio- und TV 
Fachgeschäften welche noch richtigen Service anbieten und schon Jahre 
bestehen, möglichst in den selben GEschäftsräumen mit großem Keller. 
Flohmarkt oder Ebay ist auch denkbar.
Aber Finger weg von allem mit digitaler Einstellung oder wo zu vermuten 
ist das das Radiomodul nur klein gequetscht ist. Auch die frühen -rein 
analogen- Kompaktanlagen kannst du vergessen (spätere sowieso).
Frühe Kofferradios bin in die erste hälfte der 80er Jahre sind meist OK, 
spätere oft weniger geeignet.

Willst du hören kaufe die einen einfachen Scanner -musst nur darauf 
achten das der auch den Flugfunkbereich in AM hat. Das haben nicht alle.

Gruß
Carsten

von 121.5 (Gast)


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Carsten Sch. schrieb:
> Wo DU dich aufhälst ist bei dem "mithören" über diese Webseiten nach
> deutschen Recht egal... Es ist entscheident wo der "EMPFÄNGER" steht.
> Wobei es natürlich recht unwahrscheinlich ist das ein Kanadischer Bürger
> der sich von seinem heimatlichen PC aus den mitschnitt eines in
> deutschland stehenden Scanners anhört belangt werden wird...
>
> Wenn der Empfänger aber in einem LAnd steht wo das mithören des
> Flugfunks für unbeteiligte Legal ist, dann darf das auch der
> Internetsurfer in DL...

Ach guck an... Ich nehme mal an alle Scanner dieser Webseite stehen in 
Ländern wo das legal ist, somit gibt es für Leute in D keine Probleme. 
Auch gut.

PS: 121.5 Mhz ist übrigens die Notrufrequenz.

von Illegaler ;-) ? (Gast)


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Hallo,

nur mal so ne' Meinung (oder ehr ein Kommentar) :

Wer hat noch nie falsch geparkt ?
Noch nie bei rot über die Straße gelaufen ?
Müll "zufällig" in die falsche Tonne entsorgt ?
usw. usw.

Also wenn es dich wirklich interessiert, kauf dir einen preiswerten 
Scanner und hör einfach zu, solange du das nicht öffentlich machst wird 
kein Hahn danach krähen.
Ausserdem gibt es auch den Ansatz das der wer sein Funkverkehr schützen 
will für eine Verschlüsselung sorgen soll, nicht umsonst ist das GSM 
(D-Netz) bis jetzt an der "Luftschnittstelle" sehr schwer abhörbar.

mfg
     Illegaler ;-) ?

von lost hope (Gast)


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Hmm da hab ich bei Kipkay auf Youtube doch mal exakt das gesehen, was du 
willst. Such mal nach Radio hack kipkay oder so. Ich schaue auch mal.

von lost hope (Gast)


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Da, ich wusste doch, das ich sowas schonmal gesehen habe: 
Youtube-Video "Weekend Project: Aircraft Band Receiver"

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Das Video scheint ein Fake zu sein.
Den Flugfunk hat man über einen anderen Empfänger eingespielt.
Das Hört man schon an die Tonlage von dem FM Rauschen des Radios zu dem 
Sprechfunkklang des externen Empfängers.
das Rauschen des Radios klingt Hell während der Sprechfunk extrem 
Dunkler (Schmalbandiger)klingt.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Michael M. schrieb:
> Das Video scheint ein Fake zu sein.
> Den Flugfunk hat man über einen anderen Empfänger eingespielt.
> Das Hört man schon an die Tonlage von dem FM Rauschen des Radios zu dem
> Sprechfunkklang des externen Empfängers.
> das Rauschen des Radios klingt Hell während der Sprechfunk extrem
> Dunkler (Schmalbandiger)klingt.

GENAU DAS habe ich auch gedacht.
Das vorgehen ist prinzipiell so -abhängig vom genauen Aufbau- richtig.
Aber bezogen auf das im Film gezeigte Gerät definitiv ein Fake.
So verstellt er ja den Frequenzbereich mit der Spule erkennbar nur um 
1-2 MHz. (Der vorher auf 107,xMHz liegende Sender liegt dann immer noch 
deutlich vor der 104Mhz markierung...)
Ein verstellen der Trimm-Cs auf dem Drehko hätte mehr gebracht, zu 
erreichen wird die notwendige änderng des Verstimmbereiches nur sein 
wenn man BEIDES modifiziert.

Zudem hört man ganz zu Anfang des "Realtests" zum Schluss das es ganz 
deutlich unbeeindruckt weiterrauscht während das andere Signal 
eingespielt wird...

Wenn man jetzt noch weiß das der Flugfunkbereich zwischen 108-132 MHz 
zweigeteilt ist und der untere Bereich nur für Funknavigation 
automatische Transponder usw verwendet wird, der Sprechfunkbereich also 
erst bei ca. 120Mhz LOSgeht (was wohl weltweit einheitlich sein wird) 
und nicht selten die Frequenzen für Luft-Boden deutlich näher an 130 als 
an 120Mhz liegen, dann wird ganz klar das eine solche geringe 
Verstimmung keinesfalls ausreicht. Um es richtig hinzubekommen müsste 
ein sender der vorher bei Einstellung 107,8 liegt schon eher im Bereich 
unter 90Mhz auf der Skala nach der Umstimmung liegen. Ohne Bauteiltausch 
nur selten zu erreichen.
Eine Verkleinerung der Impedanz einer Spule (Auch das auseinanderdrücken 
ist eine solche, wenn auch deutlich geringer als die reduzierung der 
Windungen) verschiebt einerseits die Resonanzfrequenz nach oben, 
andererseits verändert sich das verhältniss Drehko/Spule, was einen 
insgesamt größeren Abstimmbereich zur Folge hat. Allerdings nimmt man 
damit zumindest in TEilbereichen eine geringere Güte in Kauf wenn das 
verhältniss L zu C zu sehr im Ungleichgewicht ist.

Dazu kommt das aufgrund der sehr breiten Bandbreite die hier ja nicht 
verändert wird und der durch den direkten Drehkoantrieb mit kleinem 
Tuningrädchen das Flugfunksignal sehr leise sein würde und schon 
Gradbruchteile über die richtige Position entscheiden. Einfach mal so 
etwas über 108Mhz drehen und sofort etwas laut zu hören kommt einem 
sechser im Lotto gleich. In der realität ohne Messender wird man wohl 
eher stundenlang vorsichtig rauf und runter drehen bis man zufällig 
genau die richtige Stelle zur richtigen Zeit (funkspruch) hat.
Wobei man in unmittelbarer Nähe eines Verkehrsfluhafens es noch etwas 
besser hat, da dort in der Regel auf einer anderen Freqeunz eine 
Wetterdurchsage endlos durchläuft.

Gruß
Carsten

von Günther N. (guenti)


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Michael M. schrieb:
> Das Video scheint ein Fake zu sein.

Das scheint mir auch .Mit so einer primitiven Wegwerfgurke von "Radio" 
Flugfunk zu emfangen halte ich nur mit dem bischen Spulenverbiegen für 
unmöglich.Flugfunk wird ausserdem nur in der Modulationsart AM 
betrieben.Ich hab zwar schon mal ein Stereo-Radio zum Empfang des 
BOS-Bereiches umgestimmt,das ging problemlos(BOS ist ja leicht unterhalb 
von UKW).Da BOS in Schmalband-FM läuft war das kein Problem,allerdings 
musste die Mute-Funktion unbedingt benutzt werden,das Rauschen in den 
Sendepausen war sonst unheimlich laut.Ob ein reiner FM-Empfänger 
eventuell auch AM demoduliert hab ich nocht getestet.Ein schmalbandiger 
AM-Flugfunkempfänger russischer Bauart (R 801 )kann aber auch 
komischerweise Schmalband-FM demodulieren.Mit dieser Technik hatte ich 
im Grundwehrdienst in der NVA zu tun(Nachrichtenwerkstatt).Taxifunk von 
(damals)Westberlin belauschen war da absolut kein Problem.Die russischen 
Geräte waren von 100 bis 150 Mhz abstimmbar.UKW-Rundfunk im Bereich 
100-104 Mhz war problemlos zu empfangen-In der DDR ging damals UKW nur 
bis 100 Mhz,später bis 104 und noch später bis 108 Mhz.

von B e r n d W. (smiley46)


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>Weekend Project: Aircraft Band Receiver

Die Sprechfunk Frequenzen befinden sich zwischen 118 und 137 MHz.
Der verstellt das eher, bis sich die Spiegelfrequenz zwischen 128 und 
134 abstimmen läßt. Wahrscheinlich sendet dort sein Tower.

Dann stellt er den Ratio Detektor (Blechdose mit den zwei Dioden) 
anstatt auf minimales Rauschen auf das Maximum. Dadurch wird AM 
demoduliert.

Gruß, Bernd

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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B e r n d W. schrieb:
>>Weekend Project: Aircraft Band Receiver
>
> Die Sprechfunk Frequenzen befinden sich zwischen 118 und 137 MHz.
> Der verstellt das eher, bis sich die Spiegelfrequenz zwischen 128 und
> 134 abstimmen läßt. Wahrscheinlich sendet dort sein Tower.
>
> Dann stellt er den Ratio Detektor (Blechdose mit den zwei Dioden)
> anstatt auf minimales Rauschen auf das Maximum. Dadurch wird AM
> demoduliert.
>
> Gruß, Bernd

Das scheint gut möglichwenn der Oszillator 10,7 MHz oberhalb der 
emfangsfrequenz liegt  so hat er  98-118 MHZ und bekommt damit auch 
108-128 MHz

10 MHhz ziehen heist die spule solange dehnen bis der ortsender auf der 
Scala um 10 MHZ nach unten gewandert ist  sowiel muss aber gar nicht 
nötig sein wenn der Sprechfunk sich um die 120- 130 MHz abspielt 
brauchst du nur um ca 3-5 MHz umstimmen den Ballancedemodulator ( 
http://homepage.eircom.net/~ei9gq/bm.GIF ) zu vestimmen ist auch keine 
Kunst. Wenn du jetz noch die ZF Verstärkungsregelung lahm legst und 
damit die Begrenzung austrickst klappt das wahrscheinlich sogar.

von Horst-Egon (Gast)


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Das glaube ich jetzt mal nicht, daß Flugfunk mithören illegal ist. Was 
heißt auch illegal? Ordnungswidrigkeit oder Straftat?

Wenn ich zuhause mit dem Scanner ATIS abhöre ist das illegal, aber wenn 
ich zum Flugplatz fahre, mich in meine Mooney Bravo setze und ATIS höre 
ist das plötzlich legal? Wo ist da der rechtliche Unterschied?

BTW: in den USA kann jeder Air Band Radios kaufen (ich denke mal in DE 
auch). Die im Walkie-Talkie Format sind praktisch, denn wenn man in 
unbesiedeltem Gebiet ist, kann man auf 121.5 (die Notruffrequenz) einen 
Hilferuf an überfliegende Flugzeuge senden. Oder wenn man sich von einem 
Wasserflugzeug zur Jagd oder zum Fischen absetzen oder abholen läßt 
(Alaska), kann man mit dem Piloten kommunizieren.

IMHO wäre schon die Notrufmöglichkeit ein guter Grund eines zu besitzen, 
wenn man draußen unterwegs ist. Es gibt immer noch viele 
Mobilfunklöcher.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Horst-Egon schrieb:
> Das glaube ich jetzt mal nicht, daß Flugfunk mithören illegal ist. Was
> heißt auch illegal? Ordnungswidrigkeit oder Straftat?

Das habe ich weiter oben doch schon erklärt...
Das unberechtigte Mithören des Flugfunks wie z.B. der Kommunikation des 
Flugzeuges mit dem Tower ist durch den §89 TKG verboten.

http://bundesrecht.juris.de/tkg_2004/__89.html
ZITAT §89 TKG:
> Mit einer Funkanlage dürfen nur Nachrichten, die für den Betreiber der
> Funkanlage, Funkamateure im Sinne des Gesetzes über den Amateurfunk vom
> 23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1494), die Allgemeinheit oder einen
> unbestimmten Personenkreis bestimmt sind, abgehört werden...

Nichts davon trifft für dich auf dem Funkverkehr zwischen Piloten und 
Tower zu. Nicht einmal wenn du selbst ein Pilot bist der gerade auf der 
Frequenz unterwegs ist. Wobei natürlich da sich das Mithören nicht 
vermeiden lässt und gerade im Flugfunk auch "gerne" gesehen ist damit 
sich die Piloten ein besseres Bild von der Luflage machen können.
Gibt es bei anderen Funksystemen natürlich auch...

Daher geht es weiter:
ZITAT §89 TKG:
> Der Inhalt anderer als in Satz 1 genannter Nachrichten sowie die
> Tatsache ihres Empfangs dürfen, auch wenn der Empfang unbeabsichtigt
> geschieht, auch von Personen, für die eine Pflicht zur Geheimhaltung
> nicht schon nach § 88 besteht, anderen nicht mitgeteilt werden.

Daher rührt das Verbot. Wie gesagt, es spielt keine Rolle ob es 
Polizeifunk, Feuerwehrfunk, Taxifunk, Klmpnerfunk, Flugfunk, Seefunk 
oder das Babyphone des NAchbarn ist. Was nicht für dich oder 
ausdrücklich für die allgemeinheit bestimmt ist darfst du nicht abhören 
-PUNKT-
Einzig der Amateurfunk ist davon Ausdrücklich ausgenommen.

NAtürlich stellt ein Verbot noch keine Grundlage für eine Bestrafung da, 
deshalb ist gibt es eine explizite Strafvorschrift, diese ist der §148 
TKG
http://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2004/__148.html

ZITAT §148 TKG:
> (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird
> bestraft, wer 1.entgegen § 89 Satz 1 oder 2 eine Nachricht abhört oder
> den Inhalt einer Nachricht oder die Tatsache ihres Empfangs einem
> anderen mitteilt oder ....
(Hier wird es irrelevant,da geht es dann um Wanzen...)

Da bis zu zwei JAhre Haft angedroht sind ist damit auch die Frage 
Straftat oder OWI geklärt: Es handelt sich um ein "Vergehen" also eine 
(leichtere) Straftat!

Horst-Egon schrieb:
> Wenn ich zuhause mit dem Scanner ATIS abhöre ist das illegal, aber wenn
> ich zum Flugplatz fahre, mich in meine Mooney Bravo setze und ATIS höre
> ist das plötzlich legal? Wo ist da der rechtliche Unterschied?

Selbst wenn du zum Flughafen fährst und dich dort in deine MAschine 
setzt nur um den Flugfunk mitzuhören ist es IMMER NOCH NICHT legal. Denn 
wie du schon erkannt hast gibt es keinen rechtlichen Unterschied.

Wenn du aber das GErät anstellst um dich über die aktuelle Luftlage zu 
informieren oder gleich loszufliegen und dich deshalb am Tower 
anzumelden und dabei dann "zufällig" die GEspräche der anderen Piloten 
mithörst lässt sich das natürlich nicht vermeiden und ist daher nicht 
strafbar. Allerdings darfst du die Inhalte dieser Funksprüche aufgrund 
§89 TKG Satz 2 immer noch nicht weitergeben.

Wobei ATIS allerdings wieder eine Sonderrolle spielt und evtl. anders 
als "Tower-Funk" / "Lotsenfunk" gesehen werden kann. Während beim 
"normalen" Sprechfunk ja der Empfänger immer ganz klar feststeht, es 
wird ja gezielt gerufen, richtet sich ATIS ja ebend nicht an eine 
spezielle Person sondern eher an einen unbestimmten Personenkreis. Das 
würde aber bedeuten das es wieder erlaubt ist zumindest ATIS abzuhören.
Trnaspondersignale sehe ich genauso.

Das "unbestimmter Personenkreis" ist aber eine Definitionsfrage und ich 
werde mich hüten da dafinitive Aussagen zu machen, Sperre dazu einen 
Staatsanwalt und einen Richter in einen Raum und befrage die, dann 
erhälst du drei Meinungen...  (Denn der eine Amtsrichter wird das 
genauso sehen, der am NAchbargericht sagt dann aber zum selben 
Sachverhalt das der Personenkreis doch bestimmt war und zwar 
ausschließlich auf die anfliegenden Piloten begrenzt.)

Allerdings gebe ich dir in so weit recht, das ich beim besten willen 
keinen NAchteil darin erkennen kann wenn man den Flugfunk auch offiziell 
abhören dürfte. Im GEgensatz zu BOS Funk 
(Polizei/Feuerwehr/Rrttungsdienst/THW und Zoll) oder dem Betriebsfunk wo 
der Mitbewerber dem Taxi dann die Fahrten klaut.
Und für ATIS und Transponder schon gar nicht.

Und es gilt natürlich; Wo kein Kläger, da kein Richter. Es sind aber 
schon Leute deswegen verknackt worden. Also etwas aufpassen muss man 
doch!


Horst-Egon schrieb:
> BTW: in den USA kann jeder Air Band Radios kaufen (ich denke mal in DE
> auch). Die im Walkie-Talkie Format sind praktisch, denn wenn man in
> unbesiedeltem Gebiet ist, kann man auf 121.5 (die Notruffrequenz) einen
> Hilferuf an überfliegende Flugzeuge senden. Oder wenn man sich von einem
> Wasserflugzeug zur Jagd oder zum Fischen absetzen oder abholen läßt
> (Alaska), kann man mit dem Piloten kommunizieren.
>
> IMHO wäre schon die Notrufmöglichkeit ein guter Grund eines zu besitzen,
> wenn man draußen unterwegs ist. Es gibt immer noch viele
> Mobilfunklöcher.

JA- seit der Harmonisierung der GEsetzgebung in der EU darf auch 
hierzulande jedermann ein Flugfunkgerät besitzen. Nur nicht betreiben!
Und ehrlich, ich bin froh das der hohe Preis und die uninteressanten 
Gespräche den REiz ein solches Gerät zu besitzen so weit senken das der 
normalbürger keines haben will. Selbst solche "verrückten" die 
Funktechnik sammelnb (wie ich) warten zumindest auf ein günstiges 
Gebrauchtgerät. (gehen dann aber auch entsprechend damit um, wobei ich 
wenn ich wollte schon jetzt auf Flugfunk in AM mit 500Watt Senden 
könnte... Will ich aber nicht und mir geht es nicht um die Funktion, 
sondern das es ein Originalgerät ist)

Ich stelle mir mit grauen vor das auf einmal zigtausende zusätzlicher 
Flugfunkgeräte hier im Umlauf währen für Leute die überhaupt nichts mit 
Flugfunk am Hut haben. Auch wenn 99% damit verantwortungsvoll umgehen 
würden, das eine Prozent reicht aus um massiv gefährlich zu stören.
Und selbst geräte die NUR auf die Notruffrequenz Sendemäßig können 
würden bald witzlos da es sicher eine Menge spinner gäbe die damit dann 
falsche Notrufe absetzen. Genau wie bei den Handys ohne Karte, was ja 
deshalb absgeschaltet werden musste. Also müsste man diese Geräte mit 
einer Eindeutiogen Kennugn ausrüsten und diese Kennung auswerten. Das 
würde aber derart am Sinn und zweck des Flugfunks vorbeigehen...

In den Menschenleeren Gebieten Alaskas ist das sicher anders. Da sind 
"normale" Notrufmöglichkeiten manchmal Tage (zu fuss) entfernt und nur 
verhältnissmäßig wenige Menschen in de rPampa unterwegs.
Da ist sowohl der Bedarf größer UND der Missbrauch viel geringer.

Mit derselben Argumentation könnte man dann auch auch das Mitführen von 
4m BOS Geräten oder Militärgeräten rechtfertigen....
Wer IMMER und garantiert überall einen Notruf absetzen können will, der 
kann sich ja ein Sattellitenhandy anschaffen.
Ausserdem gibt es noch ein richtiges Sattellitennetz das nur den einen 
Zweck hat auf Notrufbaken für die Schiffahrt zu reagieren. (die sind z.B 
auf den Rettungsflößen angebracht) Bis vor kurzem gab es sogar noch eine 
Frequen -ich meine um 450Mhz Analog- Da hätte es ausgereicht ein mit 
passenden Ton moduliertes Signal von einem normalen Betriebsfunk-HFG aus 
loszusenden um die Rettungskette in Gang zu setzen. HAt man aber unter 
anderem wegen dem Missbrauch dann auf andere Systeme umgestellt und 
auslaufen lassen. (Jetzt sind es höhere Freqeunzen mit eindeutiger 
Kennung)

Bei dem -alten- System gab es zum schluss massiv Probleme mit Bojen die 
wegen der Umstellung ausgesondert wurden und für ein paar Euro in den 
handel gekommen sind - obwohl das netzt noch lief- und die Käufer haben 
die dann aus Ahnungslosigkeit oder Riesendummheit aktiviert. Diejenigen 
die ermittelt wurden waren dann einite K-Euro ärmer.

Aber das ist OT.

Gruß
Carsten

von Michael_ (Gast)


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>Und ehrlich, ich bin froh das der hohe Preis und die uninteressanten
>Gespräche den REiz ein solches Gerät zu besitzen so weit senken das der
>normalbürger keines haben will. Selbst solche "verrückten" die
>Funktechnik sammelnb (wie ich) warten zumindest auf ein günstiges
>Gebrauchtgerät.
Na, so teuer sind die ja nicht:
Ebay-Artikel Nr. 190541896233
Und dann gibt es billige Transistorgeräte, womit man FM, TV1-Ton, CB, WP 
?, PB ? und eben AIR empfangen kann. Kam vor Jahren 35 DM.
Ebay-Artikel Nr. 320708367953
Es ist aber wirklich miese Qualität!

von Christoph H. (wtzm)


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Michael_ schrieb:
>>Und ehrlich, ich bin froh das der hohe Preis und die uninteressanten
>>...
> Na, so teuer sind die ja nicht
In dem Satz, den Du nicht zitiert hast stand "Flugfunkgerät" - nicht 
"Empfänger".

von W.S. (Gast)


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Carsten Sch. schrieb:
> Ich stelle mir mit grauen vor das auf einmal zigtausende zusätzlicher
> Flugfunkgeräte hier im Umlauf währen für Leute die überhaupt nichts...

Merkt ihr den Unterschied denn nicht?

Es geht wohl nicht um das SENDEN, also den Weltraum mit selbsterzeugter 
HF zu verschmutzen, sondern um das EMPFANGEN. Und da sehe ich nach wie 
vor eine ganz grundsätzliche Unmoral darin, den Bürgern eines Landes per 
Gesetz verwehren zu wollen, das zur Kenntnis nehmen zu dürfen, was in 
diesem Universum ganz objektiv da ist. Das ist eine Grundsatzfrage, die 
schon Leute wie Kopernikus und Galileo betroffen hat: Die Freiheit, die 
Welt zu erkennen gegen das Verbot der Welterkenntnis aus Gründen von 
Ideologiie, Religion und Staatsräson.

Kurzum, wer Geheimnisse hat, der soll sie gefälligst hüten und darf sie 
nicht publizieren - und was uns an Realität umgibt, das zu sehen und zu 
erkennen soll uns niemand verwehren. HUCH, wir sind hier im 
Grundsätzlichen angekommen.

W.S.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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@W.S.

;-)

Namaste

von Carsten S. (dg3ycs)


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W.S. schrieb:
> Carsten Sch. schrieb:
>> Ich stelle mir mit grauen vor das auf einmal zigtausende zusätzlicher
>> Flugfunkgeräte hier im Umlauf währen für Leute die überhaupt nichts...
>
> Merkt ihr den Unterschied denn nicht?
>
> Es geht wohl nicht um das SENDEN, also den Weltraum mit selbsterzeugter
> HF zu verschmutzen, sondern um das EMPFANGEN.

Dann hast du aber die völlig falsche Stelle zitiert!
Der von dir zitierte Satz bezieht sich auf den Einwurf von Horst Egon 
das der Besitz von SENDEFÄHIGEN Flugfunkgeräten eigendlich eine gute 
Idee als Notrufgerät ist.
UND NUR DA DRAUF, also Unmengen unbeschränkt Sendefähiger Geräte für das 
Flugfunkband im Besitz von einer großen Zahl Privatleute diversester 
Schichten, bezieht sich mein "Stelle mir mit Grauen vor"...
Dann wird nicht nur mit Pointer Geblendet, nein, gleichzeitig noch der 
Träger gesetzt das der Pilot das nicht melden kann und am besten 
überhaupt keine Verständigung zwischen Tower und Flugzeug mehr möglich 
ist. Flugfunk ist aus meiner sicht der sicherheitskritischte Funkdienst 
überhaupt, eine "gut geplante Störung" zur richtigen Zeit mit der 
richtigen Ausrüstung kann viel gefährlichere Situationen schaffen als es 
bei BOS Funk jemals der Fall sein könnte.

Das reine Mithören sehe ich wie schon merhfach geschrieben als völlig 
egal an. Meinetwegen könnte man es morgen schon von jedem Flughafen aus 
online Streamen-oder jedem Schulkind einen passenden Empfänger 
schenken...

> Und da sehe ich nach wie
> vor eine ganz grundsätzliche Unmoral darin, den Bürgern eines Landes per
> Gesetz verwehren zu wollen, das zur Kenntnis nehmen zu dürfen, was in
> diesem Universum ganz objektiv da ist. Das ist eine Grundsatzfrage, die
> schon Leute wie Kopernikus und Galileo betroffen hat: Die Freiheit, die
> Welt zu erkennen gegen das Verbot der Welterkenntnis aus Gründen von
> Ideologiie, Religion und Staatsräson.

Hie rsind wir dann im bereich von Ideologischen Sichtweisen die mit dne 
technsichen Gegebenheiten nichts zu tun haben... Damit bist du hier aber 
an der Falschen stelle. Da währe die Politik dann gefragt.
Solange die Politik das nicht ändert können wir das finden wie wir 
wollen, es bleibt strafbar...

Wobei natürlich jedem klar sein muss das es gerade beim einfachen 
Mithören einen Schutz durch Verbot heute nicht mehr gibt. Die Hürden 
sind so gering das ich nicht mal mehr erkennen kann wie da ein 
Unrechtsbewusstsein aufkommen soll. Jedes Schulkind der vierten Klasse 
Grundschule könnte heute die Informationen finden und wenn sich jemand 
findet der das GErät für 30Euro sponsert innerhalb von wenigen Minuten 
nach erhalt des Gerätes fröhlich dem BOS- oder Flugfunk lauschen...

Aber wie gesagt: das sind Grundlagendiskussionen die mit den TEchnischen 
Gegebenheiten wenig zu tun hat. Das geht auch viel Tiefer als nur die 
Frage des Funk-Mithörens.
Hier im Thread denke ich sollte es ausreichen das man -egal wie wir es 
finden- darauf hinweist das man es nicht darf und dementsprechend jeder 
selbst die Konsequenzen daraus ziehen soll. Das wohl die Merhzahl der 
Leser hier -ich eingeschlossen- zumindest auf Flugfunk bezogen da keine 
Moralische Verwerflichkeit geschweige denn GEfahren für allgemeinheit 
sehen wenn man den den nur Mithört spielt da im Falle einer Anklage 
absolut keine Rolle. Und wenn man erwischt wird kann es immer noich eine 
Anklage geben - das ist dann eine reine Glückssache...

Gruß
Carsten
(DerfindetFF_Mithörenistvölligegal-aberderfreieunkontrollierteVerkaufvon 
LFlugfunkgeräten(sendefähig)solltesofortwiederunterbundenwerden)

von Basti (Gast)


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Bei dem ganzen rechtlichen hin und her eine entscheidenen Frage. Wenn es 
illegal ist mitzuhören. wie will man das feststellen? Gut die 
empfangsoszillatorens chwingen mit und sende eventuelle kleinst signale 
dabei aus. Aber sich den aufwand zu machen, diese herrauszussuchen ist 
doch bei einzelpersonen verschwendete zeit und kosten. da macht es doch 
mehr sinn mit den geräten nach piratensendern zu suchen, als nach 
menschen die nur empfangen wollen!?

von Basti (Gast)


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Wie sieht es eigendlich mit einem selbstgebautren geradeaus empfänger 
aus? der umgeht doch die ZF.

Aber irgendend ein nachteil gab es da der ziemlich gravierend war, ich 
erinnere mich nicjht mehr es ist zu lange her.

von Michael_ (Gast)


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Einen Sinn des Verbotes macht es schon, denn wenn jeder Bastelempfänger 
bauen darf und diese dann unkontrolliert stören. Ich denke da z.Bsp. an 
das Pendelaudion.
Dann lieber alles brachial verbieten.

von B e r n d W. (smiley46)


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Es DARF aber jeder einen Bastelempfänger bauen und damit z.B. 
Wettersatelliten empfangen. Störungen sollte man natürlich vermeiden. 
Aber das kann einem auch mit einem parasitär schwingenden, sebstgebauten 
Netzteil passieren.

Es geht eigentlich darum, wie unsere Regierung und Ämter mit diversen 
Dingen umgehen. Es wird quasi das Mithören von Funksendungen verboten, 
deren Betrieb wir selbst per Steuern finanzieren. Man will sich 
wahrscheinlich nicht in die Karten schauen lassen.

Andere Länder haben damit deutlich weniger Probleme:
http://www.surfmusik.de/poli.htm
http://www.surfmusik.de/flug.htm

Und ein unverschlüsseltes Babyphon abzuhören ist einfach unmoralisch.

Es gab mal einen Fall, da hat ein Ehepaar Filmaufnahmen aus dem 
Schlafzimmer zum Fernseher auf die Antennendose übertragen. Was sie 
nicht bedacht hatten: Der Nachbar konnte das auch sehen. Wie sieht es 
hier rechtlich aus. Kann der Nachbar belangt werden?

Gruß, Bernd

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

B e r n d W. schrieb:
> Es gab mal einen Fall, da hat ein Ehepaar Filmaufnahmen aus dem
> Schlafzimmer zum Fernseher auf die Antennendose übertragen. Was sie
> nicht bedacht hatten: Der Nachbar konnte das auch sehen. Wie sieht es
> hier rechtlich aus. Kann der Nachbar belangt werden?

Wenn es bewusst erfolgte oder er es weitererzählt hat: JA!

Denn diese Übertragung ist weder an die Allgemeinheit gerichtet, für den 
NAchbar bestimmt gewesen noch handelt es sich um Amateurfunk...

Wenn es sich um eine Anwendung im ISM Band handelte und die zufällig 
dasselbe System verwendet haben wie der NAchbar der damit seinen Fischen 
beim Schwimmen zusehen wollte und auch noch zufällig derselbe Kanal, 
dann ist es natürlich kein bewusster Empfang und dafür passiert nichts. 
Nur darf es es trotzdem nicht weitererzählen!

Es ist also wie so vieles eine Auslegungssache und gerade beim 
Mithörverbot wird vieles an der nachweisbarkeit scheitern.
Wenn aber dann ein dritter sieht wie de rNAchbar da extra immer 
einschaltet und den Blockwart spielt...

Basti schrieb:
> Bei dem ganzen rechtlichen hin und her eine entscheidenen Frage. Wenn es
> illegal ist mitzuhören. wie will man das feststellen? Gut die
> empfangsoszillatorens chwingen mit und sende eventuelle kleinst signale
> dabei aus. Aber sich den aufwand zu machen, diese herrauszussuchen ist
> doch bei einzelpersonen verschwendete zeit und kosten. da macht es doch
> mehr sinn mit den geräten nach piratensendern zu suchen, als nach
> menschen die nur empfangen wollen!?

Es ist technisch möglich nachzuweisen das ein Empfangsgerät auf einer 
bestimmten Freqeunz läuft. Oft auch wenn der MEsswagen vor dem Haus 
steht:
Wird sogar in seltenen Fällen angewand. (Suchen der LO Frequenz, 
"Fingerprint" des signals und anschließender Vergleich mit den bei der 
HD dann gefundenen GEräten.

ABER - Das ist für dieses Vergehen völlig Irrelevant. Es wird nicht 
suchend durch die Strassen gefahren...
WENN die sowiet sind das die bei dir solche Ermittlungen anstellen, dann 
ist der Verstoss gegen das Abhörverbot dein Allerkleinstes Problem. Dann 
dient es dazu heruaszufinden ob du evtl. "besondere" Kommunikationswege 
Nutzt -im Rahmen von Ermittlungen wegen Orga-Kriminalität oder 
Terrorverdacht z.B.

Der Großteil der Verfahren werden eingeleitet nachdem sich der 
BEschuldigte selber -aufgrund unendlicher Dummheit- ans Messer geliefert 
hat. Z.B. mit dem Scanner auf voller Lautstärke die Straße beschallt 
oder in Foren damit Prahlt. Womöglich noch Mitschnitte ins Netz stellt.
Die ganz schlauen rufen selbst bei der Polizei an und beschweren sich 
über den Inhalt des Polizeifunks... 
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2162/artid/13658452
(Da drunter fallen auch die ganzen die gar nicht wissen das sie etwas 
verbotenes tun. Da unwissenheit aber nicht vor Strafe schützt ist es ja 
so wichtig auf das Verbot hinzuweisen!)

DAnn gibt es natürlich noch diejeniegen die Denunziert werden, wobei 
natürlich da schon mehr vorliegen muss als nur "der xxx" hört euch ab.

Und zu guter Letzt gibt es dann noch die Zufallsfunde, wo dann in der 
Verkehrskontrolle oder bei der HAusdurchsung (wegen anderer delikte) der 
womöglich eingeschaltete Scanner gefunden wird...

Mit diesen drei Hauptgründen dürften dann so ca. 99,9& der Verfahren 
erklärt werden...
Wenn man eine Methode hätte um wirklich alle "Schwarzhörer" sicher zu 
ermitteln, dann wäre die gesamte deutsche Justiz wohl alleine mit den 
"Funden" in einer einzigen mittleren deutschen Großstadt auf JAhre 
hinaus beschäftigt...

Ergo: Wer im stillen Kämmerlein für sich mithört wird mit sehr sehr 
hoher Wahrscheinlichkeit niemals deswegen belangt werden...

Gruß
Carsten

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Daher gilt beim abhören der bekannte Spruch : "Reden ist Silber 
Schweigen ist Gold"

von Om P. (ompf)


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B e r n d W. schrieb:

> Es geht eigentlich darum, wie unsere Regierung und Ämter mit diversen
> Dingen umgehen. Es wird quasi das Mithören von Funksendungen verboten,
> deren Betrieb wir selbst per Steuern finanzieren. Man will sich
> wahrscheinlich nicht in die Karten schauen lassen.

Es ist nicht Mithören, sondern bewusstes Abhören verboten. Und das gilt 
nicht nur für Funk, sondern auch für akustische Schallübertragung.

Keinen stört's, wenn Du versehentlich und unfreiwillig mit anhörst, was 
die Leute an der Bushaltestelle neben Dir reden. Wenn Du Dich dafür aber 
mit Richtmikrofon ins Gebüsch legst, dann machst Du Dich strafbar.


Patrick

von Carsten S. (dg3ycs)


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om pf schrieb:
> B e r n d W. schrieb:
>
>> Es geht eigentlich darum, wie unsere Regierung und Ämter mit diversen
>> Dingen umgehen. Es wird quasi das Mithören von Funksendungen verboten,
>> deren Betrieb wir selbst per Steuern finanzieren. Man will sich
>> wahrscheinlich nicht in die Karten schauen lassen.

>
> Es ist nicht Mithören, sondern bewusstes Abhören verboten. Und das gilt
> nicht nur für Funk, sondern auch für akustische Schallübertragung.
Völlig Richtig!
>
> Keinen stört's, wenn Du versehentlich und unfreiwillig mit anhörst, was
> die Leute an der Bushaltestelle neben Dir reden. Wenn Du Dich dafür aber
> mit Richtmikrofon ins Gebüsch legst, dann machst Du Dich strafbar.
>
> Patrick

Jepp. Sinngemäß dasselbe wie beim Funk...
Tatsächlich sind es aber völlig andere Rechtsnormen,
Direktes Aufzeichenen von Gesprächen oder Einsatz von Richtmikros o.ä. 
ist in §201 StGB geregelt. Wobei der aber auf den Einsatz von 
technischen Mitteln beschränkt ist. Wer sich in den Busch schlägt um 
dann unbemerkt so nahe heranzukommen das er es mit eigenen Ohren 
wahrnehmen kann geht m.w. wieder Strafffrei aus. 
http://dejure.org/gesetze/StGB/201.html

Alles was sich um Funk dreht ist ja durch den §89TKG erschlagen...
Wobei die Strafandrohung beim 201 STGB höher sind...

Beiden Fällen ist aber gemeinsam das der Einsatz technischer 
Gerätschaften notwendig ist damit es strafbar wird. Wer jetzt mit seinen 
Füllungen zufällig -AM- Modulierten Sprechfunk wie Flugfunk empfangen 
kann (Theoretisch denkbar wenn man nur nah genug am Sender steht bzw. 
die fEldstärke groß genug ist sowie das material der Füllungen 
unterschiedlich ist und passt - Praktisch wohl ziemlich ausgeschlossen 
;-))
der dürfte es sogar anderen Erzählen, denn er nutzt ja keine 
(Empfangs-)funkanlage dafür.

ICh sehe auch nicht verwerfliches im Abhören, dazu ist es schon zu 
"üblich" und vor allem zu EINFACH geworden. Und Neugier ist besonders im 
Jugendalter eine natürliche Eigenschaft.
Allerdings sehe ich auch nichts verwerfliches im Abhörverbot... (Nur die 
aktuelle Strafzumessung sollte in jedem Fall die sehr geringe Hürde 
bedenken - ist ja meist schon der Fall... Einige wenige Richter hauen da 
aber immer noch "voll drauf".
Die Problemvermutung beim Abhörverbot ist wohl nur bei denen der Fall 
die sowieso ein sehr starkes Misstrauen den staatlichen Organen 
gegenüber haben. (ein WENIG Misstrauen gegen einige einzelne Personen 
als Vertreter dieser Organe ist ja sicher ab und zu angebracht, aber 
gleich "angst vorm System"...) Aber das führt hier zu weit und dieser 
Diskussionsteil gehört definitiv ins OT, als 559e Diskussion zu dem 
Thema.

Das Abhörverbot als solches soll nicht unbedingt die Arbeit der Behörden 
schützen, BOS ist nur der Kleinste Teil des Funkverkehrs und wollte man 
die Schützen, dann hätte man es auch explizit reinschreiben können oder 
für diese die Strafe anheben. Nein - das Abhörverbot soll gerade die 
Privatleute schüzen die technische Kommunikationsmittel nutzen. Es ist 
im Prinzip die Ausdehnung des §201 (vertraulichkeit des Wortes) auf den 
Funkverkehr. (Dazu solte noch gesagt werden das zur Einführung des 
ursprünglichen § im damals noch anderlautendem Gesetz sogar der private 
Telegraphie und Telefonverkehr problemlos in Klartext empfangen werden 
konnte. Teilweise -bei Fernschreiben, also Telegramme, auf Freqeunzen 
die auch von anderen anwendern genutzt werden durften. TEchnische 
Sicherung die mehr als 5 Tage standgehalten hätte war sehr Aufwendig und 
somit eine Sicherung nur durch echte händiche Kryptographie gegeben.

Den einzigen Vorwurf den ich (Als Insider im BOS bereich) "uns" machen 
kann, ist das viel zu lange sich auch in kritischen Anwendungen einzig 
auf das Abhörverboit verlassen wurde und die EInführung technischer 
Sicherheitsmaßnahmen immer wieder abgelehnt wurde. So gibt es ja seit 
gut viezieg JAhren bereits VS Geräte die man einfach zwischen Mikro, 
Lautsprecher und GErät hätte klemmen können und die das abhören sicher 
verhindert hätten. Somit problemlos jederzeit im bestehendem System 
nachrüstbar und jederzeit aktivier- und deaktivierbar.
Für FW und KAts sicher nicht notwendig, für den Funk der Polizei wo 
wirklich persöhnliche Daten incl. Strafregister manchmal über Funk gehen 
aber definitv Sinnvoll. Selbes beim REttungsdienst wo es um medizinische 
Diagnosen geht. Da werden nicht nur die Namen und Adressen der Patienten 
übernittel, sondenr wenn bekannt auch hinweise zum Geschehen wie 
Verdacht HI, oder Schlaganfall, (auch Suizid/Suizidversuch) und auch 
teilweise Diagnosen incl. Hinweisen zur Unterbringung in der 
GEschlossenen...
Und das -bei aller Liebe- geht die Öffentlichkeit eigendlich nichts an.

Wie schon geschrieben kann ich trotzdem nichts schlimmes dabei entdecken 
wenn jemand mithören will, habe es als Kind ja auch toll gefunden bis es 
langweilig wurde.
 Dazu ist es einfach viel zu Einfach. Fast so als würde man der Freundin 
einen Brief an die EX offen auf den Tisch legen und sagen -ich bin mal 
ein paar Tage weg, schau da nicht drauf...
(Und da bin ich mir sicher nach einigen Stunden hätte fast jede den 
gelesen! Genauso sicher bin ich aber der Meinung das nur die wenigsten 
an die persöhnlichen Paiere gehen würden, selbst wenn bekannt ist das da 
was interessantes drin ist)

Einen Vorwurf kann ich da nur den Verantwortlichen machen die seit 
vierzig JAhren da nicht weitergedacht haben.

Die Niederländische Polizei z.B. hatte in der hier angrenzenden Regio 
Twente seit den 1990er Jahren in JEDEM Striefenwagen ein sehr sicheres 
VS Gerät, das war allerdings die meiste Zeit aus und jeder konnte -und 
durfte in den NL- Mithören. Bei besonderen Lagen wurde aber dann sofort 
komplett auf Krypto umgestellt.

Gruß
Carsten

von The_ride (Gast)


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Hi!


Ich hab es mal versucht ein Radio umzubauen und es hat tatzächlich 
geklappt
kann jetzt 3 Stationen empfangen würde ja ein Tonbeispiel hier Posten 
aber das ist mir zu riskant weil ja verboten.

cya The_Ride

von The_ride (Gast)


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Hi!

das hab ich nur zu Testzwecken gemacht !!!!!

cya The_Ride

von Maik (Gast)


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Bevor du hier den Rechtsexperten gibst, solltest du lieber vernünftige 
Antworten auf Fragen geben!

Ich glaube kaum, dass jemand wegen dem Hören des Flugfunks verurteilt 
wurde!

von Nogger (Gast)


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VOLMET (Wetterbericht)  und ATIS (Automatic Terminal Information) 
Aussendungen im Flugfunk gelten auch in Deutschland als Sendungen "An 
Alle" bzw. an eine unbestimmte Personengruppe und dürfen von jedermann 
abehört werden.

von williw (Gast)


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Habe so 1970 mit Spiegelfrequenz (also -21,4 MHz) und einem normalen 
UKW-Radio (später ein Sony Captain 55), das auf der Flanke des 
FM-Demodulators locker AM machte, angefangen Flugfunk zu hören. D.h. 
unser Approach auf 118,05 lag so auf 96,5 (Flanke), und das war gerade 
neben dem lokalen UKW-Sender auf 95,9.

Später, so um 1977, als es noch nichts Besseres gab, dann kleine 
FM-Transistorradios locker getrimmt, mit Spule aufbiegen und 
Drehko-Trimmer, kam man bis 130 oder 134 MHz, manchmal nicht ganz ans 
Ende des Bandes. AM-Demodulation oder Trennschärfe war das geringste 
Problem.

Wer hier behauptet, sowas geht nicht, hat keine Ahnung.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Die Empfangsqualität wird dann wohl in den Bereich liegen wie diese 
"Multiband Radios".
Diese haben die Bereiche CB, TV1-FM und PB( Publik Radio 2m Band)

CB : 26 - 28Mhz AM
TV1-FM : 54 - 108Mhz FM
PB : 108 - 174Mhz FM

Diese Dinger findet man oft bei Ebay für 30€ aufwärts.

Beitrag #5032625 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5032628 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5033300 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Elektrofan (Gast)


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> Radio umstimmen.

Bei älteren (Analog-)Radios, bei denen UKW nur bis 104 MHz reicht, lässt 
sich in vielen Fällen der Bereich bis nach 108 Mhz "verlängern".

Beitrag #5033309 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5033337 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5115601 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (zwickel)


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Warum der ganze Zinnober mit einem alten UKW-Radio?

Den Flugfunk mittels Drehkondensator einfangen zu wollen ist, der 
Australier sagt dazu, a PITA (a Pain In The Arse).

Flugfunk besteht nur auch sporadisch abgesetzten Sprachfetzen, damit 
meine ich, kurze abgesetzte Sprachnachrichten. Ein Abstimmgerät müsste 
schon zufällig auf solch einer Frequenz stehen, um überhaupt 
mitzubekommen, dass da gerade eine Kommunikation läuft. Einfach mal 
drüberdrehen und etwas einfangen gerät zum Fischen im trüben Wasser.

Wer den Flugfunk abhören will, sollte sich besser einen DVB-T-Stick 
zulegen, auch als RTL-Stick bekannt, gibt es für einen Zehner im Netz zu 
kaufen.
Dazu die kostenlose HDSDR-Software und man kann den ganzen Bereich 
visuell auf den Bildschirm holen. Mittels Mausklick fängt man sich dann 
den entsprechenden Träger und hat auch bei der Demodulation alle 
Optionen.

Ganz davon abgesehen, dass der Empfangsbereich sich nichtnur auf 
Flugfunk beschränkt.

von Horst (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Warum der ganze Zinnober mit einem alten UKW-Radio?

Der Thread ist über 6 Jahre alt, den hat nur ein Spammer ausgebuddelt.
SDR lag da noch in den Anfängen.

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