Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eingangswiderstand vom DMM?


von Erwin M. (nobodyy)


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Beim Spannungsmessen an einem Kondensator ist mir aufgefallen, das die 
Spannung viel langsamer abfällt als nach der Kapazität und der 10 MOhm 
Eingangsimpedanz vom DMM zu erwarten ist. Also habe ich mal den 
DMM-Eingang mit einem zweiten DMM (vom Typ Voltcraft VC8X0) gemessen, 
aber die Anzeige des Widerstands schwankt ständig; die 10 MOhm sind nur 
ein Schätzwert!
Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM und wieso ist 
die nicht ohmsch?

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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Erwin Meyer schrieb:
> wieso ist
> die nicht ohmsch?

Weil sich im Inneren ein irgendwie gearteter A/D-Wandlungs-Teil befindet 
der beliebig komplex aufgebaut sein kann und ggf. geschaltete 
Kapazitäten beinhaltet.

> Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM

Das hängt voll und ganz vom Multimeter ab. Pauschalisieren kann man das 
nicht. Steht nicht im Datenblatt evtl. "Eingangsimpedanz > 10MOhm"?

von Ralph B. (rberres)


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Bei dem HP34401 kann man in den beiden unteren 
Gleichspannungsmessbereiche  1V und 10V die Eingangsimpedanz zwischen 
den beiden Werten 10Mohm und 10Gohm auswählen. ( Die Einstellung findet 
man im Menue ). In den höhere Messbereichen 100V und 1000V ist der 
Eingangswiderstand fest auf 10Mohm eingestellt.

Ralph Berres

von Christian B. (casandro)


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Wenn Du den Eingangswiderstand bestimmen willst würde ich Dir die 
Spannungsteilermethode empfehlen. Einfach einen Vorwiderstand davor 
setzen und dann die angezeigte Spannung mit der von Deiner Quelle 
vergleichen. Der Vorwiderstand muss natürlich in der Größenordnung von 
Deinem Multimeter sein.

von Andrew T. (marsufant)


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Erwin Meyer schrieb:
> Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM

Eben jene 10 MOhm

> und wieso ist
>
> die nicht ohmsch?

Ohmsch (reel) ist diese für die Kondenstormessung schon.

Allerdings darfst Du nie vergessen, dass da durchaus  Dein DMM als 
"Quelle" wirkt: auch ein paar nA/zig pA Strom wegen Bias der 
Eingangsverstärker  machen sich bei der Kondensatormessung bemerkbar.

von Erwin M. (nobodyy)


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Aha, danke für die Infos.
Eigentlich passt das weil ich geringe Spannungen messen will und mit dem 
langsamen Abklingen sind die besser messbar.

von Malte (Gast)


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Den Eingangswiderstand eines DMM bestimmt man relativ gut indem man 
einen hochwertigen Kondensator z.B. 0,4 µF oder so an die dc 
Eingangsbuchsen direkt anschließt und danach das DMM mit 10 V dc 
mindestens 10 min speist. Danach die dc Quelle abziehen (nicht 
ausschalten also trennen) und die Zeit bis zur Erreichung der halben 
Spannung messen. Dann kann man rechnen über die Entladefunktion einer 
Kapazität.

von Michael B. (laberkopp)


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Erwin M. schrieb:
> Was kann man denn ansetzen als Eingangsimpedanz eines DMM und wieso ist
> die nicht ohmsch?

Die üblichen ICL7106 Multimeter haben weit mehr als 10MOhm 
Eingangswiderstand (Eingangsleckstrom 1-10pA bei 0.2V bringt 20 TeraOhm, 
und es gibt keinen zu ladenden Kondensator, ist ja ein dual slope und 
kein uC-A/D), aber extra einen 10MOhm Widerstand parallel zu Eingang, 
einerseits um ohne Klemmen auf 0V zu kommen, andererseits um einen 
definierten Eingangswiderstand zu besitzen: Dann reicht ein 
Vorwiderstand als Spannungsteiler für höhere Spannungen.

Es kann natürlich sein, daß dein Multimeter anders ist, heute sind ja 
oft vergewaltigte Microprozessoren im DMM eingesetzt oder sie haben sich 
den Widerstand gespart.

von Peter D. (peda)


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Erwin M. schrieb:
> aber die Anzeige des Widerstands schwankt ständig

Dann schalte das Autorange ab.

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