Forum: Offtopic Öldichte Kabelausführung


von Tom S. (tom86)


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Irgendwie offtopic, aber ich denk hier tummeln sich einige Leute, die 
für sowas vll. ne professionelle Lösung wissen.

Ich würde gerne meine Festplatte zu meinem Computer in Öl versenken. Der 
Computer läuft nun soweit sehr gut seit mehr als einem Jahr, soweit also 
kein Problem.

Die Festplatte ist allerdings nicht komplett dicht und geht nach 
spätestens 24 Stunden kaputt.

Würde nun also gerne ein Gehäuse um die Festplatte bauen, die Kabel aus 
dem Gehäuse führen und in der Kabelausführung bspw. einharzen.

Gibt es für sowas auch eine professionelle, öldichte Bauweise zur 
Kabeldurchführung?

Ein Freund meinte: "getriebesteuergerät in nem Automatikgetriebenen 
Fahrzeug sitzt oft im Getriebeöl"

Wie macht man sowas also professionell (einharzen klingt für mich 
irgendwie nicht hübsch und haltbar)


Danke für euere Hilfe!

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Tom Schmidt schrieb:
> Ich würde gerne meine Festplatte zu meinem Computer in Öl versenken.

Was meinst Du damit erreichen zu können?

von Rintintin R. (rintintin)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Tom Schmidt schrieb:
>> Ich würde gerne meine Festplatte zu meinem Computer in Öl versenken.
>
> Was meinst Du damit erreichen zu können?

Ich vermute mal "Lärmdämmung" aber wie gesagt nur ne Vermutung.
Dagegen hilft ne SSD


Was die HD angeht so ist die in der Tat nicht ganz dicht.
Zum Druckausgleich befindet sich am Gehäuse eine Öffnung mit Feinfilter.
Dort kann mit der Zeit das Öl eindringen.
Dann gibt es noch die Kabeldurchführung für den Kopf unter der 
Steuerplatine.
Zuletzt die Wellendurchführung vom Motor zum Plattenstapel.

Das alles richtig dicht zu bekommen ist schwer.
Den Filter kann man gar nicht verschliessen.

Also bleibt nur ein zusätzliches Behältnis für die Platte wo "nur" die 
Durchführungen von Daten- und Stromkabel dicht sein müssen.

Ich würde mit einem Ölfesten (Ich vermute mal Mineralöl) Dichtmilttel 
arbeiten.
Welches geeignet ist kann man im Maschinenbau (Auch Kfz.) erfragen.
Die hätten dann vieleicht auch Tips zu Verarbeitung.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Rintintin Rintintin schrieb:
> Ich vermute mal "Lärmdämmung" aber wie gesagt nur ne Vermutung.

Kann man auch anders hinbekommen, und vor allem so, daß man ohne eine 
größere Sauerei zu veranstalten an die Platte herankommt.

von Paul B. (paul_baumann)


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Das macht die ganze Sache kompliziert, weil man dann nicht nur am Auto,
sondern auch noch am Rechner auf das Ölwechselintervall achten muß.

;-)
MfG Paul

von Tom S. (tom86)


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Hallo Leute,

es geht nicht um Schallisolierung. Lediglich um Kühlung und 
Wärmetransport.

Das ganze soll ein Prototyp für den späteren Einsatz im Rechenzentrum 
werden.
Ich würde gerne dem open-compute Projekt von Facebook zu einer besseren 
Energieeffizienz verhelfen und die ganzen Kistchen im Öl versenken. 
(Wärme-tauscher via einfacher Wasserumspülter Alu-Wanne, transport dann 
via wasser)

Wenn ich das mit dem Dichtmittel richtig sehe, bedarf es da einer 
(Gummi) Dichtung oder verschraubung, die dann nur letztendlich durch das 
Dichtmittel und Druck endgültig beständig wird.

Ich würde ganz gerne vier kleine Löcher (Stromkabel) und einen etwas 
breiteren Schlitz (SATA-Kabel) an eine Wand eines ALU-Kästchens machen, 
die Festplatte darin verschrauben und die Durchführungen irgendwie 
"einharzen".

Sollte aber natürlich auch nach ein bisschen Vibration und zweimaligen 
Ein-Ausbau mit Zug an den Kabeln noch dicht sein...

Grüße!

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Server in einem Rechenzentrum in Öl versenken... Ja neee?!

von Tom S. (tom86)


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Warum genau nicht?

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Weil man dann fast einen Taucheranzug braucht um bspw. Festplatten 
auszutauschen?

von Rintintin R. (rintintin)


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Ob man das machen sollte oder nicht darf jeder für sich selber 
ausmachen.

Ölgekühlte Rechner laufen mir seit weit über zehn Jahren immer wieder 
über den Weg.
Sei es fürs übertakten, leisere Kühlung oder einfach nur als stylisches 
Objekt.

Die einzige Konstanten sind die gekapselte HD und natürlich 
Verunreinigungen im Öl die früher oder später Probleme mit Kriechströmen 
ergeben (Obacht am Netzteil).

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe soll der komplette Rechner in 
eine Öl gefüllte Aluwanne und die wird dann mit Wasser gekühlt.

Warum dann nicht gleich eine Wakü ?

Der Wartungsaufwand dürfte in etwa gleich bleiben.
Bei Kosten vs. sicherheit sehe ich da keine besondere Relevanz

von Stefan D. (stefan1)


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Hallo Tom!

Wo bei deinem Vorhaben wir da die Energieeffizienz besser?

Wenn der 200W braucht ist das hinterher nicht anders. Und ne Wasser oder 
Ölpume hat vielleicht noch ne höhere Leistung als ein paar Lüfter


Grüße Stefan

von Dennis S. (bzzzt)


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Toms Idee ist schon richtig. Durch den geringeren Wärmewiderstand des 
Kühlmittels im Vergleich mit Luft darf das Kühlmittel wärmer sein als 
diese. Das Kühlmittel muss weniger abgekühlt werden, weniger Energie ist 
für die Kühlung nötig.

Nur leider war es in der Praxis einfach zu umständlich.

Also: Gab's alles schon, hat in der Praxis oft genug nicht überzeugt.

von Stefan D. (stefan1)


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Hallo Dennis, Tom

das macht für mich nur Sinn, wenn mann das System Ausreizen oder 
Übertakten will. sonnst Spaart mann sich ja nur die Leistung der Lüfter, 
Desktop oder Server PC vielleicht 10-20 W. Und das nur, wenn mann zum 
kühlen des Öles keine weiteren Aktiven Teile Braucht, also reine 
Konvektion.


Konkret gefragt: wieviel Watt erhoffst du efektiv zu spaaren Tom?

Grüße

von Tom S. (tom86)


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Hallo Leute,

konkret geht es um momentan etwa 2000 Rechner; brauchen nicht ganz 300KW

Die Kühlung mit Luft ist recht kostenintensiv, mindestens 100KW 
zusätzlich verbrauchen die Klimaanlagen (Im Sommer gerne auch mehr).
Zusätzlich nochmal etwa 20KW, die die Lüfter in den Rechnern brauchen.

Ölgekühlt läuft das System fast ohne Energieaufwand (Öl auf 40 - 45° 
kühlen ist deutlich einfacher als Wasser auf 7°, damit Luft auf 17° 
gekühlt werden kann)

Ein paar stück hängen schon im Dauerbetrieb im Öl, die haben aber SSDs, 
Platten saufen innerhalb von 24h ab.

Es geht also nicht um einen Ort, an dem die entstehenden Wärme kostenlos 
entsorgt werden kann. Das ist der springende Punkt.


Bin für weitere Vorschläge dankbar; Mehr als ein Alugehäuse für die 
Platten mit abgedichteter Kabelausführung fällt mir allerdings nicht 
ein.

Viele Grüße;

von Clemens S. (zoggl)


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ein tipp noch am rande: es gibt runde ide/ata kabel, diese kannst du 
aber nicht mit einer verschraubung dichten, da das öl zwischen den 
einzelnen kablen und selbst im kabel zwischen den kupferlitzen kricht 
(das öl schaft so bis zu 50cm höhe) auch sata kabel sind aus diesem 
grund ungeeignet.

ich habe das problem durch ein zwischenmodul gelöst das einen sata raid 
verbund ermöglicht und dises modul so vergossen, das es als trennung 
zwischen öl und luft dient. keine schöne lösung, aber etwas besseres ist 
mir nicht eingefallen. bei meinem nächsten pc wird es aber sicher eine 
ssd.

von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Es gibt auch für Festplatten Wasserkühlungen. Das sind zwei 
Kupferblöcke, die an den Längsseiten der Festplatte angeschraubt werden. 
An den Seiten kann auch ein guter Teil der Wärme einer rotierenden 
Festplatte abgeführt werden. Ich würde aber lieber Wasser als Kühlmedium 
nehmen. Es lässt sich leichter durch einen größeren kreislauf pumpen. 
Übrigens ist eine Wasserkühlung in Rechenzentren durchaus ein 
akzeptierter Standard und viele Systemhersteller liefern 
komplettlösungen, bei denen das Rack auf Wakü vorbereitet ist und nur 
noch ein Zu- und Ablauf für alle 42HE angeschlossen werden muss.

von Thilo M. (Gast)


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Als Dichtmasse kannst du Hylomar benutzen.
http://www.flexparts.de/Dichtmasse-Hylomar-Dichtung-20ml
Ich habe damit schon gute Erfahrungen gemacht (ölfest).

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