Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik tektronix 2430a reparatur


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von Trax X. (trax)


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Hi,
ich habe ein kauptes tektronix 2430a bekommen, beim einschalten kommen 
ziemlich fiehle fehler:
SYS-ROM: PASS
REG: PASS
SYS-RAM: FAIL
FPP: FAIL
WP: PASS
CKSUM-VNRAM*: FAIL
CCD: FAIL
PA: FAIL
TRIGS: FAIL

Ist das teil noch zu retten, und wen ja, welche ersatzplatinen brauche 
ich.

von coolcoker (Gast)


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Ich denke das kommt Du um das Studium des Handbuchs mit anschließender 
Fehlersuche nicht herum. Ersatzteile kann es bei Ebay bzw. speziellen 
Firmen in den USA geben.
Wenn Du Glück hast ist es nur eine fehlende Versorgungsspannung oder 
eine leere Speicherschutzbatterie. Alles andere wird meiner Meinung nach 
ein Projekt für Wochen.

von Trax X. (trax)


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ok, wo bekomme ich ein Handbuch?
ich habe das teil ganz nackter, ohne ales, nicht mal Netzkabel o.Ä. 
bekommen.

von coolcoker (Gast)


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Schau mal unter:
http://www.eserviceinfo.com/

Dort unter 'search' einfach '2430a' eingeben.

von coolcoker (Gast)


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Oft gibt es in den Tektronix Service Manuals auch Flussdiagramme zur 
Fehlersuche. Keine Ahnung ob das auch beim 2430A so war.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Das Oszilloskop gibt ja auch schon selbst den Hinweis "run self cal then 
run ext cal". Hierbei werden auch neue Daten in das ehemals gepufferte 
RAM geschrieben und dabei auch mögliche Prüfsummenfehler korrigiert.

Mit Glück ist der Inhalt des ehemals batteriegepufferten RAMs wieder so 
konsistent, dass auch andere Fehlermeldungen verschwinden. Jedoch sollte 
man zwischen Neukalibrierung und nächstem Selbsttest das Gerät auf 
keinen Fall ausschalten, da sonst der Speicherinhalt wieder 
verlorengeht.

Die Reparatur sollte auf jeden Fall dann mit einem Austausch der 
Batterie beginnen. Sofern sie nicht sogar von außen zugänglich ist, 
sollte man sie doch recht einfach auf einer der Leiterplatten, 
vermutlich in der Nähe des Hauptprozessors bzw. der daran 
angeschlossenen Speicherbausteine, finden.
Ob sie direkt eingelötet oder mit einem Halteclip befestigt ist, kann 
ich bei dem Gerät leider nicht sagen.

Goldcaps oder andere Doppelschichtkondensatoren waren zur damaligen Zeit 
noch nicht verbreitet.

von Lukas K. (carrotindustries)


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Wenn der Selbsttest meint, dass fast der ganze Analogteil defekt ist, 
würde ich auf eine falsche/fehlende Versorgungsspannung oder auf einen 
Fehler im Digitalteil (defekter Logik-IC oder so) tippen, der dafür 
sorgt, dass der Digitalteil nichtmehr mit dem Analogteil kommunizieren 
kann.

von Trax X. (trax)


Angehängte Dateien:

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Also sie sieht es nach der Kalibrierung aus.
ein teil scheint irgendwie ausgespert zu sein so das ich es nicht 
kalibrieren kan.

Was mir auch aufgefallen ist, wen er die normale Kalibrierung durchläuft 
flackert der Bildschirm etwas. (schlechte Stromversorgung? oder normal?)

von Lukas K. (carrotindustries)


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Trax Xavier schrieb:
> schlechte Stromversorgung?
Überprüft man immer als erstes.

Danach würde ich mir den SYS RAM vornehmen, denn wen Prozessor keine 
Daten speichern kann bzw. schwachsinn ausliest, dann kann dies zu den 
komischsten Fehlern führen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Vielleicht sind die relevaten Bauteile ja sogar gesockelt. Manchmal 
genügt es da auch schon, sie einmal aus dem Sockel herauszuziehen und 
wieder hineinzustecken, um die Oxydschichten dabei herunterzukratzen.

Zu der damaligen Zeit war es üblich, EPROMs zu sockeln. Vielleicht sind 
da ja im Laufe der Zeit ein paar Bits umgeklappt?

Ansonsten schließe ich mich der Empfehlung an, zunächst einmal alle 
Versorgungsspannungen zu messen.

Handelt es sich bei dem Flackern des Bildschirms um 
Helligkeitsschwankungen oder einzelne "Nadeln" bzw. kurze horizontale 
Striche? Letztere müssen kein Fehler sein, sondern können daher kommen, 
dass die Zugriffe auf das Video-RAM zwischen CPU und Ansteuerung nicht 
synchronisiert sind. Das war "damals" durchaus üblich und muss daher 
nicht zwingend ein Fehler sein.

von Jochen F. (jamesy)


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Gute Hilfen sind auch die Webseiten von bama.edebris.com, 
www.ebaman.com, w140.com und ko4bb.
Sehr informativ ist auch die Yahoogroup "TekScopes", besonders deren 
Archive.
Der o. g. Fehler riecht nach einer oder mehreren Versorgungsspannungen, 
die entweder pulsieren (Elko) oder ausgefallen sind (Diode), solche 
Multi-Fehler sind dann eine logische Folge.

von Trax X. (trax)


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>Handelt es sich bei dem Flackern des Bildschirms um Helligkeitsschwankungen

Ja genau, Helligkeitsschwankungen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Dann ist die Stromversorgung nicht in Ordnung.

von Andrew T. (marsufant)


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Trax Xavier schrieb:
> Also sie sieht es nach der Kalibrierung aus.
> ein teil scheint irgendwie ausgespert zu sein so das ich es nicht
> kalibrieren kan.

Schön beobachtet, und die Lösung steht auch auf dem Bildschirm: Manual 
lesen, dort steht dann Cal. Jumper auf der Platine setzen.

>
> Was mir auch aufgefallen ist, wen er die normale Kalibrierung durchläuft
> flackert der Bildschirm etwas. (schlechte Stromversorgung? oder normal?)

Liegt defintiv nicht an der Stromversorgung, sondern ist vollkommen 
normal beim Self Cal. Ablauf.


> Ist das teil noch zu retten, und wen ja, welche ersatzplatinen brauche
> ich.

Zu retten ist es mit viel Geduld und ob sich der Aufwand für Dich lohnt: 
Mußt Du letztlich  selber entscheiden.

Ersatzplatinen benötigst Du keine.

von micabu (Gast)


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Hallo,

ich habe gerade einen änlichen Fehler bei meinem 2432A behoben.
Den habe ich mir selbst eingebaut beim Wechsel der NVRAMS. Eine 
Verbindung gekappt.
(Bei meinem war keine Batterie mehr verbaut sondern die blöden 
Dalles-Chips verbaut)
Der Fehler ist definitiv im SYS-RAM zu suchen. Solange hier kein "PASS" 
steht ist der Rest eine folge dessen Fehler.
Du kannst im "EXT-DIAG" Menü einen separaten Test der SYS-RAM 
Komponenten ausführen und sehen welcher baustein betroffen ist. Da die 
Dinger noch ziemlich diskret aufgebaut sind sollte sich das einkreisen 
und beheben lassen.


Gruß,
Micha

von dfgfdsh (Gast)


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...und das flackern war zumindest bei meinem 2432a seit Anfang an 
vorhanden - also das ist wohl kein Problem.

von Dennis S. (bzzzt)


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Ich habe ein 2440 (den großen Bruder, sozusage), daher gebe ich auch mal 
meinen Senf dazu:

- Das Flackern kommt einfach, wenn der Prozessor zu tun hat und ist 
normal. Wenn er mehr zu tun hat, flackert es doller als wenn es nichts 
zu tun gibt. Also z.B. bei AVG-Acquire stärker als beim normalen 
Acquire. Ist halt nur ein armer m68k.
- Die Dallas NVRAMs sind blöd, aber man kann die Batterie auch 
rausschneiden und durch eine externe ersetzen. Bei Bedarf kann ich das 
näher beschreiben.
- SYS-RAM FAIL heißt nicht, dass die Batterie defekt ist, das wird durch 
ein 4700 BATT FAIL und ein NVRAM CKSUM FAIL nach einem Kaltstart 
angezeigt. SYS-RAM testet den Speicher, da ist es Wurst, ob die 
NVRAM-Batterien gehen oder nicht.

- Die CCD- und PA-Fehler (evtl. auch Trigger? Erinnere mich gerade nicht 
genau) sind höchstwahrscheinlich Folgefehler, weil das Gerät 
unkalibriert ist. War bei mir zumindest so.

von sami (Gast)


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Guten abend
Ich habe eine in 2430, um diese Probleme zu geben, 
8112,8122,8132,8142,8220,8400,8500,8620,9200,9212,9222,7211,7213,7223,72 
24.  helfen.Viele danke

von Helmar (kalundborg)


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Hallo Gemeinde,

ich stehe vor dem Problem, daß bei meinem Oszilloskop Tektronix 2430A 
der Tausch der NVRAM-Batterien ansteht. Alles was ich bisher in den 
einschlägigen Foren und auch hier gelesen habe deutet auf diesen Fehler 
hin und vom Alter des Gerätes her paßts ja auch. Jetzt hab ich die Kiste 
auch auf bekommen und schon zwei Kondensatoren im Netzteil ersetzt. 
Leider ist bei mir keine externe Batterie verbaut sondern die Batterie 
mit eingegossen in die Chips. -> das ist ja echt geplante Obsoleszenz.

Da ich das Gerät schon lange kenne und weiß, daß es sonst in Ordnung ist 
würde sich also eine Reparatur schon lohnen. Jetzt hab ich mal die 
Optionen durchgespielt die ich habe.

- neue Chips Kaufen und einlöten, gibts für unter 20€ in der Bucht
  Problem -> wie kommen die Daten vom alten Chip auf den neuen?
          -> die neuen Chips sind auch nur NOS-Ware, wie lange wird 
deren
             Batterie halten?

- die alten Chips auf der Fräse bearbeiten und externe Batterie anbauen
  Problem -> Überstehen die Daten auf dem Chip diese Prozedur?
          -> läßt sich die alte Batterie elektrisch trennen, oder wird 
sie
             dann die neue entladen?
          -> Was mache ich, wenn der Aktion tatsächlich ein Chip zum 
Opfer
             fällt?

Wie man sieht, die Möglichkeiten des Scheiterns sind vielfältig. Ich 
würde ja persönlich die Chipoperation mit neuer Batterie bevorzugen, 
weil ich wenig Sinn darin sehe genauso alte unbenutzte Chips einzulöten, 
deren Batteriezustand unbekannt ist.

Mir wäre allerdings etwas wohler, wenn ich eine Rückfallebene hätte.
-> Gibt es hier jemanden, der diese Chips auslesen kann und auf einen 
neuen schreiben kann? Oder hat jemand einen Datensatz für dieses 
Oszilloskop, der er auf neue Chips schreiben kann? Ich hab solche 
Möglichkeiten nicht und wäre da auf Hilfe angewiesen.

Bin über alle Tips dankbar, Gruß Kalundborg

von BastelIng (Gast)


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Vorsicht beim Auffräsen. Ich habe mal eine etwas abgewandelten Chip 
auffräsen wollen und die Batterieleitung tödlich getroffen. Es war eine 
wohl etwas abgewandelte Variante als Alternativebestückung.. War nur 
eine andere Anwendung. Hier ein xy Koordinatentisch in einem alten 
Stratasys 3D Drucker. Von vielen anderen Dallas Chips gibt es ja 
Röntgenbilder im Netz. Nur von meinem in 2019 nicht ..

von Helmar (kalundborg)


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Ja die Gefahr, das man ins "Material" fährt ist natürlich immer da. Aus 
diesem Grunde ist mein Plan, die Chips vor der OP auszulesen. Ich hoffe 
das klappt jetzt mit meinem Bekannten und ich würde das was man da 
vorfindet im idealfall gleich noch auf Ersatzchips schreiben lassen. 
Dann hätte ich zumindest einen zweiten Versuch.

Alternativ denke ich gerade über die Verwenung von FRAM´s nach, das soll 
wohl auch schon jemand erfolgreich durchgezogen haben für den 
DS1235YW-120 wurde da ein FM18W08 von Cypress eingesetzt. Dann wäre man 
das leidige Batteriethema final los.

Beste Grüße

von Soul E. (soul_eye)


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Beim 2465B wird FRAM regelmäßig als Dallas-Ersatz verwendet, das scheint 
zuverlässig zu laufen.

Dort gibt es das inoffizielle GPIB-Kommando "earom" zum Auslesen des 
NVRAMs. Vielleicht hat der 2430A etwas ähnliches implementiert.
1
ID?
2
ID TEK/2465B,V81.1,SYS:FV02,BB:FV01,CTT:FV01,GPIB:FV02;
3
KEY 0
4
ÿ
5
EAROM?
6
EAR 0:55,1660,9884,9878,1712,9932,1735,1754,9940,9944,1778,631,8816,626,625,8842,8777,583,8774,8774,607,117,8222,8222,31,8222,15649,15788,15563,15718,8106,16299,8102,16286,8108,558,557,8745,552,7795,16028,15841,4096,16285,16285,16289,16283,8106,8938,743,8934,743,1952,10282,2101,2120,10292,2119,10292,91,10284,2101,10313,2102,2119,2099,8282,830,818,812,9842,1617,1648,1627,728,709,6200,3761,3743,9988,10015,558,8742,8565,346,1201,1201,1239,9144,1201,9102,8951,9119,8969,8883,8931,1398,1636,1453,9350,1233,1201,9092,1154,9050,8883,8883,8880,194,193,8358,2008,2060,7,8106,15574,199,253,226,255,87,111,54015,64224,511,65419,1279,65372,4606,64937,41591,65433,40175,65315,24829,64768,8433,64992,383,65300,255,65299,19447,65399,36863,65352,8959,49103,8703,65480,37343,64820,65007,64899,5359,65283,2557,32270,50174,63232,4847,23408,1248,65500,45167,28436,35455,61271,50161,32512,9614,11208,11516,3364,11536,11524,11524,11496,11480,3280,11492,11504,11496,3260,11444,3260,4106,4106,4106,4106,4106,4570,3358,11196,2804,2682,2636,10800,2588,2582,2592,10786,2592,2588,2592,10786,3000,3000,3000,3000,3000,3774,11962,11962,11970,11962,11950,11950,11914,3642,3554,3554,10170,11060,7976,15458,15577,7386,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,8105;

von Christian M. (likeme)


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ich glaube Trax fährt gerade zum Wertstoffhof!

von Helmar (kalundborg)


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Hallo Gemeinde,

ja tatsächlich scheint das auch bei dem 2430A diesen Befehl zu geben. 
Jetzt hab ich in einem anderen Forum sogar die ausgelesenen Daten dieser 
Chips gefunden. Das ist erstmal gut so, was da zu haben.

Wenn die Sockel da sind werde ich die se einlöten und nochmal mit den 
originalen Chips starten. Dann könnte man versuchen die Daten 
auszulesen. Im Handbuch meine ich auch gelesen zu haben, daß man die 
Daten verschieben kann in einen anderen Speicherort. Das wirkt für mich 
jedoch alles sehr kryptisch.

Wenn ich jetzt ersatzhalber die Daten aus dem Forum nehme und auf Fram´s 
schreibe sollte das ja alternativ auch funktionieren.

Gibt es freie Software zum auslesen und schreiben dieser chips, die auch 
ein nicht Profi bedienen kann? Dann könnte ich das ja selbst versuchen. 
Was braucht man für einen Adapter / Lese-Schreibgerät?

Beste Grüße

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Helmar schrieb:
> Was braucht man für einen Adapter / Lese-Schreibgerät?

Die hauseigenen Produkte von Batronix unterstützen auf jeden Fall den
FM1808. Ob der FM18W08 auch dazu gehört, weiß ich nicht, aber da die 
Software des Programmiergerät bei denen direkt im Haus entwickelt wird, 
können die das sicherlich schnell beantworten und ggf. den Chip 
freigeben. Ob die anderen Geräte von Conitec oder Elnec den Baustein 
unterstützen, habe ich nicht nachgesehen.

https://www.batronix.com/versand/programmiergeraete/programmiergeraete.html

Alternativ bietet Batronix auch einen Programmierservice an:

https://www.batronix.com/versand/brennservice/index.html

von Soul E. (soul_eye)


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Helmar schrieb:

> ja tatsächlich scheint das auch bei dem 2430A diesen Befehl zu geben.
> Jetzt hab ich in einem anderen Forum sogar die ausgelesenen Daten dieser
> Chips gefunden. Das ist erstmal gut so, was da zu haben.

Die ausgelesen Kalibrierdaten von einem anderen Gerät nützen Dir nichts, 
da die Bauteiltoleranzen individuell unterschiedlich sind. Du kannst die 
Dateien nutzen um zu plausiblisieren, ob das was Du ausgelesen hast 
realistisch aussieht. Mit fremden Korrekturdaten im Gerät wirst Du aber 
um eine Neu-Justage nicht herumkommen, und die kannst Du auch mit leerem 
NVRAM machen.


> Gibt es freie Software zum auslesen und schreiben dieser chips, die auch
> ein nicht Profi bedienen kann? Dann könnte ich das ja selbst versuchen.
> Was braucht man für einen Adapter / Lese-Schreibgerät?

Das FRAM mit Adapterplatine ist als 1:1 Ersatz für den Dallas-Chip 
gedacht. Die Ansteuerung auf der Leiterplatte muss nicht geändert werden 
und die Firmware braucht auch nicht gepatcht werden.

Daraus folgt unmittelbar, dass sich die beiden Bauteile auch anderswo 
gleich verhalten werden. Du kannst also das FRAM mit der Einstellung für 
den DS1235YW lesen und schreiben.

: Bearbeitet durch User
von Helmar (kalundborg)


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Soul E. schrieb:
> Die ausgelesen Kalibrierdaten von einem anderen Gerät nützen Dir nichts,
> da die Bauteiltoleranzen individuell unterschiedlich sind. Du kannst die
> Dateien nutzen um zu plausiblisieren, ob das was Du ausgelesen hast
> realistisch aussieht. Mit fremden Korrekturdaten im Gerät wirst Du aber
> um eine Neu-Justage nicht herumkommen, und die kannst Du auch mit leerem
> NVRAM machen.

-> Das ist richtig, aber es gab Mitstreiter, da hat die Kiste mit leeren 
neuen FRAM´s gar nichts mehr gemacht. Ob da noch weitere Fehler die 
Ursache für waren kann ich natürlich nicht sagen. Aber er hat seine mit 
Fremddaten wieder zum Laufen gebracht.

Nicht optimal, gewiss, aber für den Hobbybereich ist es wahrscheinlich 
auch so akzeptabel und als Plan C immerhin eine Option.

Beste Grüße

: Bearbeitet durch User
von Helmar (kalundborg)


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So kleines Update:

Ich habe über Ebay Dalls Chips DS1235YW-120 gekauft und die 
versuchsweise mal eingebaut. Soweit startete das Scope gut mit den 
üblichen Fehlern. Ich habe dann einen Kaltstart durchgeführt und die 
Selbstkalibrierung, sowie die komplette Extended Cal. Dalles wurde 
schließlich bestanden und auch die Selbsttests und Extended Diagnostik 
verliefen erfolgreich. Allerdings sind offenbar alle Daten gelöscht, 
wenn ich das Scope aus, und wieder einschalte. Das könnte jetzt daran 
liegen, daß die Batterieen in den neuen NVrams auch schon leer sind, 
oder es fehlen tatsächlich irgendwelche Daten von den alten NVrams.

Im Netz gibt es dazu verschiedene Meinungen, die einen Behaupten man 
tausch die Chips, muß eine komplette Kalibrierung durchführen und gut 
ist. Die anderen behaupten ohne die Daten von den originalen NVrams wird 
das nie gut enden, oder das Scope läßt sich nicht kalibrieren.

Na mal sehen, ich hab jetzt auch Frams bestellt (hatte es leider erst 
gesehen, als ich die Dallas schon bestellt hatte) und werde mit denen 
dann die Zeremonie wiederholen. Die dürften ihre Daten ja dann 
hoffentlich nicht mehr vergessen. Ich bin gespannt und werde berichten.

Beste Grüße

von Helmar (kalundborg)


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So für die Leidensgenossen, und die die es werden hier mal ein Update.

Die Ersatzchips F-Ram FM18W08 sind gekommen. Ich hab die eingebaut und 
das Scope ließ sich auch Starten danach. Es kamen natürlich die 
bekannten Fehlermelungen. Nach einen Kaltstart und anschließender 
Extended Calibration waren dann Die Fehler weg und auch die Selbsttest 
alles bestanden. Ein Fehler Trigger Modus hielt sich recht hartnäckig, 
aber nach einer erneuten Kalibrierung war dann auch der weg. Die Daten 
bleiben auch drin und das Scope startet jetzt wieder ganz normal ohne 
Fehler. Damit ist die Sache erledigt.

Ich persönlich finde das die beste Lösung, weil das Thema damit 
dauerhaft vom Tisch ist. Die F-Rams gin´bts in der Bucht bereits auf 
DIP28 Sockel und sind Plug and Play mäßig austauschbar. Danach alle 
Speicher löschen und Kaltstart durchführen. Dann die Extenede 
Calibration nach Menüführung durchführen. Kann mehrmals erforderlich 
sein.

Die Lösung mit dem Aufschneiden der Chips und diese auf externe Batterie 
umbauen hab ich verworfen und ich werde auch die Daten aus den alten 
Chips nicht mehr auslesen (Falls da überhaupt noch was ist).

Also bei mir ging es so, andere im Netz behaupten man müsse da die Daten 
von den alten Chips drauf haben sonst gehts nicht.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Helmar schrieb:
> Die Lösung mit dem Aufschneiden der Chips und diese auf externe Batterie
> umbauen hab ich verworfen

Vielleicht kannst Du Bilder von den Chips einstellen oder diese an 
Richard zum Zerlegen spenden.

von Helmar (kalundborg)


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Du meinst die ausgebauten chips? Wofür soll ich die Spenden und was 
macht Richard damit?

Die alten würde ich tatsächlich gern noch da behalten, aber ich hab die 
gleichen noch mal bestellt (bevor ich die F-rams gefunden hab) die 
könnte ich zur Verfügung stellen.

Beste Grüße

von Helmar (kalundborg)



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Anbei noch ein paar Beilder von den Frams, Doppelplatine oben und von 
der extended Diagnostic / Cal nach Chiptausch und kompletter 
Kalibrierung

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