Hallo,
ich möchte gerne folgende Schaltung im Auto verwenden.
Sie soll das Relais 19 (VW Polo) für den Scheibenwischer ersetzen.
Nun habe ich mir aus verschiedenen Quellen (zum Teil gegenteilig
lautende) Informationen zusammengesucht, und versucht in meinem Aufbau
umzusetzen.
Vor allem bei der Eingangsbeschaltung der µC-Eingänge bin ich mir
unsicher.
Bevor ich das ganze nun zusammenlöte, wäre mir lieb, wenn ihr da kurz
rüberschauen könnt, ob das so grundsätzlich in Ordnung ist, oder ggf.
noch Änderungen vorgenommen werden müssen.
Vielen Dank im Voraus,
Michael
Eingangsseitig geht das so, wenn die Signale Bordspannungspegel haben.
Für das Relais mußt Du eine Emitterschaltung benutzen und eine
Freilaufdiode ranklemmen.
Die Widerstände zum Controller
(R15, R7 usw) würde ich nicht
verwenden.
Denk beim Programmieren daran,
dass du die internen Pullups
nicht aktivierst. Sonst täuscht
sich der Controller womöglich
selbst ein High-Signal vor.
Muss das Relais mit einem Anschluss
auf Massen liegen?
Wenn nein, leg es zwischen +12V und
dem Kollektor des Transistors.
Mit 4,3V wird das 12V Relais wohl nur halbgar
oder gar nicht schalten.
Besorg dir schon mal einen Feuerlöscher oder
lass den Wagen in der Garage stehen wenn die
Schaltung eingebaut ist. Ist besser für dich und andere.
Ja schrieb:> Freilaufdiode am Relais ?
Hab ich vergessen, richtig.
Ja schrieb:> StatusLED besser paralell zum Relais.> Belastet den Port weniger.> 100nF sollten näher am Regler als der Elko sein.
Ist geändert.
Micha H. schrieb:> Eingangsseitig geht das so, wenn die Signale Bordspannungspegel haben.
Ja, haben sie.
> Für das Relais mußt Du eine Emitterschaltung benutzen und eine> Freilaufdiode ranklemmen.
Ebenfalls geändert.
Ja schrieb:> Werden Pullups vom µC benutzt ?
Wollte ich eigentlich, weil ich das bei meinem letzten Projekt so
gemacht hatte, aber hier machts keinen Sinn, sehe ich gerade.
holger schrieb:> Mit 4,3V wird das 12V Relais wohl nur halbgar> oder gar nicht schalten.>> [...]
Wie kommst du auf 4,3V?
Ben _ schrieb:> Schau Dir mal das VW Wischerrelais mit der Nummer 99 an. Das kann> progammierbare Wischintervalle.
Das kenne ich. Das wertet allerdings nicht das Tachosignal aus, und
schaltet dann nicht zurück auf den Interval-Betrieb, wenn das Auto
steht.
Da wird bestimmt auch der ein oder andere Eingang auf Masse geschaltet.
Schau doch nochmal zu Sicherheit wie gross die internen PullUps sind.
Nicht das du einen Spannungsteiler im undefinierten Bereich baust.
(Ich meine was mit 30-50kohm in erinnerung zu haben...)
Ich bin enttäuscht :-(
Kein einziger Warner vor unvermeidlichem Versicherungsverlust, Erlöschen
der ABE, Toten, lebenslangem Ruin.
Leute, das kann doch nicht wahr sein. Es muss doch einen geben, der
darauf hinweist??
Nein, ich mach das nicht :-)
Ja schrieb:> Da wird bestimmt auch der ein oder andere Eingang auf Masse geschaltet.> Schau doch nochmal zu Sicherheit wie gross die internen PullUps sind.
Die sind 20...50kOhm groß laut Datenblatt.
Ich habe das Programm aber jetzt so angepasst, dass ich ohne die Pullups
auskomme. Einzig beim Tachosignal kenne ich noch nicht das exakte
verhalten des Signals. Ob es Impulse nach Masse gibt, oder 12V, jeweils
im Wechsel, oder ob das Ende "offen" ist, wenn nicht aktiv, muss ich
morgen mal ausmessen. So oder so dürfte es jedoch kein Problem sein,
denke ich?!
> Nicht das du einen Spannungsteiler im undefinierten Bereich baust.> (Ich meine was mit 30-50kohm in erinnerung zu haben...)
Wie meinst du das? Wenn ich als Signal 10-14Volt anliegen habe, liege
ich hinterm Spannungsteiler ab etwa 3,8V aufwärts. Hab die Zahlen grade
nicht hier... Wenn der Eingang nach Masse geschaltet wird, ist das doch
unkritisch, oder nicht?
Noch eine kurze Frage:
Erfüllen die Tiefpässe an den Eingängen (z.B. R14, C7) eine weitere
"schützende" Funktion für den AVR oder könnte ich die nicht auch
weglassen? Entprellen der Schalter erledige ich nämlich ohnehin in der
Software.
>Erfüllen die Tiefpässe an den Eingängen (z.B. R14, C7) eine weitere>"schützende" Funktion für den AVR
Man kann sich damit höherfrequente Störungen vom Hals halten und nur
"ernstgemeinte" Pegelwechsel auswerten.
MfG Paul
Michael Schikora schrieb:> Ich eine Z-Diode vor die Eingänge setzen.> Sonst hast Du fix mal hohe Spannung am Eingang
Reichen die internen Dioden nicht aus?
Michael G. schrieb:> Michael Schikora schrieb:>> Ich eine Z-Diode vor die Eingänge setzen.>> Sonst hast Du fix mal hohe Spannung am Eingang>> Reichen die internen Dioden nicht aus?
Hallo Michael,
mal zusammengefasst:
- Die internen Schutzdioden auf Vcc reichen vollkommen aus, Du musst nur
den Strom begrenzen. Eine Zenerdiode am Eingang brauchst Du nicht.
- Die 100 nF kannst Du reinmachen, aber auch weglassen. Ich würde Dir
empfehlen, spannungsfeste 100 nF Keramik direkt an den Steckerpin gegen
GND zu machen, um Spikes loszuwerden. Die Entprellung kannst Du auch in
SW machen.
- Deine Eingangsbeschaltung ist ein bisschen übervorsichtig ausgelegt.
Ein einfacher Längswiderstand reicht für ein Digitalsignal eigentlich
völlig aus; bei High fließt dann eben ein Strom über den Längswiderstand
und die Schutzdioden. Solange Du innerhalb der max ratings bleibst, sehe
ich da aber keinerlei Problem. Du musst ja nur Low und High sauber
unterscheiden, ohne den Eingang zu töten. Der genaue Pegel ist eher
egal.
Ob Du Pullup-/Pulldown-Widerstände brauchst, musst Du selbst wissen.
- Deine Spannungsversorgung sieht ganz sinnvoll aus. Die Zenerdiode hält
zwar die eigentlich geforderten 28V nicht aus, aber das ist im
praktischen Einsatz ziemlich egal. Verwende aber eine
Überspannungsschutzdiode, sonst kannst Du sie auch gleich weglassen.
- Hat Dein Spannungsregler einen hinreichend großen Eingangsbereich?
Viele LDO können nur maximal ca. 12V.
- Wenn Deine Spannung hinter dem Hauptrelais hängt, d.h. erst mit der
Zündung eingeschaltet wird, kannst Du die Verpolschutzdiode eigentlich
auch weglassen. Falls Du sie trotzdem drinlässt, setze sie vor die
Zenerdiode.
- Dass das Relais Lowside geschaltet werden muss, hat man Dir ja schon
gesagt, in Deiner verbesserten Schaltung ist das ja schon
berücksichtigt.
Viel Erfolg!