Forum: Offtopic Klausurfragen zum Mikrocontroller


von Jimmy H. (ahnungslos)


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Hallo Leute,

ich habe wirklich keine Ahnung von Mikrocontrollern. In einer Klausur 
gibt es folgende Frage:

Echtzeitbetriebssysteme für Mikrokontroller
- werden bisher am Markt kaum angeboten
- müssen eine TCP/IP-Verbindung unterstützen
- initialisieren sich nach einem Spannungsausfall am Mikrocontroller 
selbst

Welche Antworten würdet Ihr ankreuzen und warum? Wäre Euch sehr dankbar, 
wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.

Vielen Dank ... Jimmy

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Jimmy Halbrow schrieb:
> Welche Antworten würdet Ihr ankreuzen und warum?
Bestenfalls Antwort 3.
Weil 1 nicht stimmt.
Weil es auch ohne 2 geht.
Und weil 3 normal ist.

Aber insgesamt ist das Niveau, naja, sagen wir mal "bedenklich"...  :-/

von Falk B. (falk)


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Alle drei Antworten haben mit Echtzeitbetriebssystemen wenig zu tun. Und 
Multiple Choice "Prüfungen" sind der letzte Dreck!

von mr. mo (Gast)


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sitzt bestimmt in der klausur .... :D

von Jimmy H. (ahnungslos)


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Ne, ne ... ist schon noch ein bisschen Zeit bis zu der Klausur ... :D

Ich muss dazusagen, dass diese Frage im Fach Feldbussysteme und 
Leittechnik in der Klausur gefragt wird. Und ich bin auch kein Freund 
von Multiple Choice Prüfungen :-/

Aber vielen, vielen Dank für die schnellen Antworten!!!

von Lutz (Gast)


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Jimmy Halbrow schrieb:
> Ich muss dazusagen, dass diese Frage im Fach Feldbussysteme und
> Leittechnik in der Klausur gefragt wird.

Lothar Miller schrieb:
> Aber insgesamt ist das Niveau, naja, sagen wir mal "bedenklich"...  :-/

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Außer vielleicht, daß ein Teilnehmer auch noch die Lösung erfragen muß 
...

von Jimmy H. (ahnungslos)


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Wisst Ihr die Antwort auf diese beiden Fragen zufällig auch???

Ein HDLC-Telegramm enthält am Anfang das Flagbitfeld. Die Flagbits
- dienen der Paritätsprüfung der Zeichen des Telegramms,
- enthalten den Telegrammnamen,
- synchronisieren die Empfänger auf den Sender.



Die symmetrische RS-485-Schnittstelle ist Standard bei der Realisierung 
der Schicht 1 in einem Rechnernetz. Wesentlich trägt dazu bei
- der symmetrische Spannungspegel für High-/Low-Signal,
- die serielle Übertragung der Binärzeichen,
- der Tristate-Differenz-Spannungstreiber.

Ich kriege bei diesen Fragen eine mittelschwere Krise. Sorry ... ;)

von Hans2000 (Gast)


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Lutz schrieb:
> Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
> Außer vielleicht, daß ein Teilnehmer auch noch die Lösung erfragen muß
> ...

:-)

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Jimmy Halbrow schrieb:
> ich habe wirklich keine Ahnung von Mikrocontrollern

Kann passieren

Jimmy Halbrow schrieb:
> In einer Klausur

Warum schreibst du eine Klausur in einem bereich von dem du nix 
verstehst? Üblich ist es doch meistens, sich dieses Wissen anzueignen 
(z.B: durch Besuch der Vorlesung/Übung) und dann die Klausur zu 
schreiben...

von Jimmy H. (ahnungslos)


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Da der Professor nur 4 Vorlesungen gehalten hat und dann schwer erkrankt 
ist. Wir haben ein Skript, dass ich auch schon mehrere Male 
durchgegangen bin, aber nur mit Hilfe des Skriptes kann man viele der 
Fragen nicht beantworten. Naja und nun google ich mich dumm und dämlich, 
nur um herauszufinden, wo ich die Kreuze zu setzen hätte, obwohl diese 
Fragen wahrscheinlich nicht einmal so in der Klausur drankommen werden, 
nur um irgendwie auch nur ein bisschen Ahnung von dem Thema zu bekommen. 
Das Skript ist leider absolut unbrauchbar für 50% der Fragen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Wer vertritt den Erkrankten?  Da würde ich mich mal drum kümmern, ich 
glaube nicht das Google und Foren eine adäquate Alternative sind. So 
sehr ich autodidaktisches Lernen schätze, ein wenig sollte die 
Lehreinrichtung auch vermitteln, selbst im Fernstudium gibt es 
Pflichtseminare, nicht ohne Grund, wie ich meine.

Namaste

von LuXXuS 9. (aichn)


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Jimmy Halbrow schrieb:
> Da der Professor nur 4 Vorlesungen gehalten hat und dann schwer erkrankt
> ist.

So einen hatten wir früher auch im Fach Programmieren...immer zum Anfang 
des Semesters da, ein / zwei Wochen Vorlesung gehalten, dann Rest des 
Semesters krank. Und das jedes Semester - und dann: "Die Klausur stelle 
ich trotzdem, ist ja keiner verpflichtet mitzuschreiben - die Unterlagen 
hatten Sie ja!"

Was für eine Pfeife!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jimmy Halbrow schrieb:
> Wisst Ihr die Antwort auf diese beiden Fragen zufällig auch???

Ja, aber ob wir auch die Antworten wissen, die dein Professor lesen
will? ;-)

> Ein HDLC-Telegramm enthält am Anfang das Flagbitfeld. Die Flagbits
> - dienen der Paritätsprüfung der Zeichen des Telegramms,
> - enthalten den Telegrammnamen,
> - synchronisieren die Empfänger auf den Sender.

http://de.wikipedia.org/wiki/High-Level_Data_Link_Control#Blockaufbau

> Die symmetrische RS-485-Schnittstelle ist Standard bei der Realisierung
> der Schicht 1 in einem Rechnernetz. Wesentlich trägt dazu bei
> - der symmetrische Spannungspegel für High-/Low-Signal,
> - die serielle Übertragung der Binärzeichen,
> - der Tristate-Differenz-Spannungstreiber.

Das ist eine typische Frage, bei der es mehr auf die Meinung des
Professors denn auf technischen Gehalt ankommt.  Ich würde hier
alle drei ankreuzen: die symmetrischen Spannungspegel elminieren
Störeinflüsse, die serielle Übertragung bedingt, dass man nicht so
viele Drähte braucht, und die Tristate-Treiber bewirken, dass man
mehr als einen Sender am Bus haben kann (von denen natürlich nur
einer zu einer Zeit aktiv sein darf, aber das ist eine Aufgabe der
Schicht 2).

von Falk B. (falk)


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@  Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite

>Das ist eine typische Frage, bei der es mehr auf die Meinung des
>Professors denn auf technischen Gehalt ankommt.

Das ist eine der vielen Nachteile von Multiple Choice "Prüfungen". Weil 
es ja eigentlich zu einfach ist wenn man klare, richtige wie falsche, 
Antworten vorgibt. Dann fangen die Leute an, Fangfragen zu stellen und 
philosophisch, marginal verschiedene Lösungen anzubieten, die eigentlich 
alle richtig sind, aber per Professoren/Prüfermeinung eben nicht. Das 
alles dient keine Sekunde der Prüfung von Wissen und Können, sondern ist 
reine Schikane und Selbstbetrug.

MFG
Falk

von (prx) A. K. (prx)


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Es hat auch schon Multiple Choice Fragen gegeben, in denen mehrere 
Antworten richtig waren und auch alle richtigen anzukreuzen waren. Das 
steht das üblicherweise dabei.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Ich warte nur noch auf den Test wo die definitv kein richtige Antwort 
möglich ist, oder schon die Fragestellung in sich falsch da 
widersprüchlich. Aber ich wette die gibt es auch schon.


Multiple Choice dient nur dem Test auf eine Qualifikation hin, 
inhaltentlertes Nachbeten bei gleichzeitiger Verwirrungsstuftung durch 
den Verursacher, sprich das beherschen der eigene Rolle in einer 
dogmatischen Hierarchie. Mit wissenschaftlichem Denken hat das soviel 
gemein wie sklaverei mit Gerchtigkeit obgleich für beides Gesetze 
gelten.

Namaste

von Karl H. (kbuchegg)


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Winfried J. schrieb:
> Ich warte nur noch auf den Test wo die definitv kein richtige Antwort
> möglich ist, oder schon die Fragestellung in sich falsch da
> widersprüchlich. Aber ich wette die gibt es auch schon.

Darauf kannst du einen la ....
>
>
> Multiple Choice dient nur dem Test auf eine Qualifikation hin,


Multiple Choice dient in erster Linie dazu, damit der Prüfer die 
Korrektur mit dem Lichttest machen kann. Auf den Testbogen eine Pappe 
drauf, an der an den jeweils richtigen Antworten ein Loch in der Pappe 
ist. Sind in allen Löchern Kreuzschen sichtbar, hat der Kandidat 
bestanden.

Sich mit Antworten auseinandersetzen und feststellen ob er Prüfling das 
Zeug auch verstanden hat, ist ja sowas von Mega-Out

von Falk B. (falk)


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@  Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)

>Sich mit Antworten auseinandersetzen und feststellen ob er Prüfling das
>Zeug auch verstanden hat, ist ja sowas von Mega-Out

Es widerspricht der Massen(abfertigungs)gesellschaft. Es lässt Raum für 
Interpretation, die der böse Lehrer ja auch GEGEN den Prüfling einsetzen 
kann. Etc.

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Übertreibt es mal nicht, Leute! Was seit ihr? In eurem Alter schon 
verbissene konservative alte Greise? ...

Man kann nur eines sagen:
Bei Multiple Choice Aufgaben kommt es stark auf denjenigen an, der diese 
Aufgaben stellt.

Und als Teil einer Klausur ist es manch mal neben den "Textaufgaben" 
ganz abwechslungsreich.

von D. I. (Gast)


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Also in unserer Grundlagenklausur gibt es 10/120 Punkten Multiple-Choice 
fragen, da sind aber die richtigen Antworten auch glasklar wenn man den 
Stoff verstanden hat :)

Vergleichsbasiert ohne Parallelisierung lässt sich nun mal nicht besser 
als O(nlogn) sortieren ;)

von Mathias U. (munter)


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Karl Heinz Buchegger schrieb:

> Multiple Choice dient in erster Linie dazu, damit der Prüfer die
> Korrektur mit dem Lichttest machen kann. Auf den Testbogen eine Pappe
> drauf, an der an den jeweils richtigen Antworten ein Loch in der Pappe
> ist. Sind in allen Löchern Kreuzschen sichtbar, hat der Kandidat
> bestanden.

LOL, dann mach ich überall ein Kreuz hin, und hab gewonnen? Das wäre ja 
mal geil!
Zusätzlich ein "Negativ-Licht-Test" zum Punkte abziehen und dann gehts. 
Aber hast schon recht, MCT's sind der letzte Dr....

von Sven P. (Gast)


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Simon K. schrieb:
> Übertreibt es mal nicht, Leute! Was seit ihr? In eurem Alter schon
> verbissene konservative alte Greise? ...
Ganz unrichtig isses aber nicht.

Die meisten Multiple-Choice-Tests (sind wohl in Amerika sehr beliebt), 
die ich biser geschrieben habe, waren 'schlimm': Die enthielten genügend 
Antwortmöglichkeiten, bei denen ich erst zu einem eindeutigen Ja oder 
Nein gekommen bin, nachdem ich wirklich abartig weit vereinfacht habe.
Auch mit dem Lichttest ist es nicht so abwegig. Bei meinen 
Englisch-Tests stand extra drüber, man solle keine Kreuzchen in die 
Kästen machen, sondern die Kästchen ganz ausmalen.


Oft sind die Antworten halt so blöde, dass sie weder richtig noch falsch 
sind, sondern je nach Kontext hinkommen.

Ausgangsfragen:
> Echtzeitbetriebssysteme für Mikrokontroller
> - werden bisher am Markt kaum angeboten

Nehme ich zum 'Markt' auch den OpenSource-Sektor dazu, kommen plötzlich 
jede Menge Systeme dazu. Kann man natürlich drüber streiten, was 'kaum' 
ist. Für die meisten besteht die Welt ja nur aus WinCE. Was nun? Genau, 
den Satz aus der Volesung zitieren...


> Die symmetrische RS-485-Schnittstelle ist Standard bei der Realisierung
> der Schicht 1 in einem Rechnernetz. Wesentlich trägt dazu bei
> - der symmetrische Spannungspegel für High-/Low-Signal,
> - die serielle Übertragung der Binärzeichen,
> - der Tristate-Differenz-Spannungstreiber.
Was ist denn jetzt bitte wesentlich? Symmetrisch machen andere auch. 
Seriell auch und abstellen kann man praktisch alle Treiberbausteine. 
Bisher also nichts, was (heute) wesentlich dazu beiträgt, dass RS485 
Standard ist.

Ich würde garnichts ankreuzen. Oder wie?
Aber klar, typisch für RS485 sind alle drei genannten Antworten. Also 
kreuz ich alles an.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Wenn lauter solche dummblödfragen in der Schule dran kommen, wenn 
wundert es, dass die meisten die Schule nur "Absitzen" mit dem 
Lebensziel Harz-IV?

Der Staat ist selbst schuld!

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Markus Müller schrieb:
> Wenn lauter solche dummblödfragen in der Schule dran kommen, wenn
> wundert es, dass die meisten die Schule nur "Absitzen" mit dem
> Lebensziel Harz-IV?

Ja, genau daran liegts. Oh mann.

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