Ähnlichkeit von drei Messreihen

Gast #2207120
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Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Reihe1  Reihe2  Reihe3
88,064  160,256  245,76
32,256  43,008  61,952
5,12  25,088  44,032
23,04  44,032  61,952
43,008  93,184  154,112
27,136  71,168  126,976
65,024  129,024  209,92
29,184  79,872  138,24
16,896  34,816  53,248
10,752  19,968  43,008
17,92  29,184  39,936
29,184  59,904  90,112

Jetzt hab ich das mal mit meinem Diagramm aufgezeichnet und festgestellt 
(angehängtes Bild), dass sich die Kurven irgendwie ähneln. Gibt es eine 
Möglichkeit herauszubekommen wie die einzelnen Reihen voneinander 
abhängen?

gruß wonderfulworld
Angehängte Dateien:
Gast #2207182
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Sieht aus wie die Monatssummen der solaren Einstrahlung - Min, Mittel, 
Max Werte.

Die blaue Kurve ist anscheinend ein Mittelwert.
Es besteht ein Zusammenhang zwischen Abweichung zu Min/Max und dem 
Mittelwert.
Diese Abweichung kann eine Funktion sein.
zB: Abweichung (min-max)= X*Mittelwert

Das heisst jetzt ausprobieren.
Hatte mich vor X-Jahren mal mit Zeitreihenanalyse beschäftigt.
Persönliche Seite #2207186
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wonderfulworld schrieb:

> Jetzt hab ich das mal mit meinem Diagramm aufgezeichnet und festgestellt
> (angehängtes Bild), dass sich die Kurven irgendwie ähneln. Gibt es eine
> Möglichkeit herauszubekommen wie die einzelnen Reihen voneinander
> abhängen?

Ohne Kenntnis des physikalischen Hintergrunds und eines (mehr oder 
weniger gut passenden) Modells ist alle Rechnerei ziemlich sinnfrei. Mit 
Messwerten kannst Du ein bestehendes Modell bestätigen und 
parametrieren. Du kannst aber nicht ein neues Modell nur aus Messwerten 
erzeugen[1], ohne zu wissen, was dahintersteckt.

Also überlege Dir, was Du gemessen hast, wie die Werte prinzipiell 
zusammenhängen könnten, und dann überprüfe das so aufgestellte Modell 
anhand Deiner Messwerte.

Max

[1] Statistische Mustererkennungsverfahren wie z.B. Neuronale Netze sind 
die Ausnahme, sie machen sich Modell und Parameter selber. Für Deine 
paar Messwerte ist ein NN oder auch ein RBF-Netz aber deutlich 
überdimensioniert.
Gast #2207199
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Max G. schrieb:
> Du kannst aber nicht ein neues Modell nur aus Messwerten
> erzeugen[1], ohne zu wissen, was dahintersteckt.

Doch, dass nennt sich dann "empirisches Modell" - immer gerne genommen.

Dann kommen da so sinnfreie Dinge wie die Abhängigkeit der Geburtenrate 
von der Anzahl der Klapperstörche raus, ohne das man irgendetwas von den 
zugrundeliegenden Prozessen verstanden hat.
;-)
#2207251
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Michel schrieb:
> Max G. schrieb:
>> Du kannst aber nicht ein neues Modell nur aus Messwerten
>> erzeugen[1], ohne zu wissen, was dahintersteckt.
>
> Doch, dass nennt sich dann "empirisches Modell" - immer gerne genommen.

Die gehen doch so gerne von linearen Zusammenhängen aus, was ja an sich 
schon Unfug ist.

> Dann kommen da so sinnfreie Dinge wie die Abhängigkeit der Geburtenrate
> von der Anzahl der Klapperstörche raus, ohne das man irgendetwas von den
> zugrundeliegenden Prozessen verstanden hat.
> ;-)

Aber alle statistischen Tests bescheinigen Signifikanz nach 
ausreichender „Filterung“ der Rohdaten. :-D
Gast #2207475
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Vor Jahren gab es bei Quarks&Co. eine Sendung zu solchen Datenreihen.

Da gab es auch einen statistischen Zusammenhang zwischen der Anzahl 
alleinstehender Frauen über 60 Jahren und von Knieproblemen junger 
Männer unter 20 in den letzten X Jahren.
Mathematische Korrelation fast 100%, Zusammenhang 100% Schwachsinnig.

Habe mal wie geschrieben vor X jahren mich mit der solaren Einstrahlung 
beschäftigt.
Da gab es einen linearen Zusammenhang zwischen Mittelwert und 
Standardabweichung der monatlichen Einstrahlung.
Die Kurven sahen ähnlich aus wie oben.

Irgendwelche Kurven miteinander zu vergleichen ist gut, um sich die 
Langweile zu vertreiben.

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