Hallo allerseits,
mal eine kurze Frage zu Zenerdioden:
Wenn ich meine Schaltung vor ÜBerspannung sichern möchte, dann kann ich
dafür Zenerdioden verwenden und dafür muss ich diese zwischen VCC und
GND installieren, wobei sie quasi von GND nach VCC orientiert sind. Ist
das soweit richtig?
Nun die zweite Frage:
Wenn ich auf 5,5V stabilisiere, dann aber permanent 12V anliegen habe,
dann sollte die Spannung doch auf 5,5V zusammenbrechen. Wieviel Strom
steht dann aber noch für meine restliche Schaltung zur Verfügung, bzw.
umgekehrt, wie kann ich der Diode beibringen, noch genügend Strom für
meine restliche Schaltung übrig zu lassen?
Zur Verfügung habe ich aufgrund eines LDO-Reglers nur 50mA bei 5V. Wenn
aber nun aus welchen Gründen auch immer 12V "weitergegeben" werden,
wieviel Strom liesst dann über die Diode weg und wieviel verbleiben bei
dem Logikteil der Schaltung?
mfg
Zenerdioden werden immer in Sperrichtung betrieben, man nutzt den
reversiblen Lawinendurchbruch der Kennlinie. Eine
Zehenediodenstabilisierung ist immer mit einem Vorwiderstand versehen.
Dieser Widerstand nimmt die Eingangsspannung - Z-Spannung auf und muß so
dimensioniert werden, daß genung Strom für die Schaltung und den
Flußstrom der Diode bleibt.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/101215
@ Herr Zener (Gast)
>dafür Zenerdioden verwenden und dafür muss ich diese zwischen VCC und>GND installieren, wobei sie quasi von GND nach VCC orientiert sind. Ist>das soweit richtig?
Ja.
>Wenn ich auf 5,5V stabilisiere, dann aber permanent 12V anliegen habe,>dann sollte die Spannung doch auf 5,5V zusammenbrechen.
Aber nur, wenn du ein schwaches, strombegrenztes Netzteil hast.
Ansonsten gibt es einen Wettkampf zwischen Z-Diode und Netzteil, denn
die Z-Diode meit verliert ;-)
> Wieviel Strom>steht dann aber noch für meine restliche Schaltung zur Verfügung, bzw.>umgekehrt, wie kann ich der Diode beibringen, noch genügend Strom für>meine restliche Schaltung übrig zu lassen?
Das macht die automatisch. Die schlucht alles, solange die Spannung zu
hoch ist.
>wieviel Strom liesst dann über die Diode weg und wieviel verbleiben bei>dem Logikteil der Schaltung?
Alles eher wirr. So wird das nix. Verträgt dein LDO keine 12V?
MFG
Falk
Die andere Variante wäre folgende:
Du hängst vor die Z-Diode eine Sicherung die so dimensioniert ist, daß
Deine Schaltung im Normalbetrieb sie nicht auslöst, das Netzteil bei 12V
aber genug Saft liefert um sie im Kurzschlussfall auszulösen. Du kannst
da entweder ne klassische durchbrennende nehmen (z.b. 5x20) oder ne
selbstrückstellende (Polyfuse).
Wenn Dein Netzteil 12V liefern will, die Z-Diode alles über 5,5V aber
direkt durchlässt, geht dein Netzteil in die Sättigung (=maximaler
Strom). Das sorgt dann dafür daß die Sicherung auslöst.
Deine Schaltung hinter der Z-Diode bekommt daher immer nur eine Spannung
von < 5,5V ab.
Sollte Deine Schaltung aufgrund eines anderen Fehlers einen Kurzschluss
verursachen, schadet die Sicherung natürlich auch nicht.
Hallo,
wie schon gesagt muss die Diode in Sperrrichtung (Dreifachbuchstabe :D)
betrieben werden. Wenn jetzt eine Spannung über der Durchbruchspannung
anliegt, wird die Z-Diode leitend und sie leitet die überflüssige
Spannung ab. Allerdings fallen an der Diode ja 5,5 V ab und sie schluckt
nicht einfach sämtliche Spannung, sodass deiner Schaltung dann immer
noch genug übrigbleibt. Du musst aber aufpassen, dass deine Diode nicht
zu heiß wird, denn sie wandelt die Überflüssige Energie einfach in Wärme
um (die Energie verpufft ja nicht einfach). 5,5 V (Spannungsabfall der
Diode) * 0,05 A (der maximale Strom) = 0,275 W. Das sollte deine Diode
mindestens aushalten, am besten aber noch das 3 bis 5-fache.
Gruß
Jonathan
P.S.: Z-Dioden sind seeehr ungenau. Die haben Toleranzen von bis zu 20%.
danke für die Antworten.
Also mein Regler liefert maximal 50mA. Dabei transformiert er von 12V
auf 5,2V herunter.
Das eigentliche Problem ist, dass es sich um einen per Spannugnsteiler
einstellbaren Regler handelt und ich diesen Spannungsteiler erst im
Nachhinein auf die platine gebracht habe, d.h. es ist eine Menge
Mikrodraht an die ohnehin winzigen (und nun in der Luft hängenden)
Beinchen des LDO angelötet. Das da mal Probleme mit der Lötung entstehen
ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Problem ist dann, dass in dem
Fall dann plötzlich nicht mehr 5,2V, sondern 12V an meinen uController
weitergereicht werden.
Um hier noch eine Schutzfunktion einzubauen ist die ZDiode gedacht.
Ist der Widerstand bei den geringen Strömen Pflicht?
Die Quelle liefert maximal 160mA und der Regler leitet maximal 50mA
weiter, mit diesen 50mA müsste ich im Zweifel doch rechnen, oder?
das hiesse, dass höchstens 7V x 50mA = 350mW abfallen würden. Ist das
zuviel für eine Z-Diode?
Herr Zener schrieb:> danke für die Antworten.>> Also mein Regler liefert maximal 50mA. Dabei transformiert er von 12V> auf 5,2V herunter.>> Das eigentliche Problem ist, dass es sich um einen per Spannugnsteiler> einstellbaren Regler handelt und ich diesen Spannungsteiler erst im> Nachhinein auf die platine gebracht habe, d.h. es ist eine Menge> Mikrodraht an die ohnehin winzigen (und nun in der Luft hängenden)> Beinchen des LDO angelötet. Das da mal Probleme mit der Lötung entstehen> ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Problem ist dann, dass in dem> Fall dann plötzlich nicht mehr 5,2V, sondern 12V an meinen uController> weitergereicht werden.> Um hier noch eine Schutzfunktion einzubauen ist die ZDiode gedacht.>> Ist der Widerstand bei den geringen Strömen Pflicht?> Die Quelle liefert maximal 160mA und der Regler leitet maximal 50mA> weiter, mit diesen 50mA müsste ich im Zweifel doch rechnen, oder?>> das hiesse, dass höchstens 7V x 50mA = 350mW abfallen würden. Ist das> zuviel für eine Z-Diode?
Du willst eine verpfuschte Schaltung durch weiteren Pfusch verbessern?
Löte Deinen Spannunsregler (Wieso eigentlich ein LDO?) aus und löte
ihn so wieder ein, das er funktioniert. Ersatzweise kannst Du ja einen
78L05 einbauen.
Gruss
Harald
Herr Zener schrieb:> Ist das zuviel für eine Z-Diode?
Kommt auf die Z-Diode an. Ein 5W-Typ mit KK wird da nicht schwitzen.
Besser wäre jedoch, die Ursache des Übels zu suchen wenn eine zu hohe
Spannung nach dem Regler auftritt.
Herr Zener schrieb:> Wenn ich meine Schaltung vor ÜBerspannung sichern möchte, dann kann ich> dafür Zenerdioden verwenden und dafür muss ich diese zwischen VCC und> GND installieren, wobei sie quasi von GND nach VCC orientiert sind. Ist> das soweit richtig?
Nein.
Dafür gibt es Suppressordioden, die speziell auf hohe Impulsbelastung
optimiert sind.
Z.B. eine SMCJ5.0A kann 1500W ab für 1ms.
Peter
@ Peter Dannegger (peda)
>Dafür gibt es Suppressordioden, die speziell auf hohe Impulsbelastung>optimiert sind.>Z.B. eine SMCJ5.0A kann 1500W ab für 1ms.
Peter, Postings lesen. Der OP will eine Murksschaltung mit einem 50mA
LDO "absichern". Dort kommen nie und nimmer 1500W an.
MFG
Falk