Hallo alle zusammen, in den älteren Festplatten (<80 GB) ist in der Steuereinheit des Lese-/Schreibkopfs ein Schrittmotor verbaut. Allerdings haben die ja bekanntlich selten mehr als 200 Schritte pro Umdrehung. (Und nach meiner Recherche ist der auch nicht untersetzt.) Warum kann der Lesekopf sich dann trotzdem fast mikrometergenau auf der Scheibe bewegen? Danke für Eure Antworten!
Tut er ncht. Damals gab es Spuren, die mechanisch eben durch die Positionen des Schrittmotors und dessen Achsdurchmesser bestimmt waren. Dehnt sich das Metall aus, war's mit dem Mikrometer Essig, also mussten die Spurabstände grösser sein. Daher haben alle neuen Festplatten den Schrott nicht mehr, sondern regeln dynamisch per voice coil nach.
Waren nicht Schrittmotoren nur bei Festplatten
> 80 MByte verbaut.
Alle Platten die ich geschlachtet habe hatten jedenfalls
elektrodynamische Aktoren.
Da mußt du eben noch mehr schlachten! Nach der Wahrscheinlichkeit hast du dann mal welche dabei (Tipp: <30MB).
Michael_ schrieb: > Tipp: <30MB Gab auch größere. Meine 40MB WD XT-Bus Platte hat ebenfalls Stepper drin und klingt auch entspechend :) Aber schlachte würd ich die trotzdem nicht, denn die läuft noch (samt dem Computer drumrum). PS: XT-Bus ist kein Tippfehler, ist tatsächlich ein ziemlich seltenes 8-bit XT-IDE Interface.
Ok, danke schonmal für die Inputs! Also, das mit den Schrittmotoren ist ja wegen Temperaturschwankungen nicht das Beste, weswegen >dynamisch per voice coil nachgeregelt wird. Das geschieht anscheinend sehr präzise mit >elektrodynamischen Aktoren. Gibt es dafür auch andere Namen? (Meine Internetrecherche hat kaum Früchte getragen) Es hört sich ziemlich interesant an, da ich ähnliche Teile für eine genaue Positionierung brauchen könnte.
Richard Hermann schrieb: > Warum kann der Lesekopf sich dann trotzdem fast mikrometergenau auf der > Scheibe bewegen? Letztlich funktioniert das nur mit Rückkopplung über das Lesesignal, denn die Positionierung per voice coil ist an sich zwar fein aber unpräzise. Der Controller hat also erst einmal eine passende Energie in die Spule geschossen um anschliessend festzustellen wo der Kopf wirklich ankam. Dann wurde entsprechend korrigiert. Ist er mal auf der richtigen Spur, dann führt die Servoelektronik den Kopf so nach, dass er dort mittig drauf bleibt. Anfangs verwendete man spezielle Servospuren auf einer nur dafür verwendeten Oberfläche (z.B. 16 Köpfe, 1 dedizierte Servo, 15 Nutzdaten), aber abgesehen von der Platzverschwendung insbesondere bei weniger Scheiben gab es mit steigender Spurdichte Probleme mit der unterschiedlichen Wärmeausdehnung der Scheiben. Mittlerweile fischt man diese Information aus den Datentracks selbst.
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