Forum: Offtopic Keiner sprach über Salatdressing bei Ehec Suche


von Klaus D. (kolisson)


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Nun ja , wie im Titel...
alles wird erfolglos gesucht und nicht gefunden.
Vielleicht sollte man mal die Dressings testen.

k.

von Uhu U. (uhu)


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Klaus De lisson schrieb:
> Vielleicht sollte man mal die Dressings testen.

Dressings sind natürlich theoretisch als Ursache denkbar, aber doch 
ziemlich unwahrscheinlich. Zumindest wenn die Hersteller nicht gerade 
frischen Wiederkäuermist als Würze verwenden und sich auch sonst an die 
Hygienevorschriften für die Nahrungsmittelindustrie halten.

Daß Pflanzenteile mit Gülle in Berührung kommen, ist viel 
wahrscheinlicher.

von (prx) A. K. (prx)


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Mein letzter Stand ist, dass man auf dem Sprossen-Hof den Erreger 
konkret nachweisen konnte.

von Jo O. (brause1)


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Klaus De lisson schrieb:
> Nun ja , wie im Titel...
> alles wird erfolglos gesucht und nicht gefunden.
> Vielleicht sollte man mal die Dressings testen.
>
> k.

Sehe ich auch so. Mein Favorit ist und war Joghurt, Sahne oder andere 
Milchprodukte im Dressing.

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung

"Eine andere, von den Medien bis vor kurzem sträflich vernachlässigte 
Infektionsquelle sind nämlich Produkte tierischen Ursprungs. So hat 
schon im Jahr 2009 die Iowa State University in Zusammenarbeit mit der 
Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) publiziert, dass sich Menschen 
vor allem durch den Verzehr nicht durchgebratenen Hackfleisches und 
anderer tierischen Produkte mit EHEC infizieren können. Darauf weist 
auch der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und 
Lebensmittelsicherheit hin. Er ergänzt, dass eine Übertragung durch 
Gemüse »eher selten« stattfindet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 
schließt sich dem an. Auch das Robert-Koch-Institut nennt mit Rohmilch, 
Rohwürsten und Lammfleisch Produkte tierischen Ursprungs als 
Risikofaktoren. Außerdem kann auch der direkte Kontakt von Menschen mit 
infizierten Tieren zu Ansteckungen führen."

von Uhu U. (uhu)


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Jo O. schrieb:
> Mein Favorit ist und war Joghurt, Sahne oder andere
> Milchprodukte im Dressing.

Die werden standardmäßig pasteurisiert, zumindest hierzuland und vor 
Rohmilchprodukten wird immer wieder mal gewarnt. Die zu Dressings zu 
verarbeiten ist nicht erlaubt.

von (prx) A. K. (prx)


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Jo O. schrieb:

> schließt sich dem an. Auch das Robert-Koch-Institut nennt mit Rohmilch,
> Rohwürsten und Lammfleisch Produkte tierischen Ursprungs als
> Risikofaktoren.

Die Verwendung solcher Produkte ist den betroffenen Personen meist 
bekannt. Ein Zusammenhang wäre also bereits früh aufgefallen.

> Außerdem kann auch der direkte Kontakt von Menschen mit
> infizierten Tieren zu Ansteckungen führen."

Auch hier wäre ein Zusammenhang offensichtlich gewesen. So arg viele 
Kühe laufen in Hamburg ja nicht frei herum.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Auch hier wäre ein Zusammenhang offensichtlich gewesen. So arg viele
> Kühe laufen in Hamburg ja nicht frei herum.

Wer weiß ;-)

von Jo O. (brause1)


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A. K. schrieb:
> Die Verwendung solcher Produkte ist den betroffenen Personen meist
> bekannt. Ein Zusammenhang wäre also bereits früh aufgefallen.

Soweit ich informiert bin, gibt es nur 2 bestätigte Fundstellen:
- Auf Gurke in Biotonne
- Auf Sprossen in Biotonne

Oder bin ich falsch informiert?


Natürlich sollten Salatdressings und Joghurts und Sahne pasteurisiert 
sein, aber z.B. Joghurt sind bei Auslieferung voll von ("probiotischen") 
Milchsäurebakterien. Und ein gutes Restaurant wird ja wohl keine 
fertigen Dressings benutzen.

Eine fehlerhafte Pasteurisierung oder eine Verunreinigung nach der 
Pasteurisierung sind nach meiner Meinung sehr wohl möglich.

Ein in die Biotonne ausgeschüttelter Joghurt (bevor der Becher in den 
gelben Sack kommt) würde die positiven Gurken und Sprossen Proben 
erklären.

Wie lassen sich sonst diese beiden Fragen schlüssig beantworten:
Wie kommen die Keime auf die Gurke?
Wieso haben nicht alle Kranken auch Sprossen gegessen?

von (prx) A. K. (prx)


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Jo O. schrieb:

> Soweit ich informiert bin, gibt es nur 2 bestätigte Fundstellen:
> - Auf Gurke in Biotonne
> - Auf Sprossen in Biotonne

http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13425867/Quelle-der-EHEC-Epidemie-identifiziert.html

von Jo O. (brause1)


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A. K. schrieb:
> Jo O. schrieb:
>
>> Soweit ich informiert bin, gibt es nur 2 bestätigte Fundstellen:
>> - Auf Gurke in Biotonne
>> - Auf Sprossen in Biotonne
>
> 
http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13425867/Quelle-der-EHEC-Epidemie-identifiziert.html

Für mich heißt "Gegenprobe":
ein zweites, unabhängiges Institut hat die selbe Probe untersucht.

von Uhu U. (uhu)


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Jo O. schrieb:
> Natürlich sollten Salatdressings und Joghurts und Sahne pasteurisiert
> sein, aber z.B. Joghurt sind bei Auslieferung voll von ("probiotischen")
> Milchsäurebakterien.

Das war mal. Damals® konnte man Milch mit handelsüblichem Joghurt impfen 
und in einem kleinen Brutmaschinchen 24-36 Stunden bebrüten und hatte 
dann frischen Joghurt.

Heute geht das nicht mehr, weil industriell hergestellter Joghurt nach 
der Fermentierung pasteurisiert werden muß. Wenn man damit Milch 
impft, hat man hinterher bestenfalls Sauermilch - die man auch ohne 
Impfung bekäme -, oder das Zeug fängt an zu faulen und wandelt sich in 
ein ausgesprochen widerliches Endprodukt um.

> Für mich heißt "Gegenprobe":
> ein zweites, unabhängiges Institut hat die selbe Probe untersucht.

und dafür dasselbe Testkit verwendet, wie der Erstuntersucher...

Die Labors arbeiten auf diesem Gebiet mittlerweile sehr zuverlässig und 
nach etablierten Standards.

von Jo O. (brause1)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das war mal. Damals® konnte man Milch mit handelsüblichem Joghurt impfen
> und in einem kleinen Brutmaschinchen 24-36 Stunden bebrüten und hatte
> dann frischen Joghurt.
>
> Heute geht das nicht mehr, weil industriell hergestellter Joghurt nach
> der Fermentierung pasteurisiert werden muß. Wenn man damit Milch
> impft, hat man hinterher bestenfalls Sauermilch - die man auch ohne
> Impfung bekäme -, oder das Zeug fängt an zu faulen und wandelt sich in
> ein ausgesprochen widerliches Endprodukt um.

Über diese Aussage von dir solltest du nochmal nachdenken:

http://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum
"Ein Probiotikum (Mehrzahl Probiotika), von gr. pro bios = ‚für das 
Leben‘, ist eine Zubereitung, die lebensfähige Mikroorganismen enthält. 
Es zählt zu den Functional-Food-Produkten. In ausreichenden Mengen oral 
aufgenommen, können Probiotika einen gesundheitsfördernden Einfluss auf 
den Wirtsorganismus haben,[1][2][3] das Ausmaß dieser möglichen Wirkung 
ist jedoch in vielen Fällen umstritten. Im Vergleich zu 
„konventionellen“ Lebensmitteln wurde eine erhöhte Wirkung nicht 
nachgewiesen.[4] Die am längsten als Probiotika angewendeten Organismen 
sind Milchsäurebakterien, aber auch Hefen und andere Spezies sind in 
Gebrauch."

von Uhu U. (uhu)


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Jo O. schrieb:
> "Ein Probiotikum (Mehrzahl Probiotika), von gr. pro bios = ‚für das
> Leben‘, ist eine Zubereitung, die lebensfähige Mikroorganismen enthält.
> Es zählt zu den Functional-Food-Produkten.

Das ist mir nicht neu. Nur ist eben industriell hergestellter Joghurt 
nicht von der Sorte und einen Grund, lebenden Joghurt zu Salatdressings 
zu verarbeiten, gibt es nicht.

von Oliver S. (phetty)


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Bevor ich so einen Yogurt mit Bitzelmännchen drin verzehre greif ich 
lieber zum Hefeweizen.

von Jo O. (brause1)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das ist mir nicht neu. Nur ist eben industriell hergestellter Joghurt
> nicht von der Sorte und einen Grund, lebenden Joghurt zu Salatdressings
> zu verarbeiten, gibt es nicht.

Ist der normale Naturjoghurt im Kühlregal, der i.A. nicht 
wäremebehandelt ist, nicht industriell hergestellt? Der Unterschied 
zwischen probiotischen und normalem (nicht wärmebehandeltem) 
Naturjoghurt ist die Art der Kultur.
Wenn du aber drauf bestehst, ist er meinetwegen normalerweise sogar im 
Autoklaven sterilisiert.

Mir ging es darum, dass bei der Herstellung bei einer Charge ein Fehler 
passiert ist. Das kann zumindest theoretisch auch bei fertigen 
Salatdressings der Fall sein. Dafür ist es völlig unerheblich, was 
normalerweise der Fall ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Oliver Stellebaum schrieb:

> Bevor ich so einen Yogurt mit Bitzelmännchen drin verzehre greif ich
> lieber zum Hefeweizen.

Dann solltest du aber auch eine radikale Antibiotika-Kur machen, um die 
üblichen paarhundert Gramm Bitzelmännchen in deinem Verdauungtrakt zu 
entsorgen. Da sind nämlich die gleichen dabei.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Sind nämlich die gleichen.

Nicht ganz und dieser kleine Unterschied ist entscheidend.

von Uhu U. (uhu)


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Jo O. schrieb:
> Das kann zumindest theoretisch auch bei fertigen
> Salatdressings der Fall sein. Dafür ist es völlig unerheblich, was
> normalerweise der Fall ist.

Aber vielleicht waren ja auch nur die Hamburger mal wieder böse und der 
Herr hat ihnen eine Strafe geschickt...

Oder die Illuminaten hatten mal wieder Schluckauf und mußten sich in den 
Salat übergeben.

Auf jeden Fall hamse jetzt den Salat.

von (prx) A. K. (prx)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Nicht ganz und dieser kleine Unterschied ist entscheidend.

Ich bezog das nicht auf Ehec, sondern auf davon freien probiotischen 
Joghurt. Einem Ehec-Joghurt ein Hefeweizen vorzuziehen dürfte auch 
antialkoholischen Bierverächtern nicht schwer fallen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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@ A.K.

Ne, die seinen kennt der Darm(Körper). Nur auf Fremde reagiert er mit 
Koliken, wie manch Mitmensch auch.

Nennt man dann auch gerne Xenophobie.
So ein Darm ist auch nur ein Mensch. ;-)

Namaste

von Michael S. (technicans)


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Winfried J. schrieb:
> Ne, die seinen kennt der Darm(Körper). Nur auf Fremde reagiert er mit
> Koliken, wie manch Mitmensch auch.

Manche werden die dann auch nicht mehr los und dann wird der Dünnpfiff
chronisch.

Ich hab mal gelesen, das manchen Patienten dann nur noch ne Darmspülung
mit Fäkalien die gesunde Verwandte gespendet hatten geholfen wurden.
Na, prost Mahlzeit und schöne Pfingsten.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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So verlief meine Helikobaktoraustreibung

Hatte immer wieder Probleme (im Ganzen fas 6 Jahre)damit, erst eine 
Symbioflorkur, von meiner Heilpraktikerin und Akupunkteurin verordnet, 
hat das weitestgehend gemildert.

Mahlzeit

Namaste

von Klaus D. (kolisson)


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Vielleicht hat einer der armen Billigarbeiter nach dem pissen
einfach sein Gemächt nicht perfekt gewaschen.
und schon ist es im dressing.

Eine grosse Gefahrenquelle sind wohl auch die fertig geschnittenen
Salate.

Klaus

von Michael S. (technicans)


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Winfried J. schrieb:
> So verlief meine Helikobaktoraustreibung

Der Untermieter sitzt aber im Magen und kann Gastritis, Magengeschwüre
oder sogar Darmkrebs verursachen. Um den los zu werden ist eine Therapie
mit drei Medikamenten nötig. Zwei verschiedene Antibiotika und einem 
Magensäurehemmer. Hatte auch schon das Vergnügen. Allerdings, ob man
den Heliobacter damit für immer los ist möchte ich bezweifeln.
Zumindest hat dann die eigene Immunabwehr Chancen wieder Herr der Lage
zu werden nach der Therapie.

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