Hallo ,
ich habe einige Fragen zu Dreieck- und Stern-Schaltung.
Wenn man eine Maschine hat zum Beispiel. Z.B. ein Motor oder
Durchlauferhitzer mit 15kW Leistung und ein cosF=1 an 400V.
Wir haben eine Aufgabe bekommen. Ein in Dreieck geschalteter
Durchlauferhitzer nimmt am 400V-Netz bei CosF=1 die Wirkleistung 15kV
auf.
A) Welcher Außenleiterstrom fließt dabei?
B) Wie groß ist der Widerstand eines Stranges?
C) Welche Leistung nähme der Durchlauferhitzer auf, wenn die Stränge
in Y geschaltet würden?
Die Lösung ist klar, aber ich stehe jetzt bisschen auf dem Schlauch!!!
a) P=3*cosF*UStrang*IStrang => 15000/1200=12,5A = Istrang
ILeiter=Wurzel(3)*IStrang = 21,65A
b) UStrang/IStrang =32Ohm
c) Z=Ud/Id => Id=Ud/Z = 7,1875A
Und P= 3*Ud*cosF*Id = > 230V*3*…. = 4959W
So das zu der Aufgabe. Jetzt zu meiner Frage. Muss der Widerstand
immer gleich sein wenn der Verbraucher in Stern oder Dreieck
angeschlossen wird? Wenn ich zum Beispiel einen Motor mit den gleichen
Werten betreibe.
Würde ich im Dreieckbetrieb den gleichen Widerstand von 32Ohm und den
Außenleiterstrom IL=21,65A bekommen.
Betreibe ich den Motor in der Stern-Schaltung komme ich auf
Us=U/Wurzel(3)=230V
P=3*cosF*Us*Is => 15kW=3*230*1*Is => Is=21,73 A
Und ein Widerstand von Z=230/21,73A=10,58Ohm
Also komme ich auf zwei Widerständ die unterschiedlich sind!
Frage 2: Die Motoren werden im Anlassbetrieb in Stern-Dreieck-Schaltung
betrieben um die Anlaufströme zu minimieren. Sternschaltung für den
Anlass und der Betrieb erfolgt dann ich Dreieckschaltung.
Der Strom im Leitner L1 L2 L3: Dreieck I=21,65A Stern I =21,73A
Man sieht, dass der Strom im Sternbetrieb höher ist, aber was verändert
sich, dass im Anlassmoment der Anlassstrom kleiner ist als im
Anlassmoment eines im Dreieck betriebenen Motors.
Frage 3: ob meine Berechnung für den Motor so weit in Ordnung ist, denn
wenn ich weiter mit den Werten rechne müsste dann der Zusammenhang
SDreieck =3*SStern erfüllt werden und ich komme auf 15kVA=3*15kVA .
Deswegen glaube ich, dass der Z widerstand gleich sein muss von einem
Motor (o. Verbraucher) egal ob er in Dreieck oder Stern angeschlossen
wird.
Hab das Gefühl ich vergleiche nicht ein und den selben Motor, einmal in
Stern-und Dreieck-Schaltung, sondern zwei unterschiedliche Motoren mit
der gleichen Leistung P.
Gibt es eine Regelung wie die Kenndaten eines Motors angegeben werden.
Wenn irgendwo steht Motor Nennleistung= 15kW cosF=1 und 400V-Netz.
Bezieht sich das dann auf eine Stern oder Dreieckschaltung. Denn dann
würde man die zweie Variante berechnen können?
schon mal Danke !!
Maik
Maik schrieb: > Motor Nennleistung= 15kW Diese Nennleistung kann der Motor bei Nennspannung abgeben. z.B. 400V. Schaltet man diesen Motor im Stern, bekommt er nur 230V Strangspannung und er kann keine 15KW abgeben.
Maik schrieb: > Muss der Widerstand > immer gleich sein wenn der Verbraucher in Stern oder Dreieck > angeschlossen wird? Nein, bei der Dreieckschaltung ist es völlig egal, bei der Sternschaltung werden sich unterschiedliche Spannungen an den unterschiedlichen Widerständen einstellen. Dies kann zur Folge haben, das evtl ein Widerstand eine zu hohe Spannung bekommt und zerstört wird.
Hallo , danke für die Antworten. Also habe ich zwei unterschiedliche Motoren mit gleicher Leistung verglichen! Also muss die Betrachtung eines Motors für die Beschaltung in der Stern- und Dreieckschaltung mit der anfangs Angabe einer Beschaltungsart anfangen z.B. Dreieck wie in der Aufgabe oben mit dem Erhitzer. Und dann die weiteren Parameter z.B. für die Sternschaltung über den Widerstand errechnet werden. Wenn irgendwo eine Nennleistung= 15kW cosF=1 und 400V-Netz für ein Motor angegeben wird ist automatisch die Dreieckbeschaltung gemeint.
Maik schrieb: > Also habe ich zwei unterschiedliche Motoren mit > gleicher Leistung verglichen! Richtig, einer hatte 400V der andere 230V > Also muss die Betrachtung eines Motors für die Beschaltung in der > Stern- und Dreieckschaltung mit der anfangs Angabe einer > Beschaltungsart anfangen z.B. Dreieck wie in der Aufgabe oben mit dem > Erhitzer. Und dann die weiteren Parameter z.B. für die Sternschaltung > über den Widerstand errechnet werden. Du hast die Beschaltung und die Leistung, damit hast Du auch die Leistung jedes einzelnen der drei Widerstände und die Spannung die an diesen Widerständen anliegt. Damit geht es weiter. > Wenn irgendwo eine Nennleistung= 15kW cosF=1 und 400V-Netz für ein Motor > angegeben wird ist automatisch die Dreieckbeschaltung gemeint. cosF=1 ist schon mal ein rein ohmscher Widerstand und kein Motor. Motoren werden so angegeben: 230V/400V oder 400/690V wobei die erste Spannung für die Dreieckschaltung gilt
Danke für die Antwort ! Sollte die kleinere Spannung nicht die Sternschaltung sein? Habe eine Angabe von dem Motor: Motorpolzahl 4, Spannungnenn 400V, Wicklung 400/600V, cosF=87, Pnenn=15kW. Dann ist die Dreieckspannung 400V und die Sternspannung 230V.
Bei Dreieckschaltung wird der Widerstand/Wicklung zwischen 2 Aussenleitern an die Strangspannung gelegt. Bei Sternschaltung wird der Widerstand/Wicklung in "Reihe" (ich schreib mal Reihe aber den geneigten leser wird wissen was ich meine)zu den Anderen beiden gelegt und somit muss die Spannung in Stern höher sein das an der Wicklung die Aussenleitersannung anliegt.
Irgendwo hakt es bei mir ! Also in einem 400V-Netz liegt im Dreieck die Außenleiterspannung an den Widerstand der Wicklung. Deswegen Dreieck: UA=UStrang und der Wiederstand Z= UStrang/IStrang 400V/IStrang Im Stern liegt die Strangspannung =Außenleiterspannung/Wurzel(3) 400V/1,72… =230V Der Widerstand ist gleich. Mit der Formel Z=Ustrang/Istrang ergebt sich doch Istragn=230V/Z . Deswegen ist der Strom doch kleiner und die Sternschaltung hat auch weniger PLeistung. Das ist doch der Grund wieso die Sternschaltung für das Anlassen von Motoren verwendet wird. (Natürlich verändert sich auch das Drehmoment) Der Anfahrstrom ist geringer. Oder sehe ich das jetzt komplett falsch? gruß
> Wirkleistung 15kV
Au ja, das wird verdammt heiß mit einem 400V Gerät! ;)
Maik schrob: >Deswegen ist der Strom doch kleiner und die >Sternschaltung hat auch weniger PLeistung. Das ist doch der Grund wieso >die Sternschaltung für das Anlassen von Motoren verwendet wird. >(Natürlich verändert sich auch das Drehmoment) Der Anfahrstrom ist >geringer. Oder sehe ich das jetzt komplett falsch? Nein, das ist schon richtig. Es flössen viel zuviel Ampere, wenn der gute Stern nicht wäre! Und wenn ich langsam Drehzahl seh' dann schaltet um das Zeitrelais. Im Dreieck legt mein Schütz die Spulen, das lernte ich schon in der Schulen... MfG Paul
Das siehst du richtig der Anlaufstrom ist geringer weil die Spannung über der Spule kleiner ist als später im Dreieck. Der Motor läuft beim Start mit zu niedriger Spannugn die Leistung und das Moment sinken auf ein Drittel. Würdest du den Motor in Stern an der korrekten Spannung (690V) anschöliessen würde der Selbe Strom wie im Dreieck fließen.
sa mal... wat is denn los bei euch is doch kla..400 volt an den Leitern . is doch logisch mensch
Sehr geehrter Herr Linus B., in meinem fachkundigen Unterricht der BBS NRUE haben wir laut meiner Ansicht hinlänglich belegt das die von Ihnen aufgestellte These nicht auf waren Begebenheiten beruht. Laut DIN 23468 der TAB (Erscheinungsjahr 2003)wird bestätigt, dass die Spannung zwischen den zwei Außenleitern bei einer Stern/Dreieckschaltung in der Tat 400 Volt beträgt. Jedoch nur in der ersten Startphase wenn sich der Motor noch im Anlauf und somit unter einer maximal Drehzahl von 1000 U/min. befindet. Ich bitte sie ganz herzlich die von Ihnen aufgestellte These nochmal zu überdenken und bei einer korrekten Einsicht diese nochmal zu korrigieren. Mit freundlichen Grüßen F.Beier BBS-NRUE
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