Hallo!
Bin gerade ein wenig am Testen von Step-Down-Schaltreglern. Bis jetzt
habe ich für meine Anwendungen jeweils 78xx genutzt und möchte aber für
folgende Anforderungen gerne Schaltregler benutzen:
Vin = 13.5V - 20V
Vout = 12V
Iout = 3A
Ist hier möglich einen LM2676 einzusetzen obwohl nur 1.5V abfallen
dürfen?
Grüsse
Oli
Im Anhang noch die verwendete Schaltung zur Verdeutlichung sowie ein das
"On/Off Threshold Voltage" Diagramm aus dem Datenblatt.
Kann ich aus dem Diagramm direkt die minimale Eingangsspannung ablesen?
(Hängt mich nicht auf wenn's überhaupt nicht so ist ;))
Grüsse
Oli
olic schrieb:> Im Anhang noch die verwendete Schaltung zur Verdeutlichung sowie ein das> "On/Off Threshold Voltage" Diagramm aus dem Datenblatt.> Kann ich aus dem Diagramm direkt die minimale Eingangsspannung ablesen?> (Hängt mich nicht auf wenn's überhaupt nicht so ist ;))>> Grüsse> Oli
Ich lese da ca. 1,55V raus. Das wäre etwas knapp. :-(
Gruss
Harald
Von/off-Threshold ist die Schwellspannung vom Steuereingang, also völlig
falsche Baustelle.
Die 12V-Version definiert die Parameter erst ab Vin=15V, eine
Dropout-Spannung kann ich im Datasheet nicht finden. Bei allen Version
ist eine Differenz von mindestens 3V angeführt. Es ist also ziemlich
zweifelhaft, ob der einsetzbar ist.
Alternative LM2596. Da ist das bei -12V zwar auch erst ab 15V definiert,
es findet sich aber eine Dropout-Spannung von ca. 1,3V. Und die
prinzipiell gleiche ADJ-Version ist definiert für Vin-Vout >= 1,5V
(Vin=4,5V bei Vout=3V), es dürfte also passen.
Da ich hier wohl ziemlich am Grenzbereich arbeiten würde, wäre es
eventuell sinnvoller einen Linearregler einzusetzen?
Die Effizienz ist bei 13.5V wohl fast vergleichbar. Bei 20V siehts dann
jedoch wieder anders aus.
Falls jemand einen Schaltregler (3A, 13.5V-20V) kennt der Vdrop<1.3V
hat, wäre ich froh um einen kurze Antwort.
Grüsse Oli
Hi,
ich würde mal sagen, dass der LM2676 bei 3 A einen Dropout von 0,9V hat.
Die Schalttransistoren im inneren sind ja keine Bipo sondern Fet.
Im Datenblatt findet sich der Eintrag: "Switch On Resistance RDSon".
Dieser ist im schlechtesten Fall mit 0,29 Ohm bei 3 A spezifiziert.
... und 0,29 * 3 = 0,9
Zudem hat der TO ja noch die Möglichkeit seine Anforderung ein wenig zu
tunen.
12 Volt Schaltungen laufen i. A. auch noch prima mit 11,5V oder so.
Das gibt ein wenig Extrareserve.
Gruss K.
Der LM2676 unterscheidet sich vom LM2596 durch den MOSFET an Stelle des
bipolaren Schalttransistors. Das bringt zwar einerseits besseren
Wirkungsgrad durch weniger Spannungsverlust. Andererseits benötigt der
N-FET eine weit höhere Gatespannung, die per Bootstrap-Kondensator
erzeugt werden muss. Das hat Konsequenzen.
Die bipolaren Versionen können den Transistor dauerhaft durchschalten,
beim LM2596 geht das Tastverhältnis bis 100%. Beim MOSFET funktioniert
das nicht, weil der Bootstrap-Kondensator dann keine Gatespannung mehr
liefert. Es überrascht daher nicht, dass dessen Tastverhältnis im
Datasheet auf 91% begrenzt ist. Das wird eng.
>Ist hier möglich einen LM2676 einzusetzen obwohl nur 1.5V abfallen>dürfen?
Ich habe mal einen LM2674 eingesetzt und war überrascht, wie wenig
Spannung über dem Teil hängen bleibt.
Du kannst das ja testen: Nimm ein Oszi mit zwei Eingängen und greife den
Eingang und Ausgang des Switchers ab. Jetzt läßt du einfach die
Eingangsspannung auf geeignete Weise möglichst langsam abfallen und
schaust wie das Verhältnis der beiden Spannungen ist. Mit ein bißchen
Glück siehst du, wie der Regler seine Regeleigenschaften verliert, bevor
der Spannungsabfall über dem Regler minimal wird. Daraus kannst du
abschätzen, ob das Teil für dich ausreichend funktioniert.
Du kannst das Ganze auch bei verschiedenen Temperaturen und Lastströmen
machen und auch bei einer ganzen Charge von LM2674, um ein Gefühl für
die Toleranzen zu erhalten.
Klaus De lisson schrieb:> Hi,> ich würde mal sagen, dass der LM2676 bei 3 A einen Dropout von 0,9V hat.> Die Schalttransistoren im inneren sind ja keine Bipo sondern Fet.> Im Datenblatt findet sich der Eintrag: "Switch On Resistance RDSon".
Ihr vergesst alle, dass zumindest die Spule auch noch einen ohmschen
Anteil hat!
> Zudem hat der TO ja noch die Möglichkeit seine Anforderung ein wenig zu> tunen.> 12 Volt Schaltungen laufen i. A. auch noch prima mit 11,5V oder so.> Das gibt ein wenig Extrareserve.
An den Reserven rumzuknabbern ist doch Pfuscherei.
Klar, aber wie sollte man denn in einem Schaltregler Datenblatt einen
Dropout angeben? Weil ihr die Angabe ja die ganze Zeit sucht.
Man kann höchstens den ohmschen Widerstand oder die Sättigugnsspannung
vom Schalttransistor angeben, wie auch oben schon gefunden.
Simon K. schrieb:> Man kann höchstens den ohmschen Widerstand oder die Sättigugnsspannung> vom Schalttransistor angeben, wie auch oben schon gefunden.
Wie oben schon bemerkt wurde: Auch die Max. Duty Cycle spielt mit rein.
Wenn der Schalttransistor nur 90% der Zeit "AN" sein kann, hilft auch
ein Rds(on) von 0.000001 Ω nicht weiter...
>Klar, aber wie sollte man denn in einem Schaltregler Datenblatt einen>Dropout angeben?
Das geht schon, wenn man will: Irgendeine "basic circuit" mit
spezifizierten Bauteilen angeben und die Meßergebnisse veröffentlichen.
Im Datenblatt des LM2576 gibt es ein Bildchen...
Εrnst B✶ schrieb:> Simon K. schrieb:>> Man kann höchstens den ohmschen Widerstand oder die Sättigugnsspannung>> vom Schalttransistor angeben, wie auch oben schon gefunden.>> Wie oben schon bemerkt wurde: Auch die Max. Duty Cycle spielt mit rein.> Wenn der Schalttransistor nur 90% der Zeit "AN" sein kann, hilft auch> ein Rds(on) von 0.000001 Ω nicht weiter...
Guter Punkt! Stimmt, danke.
Vielen Dank für all die Antworten.
Ich warte jetzt mal die Lieferung ab und teste dann einfach mal. Jedoch
würde mich noch interessieren was eigentlich passiert wenn die Spannung
unter 12V sinkt. Probiert der Regler dann immer noch voll durch zu
schalten (bzw. 91%)?