Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ROM ersetzen durch zwei kleinere EPROMs


von Armin (Gast)


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Hi!
Ich möchte ein 8MBit-ROM (entspricht einem EPROM 27c801 oder 27c080) 
ersetzen durch zwei EPROMs 27c4001, um einem Fernseher eine aktuelle 
Firmware zu verpassen. Warum ich mir nicht einfach ein passendes EPROM 
besorge? Nun, ich habe die kleineren EPROMs noch in der Ecke rumliegen 
und möchte sie gerne benutzen.

EPROM1 enthält die niedrige Hälfte der Firmware, EPROM2 die hohe.
Wie steuere ich die beiden EPROMs an? Mein Plan: Ich verbinde die 
Datenleitungen D0 bis D7 sowie die Adressleitungen A0 bis A18 
miteinander und mit dem Sockel des Original-ROMs.
Die höchste Adressleitung des ROMs A19 würde ich benutzen, um die beiden 
EPROMs mit /OE zu aktivieren: Ist A19 low, wird EPROM1 aktiviert; ist 
A19 high, wird EPROM2 aktiviert. Das würde ich mit einem Inverter 
erledigen, Verbindung also ROM_A19 -> EPROM1_OE -> Inverter -> EPROM2_OE

Mein Problem: Das Original-ROM wird sowohl über CS als auch über OE 
angesteuert. Ich muss diese beiden Signale also kombinieren. Meine 
Überlegung: Das Original-ROM wird nur dann aktiv, wenn beide Signale low 
sind (OE und CS sind low-aktiv). Wenn ich sie über ein OR-Gatter 
verknüpfe und mit CS der beiden EPROMs verbinde, müsste ich eigentlich 
das richtige Ergebnis haben:
- EPROMs sind nur aktiv (d.h. CS=low), wenn CS und OE low
- A19 schaltet zwischen der unteren und oberen Hälfte um

Was meint ihr, kann das klappen? Ich habe komischerweise leider keine 
passende Schaltung finden können - dafür gefühlte Millionen Anfragen 
usw. zum Chip-Tuning für Autos, brr!

Viele Grüße, Armin

P.S.: Die beiden EPROMs sind schnell genug (100ns wie das Original), 
hier sollte es kein Problem geben.

von Anja (Gast)


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Armin schrieb:
> P.S.: Die beiden EPROMs sind schnell genug (100ns wie das Original),
> hier sollte es kein Problem geben.

Durch den Inverter verlierst Du einige ns.

Und unter Umständen verläßt sich der Hersteller des Fernsehers darauf 
daß die Zugriffszeit per OE-Leitung kürzer ist als per Chip-Select.

OE liegt meist nur an der RD-Leitung des Prozessors die im Normalfall 
später aktiviert wird wenn die Adressleitungen bereits stabil sind.

Gruß Anja

von Armin (Gast)


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Hi Anja!
Das hast Du natürlich Recht. Bei diesem Prozessor handelt es sich um 
einen ST92R195, der mit 4 MHz getaktet wird. Ich kenne den Prozessor 
nicht, er wird aber wahrscheinlich einen internen Clock-Multiplier 
haben.

CS wird hier glaube ich genutzt, um das ROM im Standby abzuschalten. Das 
vermute ich jedenfalls, weil diese Leitung über einen Transistor samt 
Pull-up-Widerstand geschaltet wird. Hier dürfte also kein dynamisches 
Signal anliegen.
OE scheint dafür benutzt zu werden, um zwischen mehreren Adressbereichen 
umzuschalten. Hier gehts also ganz sicher dynamisch zu. Hm.

Was meinst Du, könnte die Schaltung denn prinzipiell funktionieren oder 
habe ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße, Armin

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