War es bis vor ein paar Jahren noch so gewesen, das neben den Sängern auch die Musiker selber von sich reden gemacht hatten und durch Ihre Spielweise dem breiten Publikum bekannt worden, fehlt es dem heute. Es waren mal an den Keyboards: Jon Lord, Rick Wakeman, Keith Emerson, Tony Banks, als Gitarristen: Ritchi Blackmore, Carlos Santana, Steve Howe, Alex van Halen, Jimi Hendrix, Pete Tonshend, als Bassisten,: Stanley Clarke, John Entwistle, Jack Bruce, Greg Lake, als Drummer, Ginger Baker, Keith Moon, Neil Peart, Carl Palmer usw.. die aufgrund ihrer Spielweise dem Publikum auffielen. Warum gibt es heute keinen Musiker mehr der in der Form von sich reden macht ?
Weil heute alle nur noch DSDS und ähnlichen Blödsinn sehen / hören wollen, da braucht man keine Musiker mehr...
Die Frage meinst du im Zeitalter der Steckdosenmusik nicht ernst? Hier hast du die Antwort: http://www.youtube.com/watch?v=FiLaDLNsQRE Dafür muss man halt mal eine Livevorstellung besuchen, denn das kostet den Rechtevertrieblern schon zuviel und schmälert deren Gewinn, wenn der Künstler wohl noch als solcher erkannt werden will. Die wollen Produkte welche nichts kosten sondern nur abwerfen. Da wird gesampled bis der Arzt durchwinkt. Aber das weist du längst selbst. Namaste
http://www.youtube.com/watch?v=tWrzNsxhiGA&feature=fvsr http://www.youtube.com/watch?v=m8NN4fpdm40&NR=1 http://www.youtube.com/watch?v=uZM0EGBdHOw&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=ASB6hFUat4g&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=0OGO--In9NI
es gibt tatsächlich Künstler, die machen ihre Alben komplett selbst. sie spielen jedes Instrument selbst ein und konstruieren am Ende das Gesamtkunstwerk, obwohl sie auch gute Livemusiker haben. Das kann man aber natürlich von erwähnten dsds-clowns nicht erwarten.
Winfried J. schrieb: > http://www.youtube.com/watch?v=tWrzNsxhiGA&feature=fvsr > http://www.youtube.com/watch?v=m8NN4fpdm40&NR=1 > http://www.youtube.com/watch?v=uZM0EGBdHOw&feature... > http://www.youtube.com/watch?v=ASB6hFUat4g&feature... > http://www.youtube.com/watch?v=0OGO--In9NI gut aber "überleben die die Zeit" so das mann von denen noch in 15 oder 20 Jahren spricht oder der Musiklehrer sagt "hör dir das mal an ?"
Wer konnte das sagen bevor esbei den frühren sich abzeichnete? Klar seit es die ersten langlebigen Tonaufzeichnungen gibt und seit dem es das Radio gab, hat die Musik einen Pusch bekommen. Aber der ist nun der Beliebigkeit der Masse gewichen. Heute muß mann schon selbst aussuchen und das Radio ist nur mehr eine Werbemaschine für schwerverkäuflichen Schund vom TV ganz zu schweigen. Kultur ist von dort kaum mehr zu erwarten, die findet inzwischen wieder anderswo statt. Namaste
Heute kommt die Mucke aus dem Computer den es früher ja nicht gab. Selbst bei den Sendern legt keiner mehr Scheiben auf. Merkt man wenn der PC abgestürzt ist und die Moderatoren die Krise kriegen. Einzig bei Live-Auftritten wird noch original gespielt, aber längst nicht immer alle Instrumente. Was den Klang angeht, hängt das von den verwandten Instrumenten, kombiniert mit der Soundtechnik und der besonderen Spielart ab. Mir persönlich gefallen: Brian May(Queen) Jimmy Page(Led Zeppelin) Keith Richard (Rolling Stones) Pete Townsend (Who) aber auch Ian Anderson von Jethro Tull mit seiner Querflöte hat was. Man könnte die Liste endlos erweitern. Heute will man scheinbar nur noch berühmt werden und die schnelle Mark machen und dann wieder von der Bildfläche verschwinden.
Winfried J. schrieb: > Wer konnte das sagen bevor esbei den frühren sich abzeichnete? > > Klar seit es die ersten langlebigen Tonaufzeichnungen gibt und seit dem > es das Radio gab, hat die Musik einen Pusch bekommen. > ... > Kultur ist von dort > kaum mehr zu erwarten, die findet inzwischen wieder anderswo statt. Nö. Man muss nur die richtigen Sender wählen :-) Der DLF bringt z.B. immer wieder interessante Künstler - nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch in längeren Interviews oder Sendungen. Abends gibt es dort auch richtig guten Jazz. Desweiteren gibt es im Netz viele kleine Radiostationen, die ein klares Spartenprogramm "auflegen". Einfach mal ein bißchen stöbern - das lohnt sich wirklich :-) Chris D. (fast immer mit Webradio)
Michael S. schrieb: > Ian Anderson von Jethro Tull mit seiner Querflöte hat was. Sowas geht mit Techno schlecht... > Heute will man scheinbar nur noch berühmt werden und die schnelle Mark > machen und dann wieder von der Bildfläche verschwinden. Siehe diese unsägliche Hilton. Berühmt dafür, berühmt zu sein. Paßt aber bestens zur neoliberalen Ideologie, daß man aus Nix das große Geschäft macht.
Es gibt sie nach wie vor, die Live-Musiker. Man bekommt sie nur nicht mehr so oft in den Medien zu sehen, weil dort vorzugsweise massenkompatibler Schrott beworben wird. Wie Winfried schon gesagt hat, man muß zu Live-Veranstaltungen gehen. Handgespielte Musik gibts da jede Menge, sogar im Pop-Bereich. Schau nur mal auf Bands wie Juli http://www.youtube.com/watch?v=E1r9MLnriB4 Silbermond http://www.youtube.com/watch?v=a-r0N-4ik2M die Sportis http://www.youtube.com/watch?v=EFvuOpRzkv0 oder Revolverheld http://www.youtube.com/watch?v=Tc9w_nQqRzk Diese Musik ist anders als im letzten Jahrtausend, aber trotzdem nicht weniger gut.
Icke ®. schrieb: > Es gibt sie nach wie vor, die Live-Musiker. Man bekommt sie nur nicht > mehr so oft in den Medien zu sehen, weil dort vorzugsweise > massenkompatibler Schrott beworben wird. Wie Winfried schon geagt hat, > man muß zu Live-Veranstaltungen gehen. Handgespielte Musik gibts da jede > Menge, sogar im Pop-Bereich. Schau nur mal auf Bands wie > > Juli http://www.youtube.com/watch?v=E1r9MLnriB4 > Silbermond http://www.youtube.com/watch?v=a-r0N-4ik2M > die Sportis http://www.youtube.com/watch?v=EFvuOpRzkv0 > oder Revolverheld http://www.youtube.com/watch?v=Tc9w_nQqRzk > > Diese Musik ist anders als im letzten Jahrtausend, aber trotzdem nicht > weniger gut. das mag sicher so sein..aber da machen immer nur die Sänger von sich reden. Die Musiker sind nicht bekannt oder fallen durch ihre Spielweise nicht auf.
Ingo Laabs schrieb: > das mag sicher so sein..aber da machen immer nur die Sänger von sich > reden. Die Musiker sind nicht bekannt oder fallen durch ihre Spielweise > nicht auf. m.E. ist das eine reine Frage der Wahrnehmung. Die Generation, die mit der aktuellen Musik groß geworden ist, erkennt auch ohne Gesang, wen sie da gerade im Ohr hat. Und frag die mal, ob sie mit den o.g. Namen was anfangen können.
Ingo Laabs schrieb: > Die Musiker sind nicht bekannt oder fallen durch ihre Spielweise > nicht auf. Im Klassikbereich ist das nicht so.
Na gut dann hier noch mal einen Namen der es drauf hat http://www.youtube.com/watch?v=P0i7aumDFkI und hier mein absolutes Lieblingsinstrument http://www.youtube.com/watch?v=8x1U2u-TLoM&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=z91B8i0rHEQ&feature=related
Im Klassikbereich hat man ja auch gewöhnlich Komponisten und Musiker die dann die Musik interpretieren. Die meisten klassischen Komponisten sind ja eh schon alle tot.
Michael S. schrieb: > Im Klassikbereich hat man ja auch gewöhnlich Komponisten > und Musiker die dann die Musik interpretieren. Und trotzdem gibt es eine Menge Instrumentalisten mit wirklich großen Namen. Allerdings wird durch die Speichermöglichkeiten auch für die langsam die Luft dünner, zumal die Konkurenz riesig ist.
Peter S. schrieb: > Wie meinst du das mit den Speichermöglichkeiten? Auf CD, oder besser. Das geht bei klassischer Musik im weitesten Sinn (also auch zeitgenössische von Komponisten, wie z.B. Wolfgang Rihm) wohl auch besser, als bei Pop & Co.
Ingo Laabs schrieb: > War es bis vor ein paar Jahren noch so gewesen, das neben den Sängern > auch die Musiker selber von sich reden gemacht hatten und durch Ihre > Spielweise dem breiten Publikum bekannt worden, fehlt es dem heute. Dazu musst du zunächst einmal auffallen, beispielsweise durch besondere Spielweise, Musikstil - oder auch Verhalten. Aufzufallen ist im heutigen Überangebot und Medientamtam deutlich schwieriger. Skandale sind sehr hilfreich, aber wer regt sich heute noch über irgendwas publicityträchtig auf, was Künstler tun. Einen neuen Stil zu finden, der nicht einfach nur bescheuert klingt, ist wesentlich leichter, wenn auf der gleichen Grundlage nicht schon 50 Jahre lang andere alles ausprobiert haben. Wenn einer heute gut ist, dann fragen die Leute weniger nach seinem Namen, spekulieren vielmehr über den Namen des Vorgängers, den sie in seiner Musik sehen (klingt wie ...). In anderen Branchen gibt es ähnliche Effekte. Einen Vermeer kriegt dir längst jeder bessere Kujau hin, mit dessen Stil lockst du niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Weshalb sich Maler der jüngeren Geschichte manchmal auf Stile verlegten, die für Nichtkenner einen Touch ins Bescheuerte haben können. Sonst hätte niemand gemerkt, dass es sie gibt. M.a.W: Es gibt weiterhin exzellente Musiker. Aber sie werden nicht mehr in gleicher Weise wahrgernommen wie ihre Vorgänger, die Pioniere.
In der Jazz- und der sogenannten E-Musik-Szene sieht das besser aus, was auch daran liegen mag das die Ineressierten dort eher an der Musik als an Starhype und Klatsch interessiert sind. Dort gibt es immer wieder hervorragende Instrumentalisten die auch oft unerkannt auf etlichen Pop-Aufnahmen zu hören sind. Nur wenige werden leider auch über die Szene hinaus bekannt aber es gibt sie, wie zum Beispiel Jan Gabarek, Michael Brecker, Miles Davis, Johm McLauglin, Jaco Pastorius, Klaus Doldinger (übrigens trommelte Udo Lindenberg in seiner Anfangszeit bei Doldinger) oder der wunderbare Chalie Mariano. Es braucht nur lange Zeit bis die im beiterer Öffentlichkeit wargenommen werden. Beispielsweise der wirklich hervorragende Trompeter Markus Stockhausen konnte mit seiner Kunst einen schon vor 30Jahren heiss und kalt den Rücken runterlaufen lassen, aber immer noch ist er, trotz seines berümten Vaters weiten Kreisen unbekannt. Wer mal hören will was man so alles mit einen Zerrwanst (diverse Akkordeons) anstellen kann der höre sich mal Dancas Ocultas an (Leider gerade keinen Link zurhand). Auch In der 'World Musik' Szene findet sich viel Interessantes. Aber leider ist es wahr, dies unsäglichen Superstar-Formate verbilden den Musikgeschmack einer ganzen Generation. Dieser Fist-Gitarrist der sonnengebräunten Sangesschwuchtel der das ganze mit Verbrochen hat gehörte wegen Volksverdummung angeklagt, zumal er nicht ein Stück wirklicher Musik zusammengebracht hat.
Steffen Warzecha schrieb: > Nur wenige werden leider auch über die Szene hinaus bekannt Conny Bauer hätte das verdient...
Da hast Du absolut recht! Mangelsdorff kennen ja noch einige außerhalb der Szene und Conny steht ihm um nichts nach, meiner Meinung nach einer der ganz großen. Genauso wie Baby Sommer, Luten Petrowsky etc. Und Uwe Kropinsky macht einer ganzen Reihe Gitarristen was vor. Unvergesslich zB. Konzerte wie mit Baby Sommer, Günter Wauer und John Tchicay im Dom zu Merseburg, schade das es davon keine Aufnahme gibt. Von Conny Bauer im Völkerschlachtdenkmal schon, nur schwer zu bekommen. Conny und einige andere konnte ich auch näher kennenlernen, nette Leute.
Moin ! Einer meiner Lieblingsmucker, Duff McKagan , früher Guns n Roses, bringt es in seinem Blog gut auf den Punkt. http://blogs.seattleweekly.com/reverb/2010/02/duff_mckagan_underground_is_th.php Underground ist der neue Mainstream. Nehmen wir den Mainstream, hier werden die Albenproduktionen immer klinischer, was den Effekt hat, dass auch noch nahezu alles gleich klingt. Da ich vor allem Metal höre, weiss ich das es da echt ein Problem geworden ist. Getriggertes Schlagzeug, Kompressoren , Copy and Paste mit Pro Tools, digitale Effekte. All das killt jegliches Leben in der Musik. In einer großen Metalzeitschrift wurde bereits von Nintendo-Metal geredet. Der Underground stellt dazu eine Gegenbewegung dar, hier wird immer öfter auf analoge Aufnahmetechnik gesetzt. Und es schießen haufenweise interessante Bands aus dem Boden, Ghost, the Devil´s blood usw. Auch große Bands,wie die Foo Fighters satteln schon wieder um auf analoge Aufnahmetechnik. Außerdem entstehen immer mehr kleine Festivals mit eben jenen Undergroundbands, die von immer mehr Leuten besucht werden. Das hat zur Folge dass herausstechende Musiker zwar da sind, aber von den Medien nicht aufgegriffen werden. Nichtsdestotrotz ist die Nachfrage an ehrlicher Musik enorm, findt nur nicht in den Medien statt. Egal ob kleines oder großes Festival, gut besucht sind sie alle. Was eindeutig zeigt, dass die Nachfrage nach ehrlicher Mucke da ist. PS: Neil Peart wird mit dem Alter immer besser ;) Gruß Rex
Frank J. schrieb: > PS: Neil Peart wird mit dem Alter immer besser ;) > > Gruß > > Rex habe ihn letzten Mai erst in Frankfurt gesehen..er wird immer "noch besser"
Steffen Warzecha schrieb: > Conny und einige andere konnte ich auch näher kennenlernen, nette Leute. Conny Bauer spielte mal bei einem Konzert ein atemberaubendes Posaunensolo - mit Zirkularatmung -, bei dem er immer wieder zwischenrein was mit den Lippen pfiff. Man merkte, wie langsam die Pfeiferkonditon nachließ und irgendwann blieb der Pfiff aus. Er meinte nur: "Jetzt gehts nich mehr".
Evan Parker macht Zirkularatmung mit dem Saxophon, im warsten Sinne athenberaubend das zu sehen. Mitunter nimmt er auch mal 2 Instrumente gleichzeitig zur Hand, a la Heckstall Smith oder wie Rashan Roland Kirk. Auch ein Erzmusiker vor den Herrn, seine Musik ist aber eben nicht massentauglich und so kennt ihn nicht jeder.
Steffen Warzecha schrieb: > es gibt sie, wie zum Beispiel Jan Gabarek, > > Michael Brecker, Miles Davis, Johm McLauglin, Jaco Pastorius, Klaus > > Doldinger Pat Metheney hast du vergessen!! Ralph Berres
Ja, Keith Jarret und viele andere auch. Wenn man allle auflisten würde käme bestimmt die Warnung wegen zu grossem Textformat ;-)
Zum thema großartige, aktuelle Musiker die auch dezent populär und bekannt sind, zählen sicherlich im Rockbereich: Steven Wilson von Porcupine Tree (und auch die retslichen Musiker) http://www.youtube.com/watch?v=UlstlmD6ORs sämtliche Mitglieder von Tool http://www.youtube.com/watch?v=UhjG47gtMCo Dave Grohl als Multiinstrumentalist, u.a. bei Nirvana, Eagles Of Death Metal, Foo Fighters, Queens Of The Stone Age Josh Homme von den Queens Of The Stone Age http://www.youtube.com/watch?v=BjvZhgdFx8w
...und ganz wichtig in dieser Auflistung ist sicherlich auch die Band Rage Against The Machine, die wirklich aus phänomenal guten Musikern besteht, und gerade der Gitarrist Tom Morello entlockt seinem Equipment ja sehr interessante Geräusche.
Ingo Laabs schrieb: > Es waren mal an den Keyboards: Jon Lord, Rick Wakeman, Keith Emerson, > Tony Banks, > als Gitarristen: Ritchi Blackmore, Carlos Santana, Steve Howe, Alex van > Halen, Jimi Hendrix, Pete Tonshend, > als Bassisten,: Stanley Clarke, John Entwistle, Jack Bruce, Greg Lake, > als Drummer, Ginger Baker, Keith Moon, Neil Peart, Carl Palmer usw.. ich persönlich vermisse drei namen: freddie mercury, brian may, roger taylor aber egal - die meisten guten musiker, die mir einfallen sind entweder tot oder pensioniert. die casting-"musiker" und zwei-alben-stars von heute werden - in meinen augen - nur gebraucht um schnell ein neues album herauszubringen, den kerl/die kerlin wieder abzusäblen um ja nicht zuviel an gagen zahlen zu müssen. un bevor ich techno als musik anerkenne erkenne ich schach und fischen als sport an ;-)
Gitarrenfans solten sich mal Tuck Andress anhören und sehen. Irre was der auf den 6 Saiten zuwege bringt.
Daniel F. schrieb: > aber egal - die meisten guten musiker, die mir einfallen sind entweder > tot oder pensioniert. die casting-"musiker" und zwei-alben-stars von > heute werden - in meinen augen - nur gebraucht um schnell ein neues > album herauszubringen, den kerl/die kerlin wieder abzusäblen um ja nicht > zuviel an gagen zahlen zu müssen. Um es kurz zu sagen: die Musikindustrie hat nur an schneller Kohle Interesse, nicht an guten Musikern. Der Markt ist überschwemmt mit möchtegern-Musikern, mit moderner Technik sind die als Mainstream zu vermarkten (auszubeuten). Der Casting-Mist ist musikalischer Müll und die armen "Künstler" werden wie Zitronen ausgepresst, hinterher weggeworfen. Aber es gehören eben immer Zwei dazu, einer der es versucht und einer, der es mit sich machen lässt. Radio hören macht jedenfalls seit ca. 15 Jahren keine Laune mehr. Daniel F. schrieb: > un bevor ich techno als musik anerkenne erkenne ich schach und fischen > als sport an ;-) Dem schließe ich mich als Hobbymusiker zu 100% an! ;-)
Thilo M. schrieb: > Um es kurz zu sagen: > die Musikindustrie hat nur an schneller Kohle Interesse, nicht an guten > Musikern. Worin unterscheidet sich hierin (bei Austausch der Schlüsselbegriffe) der Musikmarkt von anderen Märkten, z.B. Strom-, Elektronik-, Kfz-, Getränke- oder Baumarkt? Thilo M. schrieb: > Radio hören macht jedenfalls seit ca. 15 Jahren keine Laune mehr. Hier möchte ich Dir zustimmen, immerhin bestätigst Du meine Oma (eine überaus kultivierte Frau), die diese Ansicht bereits anfang der 70iger vertrat und sämtlich im Eröffnungspost genannten Namen in den Bereich der Banausen eingeordnet hätte. Letztendlich spielt bei der Beurteilung der Qualität von Musik der eigene Geschmack die wesentliche Rolle. Ich z.B. kann mit Geklampfe und Trommelei nicht viel anfangen und wundere mich, dass in einem Forum wie diesem offensichtlich eine Abneigung gegenüber elektronisch erzeugter Musik besteht. Damit meine ich nicht die Technowelle. die seit den 90igern auf uns hereinbricht. Zu den Musikern, die ich als prägend empfinde gehören beispielsweise: Dirk Ivens, cEvin Key und Daniel Bressanutti
Wenn man den Wert von Musik beurteilen will, muss man versuchen, sich von geschmacklichen Vorurteilen frei zu machen. Also ich glaube, ich kann durchaus auch Musik beurteilen, die nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht. Ich mag z.B. keinen Jazz, glaube aber erkennen zu können, ob ein Musiker sein Handwerk versteht oder nur Schaumschläger ist. Leider überwiegen heute die unfähigen Effekthascher und Schaumschläger. Übrigens habe ich mir mal eine Formel überlegt, mit der man den "Wert" von Musik bestimmen kann: Wert = Handwerk x Originalität x Emotionalität Geht eines davon auf Null ist's Müll. Ist keine absolute Null dabei, kann man - wie bei Multiplikationen üblich - mit einem Faktor die Schwäche eines anderen ausgleichen ... :-)
Frank Esselbach schrieb: > Wenn man den Wert von Musik beurteilen will, muss man versuchen, sich > von geschmacklichen Vorurteilen frei zu machen. Was ist denn bitte der "Wert von Musik"? Wenn ich Musik beurteilen will, liegt das Gewicht meines Geschmacks bei 100% Frank Esselbach schrieb: > Wert = Handwerk x Originalität x Emotionalität Schöne Formel. Gibt es sowas auch für: Handwerk = Originalität = Emotionalität = > Geht eines davon auf Null ist's Müll. Ist keine absolute Null dabei, > kann man - wie bei Multiplikationen üblich - mit einem Faktor die > Schwäche eines anderen ausgleichen ... :-) Ahh, jetzt begreife ich. Wenn ich mein Handwerk nicht verstehe und auch keine gescheiten Ideen hab, kann ich mit viel Geheule oder Gegrinse trotzdem einen Treffer landen - und genau so ein Mist läuft heute im Radio.
J.-u. G. schrieb: > Ahh, jetzt begreife ich. > Wenn ich mein Handwerk nicht verstehe und auch keine gescheiten Ideen > hab, kann ich mit viel Geheule oder Gegrinse trotzdem einen Treffer Ne, du begreifst nicht. Man sollte nicht so intolerant und arrogant sein, Musik als "Mist" oder "Müll" zu bezichnen, nur weil sie nicht dem eigenen Geschmack entspricht. Es steht jedem frei zu sagen, "das ist nicht mein Geschmack, das mag ich nicht", deshalb ist es noch lange nicht wertlos. zur Formel: - Erstens war es nicht so toternst gemeint. - zweitens "wenn ich mein Handwerk nicht verstehe" wäre ja eine Null und damit bereits im Vorfeld ausgeschlossen Beispiel: 60er, Rainbows, "My baby baby balla balla". Es sind weder begnadete Musiker (zumindest gibt es im Titel nichts Virtuoses), noch erfolgt der Vortrag besonders emotional. Aber das Ding ist so schräg (originell), dass es schon wieder genial ist. Mit etwas gutem Willen wirst du verstehen, was ich meine, auch wenn du den Titel evtl. ganz anders empfindest.
PS: In diesem Zusammenhang möchte ich die zwanghaft emotionslose Einleitung des Wikipedia-Artikels "Musik" zitieren: "Musik ... ist eine organisierte Form von Schallereignissen. Zu ihrer Erzeugung wird akustisches Material – Töne und Geräusche innerhalb des für den Menschen hörbaren Bereichs –, das einerseits physikalischen Eigengesetzlichkeiten, wie zum Beispiel der Obertonreihe oder Zahlenverhältnissen unterliegt, andererseits durch die Art seiner Erzeugung mit der menschlichen Stimme, mit Musikinstrumenten, elektrischen Tongeneratoren oder anderen Schallquellen gewisse Charakteristika aufweist, vom Menschen geordnet. Aus dem Vorrat eines Tonsystems werden Skalen gebildet; deren Töne können in unterschiedlicher Lautstärke und Klangfarbe erscheinen und Melodien bilden. Aus der zeitlichen Folge der Töne und Geräusche von verschieden langer Dauer entstehen Rhythmen. Aus dem Zusammenklang mehrerer Töne von jeweils anderer Tonhöhe erwächst Mehrstimmigkeit, aus den Beziehungen der Töne untereinander entsteht Harmonik. Die begriffliche Erfassung, systematische Darstellung der Zusammenhänge und deren Deutung leistet die Musiktheorie, die ihrerseits in der Musikpädagogik gelehrt wird." ... wahrlich beeindruckend.
Frank Esselbach schrieb: > Leider überwiegen heute die unfähigen Effekthascher und Schaumschläger. Das liegt aber nicht an den Musikern, sondern an den Vermarktern. Deswegen ist der Aspekt zur Beurteilung der Musiker völlig ungeeignet.
Christian S. schrieb: > Steven Wilson von Porcupine Tree (und auch die retslichen Musiker) > http://www.youtube.com/watch?v=UlstlmD6ORs Thilo M. schrieb: > Um es kurz zu sagen: > die Musikindustrie hat nur an schneller Kohle Interesse, nicht an guten > Musikern. In ersterem Beitrag erwähnter Musiker (das ist übrigens nicht Steve Wilson von Procupine Tree, sondern Porcupine Tree ist ein Projekt von Steve Wilson, eins von vielen, der Typ ist meiner bescheidenen Ansicht nach einer der ganz Großen) hat genau zum Thema des zweiten Beitrags einen Titel: http://www.youtube.com/watch?v=EnqnScYOODw
Thilo M. schrieb: > Daniel F. schrieb: >> aber egal - die meisten guten musiker, die mir einfallen sind entweder >> tot oder pensioniert. die casting-"musiker" und zwei-alben-stars von >> heute werden - in meinen augen - nur gebraucht um schnell ein neues >> album herauszubringen, den kerl/die kerlin wieder abzusäblen um ja nicht >> zuviel an gagen zahlen zu müssen. > > Um es kurz zu sagen: > die Musikindustrie hat nur an schneller Kohle Interesse, nicht an guten > Musikern. Der Markt ist überschwemmt mit möchtegern-Musikern, mit > moderner Technik sind die als Mainstream zu vermarkten (auszubeuten). Blablabla. Guckt ihr nur Fernsehen oder was? Gerade hier im Ruhrgebiet gibt es viele lokale Künstler (Rock/Metal Bereich). Des weiteren gibt es auch Genres die sich auf "professionelle" (d.h. hochqualitative) Musik spezialisieren. Siehe Bereich "Post Rock". Als Beispiel mal "Gifts from Enola" oder "Anathema". Man muss einfach nur mal die Augen aufmachen und nicht immer die gleichen Sätze herunterbeten, dass alles heutzutage schlecht ist.
> Es waren mal an den Keyboards: Jon Lord, Rick Wakeman, > Keith Emerson, Tony Banks, Ronald Jenkees ist neu: http://www.youtube.com/watch?v=SYrf_eHCwqY http://www.youtube.com/watch?v=0O2aH4XLbto ;-P > Gitarristen: Definitiv John Butler! http://www.youtube.com/watch?v=XeCMvApKrXc http://www.youtube.com/watch?v=6VAkOhXIsI0 (ab 3 Min legt er richtig los) http://www.youtube.com/watch?v=xmgi1f1xnNQ (nein seine Fingernägel sind nicht echt das ist der Plektron Ersatz ;) ) Oder Zack Kim mit zwei Gitarren: http://www.youtube.com/watch?v=aZpD0btOZx8 ;-P > als Bassisten,: Tim Commerford am Bass von (ehemals) Audioslave / RATM: http://www.youtube.com/watch?v=NEh5yS0ZjJE > Drummer Felix Bohnke von Edguy: http://www.youtube.com/watch?v=C2BgBDjElRA http://www.youtube.com/watch?v=J6OWZtMVqB8 http://www.youtube.com/watch?v=6b2rqtLQiPQ http://www.youtube.com/watch?v=JgxrpWJDLoI (Imperial March ;-) ) Alle anderen von Edguy und so gut wie alle die bei "Avantasia - The Metal Opera" beteiligt waren sind natürlich auch recht bekannt. Gut auch da machen eher die Sänger von sich reden und die meisten sind auch schon länger dabei... ------------ Gute Musiker gibts auch heute jede Menge... die sind aber oft nicht in den Massenmedien vertreten und einzelne Musiker (auch in bekannten Bands) habens schwer einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Wirklich "neu" und aussergewöhnlich sind ja nur die wenigsten Spielweisen, viele Elemente kennt man schon von früher oder werden von anderen Bands genauso genutzt. Ist wie in der Wissenschaft: Finde heute mal als einzelner Forscher noch was grunlegend bahnbrechendes was man nach Dir benennen würde... das war z.B. vor 200 Jahren auch noch deutlich einfacher. Es tritt in allen Gebieten irgendwann eine gewisse Sättigung ein.
Simon K. schrieb: > Man muss einfach nur mal die Augen aufmachen und nicht immer die > gleichen Sätze herunterbeten, dass alles heutzutage schlecht ist. Meine Aussage basiert hauptsächlich darauf, dass ich während der Arbeit (9h täglich) Radio höre. Es gibt eine Handvoll empfangbare Sender. Einige davon haben ihr Repertoire um 08:00 Uhr morgens schon durch, der Rest des Tages wird wiederholt. Und zwar immer die Künstler, für die sie auch Konzerte veranstalten und mit deren Management zusammenarbeiten. - Ein Schuft, wer böses dabei denkt - So wird Meinungsmache in Sachen Musikgeschmack betrieben, um die Scheiben der Künstler im großen Stil abzusetzen. Ich habe selbst sehr lange Zeit Musik gemacht und kenne aus dieser Zeit viele, z.T. studierte, Musiker, war auch in der Jury bei Castings (DRMV), in der auch "Talentsucher" von Plattenfirmen saßen. Mein Musikgeschmack ist kaum begerenzt, nur die von Rechnern generierte Musik, sowie die "Bohlen"-Hits entbehren meiner Meinung nach jeder künstlerischen Begabung. Musik ist reine Mathematik, wenn man dazu noch Marktforschung und Manipulation in den Köpfen betreibt, dann verkauft sich dieses "Produkt" auch und läuft tagein, tagaus die Radiosender 'rauf und 'runter. Es gibt aber auch durchaus Sender, die eine sehr große Vielfalt bringen, und qualitativ hochwertig. Mainstream von RTL und Konsorten ist etwas für abgestumpfte Konsumenten (MP3-Player-im Bus-Hörer), denen es hautsächlich auf den Beat und nachsummbare Hooklines geht. ;-) - meine Meinung -
Zumindest hat jetzt die Musikwelt erst mal wieder einen Star weniger. Ami Winehouse ist tot - zu Tode gesoffen. Irgendwie war das zu erwarten.
Michael S. schrieb: > Zumindest hat jetzt die Musikwelt erst mal wieder einen Star weniger. > Ami Winehouse ist tot - zu Tode gesoffen. Ja, ganz großer Star. Ganz ganz groß. Ohje ;-)
Michael S. schrieb: > Ami Winehouse ist tot - zu Tode gesoffen. Na ja, vom Alkohol alleine stirbt man soooo schnell auch wiederum nicht. Schau dir Harald Juhnke an: Er überlebte altersmäßig viele, die einen kerngesunden Lebensstil hatten. Bei einigen Herrschaften aus dem "Klub 27" war durchaus noch was anderes im Spiel.
Gute Musiker: http://www.youtube.com/watch?v=STMsuz24-ds&feature=related Die jungs sind einfach wahnsinnig gut! Meiner Meinung nach das so ziemlich Beste Musikprojekt das derzeit auf Youtube zu finden ist. Einfach mal Liquid Tension Experiment durchschauen... Ansonsten ist hier vieles genannt worden. Josh Homme fand ich persönlich bei Kyuss wesentlich besser (ich mag Kyuss auch viel lieber, hoffentlich geht Josh eines Tages wieder zurück). Es gibt tausende, wahrscheinlich millionen gute Musiker - Aber wie sollen sie von sich reden machen, es gibt einfach zu viele als das einer da so rausstechen könnte wie ein Santana früher. Und in den meisten Fällen ist das auch gut so - schaut man sich die Arroganz an die ein Richie Blackmore zB entwickelt hat. Was glaub ich noch nicht genannt wurde: Mark King (Bassist von Level42) - Beneidenswertes slapping! Deren neuer Drummer ist auch Wahnsinn!
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