Hallo,
bin nun schon seit einiger Zeit mit einem Projekt beschäftigt und habe
Momentan ein Problem, dass mich immer mehr Geld kostet, weil ich den
Fehler einfach nicht finde und immer mehr Bauteile vernichtet...
Es handelt sich um einem 4-fachen 700mA Step-Down Treiber mittels des IC
MIC3201 vom Micrel auf einer 5x5cm großen Platine. Dabei habe ich mich
an die Schaltung von LED-Treiber.de gehalten:
http://www.led-treiber.de/html/getaktete_treiber.html#MIC3201
Sobald ich Spannung auf die Schaltung gebe leuchten die Chips der ACULED
von Perkin Elmer auf... einmal kurz und dann nie wieder... Es muss ein
Fehler in der Schaltung sein, aber ich finde ihn einfach nicht. (Die
LEDs sind im Schaltplan absichtilich verpolt, weil in der Bibliothek nur
ein Bauteil mit vertauschten Anoden und Kathoden war) Vielleicht haben
eure geübten Augen mehr Glück =)
Ich hab bestimmt viele Infos vergessen, einfach meckern...
freue mich auf eure Hilfe...
mfg Mirco
@ Mirco G. (Gast)
>Es handelt sich um einem 4-fachen 700mA Step-Down Treiber mittels des IC>MIC3201 vom Micrel auf einer 5x5cm großen Platine. Dabei habe ich mich>an die Schaltung von LED-Treiber.de gehalten:
Hmmm.
>von Perkin Elmer auf... einmal kurz und dann nie wieder... Es muss ein
Sowas testet man auch nicht mit den richtigen LEDs, sondern mit
einfachen, billigen 1A Dioden. Die leuchten zwar nicht, verkraften aber
viel Missbrauch und sind preiswert zu ersetzen.
>Fehler in der Schaltung sein, aber ich finde ihn einfach nicht. (Die>LEDs sind im Schaltplan absichtilich verpolt,
sowas ist immer sehr sinnvoll, weil man ja zu faul ist, ein passendes
bauteil anzulegen . . .
>Ich hab bestimmt viele Infos vergessen, einfach meckern...
D1-D4 vielleicht verpolt eingelötet? Treiber-IC nicht vollständig
angelötet?
MFG
Falk
Ich sehe keine Leitung, die vom Verbindungpunkt
4 Shunt Widerstände und LED
zu Pin2 des MIC3201 geht.
Die Current Sense geht zu einem nicht angeschlossenen Lötpunkt
in der Mitte.
Wenn CS nicht angeschlossen wird, gehen die LEDs kaputt.
@falk
Dioden wären natürlich preiswerter, das ist wohl richtig, aber die haben
doch dann sicher nicht die selben Eigenschaften wie die LED-Chips? In
dem MIC3201 Assistor, ein Programm von der Seite die ich oben erwähnt
habe, spielt zum Beispiel die abfallende Vorwärtsspanung eine Rolle, die
die Werte aller Bauteile beeinflusst, wie kann ich die denn bei einer
einfachen Diode simulieren?
Aber Danke erstmal bis hierhin. Btw, was soll mir das "hmm." sagen? Hab
ich da unwichtige Infos rausgehauen =) ?
Das ich faul bin lass ich mir nicht nachsagen, werde gleich heute
Nachmittag den Schaltplan überarbeiten. Kann ich irgendwie verhindern,
das EAGLE mir das Board zerstört wenn ich was im Schaltplan veränder?
Den letzten Punkt werde ich dann auch mal überprüfen.
@MaWin
Im Schaltplan sind die Pins2 des Treibers entsprechend verbunden, und da
Das Board laut ERC äquivalent zum Plan ist, kann ich deine
Fehlervermutungen gaub ich ausschließen... aber danke
MFG
Mirco
@ Mirco G. (Gast)
>Dioden wären natürlich preiswerter, das ist wohl richtig, aber die haben>doch dann sicher nicht die selben Eigenschaften wie die LED-Chips?
Das ist zweitrangig. Man schaltet soviel Dioden in Reihe, bis man
ungefähr die Flußspannung der LED erreicht. Für einen grundlegenden
Test reicht das.
>Das ich faul bin lass ich mir nicht nachsagen, werde gleich heute>Nachmittag den Schaltplan überarbeiten.
Das hat keiner gefordert.
Der MIC3201 hat ein "Exposed Pad" (ePAD) unten am Gehäuse, das dort mit
PGND verbunden ist und verbunden gehört. Du hast das Pad NICHT mit GND
verbunden, dafür aber evtl. mit zwei anderen Durchkontaktierungen... :-o
Insgesamt: sieh dir einfach mal die App-Note zu diesem Schaltregler an
http://www.micrel.com/_PDF/Eval-Board/mic3201_eb.pdf
Je weiter du von diesen Layout Recommendation abweichst, desto weniger
funktioniert deine Schaltung. Und du bist weit, weit weg...
Nochmal zur Schaltung:
Was passiert im ersten Moment des Einschaltens, wenn die Ausgänge des
Controllers nocht nicht konfiguriert sind? Du steuerst die DIM-Eingänge
der MIC mit dem AVR. Im ersten Moment des Einschalten sind die Ports als
Eingang geschalten. Vielleicht sollte man einen Pull-down vorsehen.
Die Diode D1..D4 sind mit 1A Reverse current etwas schwach
dimensioniert. Hast du mal geschaut ob die noch leben?
Was für Spulen hast du genommen? Reicht der Sättigungsstrom?
Mirco G. schrieb:> Kann ich irgendwie verhindern,> das EAGLE mir das Board zerstört wenn ich was im Schaltplan veränder?
Füge das neue Bauteil erstmal parallel zum zu ersetzenden im Schaltplan
ein, schiebe es im Board auf die richtige Stelle und lösche dann das
alte Bauteil.
Hey,
ist es korrekt, das VCC der LED-Reiber (Pin1) nur an einem 1yF-C hängt?
Müsste der nicht mit +Ub verbunnden sein?
Oder habe ich jetzt was übersehen?
Nur nochmal zu Erinnerung...
Siehe dort Seite 10:
http://www.micrel.com/_PDF/mic3201.pdf
Unter Abschnitt "IC" die Sätze, die das EP (exposed Pad) betreffen.
Solange das nicht behoben ist, ist jede Diskussion sinnlos...
hacker-tobi schrieb:> an einem 1yF-C hängt
ein 1 Ypsilon-Farad-Kondensator?
> das VCC der LED-Reiber (Pin1)
Blöd, dass man bei diesem Makro den Pin 1 nicht richtig erkennt...
> Müsste der nicht mit +Ub verbunnden sein?
Ratestunde?
> Oder habe ich jetzt was übersehen?
Ja. Das Datenblatt.
Viele nützliche Hinweise =)
zum Exposed Pad:
Zitat LED-Treiber.de:
"Kühlkörper integriert
Das Pin mit der ominösen Nummer 9 ist der an der Unterseite des SOP-8
herausgeführte Kühlkörper, der bei einem guten Platinen-Layout per Vias
ggf. mit einer größeren GND-Fläche verbunden wird. Der Wirkungsgrad des
MIC3201 ist aber so gut, dass man auch bei 500kHz und nur 8
handverlöteten Pins kaum größere Wärmeprobleme haben sollte."
Anscheinend dient diese Fläche nur zur Kühlung...
Stimmt das jetzt oder redet der Mann Blödsinn?
Ich hatte bereits eine Schaltung, die noch sehr viel mehr von den
Recomendations abwich, die jedoch funktioniert hat. Das Layout im
Datenblatt ist ein Testlayout und für die fertige Platine völlig
ungeeignet, weil sperrig und mit unnützen features ausgestattet. (Taster
etc) Bei diesem Layout habe ich mich eigentlich an alle Hinweise aus der
AppNote gehalten (mit ausnahme des EPads, weil ich keine Ahnung hab wie
ich da was löten soll... =/ )
gruß
mirco
> Anscheinend dient diese Fläche nur zur Kühlung...
Zumindest ist es elektrisch kontaktiert,
und wenn es nun woanders Kontakt hat,
gibt das einen Kurzschluss.
Hier die Dateien... noch nicht überarbeitet!
Der Treiber sollte eig keinen Kontakt zu den Vias unter ihm haben. Er
ist nicht Plan aufgelötet und die Vias sind mit Lötstoplack überzogen...
lass mich da aber gern belehren wenn das kein ausreichender Schutz sein
sollte...
gruß Mirco
Mirco G. schrieb:> Stimmt das jetzt oder redet der Mann Blödsinn?
Was steht im Datenblatt an den von mir aufgezeigten Stellen?
Da steht "must be connected", nicht etwa "may be connected" oder
"would be nice to be connected".
Es steht sogar eine Anzahl Vias dabei, die verwendet werden müssen...
> Der Wirkungsgrad des> MIC3201 ist aber so gut, dass man auch bei 500kHz und nur 8> handverlöteten Pins kaum größere Wärmeprobleme haben sollte.
Sollte, hätte, wäre, würde...
Das scheint der gute Mann nicht ausprobiert zu haben... :-o
> Stimmt das jetzt oder redet der Mann Blödsinn?
Wem glaubst du mehr: dem Hersteller oder jemand anderem?
Mir gefällt aber dieser Satz auf der verlinkten Seite:
1
Für das Platinen-Layout gilt bei getakteten LED-Treibern dasselbe wie bei Schaltreglern
Belehrung angenommen!
Mir gefällt der Ton =D da werden einem die Infos noch knackig
rübergebracht... Habe meinen Mathelehrer dafür auch gemocht =D
zurück zum Thema
Recht haste natürlich... =/ ja den Satz hab ich auch gelesen.
Werde die Hinweise auf deiner Seite aufsaugen. Ohne sowas komm ich ja
nie weiter. Fange erst im Oktober an zu studieren...
gruß
Mirco G. schrieb:> Belehrung angenommen!
Gut so.
> Mir gefällt der Ton =D
Mir auch.
> da werden einem die Infos noch knackig rübergebracht.
In dieser Belehrung waren keinerlei Informationen... :-o
Seis drum: nicht mal die LP-Hersteller garantieren dir, dass der
"normale" Stopplack tatsächlich isoliert. Und auch laut einschlägigen
Normen darf der Stopplack nicht z.B. als Isolierlack hergenommen werden.
Er dient lediglich zum Schutz und der Optik.
Mirco G. schrieb:> Mir gefällt der Ton =D da werden einem die Infos noch knackig> rübergebracht...
Hallo Mirko,
hier geht es manchmal eher rustikal zu.
Aber wenn du öfter reinschaust, wirst du sehen, daß die Infos von
Lothar, Falk und MaWin es praktisch immer wert sind ernst genommen zu
werden.
Hier sind halt mehr Ings und Techniker und weniger Esoteriker und
Sozialwissenschaftler unterwegs :-)
Viel Erfolg beim Studium
Udo Schmitt schrieb:> Hier sind halt mehr Ings und Techniker und weniger Esoteriker und> Sozialwissenschaftler unterwegs
Das will ich doch stark hoffen =D
Udo Schmitt schrieb:> Viel Erfolg beim Studium
Danke =)
Hallo!
Ich hätte da auch mal noch eine Frage: Wie lässt sich ein solches Pad
unter einem IC eigentlich verlöten wenn man nicht gerade einen
Reflow-Ofen oder eine Heißluftstation mit Lötpaste zur Verfügung hat?
Geht das überhaupt oder ist so ein Bauteil dann völlig "unbrauchbar" für
einen?
MfG
chris schrieb:> Wie lässt sich ein solches Pad> unter einem IC eigentlich verlöten
Ich hätts mit einem größeren Via versucht denk ich... Von der anderen
Seite durchlöten... Aber würde mich auch noch interessieren. Danke, dass
du es nochmal ansprichst.
Mirco G. schrieb:> Ich hätts mit einem größeren Via versucht
Da reichen die 4 vorgeschriebenen Vias locker aus. Denn die dürfen ja
nicht lackiert sein. Deshalb fließt da das Lötzinn und auch die Wärme
ganz problemlos durch.
Ein bedrahtetes Bauteil in einer druchkontaktierten Borhung wird ja auch
nur von einer Seite erhitzt...