Brettbordkabel ausstinken

Gast #2223032
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Habe mir ein paar Steckbrettkabel aus China bestellt und auch welche vom 
Conrad geholt. Scheint alles das gleiche Kram zu sein.
Sie stinken eklig nach Benzin,Petroleum,Chimie was weiß ich. Man bekommt 
bald Moräneanfälle davon im Kopf.
Kann man diese Stinkerei irgendwie ausdünstern? Per Hitze im Backofen 
ohne den Ofen zu versaubeuteln oder in der Mikrowelle oder im 
Spagettitopf in heissem Wasser?
Grad gestern kam ein Bericht im Fernseher wie man Silikonformen für 
Napfkuchen in 4 Stunden bei 200 Grad (find ich sehr heiss!!) auskocht 
damit sie benutzbar sind.
Ist das ein gangbarer Weg auch für kleine Kabel ohne Asche zu machen und 
Mutters Herd zu verhunzen?

Ich möchte nun echt gern in die Welt der Mirkokontroller einsteigen, 
Steckboard, Kabel, Widerstandssortiment.... alles da?
Persönliche Seite #2223051
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Diese Kunststoffe sind eben die billigsten die man in China auftreiben 
konnte, und die Weichmacher werden einfach nach Gutdünken reingekippt.

Du kannst die nicht wie Silikone behandeln. Die meisten Silikone halten 
für kurze Zeiträume 350°C aus. Über 120°C geht dein Board (sicherlich 
PVC) ziemlich sicher kaputt. Die Erweichungstemperatur kann noch tiefer 
liegen.

Versuchs mal mit 40-50°C 1-2 Stunden im Backofen, wenn Mami weg ist. 
Danach den Ofen komplett durchheizen, damit der Gestank weg ist.
Gast #2223080
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Anstelle der speziellen Breadbordkabel kann man auch zugeschittene 
isolierte Drähte verwenden. Das ist billiger und stinkt nicht. Ich 
benutze Drähte mit 0.8mm2 Querschnitt, die sind fest genug, um sie ins 
Breadboard zu bekommen und gleichzeitig gerade noch klein genug, um die 
Kontakte des Boards nicht sofort zu ruinieren.
#2223176
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Ich hatte noch nie richtige solche Kabel gekauft, immer nur mit so nem 
billigen isolierten Draht hab ich das gemacht. Da hat man immer die 
Länge richtig da, SEHR billig ist das und stinken tuts auch nicht. Mach 
ich schon seit ca. 4 Jahren so, da hatte ich noch nie Probleme!
Find ich eh ne Abzocke mit diesen kurzen Kabelstücken die dann so teuer 
sind
Gast #2223425
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... schrieb:
> stephanm schrieb:
>> 0.8mm2
>
> Was denn das so als Durchmesser?
> Ich bin grad zu faul das auszurechnen. :-)
>
> Wenn es mehr als 0,65 mm sind, dass würd ich auf zu dick tippen.
> 0,6 mm sind so das Optimum für meine Brettchen.

Kann sein, dass es 0.8mm Durchmesser waren (nicht Querschnitt). Ich 
schau nochmal nach.

Bei dünneren Drähten hatte ich das Problem, dass die nicht immer ohne 
abzuknicken in die Kontaktleisten zu kriegen waren - zumindest nicht von 
Hand. Meine 0.8mm Durchmesser fühlen sich bei der Handhabe in der Tat 
nicht sehr breadboardschonend an, in der Praxis habe ich bisher aber 
keine größeren Ausfälle an den Breadboardkontakten bemerkt.
Gast #2223706
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Abdul K. schrieb:

> Ich nehme nur selbstzugeschnittene Telefondrähte. Werden einfach aus
> Telefonkabel gemacht.

Telefondraht ist für viele Basteleien ideal.

Wenn man nur ein Stück altes 50x2x0,6 Installationskabel hat, das reicht 
schon eine Weile. Kann sogar vom Schrott sein, der ist zu 99,8% in 
Ordnung. Abisolieren, Kabel entmanteln, ist ja keine Kunst.

Gebrauchtes Kabel aus einem Abbruch wird nie mehr für Installationen 
verwendet, und landet immer im Schrott. Im Grunde eine große 
Verschwendung. Wenn es 20 Jahre im Leerrohr eines Gebäudes lag, ist da 
absolut nichts dran.

Ich nahm auch 0,6mm, aber Schaltdraht, verzinnt. Den gibt es 
preisgünstig z.B. auf der 500m-Rolle, aber es gibt ihn auch in 10m oder 
50m. Es ist nicht zu dünn, also keine Wackeler, und beschädigt auch die 
Kontakte nicht.

Wenn man sowas kauft, kann man sich also auch dickere 
Telefon-Installationskabel anschauen, je nachdem, wo der Preis am 
günstigsten ist. Bei Reichelt fand ich den Schaltdraht nicht, aber 
Telefonkabel. Der Baumarkt hat sicher auch was.

Mit 0,4-er Telefondraht, so was war in dicken Erdkabeln, verdrahte ich 
gelegentlich mal Lochrasterplatinen. Es läßt sich wunderbar verarbeiten, 
und zu Mini-Kabelbäumen auf der Platinenoberseite zusammen binden, damit 
die Sache trotz des Provisoriums noch sauber aussieht. Vor 35 Jahren 
angelte ich mir mal so ein Meterstück zersägtes Abbruch-Erdkabel aus dem 
Kabelschrott, von dem oberarmdicken Prügel habe ich heute noch die 
Hälfte. Der Rest überlebt mich sicherlich, und ist dann kein bißchen 
verrottet.

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