Forum: Offtopic Fassadenfarbe mit Lotoseffekt


von Uhu U. (uhu)


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Bringt das was, oder ist das nur Marketing?

von Jeffrey L. (the_dude)


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Meine Erfahrung ist, dass es die ersten drei...vier Jahre etwas nützt, 
dannach ist es wie ohne!

In anbetracht dessen dass man die Fassade nicht alle 4 Jahre streicht 
kann man es wohl lassen! :-/

von Peter S. (peter_paniermehl)


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Der Wirkungsgrad hängt da von vielen Faktoren ab. An einer stark 
befahrenen Straße hält der Effekt leider nicht so lange vor, also max. 
2-3 Jahre. An anderen Standorten ist das länger möglich.

von Uhu U. (uhu)


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Es ist eine mäßig befahrene Straße, aber Wetterseite. Die Farbe ist 
doppelt so teuer wie konventionelle - das lohnt dann den Mehrpreis wohl 
nicht.

Geschickte Farbwahl zwecks Tarnung des sich unvermeidlich absetzenden 
Drecks ist dann wohl die bessere Idee.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Der Untergrund hat auch einen Einfluss - sogenannter Rauh- oder 
Kratzputz ist aufgrund der vielen Unebenheiten viel 
verschmutzungsanfälliger als schlichter Glattputz, auch wenn das ganze 
mit noch so schicker Farbe gestrichen wird.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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gibts denn schon eine Farbe 
Straßendreck-Grau-Mit-Kerosin-Verbrennungs-Rückständen-Schwarz?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Vlad Tepesch schrieb:
> Straßendreck-Grau-Mit-Kerosin-Verbrennungs-Rückständen-Schwarz?

Die gab es, fast die ganze DDR war damit gestrichen ...

von Uhu U. (uhu)


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Der Putz ist glatt, das letzte mal gestrichen wurde vor > 20 Jahren. Der 
Neuanstrich ist im Wesentlichen nur deshalb fällig, weil einige 
Wohnungseigentümer ihre Balkons in Eigenarbeit und mit Baumarktmaterial 
für Innenräume geflieset haben - mit der Folge, daß Wasser durch die mit 
schlechtem Material und miserabel verfugten Fliesen ins Mauerwerk 
eindrang und dann an der Fassade z.T. flächig die Farbe abgedrückt hat.

So kann man ein paar Kröten einsparen und ordentlich Schaden 
anrichten...

von Axel L. (axel_5)


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Nur mal zum Hinweis.

Nach der aktuellen ENEV MUSS bei solchen Streichaktionen auch gedämmt 
werden.

Wenn man das nicht tut, kann es teuer werden.

Achtet zwar keiner drauf, aber man sollte es wissen.

Gruss
Axel

von Uhu U. (uhu)


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Das ist ein immer wieder kolportiertes Gerücht, aber so nicht wahr. Ein 
Anstrich ist eine Instandhaltungsmaßnahme, kein Umbau.

Näheres kann man der Energieeinsparverordnung entnehmen.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Axel Laufenberg schrieb:
> Nach der aktuellen ENEV MUSS bei solchen Streichaktionen auch gedämmt
> werden.

Beim Streichen nicht, aber wenn neu verputzt wird. Eine Reparatur 
schadhaften Putzes fällt auch nicht unter diese schwachsinnige Regelung, 
sofern die erneuerte Fläche nicht einen gewissen Anteil an der 
Gesamtfläche überschreitet (das könnten 30%--50% sein, aber das weiß ich 
nicht mit Sicherheit).

von Axel L. (axel_5)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das ist ein immer wieder kolportiertes Gerücht, aber so nicht wahr. Ein
> Anstrich ist eine Instandhaltungsmaßnahme, kein Umbau.
>
> Näheres kann man der Energieeinsparverordnung entnehmen.

Stimmt tatsächlich.

Naja, wenn das Gerüst schon steht, würde ich die Gelegenheit trotzdem 
nutzen.

Schon erst recht, wenn die alte Farbe nicht verschlissen, sondern wegen 
anderer Mängel hochgedrückt wurde. Da kann man sich ja vorstellen, wie 
der Putz darunter aussieht.

Gruss
Axel

von Uhu U. (uhu)


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Axel Laufenberg schrieb:
> Naja, wenn das Gerüst schon steht, würde ich die Gelegenheit trotzdem
> nutzen.

Hab ich alles schon durchgerechnet - lohnt sich nicht. So eine Dämmung 
ist mit den heute gängigen Materialien nach 20-25 Jahren Sondermüll und 
hat auch bei stark steigenden Energiekosten das eingesetzte Kapital 
nicht im Entfernten eingespielt - die Entsorgungskosten kommen noch oben 
drauf...

Das Haus ist in der ersten Hälfte der 1920er gebaut und sehr solide und 
gut durchdacht. Mit solchem Plastikmist wird es nur ruiniert.

> Schon erst recht, wenn die alte Farbe nicht verschlissen, sondern wegen
> anderer Mängel hochgedrückt wurde.

Dem Putz hat das nicht viel ausgemacht, nur die Farbe ist in z.T. großen 
Blasen abgeblättert.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Eben. So eine Dämmung ist allenfalls bei hachdünnen Außenwänden, wie man 
sie vornehmlich bei Häusern vorfindet, die seit den 50er Jahren "gebaut" 
wurden.
(Natürlich gab es das auch davor schon, aber in der ersten Hälfte der 
20er war das noch unüblich)


Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos.

von Andy M. (straydog)


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Hallo,hab mein Haus vor knapp 12 Jahren gestrichen.Rauputz.Ein Bekannter 
der Maler ist riet mir von dem ganzem Baumarktzeug ab,auch von 
Lotuseffekt.
Er hat mir dann von Herbidur Sikkens Farbe besorgt.Ist zwar um einiges 
teurer aber absolut zu empfehlen.Sieht nach 12 Jahren noch aus wie 
frisch gestrichen,auch unter den Fenstern.Da ist wohl auch so ein 
antialgen zeug drin.Bei meinem Nachbarn,der vor 8 Jahren mit so billig 
Zeug gestrichen hat steht der nächste Anstrich schon an.

gruss
andy

von Uhu U. (uhu)


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Baumarktschmiere kommt hier auch nicht in Frage. Ich habe auch nicht 
vor, das selbst zu machen.

von Michael K. (charles_b)


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Neben dem Lotus-Effekt unterscheide man glaube ich noch zwischen 
hydrophiler und hydrophober Farbe.

Ein Maler erzählte mir, dass man lange Zeit gedacht hat, mit hydrophober 
Farbe würde man besser fahren, weil sie die Feuchtigkeit nicht 
reinlässt. Doch dann sei man dahintergekommen, dass z. B. gedämmte 
Flächen viel besser halten wenn sie mit hydrophiler Farbe gestrichen 
werden - wohl weil das Abdampf- und Trockenverhalten dann besser sei.

Details weiß sicher Tante Google.

von Axel L. (axel_5)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:

> Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos.

Wow, und so eine Aussage von einem Ingenieur.
Schon erschreckend.

Gruss
Axel

von Bernd F. (metallfunk)


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Axel Laufenberg schrieb:
> Rufus Τ. Firefly schrieb:
>
>> Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos.
>
> Wow, und so eine Aussage von einem Ingenieur.
> Schon erschreckend.
>
> Gruss
> Axel

Wieso?

Da spielen so viel Faktoren mit, wie Taupunkt, Diffusions-
fähigkeit und Schlagmichtot.

Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben,
muß man erst mal " verbessern können ".

Ich habe schon Fassaden gesehen ( mit 20 cm. Dämmung ), die
veralgt waren ( grün ) und wo bei 20 Grad unter Null das Wasser
zwischen Mauerwerk und Dämmung tropfte.

Da kann ein gewisses Maß an " Energieverschwendung ", die
optimale Lösung sein.

von Thilo M. (Gast)


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Bernd Funk schrieb:
> Da spielen so viel Faktoren mit, wie Taupunkt, Diffusions-
> fähigkeit und Schlagmichtot.

Zum Beispiel, dass die mehrere zigtausend teure Außenwanddämmung für ca. 
2 Wochen im Jahr richtig 'was bringt und in der Übergangszeit (kalte 
Nächte, warme, sonnige Tage) eher nachteilig wirkt.

Das Verhältnis Kosten <=> Nutzen bleibt da schnell auf der Strecke.

von Michael K. (charles_b)


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Thilo M. schrieb:

> Zum Beispiel, dass die mehrere zigtausend teure Außenwanddämmung für ca.
> 2 Wochen im Jahr richtig 'was bringt und in der Übergangszeit (kalte
> Nächte, warme, sonnige Tage) eher nachteilig wirkt.
>
> Das Verhältnis Kosten <=> Nutzen bleibt da schnell auf der Strecke.


Warum soll es in der Übergangszeit nix bringen?

Und den Preis muss man natürlich im Verhältnis zur gedämmten Fläche 
sehen. Ein Mietshaus mit 18 Parteien kostet klar deine zig-Tausende. Ein 
EFH einige Tausend - aber auch nicht mehr.

von Axel L. (axel_5)


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>Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben,
>muß man erst mal " verbessern können ".

Naja, solange das Öl 20 Pfennige kostete, war das schon ok.

Aber die Ölpreise gehen eher in Richtung 1€. Da ändert sich die 
Definition  von "perfekt funktioniert" doch ein klein wenig.

Aber gut, ist nicht mein Haus.

Gruss
Axel, der mit seiner Dämmung super zufrieden ist.

von Michael K. (charles_b)


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Axel Laufenberg schrieb:
>>Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben,
>>muß man erst mal " verbessern können ".
>
> Naja, solange das Öl 20 Pfennige kostete, war das schon ok.

"Funktionieren" hat nicht nur eine technische sondern auch 
betriebswirtschaftliche Komponente.

Im übrigen: die Rittersleut sind ausgestorben.

>
> Gruss
> Axel, der mit seiner Dämmung super zufrieden ist.

1. Die Dicke ist an sich noch kein Kriterium. Sind die 60 cm komplett 
durchfeuchtet (wie z. B. in Teilbereichend der Münchner Börse) so ist 
die Dämmwirkung dahin. Da hilft dann nur noch der massive Einsatz von 
Heizpatronen um die chinesiche Mauer wieder trocken zu kriegen.

2. Fassaden stehen im Wechselspiel mit den Fenstern. Wenn einer 
Butzenscheiben und verzogene Fensterrahmen hat ist es trotzdem mit einem 
fußballtorgroßen Kaminfeuer sehr gemütlich in der Ritterstube.
Wer Isolierglas hat und ne kalte Wände (schlechte Dämmung) treibt nur 
das Kondenswasser in die Wände und fördert den Schimmel.

von Michael K. (charles_b)


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...aber die Eingangsfrage war ja die nach der Lotus-Farbe.

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