Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hameg HM1005 defekt


von Örni (Gast)


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Hallo liebe Elektronik-Gemeinde!

Mein Problem ist ein Oszilloskop Hameg HM1005-3 (Bj. 1991).
Kurze Zeit nach dem Einschalten (von wenigen Sekunden bis zu einigen 
Minuten) kommt ein "schnarrendes" Geräusch von 50Hz´(Netzfrequenz).
Auf dem Bildschirm wird die dargestellte GND-Linie beim Eintreten des 
Geräusches mit kurzen Lücken dargestellt, alle 20ms eine Unterbrechung 
von ca. 2ms.
Sobald das Geräusch kam, habe ich das Scope abgeschaltet.
Nach dem Wiedereinschalten kommt das Geräusch nach der genannten Zeit 
wieder...
Da es sich um ein 50Hz Signal handelt, vermute ich, daß die Ursache im
Netzteil liegt. Ich bin mir nicht sicher, ob der Trafo das Geräusch 
verursacht.

In einer ruhigen Phase (die einige Minuten dauern kann), ist der 
Elektronenstrahl völlig sauber, hell und scharf...

Welcher Defekt kann hier vorliegen?
Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Örni

von Microman (Gast)


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Bei meinem HM705 und auch an einem HM203 waren's die Gleichrichter.... 
scheint ne kleine Schwachstelle zu sein.

Microman

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Ärgerlicherweise hat Hameg bei diesem Gerät darauf verzichtet, den 
Schaltplan im Handbuch abzudrucken, jedenfalls war das bei meinem so.

Was den Defekt angeht: Keine Ahnung.

von Helmut L. (helmi1)


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Gleichrichter und Ladeelko im Netzteil ueberpruefen.

von Örni (Gast)


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Vielen Dank für die Hinweise!

Sind die verdächtigen Bauelemente im Hochspannungsteil
im Blechkasten hinter der Röhre?

Viele Grüße
Örni

von Helmut L. (helmi1)


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Örni schrieb:
> Sind die verdächtigen Bauelemente im Hochspannungsteil
> im Blechkasten hinter der Röhre?

Kann sein wenn dort auch der Netzanschluss hingeht.

von Joachim M. (27jm58)


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Hallo Örni
Wenn Du den Schaltplan , Abgleichplan , Bestückungsplan u. Handbuch 
benötigst, sende mir ein E-Mail an:
jkfm@online.de
Werde Dir dann antworten und im Anhang alles zusenden.
Die Datei ist allerdings Groß 6,5MB
Gruß
Joachim

von Örni (Gast)


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Hallo und Dankeschön für die Antworten!

Ich habe gerade von Hameg das Manual zum HM1005 (ohne "-3") gezogen,
darin sind die Schalt- und Bestückungspläne vorhanden.
Ich hoffe, daß es im Netzteilbereich keine Unterschiede zum HM1005-3 
gibt.
Leider kann ich jetzt nicht vergleichen, da ich das Gerät nicht hier 
habe.

Noch eine Frage zu den Hinweisen auf Gleichrichter und Sieb-Elko:
Sind dies auch die Bauteile die das Geräusch verursachen, oder ist es 
doch der Trafo?
Ich konnte die Quelle nicht genau orten...

Sollte man die Bauteile bei Ersatz etwas höher dimensionieren
(Spannung / Strom beim Gleichrichter, Spannungsfestigkeit beim Elko) ?

Freundliche Grüße
Örni

von Helmut L. (helmi1)


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Örni schrieb:
> Noch eine Frage zu den Hinweisen auf Gleichrichter und Sieb-Elko:
> Sind dies auch die Bauteile die das Geräusch verursachen, oder ist es
> doch der Trafo?
> Ich konnte die Quelle nicht genau orten...
>

In erster Linie macht der Trafo die Geräusche. Das kommt aber daher das 
die Versorgungsspannung des Schaltnetzteiles mit der Netzfrequenz 
pulsiert. Also der Elko im Netzteil ist wahrscheinlich trocken.

> Sollte man die Bauteile bei Ersatz etwas höher dimensionieren
> (Spannung / Strom beim Gleichrichter, Spannungsfestigkeit beim Elko) ?

Wenn die reinpassen gerne. Aber ich fuerchte du bekommst da keine 
groesseren Bauteile rein.

von Joachim M. (27jm58)


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Hallo Örni
Ich müßte das Geräusch selbst höhren.
Nim mal einen Isolierten Schraubenzieher , ich betone isoliert, halte 
ihn mit der Spitze da drauf wo Du vermutest, dord kommt das Geräusch her 
und das Griffende ( nochals isoliert ) direkt an dein Ohr, dann kannst 
du mindestens mal herausfinden wo das herkommt, aber vorsicht.
Fang beim Trafo an.
Wenn Du rausgefunden hast wo es herkommt, liegt dord auf zu 90% der 
Fehler.
MfG
Joachim

von Örni (Gast)


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Nochmals vielen Dank fur die Hinweise!

Das Netzteil ist kein Schaltnetzteil, es ist ein herkömmlicher Trafo
mit Eingangsspannungswahlschalter (steht auf 240V) und mehreren
Ausgangswicklungen.
3 Brückengleichrichter für diverse Spannungen, eine 12V Wicklung
ohne Gleichrichtung für Rasterbeleuchtung und Line-Trigger
sowie eine Wicklung (F1/F2), deren Wechselspannung direkt zum CRT-Board
geht - Röhrenheizung.
Die höchste Sekundärspannung ist mit 110V angegeben, die Anodenspannung
wird auf dem CRT-Board erzeugt (Vierfachkaskade, 12kV).

Ich melde mich wieder, wenn ich weitere Hilfe gebrauche :)

Eine sonnige Woche wünscht
Örni

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