kann man mit Scope + FFT Rauschen messen ?

Gast #2203946
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Hallo.
angenommen ich möchte das Eigenrauschen einer OPV Schaltung messen.
Am Ausgang hab ich dann ja Beispielsweise 1mV/Wurzel(Hz)

Jetzt klemme ich ein Scope dran. FFT Modus. Kann ich dann die 
1mV/Wurzel(Hz) ablesen ?
Wie ?
Das Wurzel(Hz) als Einheit macht mir Kopfzerbrechen.

Jørg
#2203962
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Jørg schrieb:
> Das Wurzel(Hz) als Einheit macht mir Kopfzerbrechen.

Das kommt vom Übergang von Leistung zu Spannung.
Rechnet man mit Leistungen (z.B. in der Hochfrequenztechnik) gibt man 
das Rauschen als Leistung pro Bandbreite an, man hat also (in Dezibel) 
dann dB/Hz. Wenn man nun das Ganze als Spannungspegel angeben will, 
kommt man auf Spannung pro sqrt(Bandbreite), weil die Spannung 
proportional zur Wurzel der Leistung ist.
#2203974
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Erstmal musst Du wissen, was der FFT-Modus bei Deinem Oszi überhaupt 
macht. Da gibts viele Möglichkeiten. Wenn Du ein brauchbares Gerät hast, 
dann kannst Du das auf die Spektrale Leistungsdichte umstellen. Bei den 
anderen ist das leider in der Regel ziemlich unbrauchbar.

Vielleicht tust Du Dich leichter wenn Du eine Soundkarte verwendest, die 
mal kallibrierst und dann beispielsweise mit SOX ein schmales 
Frequenzband herausfilterst und dann den RMS-Wert bestimmst.
Gast #2204045
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Luk4s K. schrieb:
> Allerdings kostet der DC-Filter Kondensator dann
> schonmal 400$ und ist ein schräger 'wet slug' Tantal-typ

Fürs Eigenrauschen brauchst Du den Kondensator gar nicht. Der ist erst 
interessant wenn das 0.1 - 10 Hz Rauschen einer fremden Schaltung 
gemessen werden soll. Das OP-Rauschen wird normal zwischen 10Hz - 10kHz 
oder 100kHz gemessen. Da reicht am Eingang ein niederohmiger Widerstand 
an Masse und am Ausgang ein Folienkondensator.

Gruß Anja
Gast #2205194
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>Am Ausgang hab ich dann ja Beispielsweise 1mV/Wurzel(Hz)

Nennt sich spektrale Rauschspannungsdichte. Die Rauschspannung erhälst 
du im einfachsten Fall (konstante Rauschspannungsdichte) durch 
Multiplikation mit der Wurzel aus der interessierenden Bandbreite.

Was willst du den konkret messen? Die Rauschspannungsdichte oder die 
Rauschspannung? In welchem Frequenzbereich?
Gast #2211652
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>>> Jetzt klemme ich ein Scope dran.
>>Das heißt Oszilloskop.

>Ja, ein Scope eben.

Also gut. Ich will jedenfalls mit meinem Skop einen Verstärker vermessen 
im Frequenzbereich bis 1MHz. Es ist ein Photodiodenverstärker beschaltet 
als Transimpedanzverstärker. Rückkopplungswiderstand R=300k. C=0.5pF

Jørg
Gast #2211742
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>Jetzt klemme ich ein Scope dran. FFT Modus. Kann ich dann die
>1mV/Wurzel(Hz) ablesen ?

Normalerweise, ja. Oft wird das aber in dBV/Wurzel(HZ) angegeben. Wenn 
du also bei einer bestimmten Frequenz beispielsweise eine Anzeige von 
"-80dBV" hast, dann heißt das "100µV/Wurzel(Hz)".

Um das Gesamtrauschen zu erhalten, mußt du das Rauschen abschnittweise 
berechnen, also den gesamten Frequenzbereich in Bänder aufteilen, in 
denen der Meßwert jeweils konstant ist. Dann multiplizierst du für jedes 
Band diesen Meßwert mit der Wurzel dieser Bandbreite, quadrierst jedes 
solche Zwischenergebnis, zählst alle diese bandweisen Zwischenergebnisse 
zusammen und ziehst anschließend aus dieser Summe die Wurzel. Das 
liefert dir das Gesamtrauschen aller dieser Bänder.

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