Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Festplattensteuereinheit


von Richard Hermann (Gast)


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Hallo alle zusammen,

in den älteren Festplatten (<80 GB) ist in der Steuereinheit des 
Lese-/Schreibkopfs ein Schrittmotor verbaut. Allerdings haben die ja 
bekanntlich selten mehr als 200 Schritte pro Umdrehung.

(Und nach meiner Recherche ist der auch nicht untersetzt.)

Warum kann der Lesekopf sich dann trotzdem fast mikrometergenau auf der 
Scheibe bewegen?

Danke für Eure Antworten!

von MaWin (Gast)


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Tut er ncht.
Damals gab es Spuren, die mechanisch eben durch die Positionen des 
Schrittmotors und dessen Achsdurchmesser bestimmt waren.
Dehnt sich das Metall aus, war's mit dem Mikrometer Essig, also mussten 
die Spurabstände grösser sein.

Daher haben alle neuen Festplatten den Schrott nicht mehr,
sondern regeln dynamisch per voice coil nach.

von loeti (Gast)


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Waren nicht Schrittmotoren nur bei Festplatten
> 80 MByte verbaut.

Alle Platten die ich geschlachtet habe hatten jedenfalls
elektrodynamische Aktoren.

von loeti (Gast)


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mist, meinte natürlich < 80 MByte..

von Michael_ (Gast)


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Da mußt du eben noch mehr schlachten! Nach der Wahrscheinlichkeit hast 
du dann mal welche dabei (Tipp: <30MB).

von ... (Gast)


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Michael_ schrieb:
> Tipp: <30MB

Gab auch größere. Meine 40MB WD XT-Bus Platte hat ebenfalls Stepper drin 
und klingt auch entspechend :)
Aber schlachte würd ich die trotzdem nicht, denn die läuft noch (samt 
dem Computer drumrum).

PS: XT-Bus ist kein Tippfehler, ist tatsächlich ein ziemlich seltenes 
8-bit XT-IDE Interface.

von Richard Hermann (Gast)


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Ok, danke schonmal für die Inputs!

Also, das mit den Schrittmotoren ist ja wegen Temperaturschwankungen 
nicht das Beste, weswegen
>dynamisch per voice coil
nachgeregelt wird.

Das geschieht anscheinend sehr präzise mit
>elektrodynamischen Aktoren.

Gibt es dafür auch andere Namen?
(Meine Internetrecherche hat kaum Früchte getragen)
Es hört sich ziemlich interesant an, da ich ähnliche Teile für eine 
genaue Positionierung brauchen könnte.

von (prx) A. K. (prx)


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Richard Hermann schrieb:

> Gibt es dafür auch andere Namen?

Voice coil.

von (prx) A. K. (prx)


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Richard Hermann schrieb:

> Warum kann der Lesekopf sich dann trotzdem fast mikrometergenau auf der
> Scheibe bewegen?

Letztlich funktioniert das nur mit Rückkopplung über das Lesesignal, 
denn die Positionierung per voice coil ist an sich zwar fein aber 
unpräzise. Der Controller hat also erst einmal eine passende Energie in 
die Spule geschossen um anschliessend festzustellen wo der Kopf wirklich 
ankam. Dann wurde entsprechend korrigiert. Ist er mal auf der richtigen 
Spur, dann führt die Servoelektronik den Kopf so nach, dass er dort 
mittig drauf bleibt.

Anfangs verwendete man spezielle Servospuren auf einer nur dafür 
verwendeten Oberfläche (z.B. 16 Köpfe, 1 dedizierte Servo, 15 
Nutzdaten), aber abgesehen von der Platzverschwendung insbesondere bei 
weniger Scheiben gab es mit steigender Spurdichte Probleme mit der 
unterschiedlichen Wärmeausdehnung der Scheiben.

Mittlerweile fischt man diese Information aus den Datentracks selbst.

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