Hallo,
für meine Ausbildung soll ich einen Musik-LED-Equalizer herstellen. Das
heißt, über ein Mikrofon wird die Musik eingespeißt, verstärkt und
gefiltert. Danach sollen damit über Dioden verschiedene LEDs erreicht
werden. Aus Platz und kostengründen hab ich eine integrierte Schaltung
(LM3915) integriert. Jetzt frage ich mich, ob mein Schaltplan bisjetzt
stimmt.
Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr einen Blick mal draufwerfen könnt.
Danke schon mal!
Mooee schrieb:> Jetzt frage ich mich, ob mein Schaltplan bis jetzt stimmt.
Damit man dem Schaltplan etwas entnehmen kann stelle doch bitte die
Farbe der Bauteile auf schwarz und blende das Raster aus.
Außerdem solltest du die Versorgung (plus) nicht mit langen Leitungen
legen, sonder ein Symbol dafür verwenden. (Siehe Anhang)
Keine Leiterbahnen mit 45° verlegen, außer in Spezialfällen, z.B. wenn
bei einem Shunt, PT100.
NPN mit dem Emitter nach unten, PNP mit dem Kollektor nach oben. (siehe
zweiten Anhang)
Statt der amerikanschen Transistoren (2N3904, 2N2894) verwendest du
besser europäische (BC547, BC557), die bekommt man hier leichter
Mooee schrieb:> Habe deine Tipps gleich umgesetzt.
Dann poste doch mal den verbesserten Schaltplan und ich schaue nochmal
drüber, da sind schon noch ein paar Fehler drin.
Die Leitung im Schaltplan sind nun zu dick. Man erkennt kaum noch welche
verbunden sind und welche sich nur überkreuzen.
Im Anhang einige Fehler, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.
Woher hast du den Plan denn?
> Jetzt frage ich mich, ob mein Schaltplan bisjetzt stimmt.
Nein.
Der ist so scheisse, man erkennt nicht mal was es werden sollte, wenn er
denn funktionieren würde.
Willst du nun die Lautstärke zweier verschiedener Frequenzen als
Lichtband ähnlich einem VU-Meter drastellen,
oder willst du nur ein Lichtband mit 20 LEDs darstellen ?
Warum baust du nicht einfach die Schaltung nach, die im Datenblatt
angegeben ist, dort inklusive Operationsverstärker als Verstärker und
Spitzenwertgleichrichter ? Warumm meinst du, daß du es besser kannst als
der Hersteller und Chiperfinder ?
Dein Elektret-Mikro ist noch halbwegs brauchbar über 4k7 angeschlossen,
vielleicht hat das Modell wirklich 4k7 Innewiderstand. Blöderweise ist
es kein Elektret-Mikro, sondern ein Ultraschallempfänger der in dieser
Beschaltung genau rein gar nichts empfängt. Wie kann man so ins Klo
greifen, oder hatte dein Schaltplan-Programm neben den Kotzfarben nichts
besseres auf Tasche ?
Die Ankopplung über 4.7 Farad ist durchgeknallter Humbug ohne Sinn und
Verstand, RECHNE doch mal aus, welcher Kondensatorwert zu welchem
Frequenzgang führt.
Die erste Transistorstufe ist übelste Provinzliga, da der Transistor
keinen Emitterwiderstsnd hat ist seine Verstärkung starken
Exemplarstreuungen unterworfen und temperaturabhängig. Ist es wirklich
so schwer, eine ordentlich dimensionierte Transitorstufe aufzubauen, wie
sie in jedem Elektronikgrundkurs von oben bis unten durchgerechnet wird,
bloss weil die 2 Widerstände mehr Aufwand kostet, und ist es wirklich so
schwer, diese impedanzmässig richtig auszulegen ? Dann bau halt eine
Operationsverstärkerstufe, die ist einfacher auszurechnen.
Der Koppelkondi von nun 4.7uF ist auch an den Haaren herbeigezogen,
ofenbar wurde auch hier der Frequenzgang nicht berechnet sondern einfach
mal was hingezeichnet.
Die nächste Stude ist hochohmiger als die erste Stufe, was für ein
Widersinn, und ansonsten genau so schlecht wie die erste.
Die obere dritte Stufe ist gar nicht angeschlossen, nennt man das
Ballast ?Sie tut eh nichts Vernünftiges. Was hätte denn rauskommen
sollen ? Ein Frequenzfilter, ein Spitzenwertgleichrichter oder wirklich
nur Ballast ?
Deine ganzen Potis mit dem kleinen Widerstand nach Masse zeigen
ebenfalls, daß du nicht weisst was an den Stellen vor sich geht. Was
osll bitte der Widerstand bewirken ? Daß man deine Schaltung nicht
ausdrehen kann ?
Ähjnlich der oberen dritenn sind auch die mittlere und die untere dritte
Stufe einfach nur ein Bauteilgrab. Irgendwas nicht funktionierend
zusammengelötet mit unbekannter Funktion.
Und bei den LM3915, nun, man stellt sich eben die Frage ob es wirklich
so schwer ist einen Schaltplan aus dem Datenbaltt einfach nur
ABZUZIECHNEN, und nicht alles daran falsch zu machen was möglich ist.
Lediglich die Stromversorgung ist ok, allerdings farge man sich wo man
mit eine 6V Batterie herbekommt. Laternenbatterie ?
Also WENN man schon einen "LED Equalizier" mit dem LM3915 bauen will,
dann wohl eher so:
http://www.youtube.com/watch?v=4tWXBv-PpRs
Da ist alles drin, was man braucht, Spitzenwertgleichrichter,
Frequenzfilter, Multiplexanzeige, und eben der LM3915 für logarithmische
Anzeige.
Den Grundschaltplan hab ich hier her:
http://www.rlocman.ru/i/Image/2008/11/14/1.gif
Da aber nach den Frequenzfiltern eh immer das gleiche mit den
Transistoren, Dioden und LEDs passiert, hab ich mir gedacht, dass man
einen IC dafür nehmen kann. Nach einigen suchen bin ich auf den LM3915
gekommen, der gut dafür passen würde.
Dass ich die Werte nicht nachgerechnet habe ist blöd von mir gewesen.
Ach und entschuldige, dass mein kostenloses Programm nur ein
Ultraschallmikrofon in der Datenbank hat. Aber ich als Auszubildender
kann es mir einfach noch nicht leisten ein Programm für 3000€ zu kaufen.
Zur Batterie: Dank meinem Programm habe ich nur einen Batterieclip
eingefügt, da sonst der Schaltplan unnötigerweise noch größer geworden
wäre. Lediglich den Wert von 6V habe ich dort hingeschrieben, damit ich
weiß, dass dort eigentlich 4 Batterieclips á 1,5V hingehört.
Zum LM3915: Das Datenblatt ist mir sehr wohl bekannt
(http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/nationalsemiconductor/DS005104.PDF).
Da ich aber noch in der Ausbildung bin und (noch) nicht allwissend bin,
dachte ich mir, dass ihr mich auf meine Fehler beim Anschließen des ICs
aufmerksam macht.
@MaWin: Vielleicht schaffst du es ja den Schaltplan nach deinen
Vorstellungen zusammenzustellen. Den es gibt einen Unterschied zwischen
einfach nur labern und es können.
@Alexander Schmidt: Vielen Dank für deine bisherige Hilfe!
Hallo Mooee,
lass dich nicht entmutigen, hier wurden schon schlechtere Pläne
gepostet. Dein Schaltplan-Programm ist sPlan? Eagle gibt es übrigens
auch in einer kostenlosen Version.
Jedenfalls solltest du die Strichstärke der Leitungen reduzieren, auf
eine Dicke wie im ersten Bild. Außerdem sieht es besser aus, wenn die
Masse- und Versorgungsleitungen (0V und 6V) absolut gerade von links
nach rechts laufen und den Schaltplan nach oben und unten begrenzen.
Etwa so wie in dem Link von dir.
> @MaWin: Vielleicht schaffst du es ja den Schaltplan nach deinen> Vorstellungen zusammenzustellen.
Problemlos.
Aber dann müsstet du ihn noch fehlerfrei abzeichnen können.
Das scheiterte schon bei LM3915.
> Den Grundschaltplan hab ich hier her:
Dann leite meine Kritik dort hin weiter.
Immerhin weiß man nun, was das Ding tun soll.
Das ging aus deiner Beschreibung nicht mehr hervor.
Ich würde die Schaltung aus dem von mir geposteten YouTube Video
nachbauen, die macht mehr her, oder gleich einen uC Mikrocontroller das
Mikrophonsignal digitalisieren lassen und die Anzeige per Software
ansteuern, dann ist es wenigstens nur ein aktives Bauteil und es passt
besser ins Mikrocontroller-Forum.
Wo wir schon bei YouTube sind:
http://www.youtube.com/watch?v=ixSYRITn3r8