Hallo,
ich suche einen genaunen GPS Empfänger. mir wurden bisher schon uBlox
Module empfohlen, da gibts auch die mit Raw Data Ausgang, was vielleicht
in Zukunft interessant wäre, allerdings benötige ich für jetzt einen
Empfänger der mir möglichste ohne viel Drumherum (Hardware) NMEA Daten
die nur wenig um die tatsächliche Position schwanken herausgibt. Man
kann da bestimmt auch mit den DGPS Diensten etwas anfangen, allerdings
braucht man dazu ja auch so einen Empfänger und wo bekommt man die her?
Soweit ich das jetzt verstanden habe gibt einem der DGPS Dienst
Korrekturen zu den jeweiligen Satelliten, sodass man abhängig von den
empfangenen Satelliten Korrekturen vornehmen kann. Richtig?
Also, mir würde eine Auflistung von Modulen mit Genauigkeit schon
weiterhelfen. Auch eine Angabe von zusätzlicher Hardware (Welcher
Antennenstecker, welche Spannung kommt raus usw.) ist mir eine Hilfe.
Vielen Dank Leute
Eventuell hilft es wenn Du genauer sagst was Du vor hast und brauchst
(Was ist "genaunen GPS Empfänger". Wo soll das eingesetzt werden:
weltweit oder im Garten (etwa drinnen?) und welche Genauigkeit (+-1km,
+-100m, +-10m +-5m +-1m +- 0.1m +-0.001m?)
Die Genauigkeit der GPS Empfaenger liegen im System. DGPS willst du
nicht abonniert haben nachdem du die Preisliste gesehen hast.
Antennenstecker sollte man vergessen, sondern den Empfaenger direkt
verwenden. Und NMEA kommt aus allen raus. Man kann natuerlich den output
selbst mitteln.
Dh der Erstbeste ist so gut wie alle anderen. Allenfalls ist der
Stromverbrauch noch von Interesse. Mach doch mal eine kleine Recherche.
Wir werden die nicht fuer dich machen.
Peter schrieb:> Hallo,>> ich suche einen genaunen GPS Empfänger.
Dann warte, bis Galileo zur Verfügung steht. Das soll genauer als das
derzeitige amerikanische System sein. Den Navis soll es dann möglich
sein, festzustellen, auf welcher Fahrspur der Autobahn man sich
befindet.
Gruss
Harald
Oktav Oschi schrieb:> Dh der Erstbeste ist so gut wie alle anderen. Allenfalls ist der> Stromverbrauch noch von Interesse.
leider nicht, sobalt man mal im Wald ist merkt man den unterschied. Auch
ist die dauer bis zum ersten Fix nicht unwichtig.
Die Genauigkeit steigt wenn die Antenne besser ist und damit mehr Sats
empfangen werden.
Peter II schrieb:> und damit mehr Sats empfangen werden.
und genau hier kommt das gelände, in dem man sich befindet ins spiel -
da kann die antenne noch so gut sein und noch so viele satelliten über
dem theoretische horizont, wenn berge o.ä. im weg sind bekommt man
trotzdem keine halbwegs genaue ortung hin...
Es ist immer leicht akademische Forderungen zu stellen, dafuer kaum was
bezahlen zu wollen, und beides ohne eine grosse Anhnung vom Dahinter zu
haben... daher erst mal damit beginnen und lernen. Was nachher kommt ist
immer viel teurer wie der erste Empfaenger.
Peter schrieb:> Man> kann da bestimmt auch mit den DGPS Diensten etwas anfangen, allerdings> braucht man dazu ja auch so einen Empfänger und wo bekommt man die her?
Für DGPS brauchst du keinen separaten Empfänger, wenn du eines der WAAS
verwendest, die ihre Daten über geostationäre Satelliten direkt auf der
GPS L1 Frequenz verbreiten (in Europa EGNOSS).
MfG
Oktav Oschi schrieb:> Die Genauigkeit der GPS Empfaenger liegen im System. DGPS willst du> nicht abonniert haben nachdem du die Preisliste gesehen hast.
DGPS gibt es auch kostenlos, z.B. EGNOS über verschiedene geostationäre
Satelliten oder über die Langwellensender der WSV
http://www.wsv.de/fvt/dgps/index.html
Danke für die Antworten.
Ich hatte auch an die Langwellen Dienste gedacht und welchen Empfänger
man dazu braucht. Außerdem muss das Modul dann auch die Daten
verarbeiten können.
Bisher haben wir einen Furuno GN80 verwendet und mit einem zweiten,
identischen Empfänger versucht uns eine Referenz Position bereitzutllen,
jedoch hat sich herausgestellt, dass beide Empfänger nicht die selben
Satelliten empfangen und so das Referenzsignal (nicht ganz, aber
relativ) nutzlos war.
Auf Galileo warten wird wohl noch bisschen dauern. Wir waren vor Kurzem
auf dem Navigations Konvent in Berlin und es wurde gesagt, wie oben
beschrieben,
dass Galileo auch erkennen kann, auf welcher Fahrspur man sich befindet.
Die Genauigkeit sollte etwa im Beriech von einem Meter liegen, und die
Kosten im Bereich von unter 400Euro liegen. Auch wäre eine
Kurzzeitstabilität wünschenswert, allerdings ist die Prinzipbedingt
wahrscheinlich mit der Genauigkeit eng verkoppelt.
also wenn du freie Sicht nach Süden hast dann kannst du Egnos verwenden,
das wird zZ. von Geostationären (Fernseh) Satteliten ausgestrahlt. das
wäre dann wie die Langwellen Dienste, nur kostenlos. Die Galileo
Satteliten sollen dann auch mal das Egnos mitausstrahlen, du hättest
dann schon mal nen besseren empfang dieser Korrekturdaten wenn die im
Himmel sind.
Da wäre dann mit ner guten Antenne schon mal was zu holen (also nicht
diese Keramikpatch Dinger).
Wenn du Kurzzeitstabilität willst, du kannst dir die Korrekturdaten aus
dem Netz laden und dem Empfänger mitgeben (A-GPS) das könnte evtl. was
für die ersten 15min helfen.
bert schrieb:> Wenn du Kurzzeitstabilität willst, du kannst dir die Korrekturdaten aus> dem Netz laden und dem Empfänger mitgeben (A-GPS) das könnte evtl. was> für die ersten 15min helfen.
Bei A-GPS werden dem Empfänger die Ephemeriden mitgeteilt, so dass die
Start-Zeit verkürzt wird. Mit Genauigkeit hat das wenig zu tun.
hast recht, A-GPS ist der Schnellstart modus.
Ich meinte das du nicht nur die Ephimerieden updatest sondern du kannst
noch die ganzen restlichen Daten wie dicke der Ionosphäre,
Sattelitenbahnabweichung und Uhrendrift mitgeben, das sollte für die
nächsten Minuten ne recht genaue Position ergeben
hier ist ein podcast, der unter anderem die verschiedenen Möglichkeiten
der Genauigkeitsverbesserungen anspricht
http://www.raumzeit-podcast.de/2011/02/04/rz008-satellitennavigation/
auch noch die "Responses" duchlesen, der Gesprächspartner des DLR hat da
auch noch einige Infos hineingetan