Hallo! Thema Normalverteilung: Ich kenn den Mittelwert der Abschlussnoten eines Jahrgangs, welcher bei 2,1 liegt. Angenommen, die Noten verteilen sich nach der Gaußschen Glockenkurve um diese 2,1, kann ich dann daraus ableiten, dass meine 1,5 zu den besten 10% gehört? Oder meint ihr, bei Notenverteilungen kann man nicht von einer üblichen Normalverteilung ausgehen?
Simon B. schrieb: > zu den besten 10% gehört? Oder meint ihr, bei Notenverteilungen kann man > nicht von einer üblichen Normalverteilung ausgehen? Davon würde ich ausgehen. Nimm Fächer wie Religion oder Zeichnen her, bei der die Mehrzahl wohl in einer 1-er Bank stecken wird. Ausnahme: Die Einführungsvorlesungen vom Prof. Schulz in der Uni Linz in den 80-er Jahren. Da wurde die Bepunktung der Klausergebnisse grundsätzlich so hingedreht, dass sich eine Gaussglocke ergab. Das wurde aber absichtlich so gemacht und hat mit realem Schulbetrieb wenig zu tun.
Simon B. schrieb: > Hallo! > > Thema Normalverteilung: > > Ich kenn den Mittelwert der Abschlussnoten eines Jahrgangs, welcher bei > 2,1 liegt. Angenommen, die Noten verteilen sich nach der Gaußschen > Glockenkurve um diese 2,1, kann ich dann daraus ableiten, dass meine 1,5 > zu den besten 10% gehört? Oder meint ihr, bei Notenverteilungen kann man > nicht von einer üblichen Normalverteilung ausgehen? 1. Es gibt keine Theorie, wonach sich Abschlussnoten normalverteilen sollten. 2. Sind hinreichend wenig Schüler im Jahrgang ist es müßig von einer "Verteilung" zu sprechen. 3. Wichtig ist nicht nur der Mittelwert sondern auch die Standardabweichung. Einfach mal im Mathebuch nachsehen. 4. Ggf. bist du mit deiner 1,5 sogar der drittschlechteste: Einzelnoten: 1,5 1 1 1 1 3 6 Mittelwert: 2,071428571
Nein da bringst du einige Sachen durcheinander... Eine Verteilung, welcher der Normalverteilung recht nahe kommt entsteht z.B. bei einigen hundert Leuten an der Uni die eine Prüfung schreiben. Da bekommt man meist etwas, was ein wenig wie eine etwas verzerrte Gaußglocke aussieht. Der höchste Wert liegt meist bei 4.0 bis 4.3, wobei der linke Bereich von 1.0 bis 3.7 etwas größer ist als der von 4.0 bis 5.0 Zu deiner Frage zurück: Nein, du musst dann nicht zu den X% der besten gehören. Dazu brauchst du erstmal noch die Standardabweichung. Außerdem würde ich bei ca. 30 Leuten noch nicht mit irgendwelchen Statistiken anfangen, da sie einfach nichts aussagen. EIne Aussage wie "ich bin untern den 10% der besten", bringt nur was, wenn diese gesamte Menge möglichst alle umfasst die nen Abschluss gemacht haben. Ob du lokal in deiner Klasse zu den besten gehörst ist genau gesagt egal, das hängt auch stark von deinen Klassenkameraden ab.
Johannes O. schrieb: > Außerdem > würde ich bei ca. 30 Leuten noch nicht mit irgendwelchen Statistiken > anfangen, da sie einfach nichts aussagen. Außer, wenn man Mediziner ist. Für die langen i.a. 3 Probanden.
k, danke. hier noch die anregung, wieso ich überhaupt darauf komme: http://www.siemens.de/jobs/einstieg/studenten/stipendien/mastersprogram/wen-wir-suchen/Seiten/wen-wir-suchen.aspx
Frag doch einfach bei deinem Imma-Amt (sofern es ein Studium war). Die können dir das sagen. Diese Auskunft müssen sie geben, weil es auch bei der BaFög-Rückzahlung wichtig ist.
Simon B. schrieb: > k, danke. hier noch die anregung, wieso ich überhaupt darauf komme: > > http://www.siemens.de/jobs/einstieg/studenten/stip... Und das Nicht-Geschriebene zum Schluß: "Und deshalb bekommen Sie eine gut unterdurchschnittliche Entlohnung!" Das war schon vor 40 Jahren bei diesem Unternehmen so: - Nur die Besten nehmen wollen - Jahresgehalt ca. 20% unter anderen Unternehmen - Über Fachkräftemangel jammern. Bernhard
Simon B. schrieb: > k, danke. hier noch die anregung, wieso ich überhaupt darauf komme: > > http://www.siemens.de/jobs/einstieg/studenten/stip... Dann ist damit offiziell klar, woher der Fachkräftemangel kommt. die hinteren 90% werden einfach ignoriert und von vornherein als ungeeignet abgetan, egal wie gut der Jahrgang war.
Karl Heinz Buchegger schrieb: > Ausnahme: Die Einführungsvorlesungen vom Prof. Schulz in der Uni Linz in > den 80-er Jahren. Da wurde die Bepunktung der Klausergebnisse > grundsätzlich so hingedreht, dass sich eine Gaussglocke ergab. Das ist ja innerhalb einer Gruppe mit dem selben Unterricht und den selben Übungen noch nachvollziehbar. Unsere Mathe- und Physik-Profs handhabten es gerne so. Bei anderen war bekannt (FOS), daß sie keinen Bock auf Schüler hatten, und die Klausuren die Kellertreppe hinab warfen. Wer oben lag, bekam die Bestnote. Wer unten lag, hatte Pech. Ein FOS-Pauker legte die Glockenkurve mit dem Maximum auf 3,5. Die Ränder waren 3 und 4. Er sagte gleich in der Einführung zum Jahresbeginn: Gut ist von Ihnen niemand, und sehr gut erst recht nicht. Und damit das so bleibt, dafür sorge ich. Das war 1994. Es gab im gesamten Jahrgang nur eine 3 oder 4. Jetzt kann man sich natürlich vorstellen, wie die Schüler strampelten. Da wurde auch von selbst niemand mangelhaft oder ungenügend. Man konnte sich auch noch beschweren gehen, mehr nicht. Dann war man Querulant unter allen Lehrern.
Vlad Tepesch schrieb: > Simon B. schrieb: >> k, danke. hier noch die anregung, wieso ich überhaupt darauf komme: >> >> http://www.siemens.de/jobs/einstieg/studenten/stip... > > Dann ist damit offiziell klar, woher der Fachkräftemangel kommt. > die hinteren 90% werden einfach ignoriert und von vornherein als > ungeeignet abgetan, egal wie gut der Jahrgang war. Siemens hat auch Partnerschulen. Zum Abitur werden dann an den Mathe- und Physikbesten je ein 100-Euro-Buch-Gutschein ausgereicht...
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