Hi Leute,
ich möchte gerne Schocks/Crashs detektieren. Dabei soll primär eine
Aussage über die "Stärke" getroffen werden können - eine Aussage über
die Richtung ist nicht relevant.
Normale Beschleunigungssensoren mögen ja Schocks nicht so gern und gehen
dann irgendwann kaputt bzw. liefern falsche Messdaten.
Deshalb frage ich mich, ob denn nicht ein piezoelektrischer Sensor am
besten für sowas geeignet wäre.
Mein Problem ist nur, dass ich keine Ahnung habe, was man für sowas
hernehmen kann. Einen Vibrationssensor? Oder heißen die Dinger wirklich
Schocksensor? Oder nach was muss man da suchen?
Falls jemand eine Typenbezeichnung hätte, wäre das toll.
Auch eine Information, was sowas denn (ganz grob) kostet, wäre super :)
- kriegt man sowas für 5 - 10 € ?
Vielen Dank für jegliche(n) Tipp, Hinweis, Anmerkung :]
lg
rene
rene p schrieb:> Normale Beschleunigungssensoren mögen ja Schocks nicht so gern und gehen> dann irgendwann kaputt bzw. liefern falsche Messdaten.
Was willst du dem Sensor denn antun?
Beim MMA7455 (allerdings 3D) mit Meßbereich 2..8g ist unter max. Ratings
ein Wert von 5000 g angegeben. Das muß man erstmal hinkriegen.
@Michael
da haben wir wohl zufällig den gleichen ausgeguckt (stand bei Mouser an
erster Stelle in der Standardsortierung)
Aber auch der noch günstigerer MMA8453QT (<1€) schafft 5000g und hat
ebenfalls 2,4,8g Messbereich bei 8 bzw. 10 bit.
Ist schon cool wie günstig die Dinger dank Smartphones und Tablets
geworden sind.
Ok, von dem Aspekt her habt ihr wahrscheinlich recht :)
Dennoch werden ja Beschleunigungssensoren (wenn es wichtig ist) oft in
mehrfacher Ausführung eingebaut, damit defekte Sensoren erkannt werden
können. Also gehen die Dinger auch kaputt ... :]
Außerdem kann man halt nicht die "Stärke des Schocks" messen, weil der
Messbereich von solchen Sensoren ja sofort am Ende ist.
Die Sensoren die hohe Messbereiche haben (bis ±250 g), haben leider nur
eine Achse, die sie messen.
Bei einem piezoelektrischem Sensor würde das egal sein. Die Höhe / Länge
des Peaks beim Crash entspricht der Stärke. Auch Crashs in einer reinen
Rotationsbewegungen würde man hier gut sehen.
Muss es elektronisch sein? Such mal unter "Shock Indicator". Es gibt für
das Transportwesen solche mechanischen Sensoren, welche einfach
anzeigen, ob ein bestimmter Grenzwert überschritten wurde.
rene p schrieb:> ich möchte gerne Schocks/Crashs detektieren.
Nunja, in welchem Breich liegen deine Shocks? Zum Detektieren, was ja
nur bedeutet du willst sie erfassen, reicht n normaler Sensor wie oben
beschrieben aus. Willst du natürlich bis 5000g messen können, wird
knifflig.
Mal so ne Frage:
Wie hoch ist eigentlich die Belastung (g) wenn man so ein Ding auf einen
harten Fliesenboden fallen lässt? Die Beschleunigugn ist du dV/dt.
Folglich müsste sie ja ziemlich hoch sein, da die Kraft ja schlagartig
die Richtung ändert, wenn das Ding aufm Boden aufschlägt.
Knut
Chris schrieb:> Es gibt kapazitive Schocksensoren, kosten ca 20-40 Cent. Farnell hat die> glaube ich, oder war es Digikey. Sind aber Richtungsabhängig.
Wie heißen die denn?
Knut schrieb:> Wie hoch ist eigentlich die Belastung (g) wenn man so ein Ding auf einen> harten Fliesenboden fallen lässt?
Wenn das Bauteil entsprechend hart ist, können da schon > 10000 g
auftreten - je weniger Verformung, desto mehr g :)
So ein Teil würde mich auch interessieren. Messen muss gar nicht sein,
sondern erkennen (ab X g wird ausgelöst, vllt einstellbar?) reicht.
In meinem Fall muss der Sensor aber noch kleiner und billiger sein...
und idealerweise auch in stromlosem Zustand auslesen können.
Gibt es sowas, oder war das jetzt unrealistisch?
ebtschi schrieb:> In meinem Fall muss der Sensor aber noch kleiner und billiger sein...> und idealerweise auch in stromlosem Zustand auslesen können.
Nimm 'ne Metallkugel und drück die in Knetgummi -
wenn der Grenzwert überschritten wird, fliegt die Kugel ab. Zur
Detektion in verschiedene Richtungen können mehrere "Probekörper"
eingebracht werden.
Willi W. schrieb:> ebtschi schrieb:>> In meinem Fall muss der Sensor aber noch kleiner und billiger sein...>> und idealerweise auch in stromlosem Zustand auslesen können.>> Nimm 'ne Metallkugel und drück die in Knetgummi -> wenn der Grenzwert überschritten wird, fliegt die Kugel ab. Zur> Detektion in verschiedene Richtungen können mehrere "Probekörper"> eingebracht werden.
Super Idee! Und so genau einstellbar und zuverlässig.
Er such einen SENSOR_ und keinen _INDIKATOR !
Bei 10EUR:
MEMS , der durch mechanischen Tiefpass im Messbereich bleibt.
'JugendForscht'
Piezoscheiben (Glückwunschkarten), die Eigenmasse sollte reichen.
Mikrophonie von Kondensatoren, bis die Lötstellen brechen :>
Wie gut oder schlecht soll denn geschätzt werden?