Bringt das was, oder ist das nur Marketing?
Meine Erfahrung ist, dass es die ersten drei...vier Jahre etwas nützt, dannach ist es wie ohne! In anbetracht dessen dass man die Fassade nicht alle 4 Jahre streicht kann man es wohl lassen! :-/
Der Wirkungsgrad hängt da von vielen Faktoren ab. An einer stark befahrenen Straße hält der Effekt leider nicht so lange vor, also max. 2-3 Jahre. An anderen Standorten ist das länger möglich.
Es ist eine mäßig befahrene Straße, aber Wetterseite. Die Farbe ist doppelt so teuer wie konventionelle - das lohnt dann den Mehrpreis wohl nicht. Geschickte Farbwahl zwecks Tarnung des sich unvermeidlich absetzenden Drecks ist dann wohl die bessere Idee.
Der Untergrund hat auch einen Einfluss - sogenannter Rauh- oder Kratzputz ist aufgrund der vielen Unebenheiten viel verschmutzungsanfälliger als schlichter Glattputz, auch wenn das ganze mit noch so schicker Farbe gestrichen wird.
gibts denn schon eine Farbe Straßendreck-Grau-Mit-Kerosin-Verbrennungs-Rückständen-Schwarz?
Vlad Tepesch schrieb: > Straßendreck-Grau-Mit-Kerosin-Verbrennungs-Rückständen-Schwarz? Die gab es, fast die ganze DDR war damit gestrichen ...
Der Putz ist glatt, das letzte mal gestrichen wurde vor > 20 Jahren. Der Neuanstrich ist im Wesentlichen nur deshalb fällig, weil einige Wohnungseigentümer ihre Balkons in Eigenarbeit und mit Baumarktmaterial für Innenräume geflieset haben - mit der Folge, daß Wasser durch die mit schlechtem Material und miserabel verfugten Fliesen ins Mauerwerk eindrang und dann an der Fassade z.T. flächig die Farbe abgedrückt hat. So kann man ein paar Kröten einsparen und ordentlich Schaden anrichten...
Nur mal zum Hinweis. Nach der aktuellen ENEV MUSS bei solchen Streichaktionen auch gedämmt werden. Wenn man das nicht tut, kann es teuer werden. Achtet zwar keiner drauf, aber man sollte es wissen. Gruss Axel
Das ist ein immer wieder kolportiertes Gerücht, aber so nicht wahr. Ein Anstrich ist eine Instandhaltungsmaßnahme, kein Umbau. Näheres kann man der Energieeinsparverordnung entnehmen.
Axel Laufenberg schrieb: > Nach der aktuellen ENEV MUSS bei solchen Streichaktionen auch gedämmt > werden. Beim Streichen nicht, aber wenn neu verputzt wird. Eine Reparatur schadhaften Putzes fällt auch nicht unter diese schwachsinnige Regelung, sofern die erneuerte Fläche nicht einen gewissen Anteil an der Gesamtfläche überschreitet (das könnten 30%--50% sein, aber das weiß ich nicht mit Sicherheit).
Uhu Uhuhu schrieb: > Das ist ein immer wieder kolportiertes Gerücht, aber so nicht wahr. Ein > Anstrich ist eine Instandhaltungsmaßnahme, kein Umbau. > > Näheres kann man der Energieeinsparverordnung entnehmen. Stimmt tatsächlich. Naja, wenn das Gerüst schon steht, würde ich die Gelegenheit trotzdem nutzen. Schon erst recht, wenn die alte Farbe nicht verschlissen, sondern wegen anderer Mängel hochgedrückt wurde. Da kann man sich ja vorstellen, wie der Putz darunter aussieht. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Naja, wenn das Gerüst schon steht, würde ich die Gelegenheit trotzdem > nutzen. Hab ich alles schon durchgerechnet - lohnt sich nicht. So eine Dämmung ist mit den heute gängigen Materialien nach 20-25 Jahren Sondermüll und hat auch bei stark steigenden Energiekosten das eingesetzte Kapital nicht im Entfernten eingespielt - die Entsorgungskosten kommen noch oben drauf... Das Haus ist in der ersten Hälfte der 1920er gebaut und sehr solide und gut durchdacht. Mit solchem Plastikmist wird es nur ruiniert. > Schon erst recht, wenn die alte Farbe nicht verschlissen, sondern wegen > anderer Mängel hochgedrückt wurde. Dem Putz hat das nicht viel ausgemacht, nur die Farbe ist in z.T. großen Blasen abgeblättert.
Eben. So eine Dämmung ist allenfalls bei hachdünnen Außenwänden, wie man sie vornehmlich bei Häusern vorfindet, die seit den 50er Jahren "gebaut" wurden. (Natürlich gab es das auch davor schon, aber in der ersten Hälfte der 20er war das noch unüblich) Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos.
Hallo,hab mein Haus vor knapp 12 Jahren gestrichen.Rauputz.Ein Bekannter der Maler ist riet mir von dem ganzem Baumarktzeug ab,auch von Lotuseffekt. Er hat mir dann von Herbidur Sikkens Farbe besorgt.Ist zwar um einiges teurer aber absolut zu empfehlen.Sieht nach 12 Jahren noch aus wie frisch gestrichen,auch unter den Fenstern.Da ist wohl auch so ein antialgen zeug drin.Bei meinem Nachbarn,der vor 8 Jahren mit so billig Zeug gestrichen hat steht der nächste Anstrich schon an. gruss andy
Baumarktschmiere kommt hier auch nicht in Frage. Ich habe auch nicht vor, das selbst zu machen.
Neben dem Lotus-Effekt unterscheide man glaube ich noch zwischen hydrophiler und hydrophober Farbe. Ein Maler erzählte mir, dass man lange Zeit gedacht hat, mit hydrophober Farbe würde man besser fahren, weil sie die Feuchtigkeit nicht reinlässt. Doch dann sei man dahintergekommen, dass z. B. gedämmte Flächen viel besser halten wenn sie mit hydrophiler Farbe gestrichen werden - wohl weil das Abdampf- und Trockenverhalten dann besser sei. Details weiß sicher Tante Google.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos. Wow, und so eine Aussage von einem Ingenieur. Schon erschreckend. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Rufus Τ. Firefly schrieb: > >> Eine 60cm dicke Außenwand zu dämmen ist ziemlich sinnlos. > > Wow, und so eine Aussage von einem Ingenieur. > Schon erschreckend. > > Gruss > Axel Wieso? Da spielen so viel Faktoren mit, wie Taupunkt, Diffusions- fähigkeit und Schlagmichtot. Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben, muß man erst mal " verbessern können ". Ich habe schon Fassaden gesehen ( mit 20 cm. Dämmung ), die veralgt waren ( grün ) und wo bei 20 Grad unter Null das Wasser zwischen Mauerwerk und Dämmung tropfte. Da kann ein gewisses Maß an " Energieverschwendung ", die optimale Lösung sein.
Bernd Funk schrieb: > Da spielen so viel Faktoren mit, wie Taupunkt, Diffusions- > fähigkeit und Schlagmichtot. Zum Beispiel, dass die mehrere zigtausend teure Außenwanddämmung für ca. 2 Wochen im Jahr richtig 'was bringt und in der Übergangszeit (kalte Nächte, warme, sonnige Tage) eher nachteilig wirkt. Das Verhältnis Kosten <=> Nutzen bleibt da schnell auf der Strecke.
Thilo M. schrieb: > Zum Beispiel, dass die mehrere zigtausend teure Außenwanddämmung für ca. > 2 Wochen im Jahr richtig 'was bringt und in der Übergangszeit (kalte > Nächte, warme, sonnige Tage) eher nachteilig wirkt. > > Das Verhältnis Kosten <=> Nutzen bleibt da schnell auf der Strecke. Warum soll es in der Übergangszeit nix bringen? Und den Preis muss man natürlich im Verhältnis zur gedämmten Fläche sehen. Ein Mietshaus mit 18 Parteien kostet klar deine zig-Tausende. Ein EFH einige Tausend - aber auch nicht mehr.
>Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben, >muß man erst mal " verbessern können ". Naja, solange das Öl 20 Pfennige kostete, war das schon ok. Aber die Ölpreise gehen eher in Richtung 1€. Da ändert sich die Definition von "perfekt funktioniert" doch ein klein wenig. Aber gut, ist nicht mein Haus. Gruss Axel, der mit seiner Dämmung super zufrieden ist.
Axel Laufenberg schrieb: >>Fassaden, die über Jahrzehnte/ Jahrhunderte perfekt funktioniert haben, >>muß man erst mal " verbessern können ". > > Naja, solange das Öl 20 Pfennige kostete, war das schon ok. "Funktionieren" hat nicht nur eine technische sondern auch betriebswirtschaftliche Komponente. Im übrigen: die Rittersleut sind ausgestorben. > > Gruss > Axel, der mit seiner Dämmung super zufrieden ist. 1. Die Dicke ist an sich noch kein Kriterium. Sind die 60 cm komplett durchfeuchtet (wie z. B. in Teilbereichend der Münchner Börse) so ist die Dämmwirkung dahin. Da hilft dann nur noch der massive Einsatz von Heizpatronen um die chinesiche Mauer wieder trocken zu kriegen. 2. Fassaden stehen im Wechselspiel mit den Fenstern. Wenn einer Butzenscheiben und verzogene Fensterrahmen hat ist es trotzdem mit einem fußballtorgroßen Kaminfeuer sehr gemütlich in der Ritterstube. Wer Isolierglas hat und ne kalte Wände (schlechte Dämmung) treibt nur das Kondenswasser in die Wände und fördert den Schimmel.
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