Optokoppler, wie angesteuert?

Gast #2283697
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Hallo zusammen!
Ich würde gerne mit einem µC Ausgang (5V) einen Kamera-Blitz zünden. 
Dazu müssen zwei Kontakte des Blitzes kurzgeschlossen werden. Nach einer 
Recherche im Netz scheint ein Optokoppler das Mittel der Wahl zu sein.

Die Dinger gibt es wie Sand am Meer, jedoch werde ich aus den 
Datenblättern nicht ganz schalu... lassen die sich z.B. alle mit 5V 
ansteuern? Dieser hier z.B.: sfh620a.
Und auf welche Kennewerte muss ich noch achten? (Der Blitz hat ja ggf. 
mehere Hundert Volt zwischen den Kontakten)

Gruß,
Koppelkopf
Gast #2283729
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> lassen die sich z.B. alle mit 5V ansteuern

Eher nicht,
es sei denn du schliesst deine LEDs auch immer direkt zwischen + und - 
einer 5V Versorgung und beobachtest ihr schönes rotes leuchten.

Optokoppler brauchen STROM, die Spannung stellt sich dann je nach 
Spannungsbedarf bei ca. 1.4V ein.

Wie viel Strom hängt vom Modell ab und von dem was du schalten willst.

Es gibt den Koppelfaktor CTR. 100% sagt, wenn du 10mA schalten willst, 
musst du auch 10mA durch die LED schicken. Bei 50mA LED-Strom ist meist 
Schluss.

Der von dir ausgewählte Optokoppler ist mit seinen beiden LEDs als 
Wechselstromeingang eher ungewöhnlich, er ist ein gutes Modell wenn man 
230V~ erkennen will, oder du nicht wisst, wie rum deine Kamera gepolt 
ist, aber ansonsten überflüssig.

Die "mehreren hundert Volt" eines Blitzes sind es, die deine Schaltung 
zu einem Problem machen, der Optokoppler hält nur 70V aus, wie die 
meisten also zu wenig für den Blitz bei dem bis 350V anliegen können 
(aber nur bei alten Modellen).

Daher verwenden normale Schaltungen einen Thyristor wie BRX49, denn 
galvanische Trennung ist nicht erforderlich. Wenn man nicht MEHR 
Bauteile spendieren will, um die Defizite des gewählten Bauteiles 
auszugleichen, dann sollte man Optokoppler mit Thyristoerausgang 
verwenden, die TLP541 oder MOC3023 oder AQY214S oder S26M D02.

An 5V schliesst du alle diese Optokoppler natürlich über einen 
Vorwiderstand von ca. 390 Ohm an.
Gast #2284350
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Normale Vorwiderstandsberechung für eine LED.
R = (Betriebsspannung - Vorwärtsspannung der LED) / I
Dein MOC hat typische 1,2V Vorwärtsspannung.
Für 3mA: (5-1,2)/0,003 = 1266 Ohm
Für 10mA: (5-1,2)/0,01 = 380 Ohm (siehe oben)
Gast #2284408
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Hi

>Ich habe hier ein Datenblatt von TI. Da steht auch 5mA, allerdings als
>Maximum. Für "typical" ist von 3mA die Rede. (wenn ich das richtig sehe)

In diesem Fall heißt das aber, das es meistens mit 3mA, aber erst mit 
>=5mA immer funktioniert. Also sind die 3mA irrelevant.

MfG Spess
Gast #2284417
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Boris B. schrieb:
> Hi!
> Ich habe hier ein Datenblatt von TI. Da steht auch 5mA, allerdings als
> Maximum. Für "typical" ist von 3mA die Rede. (wenn ich das richtig sehe)
>
> Das Konzept mit der "Vorwärtsspannung" war mir bisher garnicht
> bekannt... wieder was gelernt ;-)
> Danke!

Und warum willst Du riskieren, das Dein Zünder nicht funktioniert,
falls er vielleicht doch etwas mehr als 3mA braucht?
Gruss
Harald
PS: Wir müssen sparen, koste es was es wolle.

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