Bei dieser Anfrage beziehe ich mich z.B. auf den Beitrag "IV-18 (oder IW-18) mit zwei UDN2981": Hier, wie aber auch in anderen Applikationen mit ICs, werden die Segmente und Gridanschlüsse der VFD-Röhre IV-18 direkt angesteuert. Wenn man sich die Innenschaltung des UDN2891 ansieht, dann wird die positive Versorgungsspannung direkt zu den Ausgängen durchgeschaltet; die volle Spannung liegt dann an den Segment- und Gridanschlüssen. Sind Vorwiderstände nicht notwendig? In den VFD-Röhren-Datenblättern werden auch Ströme mit angegeben. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass es sich hier um die max. zulässigen Ströme handelt. Auch andere Schaltkreise haben eine ähnliche Beschaltung, und auch hier werden in vorgestellten Uhrenschaltungen mit VFD-Röhren keine Vorwiderstände verwendet. Kann mir jemand erklären warum dies zulässig ist?
Wolfgang S. schrieb: > Sind Vorwiderstände nicht notwendig? VFDs brauchen sowas normalerweise nicht. Sind ja Vakuum-Elektronen- röhren, und man freut sich eigentlich schon, dass sie bei den üblichen 30 V überhaupt genügend Elektronen emittieren, dass man da auch was sehen kann. ;-)
Wolfgang S. schrieb: > Auch andere Schaltkreise haben eine ähnliche Beschaltung, und auch hier > werden in vorgestellten Uhrenschaltungen mit VFD-Röhren keine > Vorwiderstände verwendet. Ja, das ist korrekt. VFDs sind spannungsgesteuert und haben nicht die steile Kennlinie einer LED. Eine Strombegrenzung ist daher nicht nötig. Auch die alten NMOS-Zähler-ICs hatten einen Spannungsausgang. Peter
Als derjenige, der den Beitrag eröffnet hat, kann ich dazu nur schreiben, dass ich mich mit dieser Thematik ebenfalls befasst habe und auch kein Beispiel finden konnte, wo ich Vorwiderstände gesehen hätte. Die Elektronen kommen ja auch aus dem Heizdraht und fliegen zu den Anoden-Segmenten. Die Uhr läuft jedenfalls immer noch. Das einzige was man noch machen könnte/sollte, wäre entsprechende Widerstände am Ausgang des UDN2981 nach Masse anzuschließen (siehe Beitrag).
Herzlichen Dank an alle, die mir geantwortet haben. Das die Angelegenheit spannungsgesteuert ist, habe ich nicht gewusst. Nun habe ich doch noch etwas dazugelernt. Jetzt ist alles klar! Gruss und nochmals Danke, Wolfgang
Der Gegensatz zur VFD sind die Nixie-Glimmlampen. Die haben eine NEGATIVEN Widerstand, d.h. brauchen eine höhere Spannung zum zünden und leuchten dann bei niedrigerer Spannung. Die BRAUCHEN eine Begrenzung des Stromes, also einen Vorwidersatnd. Die VFD ist quasi wie ein Widerstand: Mehr Spannung bedeutet mehr Strom (bei gleicher Heizleistung, mit mehr Heizleistung fliesst och mehr Strom). Weil die VFD schon wie ein Widerstand funktioniert, braucht sie keinen zusätzlichen Widerstand, nur eine passende Spannung. Was Vorwiderstände anlangt ist eine VFD ähnliche einer Glühlampe und eine Nixie ähnlich einer LED.
Vielen Dank MaWin, dies erhärtet damit die vorher gemachten Aussagen. Wenn man keine Röhrentechnologie gelernt hat, fehlt einem einiges. Gruss, Wolfgang
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