Hallo Zusammen, als mir heute ein Amerikanisches Mathematikbuch aus den 60ern in die Hände fiel, stellte ich fest, dass dessen Satz der der frühen Handbücher von Tek sehr ähnelt - so wie alle mit LaTEX erstellten Dissertation optisch gleich aussehen. Kennt jemand das verwendete Textsatzsystem? Als Referenz: http://bama.edebris.com/download/tek/191/191.djvu und der Anhang Wenn mir noch jemand sagen kann, wie die Schriftart heißt, in der die Kapitel (1., 2., 3.) im Anhang gesetzt sind, wäre ich überglücklich. MfG, Lukas
Luk4s K. schrieb: > Hände fiel, stellte ich fest, dass dessen Satz der der frühen Handbücher > von Tek sehr ähnelt - so wie alle mit LaTEX erstellten Dissertation > optisch gleich aussehen. Kennt jemand das verwendete Textsatzsystem? Schön, dass es noch Leute gibt, die zwischen Textverarbeitung und Satzsystem unterscheiden und das LaTeX noch kennen! Dass die Dissen alle gleich aussehen hängt natürlich nicht am LaTeX, sondern an den Einstellungen darin - die meisten bleiben halt bei der dort gängigen Standardschrift. Und: Das Textsatzsystem ähnelt meinem Feynman-Buch, welche von Addison-Wesley herausgebracht wurde. Evtl. wissen die da dort noch mehr dazu!?
Michael K-punkt schrieb: > Schön, dass es noch Leute gibt, die zwischen Textverarbeitung und > Satzsystem unterscheiden und das LaTeX noch kennen! TeX wurde ab 1977 entwickelt - das Buch, von dem Luk4s K. schreibt, kann also damit nicht gesetzt sein. Andersrum wird ein Schuh draus: Das Buch wurde nach der althergebrachten Satzkunst wahrscheinlich mit Bleilettern und vermutlich auch im Handsatz gesetzt. Die alte Satzkunst diente Donald Knuth als Vorbild für sein TeX.
Uhu Uhuhu schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> Schön, dass es noch Leute gibt, die zwischen Textverarbeitung und >> Satzsystem unterscheiden und das LaTeX noch kennen! > > TeX wurde ab 1977 entwickelt - das Buch, von dem Luk4s K. schreibt, kann > also damit nicht gesetzt sein. hab ich auch nicht sagen wollen! > Andersrum wird ein Schuh draus: Das Buch wurde nach der althergebrachten > Satzkunst wahrscheinlich mit Bleilettern und vermutlich auch im Handsatz > gesetzt. > Davon gehe ich auch aus. Die Bleilettern waren auch in vielen Druckereien noch ziemlich lange im Einsatz. > Die alte Satzkunst diente Donald Knuth als Vorbild für sein TeX. Eben, im Gegensatz zu den Bemühungen von Word, mit der schieren Einstellung von Blocksatz professionel aussehen zu wollen. Und danke für das Wort Satz"kunst".
...und um auf die Frage nach der verwendeten Schriftart zu kommen, die kannst Du hier finden http://new.myfonts.com/ In "WhatTheFont" Deinen Scan uploaden mfg Dietmar M.
Das große D ist nirgends so getroffen, die sehen alle symmetrischer aus. Am ehesten die unterste Schrifttype
Michael H. schrieb: > Könnte Troff gewesen sein. Wäre eine Option. Achja: Satzsystem war womöglich ein wenig missverständlich, ne Setzmaschine zählt auch.
Knuth orientierte sich bei TeX/metafont an der Monotype. http://de.wikipedia.org/wiki/Monotype Vielleicht findet man ja damit weitere Informationen. Alte Arbeiten waren schon sehr gut gesetzt. Wenn man sich zB Einsteins Originalarbeiten ansieht, dann sieht das zwar irgendwie TeXig aus, aber irgendwie besser und filigraner durch den Bleisatz, for allem die Formeln.
Hi, bei der Schrift bin ich mir relativ sicher, dass es die Futura ist. Olli
Michael K-punkt schrieb: > Luk4s K. schrieb: > >> Hände fiel, stellte ich fest, dass dessen Satz der der frühen Handbücher >> von Tek sehr ähnelt - so wie alle mit LaTEX erstellten Dissertation >> optisch gleich aussehen. Kennt jemand das verwendete Textsatzsystem? > > > Schön, dass es noch Leute gibt, die zwischen Textverarbeitung und > Satzsystem unterscheiden und das LaTeX noch kennen! Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit mit Word (Vorgabe am Institut). Zwischenfazit: totaler Absturz! Hatte meine Studienarbeit davor in laTeX geschrieben und das war viel entspannter. Klar, man muss sich etwas reinarbeiten, aber das Ergebnis entschädigt auch locker für die Anfangsmühen. Bei Word (2010) bin ich bei jedem Bild aufs neue gespannt, ob die Unterschrift auch unter dem Bild bleibt, oder sich auf die nächste Seite umbricht. Eine anständige Funktion um Formeln zu nummerieren scheint es auch nicht zu geben und wenn sich in meinem Quellcode was ändert, muss ich die Änderungen darin neu in Word einfügen und formatieren. Achja, Vektorgrafiken gibts noch immer nicht. Wenn ich in LaTex in den Anhang die Seiten 7-11 aus einem Datenblatt (pdf natürlich) haben will: kein Thema. Für Word muss ich die PDF Seite für Seite in Inkscape reinladen und als JPEG speichern. Fazit: für wissenschaftliche Arbeiten zu beschränkt. Achja, wer in LaTex schreibt, soll mal für seine Grafiken Inkscape versuchen, da gibt es dasTexText Plungin, mit dem LaTeX-Code in Objekte eingebunden werden können. Dann hat man in der Grafik und dem Text das gleiche Aussehen von Mathematik-Objekten.
Ja, Word ist für Pfuscher, die schnell mal eine Seite für die Hausflurversammlung drucken wollen. Leider ist es sehr verlockend mit Word zu arbeiten und für einfache Dinge dann auch sehr schnell. Bei Latex ist "mal so eben" nur für wirkliche Könner ein Thema. Eigentlich schade, aber das augenscheinlich einfachere liegt hier im Vorteil.
Michael K-punkt schrieb: > Leider ist es sehr verlockend mit Word zu arbeiten und für einfache > Dinge dann auch sehr schnell. An der Stelle wäre LyX eine Erwähnung wert. Basiert auf LaTeX, man kommt aber theoretisch ohne jegliche Kenntnis der Befehle aus. Nur für spezielle Formatierungen braucht man ab und an einen Befehl, kann man aber dann zur Not auch nachschlagen. Auch der Formeleditor unter LyX ist einfach Klasse, wer da noch mit Word arbeitet ist selber schuld ;-) Die Einarbeitungszeit für LyX holt man schnell wieder 'raus und nebenbei kommt man auch zu LaTeX ohne gleich voll einsteigen zu müssen.
Christoph B. schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> Leider ist es sehr verlockend mit Word zu arbeiten und für einfache >> Dinge dann auch sehr schnell. > > An der Stelle wäre LyX eine Erwähnung wert. Basiert auf LaTeX, man kommt > aber theoretisch ohne jegliche Kenntnis der Befehle aus. Nur für > spezielle Formatierungen braucht man ab und an einen Befehl, kann man > aber dann zur Not auch nachschlagen. Auch der Formeleditor unter LyX ist > einfach Klasse, wer da noch mit Word arbeitet ist selber schuld ;-) Die > Einarbeitungszeit für LyX holt man schnell wieder 'raus und nebenbei > kommt man auch zu LaTeX ohne gleich voll einsteigen zu müssen. Auf meiner todo-liste steht, mal das aktuelle Tex (ist glaube ich Miktex) aufzuspielen.... In der Schule tauschen wir auch ne Menge Dokumente aus (auch mit Formeln etc.), so dass hier Word quasi Standard ist. Ein Kollege, der nur für ein Jahr da war, hat seine Blätter mir Tex gemacht - sah super aus, war aber dann nicht kompatibel. TeX (oder seine Derivate) würde ich aber jedem empfehlen, der ein auch nur etwas längeres Werk mit Dingen wie Literaturverzeichnis, Abbildungen etc. anfertigen möchte.
Michael K-punkt schrieb: > Leider ist es sehr verlockend mit Word zu arbeiten und für einfache > Dinge dann auch sehr schnell. Es soll Hochschulen geben, die die Krücke für schriftliche Ausarbeitungen verlangen - so auch im Fall von Kevin K. Da ist das Argument Verlockung irgendwie nicht so ganz recht am Platze...
Uhu Uhuhu schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> Leider ist es sehr verlockend mit Word zu arbeiten und für einfache >> Dinge dann auch sehr schnell. > > Es soll Hochschulen geben, die die Krücke für schriftliche > Ausarbeitungen verlangen - so auch im Fall von Kevin K. Da ist das > Argument Verlockung irgendwie nicht so ganz recht am Platze... Vielleicht weil sich bei Word dann irgendwann die Fußnägel aufrollen - sie "verlocken" sich sozusagen...
Uhu Uhuhu schrieb: > die die Krücke für schriftliche > Ausarbeitungen verlangen Mich würde die Begründung mal stark interessieren.
Da mußt du wohl Kevin K. fragen. Aber er ist nicht der Erste, von dem ich hier sowas lese...
Ja, auch Markus S. aus B. an der W. war am Kotzen, als er seine Diplomarbeit in Word schreiben musste.
Bei uns war das soweit ich weiß komplett Wurst. Hauptsache es gab was auf Papier und PDFs zum speichern und archivieren.
Luk4s K. schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> die die Krücke für schriftliche >> Ausarbeitungen verlangen > > Mich würde die Begründung mal stark interessieren. Vielleicht ist es die erste Einstiegshürde um bei einer Unternehmensberatung anfangen zu können? ...wenn dort die gedanklichen Höhenflüge nicht ohnehin nur in Halb-Sätzen auf Powerpoint-Charts ihren sprachlichen Ausdruck finden.
Uhu Uhuhu schrieb: > Da mußt du wohl Kevin K. fragen. Aber er ist nicht der Erste, von dem > ich hier sowas lese... Offiziell: Dann halten sich alle an den gleichen Standard und es kompatibel zu dem, was im Institut seit vielen Jahren Standard ist. Gegenargument: Solange man sich an die Formatvorlage hält, hat eine schriftliche Arbeit nicht kompatibel zu anderen Arbeiten zu sein. Eine Arbeit ist eine abgeschlossene Arbeit, die nicht mehr nachträglich verändert wird. Daher reicht auch eine PDF, die man neben der gedruckten Version abgibt. Die kann auf beliebigen Rechnern mit einem Reader geöffnet werden und sieht so aus, wie man sie mal erstellt hat. Wenn man eine tolle Grafik eingebunden hat, die so toll ist, dass der Betreuer sie in seiner Diss weiterverwenden will, dann bekommt er die von mir als pdf oder svg. Dabei bleiben die Inhalte erhalten und können auch nachträglich noch bearbeitet werden. Bei den Formaten, die Word kann: Fehlanzeige. Inoffiziell: Word wird verwendet, weil es leichter ist, Inhalte daraus zu übernehmen. Gegenargument: wenn man die LaTex-Rohdaten hat, kann man auch daraus kopieren.
Kevin K. schrieb: > Inoffiziell: Word wird verwendet, weil es leichter ist, Inhalte daraus > zu übernehmen. ... so wird es bei Guddy wohl gewesen sein. Cut&Paste! > Gegenargument: wenn man die LaTex-Rohdaten hat, kann man auch daraus > kopieren. ...aber nicht Guddy.
Kevin K. schrieb: > Inoffiziell: Word wird verwendet, weil es leichter ist, Inhalte daraus > zu übernehmen. Das freut insbesondere die Mädels und Jungs vom Schlage einer Silvana Koch-Mehrin oder eines KTG...
Nur, dass man als Student weiß, dass der Betreuer die Studien/Diplom/...-Arbeit zum Vorantreiben seiner Diss ausgeschrieben hat. man arbeitet ja wissentlich freiwillig (ach, nee, durch die Prüfungsordnung vorgegeben) und kostenlos (man darf keinen HiWi-Job parallel zu seiner Abschlussarbeit beim gleichen Betreuer annehmen) für das Institut. Klar, dass jeder seine Abschlussarbeit in der Industrie schreiben will, nur ist es an meiner Uni (Hannover, Fachbereich Elektrotechnik) sehr schwer, eine Professor zu finden, der die Prüfung abnimmt. Klar, die wollen ja auch, dass man kostenlos für sein Institut arbeitet. Man ist da ja noch billiger, als ein HiWi und hängt sich in der Regel mehr rein, als für nen HiWi-Job, bei dem man nach Stunden bezahlt wird.
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