Forum: Offtopic Hameg MSO -auch analog?


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von V. a W. (volker65)


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Hallo zusammen,
Hameg hat nebst den analogen auch die Combiscopes (2005, 2008) 
abgekündigt. ersetzt werden sie durch MSO, Mixed Signal .
durch einen optional erhältlichen Logigtastkopf HO3508 sollen sie auch 
als analoge nutzbar sein

heisst das, dass diese dann die gleiche funktionalität haben wie ein HM 
2005 oder 2008 ?

Gruß Volker

von j. c. (jesuschristus)


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>durch einen optional erhältlichen Logigtastkopf HO3508 sollen sie auch
>als analoge nutzbar sein

Was Du schreibst ergibt keinen Sinn

von Marek N. (bruderm)


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Nein, das ist nicht möglich denn

1) verabreitet ein Logiktastkopf eh nur digitale Signale, reagiert also 
nur auf eine diskrete Schwelle.
2) wird beim analogen Scope das Eingangssignal über den Y-Verstärker und 
evtl. eine Verzögerungsleitung direkt den Vertikal-Platten der 
Kathodenstrahlröhre zugeführt. Beim digitalen (Speicher-)scope wird das 
Eingangssignal nach dem Y-Verstärker zeit- und wertediskret quantisiert 
und in einen Speicher geschrieben. Von da aus werden die Daten 
weiterverarbeitet (Interpolation, Entzerrung, Filterung) und an den 
Display-Controller weitergereicht, der die Wellenform auf einem Display 
aus diskreten(!) Piexeln darstellt.
2.a) Es gab auch Digitalscopes mit CRT (z.B. die HM 2005, 2008) aber 
auch da wurde im Digitalbetrieb immer das Signal aus dem Speicher über 
einen DAC und nicht in Echtzeit auf die Vertikalplatten gegeben.
2.b.) Es gab auch Digitalscopes mit magnetischer Ablenkung und 
Vektordarstellung (LeCroy 9314, laut!) und vielleicht sogar 
Farbbildröhre mit Maske aber auch da kam das Bild über den Umweg 
Speicher -> DAC.

Also ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Scope mit diskretem 
Pixeldisplay wieder eine "analoge" Anzeige erhalten soll.
Vor allem: Möchte man das wirklich überhaupt noch? Zum Rand hin wird das 
Bild unschärfer, je schneller die Zeitbasis, um so dunkler, Transienten 
und Einzelereignisse nur schwer und kompliziert darstellbar, schwere 
Unterscheidbarkeit der einzelnen Kanäle, weil alles nur "grün", OK 
unterschiedlich hell ginge noch noch wie beim PM3231, trotzdem Mist.

Nein, Danke! Es gibt heute wirklich keinen Grund mehr, sich ein analoges 
Scope neu zu holen. Wenn heute jemand noch behauptet, analoge seien 
besser, der hat noch nie mit einem richtigen digitalen gearbeitet, hat 
das Funktionsprinzip nicht verstanden oder ist schlicht mit den 
Funktionen und Möglichkeiten überfordert! Heute kann ein 300 €-Rigol 
mehr, als ein High-End Tek vor 30 Jahren.

von Frank K. (kibabalu)


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Nur 10 Jahre für die Antwort gebraucht. Bist ja ein ganz Fixer!

von Heute V. (Firma: diverse Abhängikeiten) (it_depends)


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Frank K. schrieb:
> Nur 10 Jahre für die Antwort gebraucht. Bist ja ein ganz Fixer!

..vor Allem ist es auch ziemlicher Unsinn.

"Heute kann ein 300 €-Rigol mehr, als ein High-End Tek vor 30 Jahren"

Ein higend Tek hatte ne Mikrokanalplatte und 3dB Bandbreiten oberhalb 
1Ghz,
von einem 750Mhz Sinussignal stellt ein 300€ Rigol exakt überhaupt 
Nichts mehr dar.

von Marek N. (bruderm)


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Und wer konnte sich damals so ein High-End Tek vor 30 Jahren leisten?
Meistens stand sogar in den Fernsehwerkstätten nur das kleinste Hameg 
oder Philips "Service-Oszilloskop". Wir hatten in unserer 
Physik-Sammlung Mitte der 90-er noch ein altes Hameg mit runder CRT und 
selbst damit war der Physik-Lehrer überfordert, einen 50 Hz-Sinus sauber 
darzustellen.

Heutzutage hat doch jeder "Maker" ein Rigol auf seiner Maker-Bench 
stehen. Selbst in der C't wird doch die Rigol-Sau regelmäßig durchs Dorf 
getrieben.

Zum Vergleich: Im ELV-Katalog 1995 habe ich das HM 408 als "gewünscht" 
angestrichen. Damals rund 4500 DM. Was konnte es? 2 Kanäle auf einer 
CRT. 40 MHz Analog-Bandbreite und 40 MSa/s Digital. 2×2kPoints. Readout 
und Cursor. Die Mathematik-Funktion beschränkte sich auf Delta_U, 
Delta_t und Frequenz als Kehrwert von Delta_t. CPU war noch ein Z80, 
glaub ich. Dateninterface musste man natürlich noch extra kaufen. 
Immerhin zeigte es schon den Triggerpegel absolut an. Eine Funktion, die 
ich bei meinem aktuellen HM 1507 z.B. vermisse.

Und 4500 DM waren damals richtig viel Schotter! Für mich als Schüler 
absolut unerreichbar.
Immerhin ist es mir gelungen, das HM 408 fast 20 Jahre später aus der 
Bucht zu fischen und es zu restaurieren, so dass ich es aus 
nostalgischen Gründen weiter in meiner Obhut behalten werde.

Das übliche HM 203 oder 205 wollte ich schon damals nicht, "weil es mit 
seinen 20 MHz ja gar keinen CB-Funk messen kann". -- So dachte ich 
damals.

Aber bitteschön, das damalige Tektronix TDS-310 lag preislich im selben 
Bereich und bot nur 2 Kanäle mit 50 MHz, immerhin schon 200 MSa/s und 
sagenhafte 2×1kPoints.

Das übertrifft heute das vielzitierte einstiegs-Gerät Rigol DS1054Z für 
rund ein Zehntel des Preises.

von Purzel H. (hacky)


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Ein High End Tek, das TDS ? Nee.
Ein High End Tek war zB das 2465, fuer umgerechnet 30kEur, resp das 
2468, fuer umgerechnet 45kEuro.
Wir mussten damals an mir sparen, deshalb hatte ich nur ein 2464 (oder 
so), das gab's dann fuer 25k Euro

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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2445. Das ist die Version mit 100(150) statt 300(400) MHz 
Analogbandbreite. Heute beliebt als Ersatzteilträger für die 2465/67.

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