Hi,
immer wieder kämpfe ich mit dem integriertem Modelsim Editor. der Editor
erinnert mich ein weing am edit.com aus den alten DOS Zeiten. Gib es
einen alternativen Editor, der sich einigermassen schmerzfrei in den
Workflow einbinden lässt? Wenn ich mir die GUI von Modelsim so
anschaue, befürchte ich fast, dass es mit einbinbaren Alternativen
schwer wird :(
Gruss Bjoern
bau dir doch ein makefile und benutz dann notepad++ oder den sigasi oder
welchen editor auch immer du magst, musste dir nur angucken wie man
modelsim ueber kommandozeile bedient, das sollt jedoch nicht zu
kompliziert sein.
@zachso
Vielen Dank fuer Deine Antwort. Leider gibt sie nur das wieder, was ich
erwartet habe. Ich muss mich mit diesem achtziger Jahre Kommandozeilen
Mist rumärgern. Als typischer Windowsuser nervt mich allein schon diese
typische Linux Optik. Nein, ich bin nichtüberfordert. Allerdings ist es
mir ein Rätsel, warum ich immer noch in ein Handbuch schauen muss um die
Kommandozeilensyntax zu erfragen. Nicht umsonst haben viele
Programmierer die IDE vom Borland C++ dem cl, link und make von MS
vorgezogen. Mich nervt diese Ignoranz halt tierisch. Jedes Jahr kommt
eine teuer zu bezahlenden Version von Modelsim herraus und nicht
passiert in Richtung Komfort.
Ein genervter Modelsim User
Gruss Bjoern
versuch mal im Modelsim Editor einen Block tiefer einzurücken. Überall
gehts mit markieren und Tab drücken. im Modelsim Editor ist allesweg.
Ctrl+ K+irgendwas mag es vielleicht lösen. Ich bin aber nicht bereit
mich ständig auf diesen vorsintfluchtlichen Mist einzustellen. Naja,
notgedrungen muss ich es wohl.
das ding ist halt: man kann fuer alles buttons bauen, aber ist ja klar,
wenn ich die ganzen buttons in eine kleine skriptsprache einbinde dann
ist das halt grundsaetzlich erstmal maechtiger als alles mit der maus zu
machen.
wie dem auch sei, du hast definitiv recht: die Modelsim GUI ist das
allerletzte, die geht so gar nicht.
ich weiss ja nicht was du genau machst, aber es gaebe noch die
moeglichkeit ein webpack oder quartus zu nehmen und dein modelsim da
einzupflegen (ist ganz einfach, musst nur ne pfadangabe machen), dann
kannst du deren projektverwaltung und edior nutzen und dann wird von den
programmen aus modelsim aufgerufen. Zumindest der xilinx editor ist aber
auch wieder sch****, der kann nicht mal blockedit. Dafuer kann xilinx
dann wiederum einen externen editor einbinden (z.B. Notepad ++).
ah, was auch noch ginge: du kannst modelsim dein zeug aufmachen, und
einfach mit einem anderen editor drin rumschrieben, wenn du nur dein
projekt und nicht die files offen hast dann duerft das klappen und du
kannst dann ueber modelsim compilen
@zachso
Nochmals vielen Dank für Deine Mühen. Ich benutze Quartus. Zum Erstellen
des Designs mache ich aufgrund der ewigen Kompilierungszeiten allerdings
einen riesen Bogen um Quartus. Meine Designs erstlle ich hauptsächlich
in Modelsim und mache evtl. irgendwann eine Gatelevel Simulation. Der
eigentliche Motor dieses Threads ist der Umstand, dass Modelsim, wenn
Modelsim feststellt, dass sich eine geöffnete Datei geändert hat, einen
Reload, Overwrite und noch irgendetwas vorschlägt (was machen diese
Entwickler????). Dummerweise habe ich heute aus Unachtsamkeit
"Overwrite" gedrückt..... Mein Interesse an einem anderen Editor rührt
hauptsächlich an der verlorenen Arbeit (nein nicht nur... Aber das habe
ich schon ausgeführt).
Ich habe mir soeben Ultraedit gekauft, dass wohl Hintergrundsicherungen
erstellen soll. Ich hoffe dem trojanischen Pferd Modelsim damit ein
Schnippchen zu schlagen ;)
Gruss Björn
modelsim schrieb:> Mich nervt diese Ignoranz halt tierisch. Jedes Jahr kommt> eine teuer zu bezahlenden Version von Modelsim herraus und nicht
Protest! Ich, als professioneller Nutzer, möchte die Kommandzeile
keinesfalls missen. Es wäre toll, wenn auch andere (Windows-)Programme
per Skript zu steuern wären.
Duke
Duke Scarring schrieb:> Protest! Ich, als professioneller Nutzer, möchte die Kommandzeile> keinesfalls missen. Es wäre toll, wenn auch andere (Windows-)Programme> per Skript zu steuern wären.>> Duke
Das ist richtig. Eine Kommandozeile zu haben, wenn man die braucht, ist
etwas tolles. Und viele Sachen lassen sich viel besser über die
Komandozeile machen, als über eine GUI. Aber: Nur die Komandozeile und
keine brauchbare Gui halte ich genau so wie der User "modelsim" für
ziemlich Steinzeitlich und ärgerlich. Das nervt mich auch jedesmal bei
ModelSim.
@Klaus:
Ich weiß nicht, an welcher Stelle Ihr (Du und/oder "modelsim") die GUI
unbrauchbar findet. "Komplexe Software" und "einfache GUI" sind eben
zwei verschiedene Schuhe. Ich vermisse an der ModelSim-GUI momentan nix.
Und seit Version 10 scheint endlich auch das automatische Scaling von
Analogwerten im Wave-Fenster brauchbar zu sein.
Und ja, ich verwende Vim als Editor und nicht den ModelSim-internen.
Außerdem wird compiliern und simulieren per make gestartet. Vielleicht
bemerke ich deswegen die Unzulänglichkeiten nicht...
Duke
Vielen Dank für die guten Tips. Das mit dem Editor werde ich einmal
versuchen. Da ich nun trotz der daraus folgenden Unzulänglichkeiten
Ultraedit verwende, habe ich einmal versucht, aus Ultraedit heraus zu
kompilieren. Mittlerweile habe ich zwischen den Zeilen der gelesenen
doku herrausgefunden, dass dazu das Programm vcom.exe verwendet werden
muss. Ist evtl. ein geneigter Leser bereit, mir ein Beispiel einer
Kommandozeile mitzuteilen, die eine Datei kompiliert. Meine Versuche
dahingehend waren leider alles Fehlschläge.
Gruss Bjoern
Marc Schmitt schrieb:> Mhm...ich nutze Notepad++ - aus ISE heraus zu starten ist ja kein> Problem.> In Modelsim lässt sich der Editor auch umstellen, und zwar mit den> Befehl:> set PrefMain(Editor) {Notepad++-Verzeichnis/notepad++.exe}> Anstatt NP++ kann man natürlich auch jeden anderen beliebigen Editor> verwenden...
Genau das meine ich. Auch ich benutze Modelsim als profesioneller
Anwender. Modelsim ist aber nur eines der vielen verwendeten Programme.
Würde jedes Programm sich derart sperrig Verhalten, könnte ich in meiner
zur Verfugung stehenden Zeit mich nur noch mit Kommandozeilen Getüddel
beschäftigen. Meine Intention war nie, die Kommandozeile abzuschaffen,
wer damit glücklich ist solls verwenden. Mir fehlt der alternative
Zugang über die GUI.
Gruss Bjoern
@ modelsim
Ich kann folgende Methode empfehlen: Ich kopiere mir eine Projektdatei
in das Arbeitsverzeichnis und lade diese beim Start von Modelsim. Die
Datei ist für alle meine Projekte die gleiche, enthält als keine
Projektdaten, sondern nur allgemeine Infos, z.B. Informationen über
Bibliotheken. Dann habe ich in dem Verzeichnis eine Datei test.do, in
der steht:
vlib work
vcom ../src/datei1.v
vcom ../src/datei2.v
vsim -L altera_mf -L cycloneiii -do test_wave.do work.top
log -r /*
run -all
top ist dabei der Name der Testbench. In der Konsole tippe ich beim
ersten Start do test.do ein, und ab dann wird jeder weitere
Simulationslauf mit cursor up und enter gestartet. Das geht doch fix,
oder? Ok, das ist alles nicht klickibunti, aber hey, das Programm soll
rechnen, und nicht schön sein.
Grüße,
Harald
p.s. Editieren tue ich außerhalb von Modelsim mit Notepad++.
Naja, Namenskollege, es soll cor allem bequemn sein und keinen Frust
erzeugen, denn der mindert die Motivation und die Konzentration auf die
Aufgabe. Das vergessen viele Programmierer, wenn sie SW schreiben und
Vorgesetzte, wenn sie die Toolchain vorgeben.
Notepad++ finde ich einfach deshalb gut, weil man sehr schnell zoomen
und Bausteine farblich unterscheiden kann. Man kann das auch schön als
PDF drucken und es in DOKU einsetzen.
Benötigt würde nur noch eine bessere Funktionalität bezüglich der
Gruppierung von Funktionen und der Blockbildung, was beim VHDL nicht so
gut klappt, wie in C/C++.
Was ModelSIM anbelangt, habe ich selber schon X-mal mit dem support
gekloppt und Anregungen gegeben, aber man ist dort kaum aufnahmefähig.
Selbst offensichtliche Fehler werden in Abrede gestellt.