Beim Spannungsmessen an einem Kondensator ist mir aufgefallen, das die Spannung viel langsamer abfällt als nach der Kapazität und der 10 MOhm Eingangsimpedanz vom DMM zu erwarten ist. Also habe ich mal den DMM-Eingang mit einem zweiten DMM (vom Typ Voltcraft VC8X0) gemessen, aber die Anzeige des Widerstands schwankt ständig; die 10 MOhm sind nur ein Schätzwert! Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM und wieso ist die nicht ohmsch?
Erwin Meyer schrieb: > wieso ist > die nicht ohmsch? Weil sich im Inneren ein irgendwie gearteter A/D-Wandlungs-Teil befindet der beliebig komplex aufgebaut sein kann und ggf. geschaltete Kapazitäten beinhaltet. > Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM Das hängt voll und ganz vom Multimeter ab. Pauschalisieren kann man das nicht. Steht nicht im Datenblatt evtl. "Eingangsimpedanz > 10MOhm"?
Bei dem HP34401 kann man in den beiden unteren Gleichspannungsmessbereiche 1V und 10V die Eingangsimpedanz zwischen den beiden Werten 10Mohm und 10Gohm auswählen. ( Die Einstellung findet man im Menue ). In den höhere Messbereichen 100V und 1000V ist der Eingangswiderstand fest auf 10Mohm eingestellt. Ralph Berres
Wenn Du den Eingangswiderstand bestimmen willst würde ich Dir die Spannungsteilermethode empfehlen. Einfach einen Vorwiderstand davor setzen und dann die angezeigte Spannung mit der von Deiner Quelle vergleichen. Der Vorwiderstand muss natürlich in der Größenordnung von Deinem Multimeter sein.
Erwin Meyer schrieb: > Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM Eben jene 10 MOhm > und wieso ist > > die nicht ohmsch? Ohmsch (reel) ist diese für die Kondenstormessung schon. Allerdings darfst Du nie vergessen, dass da durchaus Dein DMM als "Quelle" wirkt: auch ein paar nA/zig pA Strom wegen Bias der Eingangsverstärker machen sich bei der Kondensatormessung bemerkbar.
Aha, danke für die Infos. Eigentlich passt das weil ich geringe Spannungen messen will und mit dem langsamen Abklingen sind die besser messbar.
Den Eingangswiderstand eines DMM bestimmt man relativ gut indem man einen hochwertigen Kondensator z.B. 0,4 µF oder so an die dc Eingangsbuchsen direkt anschließt und danach das DMM mit 10 V dc mindestens 10 min speist. Danach die dc Quelle abziehen (nicht ausschalten also trennen) und die Zeit bis zur Erreichung der halben Spannung messen. Dann kann man rechnen über die Entladefunktion einer Kapazität.
Erwin M. schrieb: > Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM und wieso ist > die nicht ohmsch? Die üblichen ICL7106 Multimeter haben weit mehr als 10MOhm Eingangswiderstand (Eingangsleckstrom 1-10pA bei 0.2V bringt 20 TeraOhm, und es gibt keinen zu ladenden Kondensator, ist ja ein dual slope und kein uC-A/D), aber extra einen 10MOhm Widerstand parallel zu Eingang, einerseits um ohne Klemmen auf 0V zu kommen, andererseits um einen definierten Eingangswiderstand zu besitzen: Dann reicht ein Vorwiderstand als Spannungsteiler für höhere Spannungen. Es kann natürlich sein, daß dein Multimeter anders ist, heute sind ja oft vergewaltigte Microprozessoren im DMM eingesetzt oder sie haben sich den Widerstand gespart.
Erwin M. schrieb: > aber die Anzeige des Widerstands schwankt ständig Dann schalte das Autorange ab.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.