Forum: Offtopic Gestern.beim Aufräumen.


von LuXXuS 9. (aichn)


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Morgen Leute!

Ich muss doch an diesem schönen Morgen mal meine Dämlichkeit des 
gestrigen Abends mit euch teilen...

Diese äußerst schöne Brandmal zog ich mir beim Aufräumen zu - wie das 
passieren kann?

Nunja, die Arbeitszimmer von Elektrotechnikern sind ja quasi 
standardmäßig immer ein wenig unordentlich - hier ein paar Sachen, da 
ein paar Sachen. Jedenfalls beschloss ich gestern, mal wieder ein wenig 
Ordnung zu machen. Ich kam bis zu dem Punkt, wo ich ein paar Kabel und 
Drähte wegschaffen wollte - an sich kein Problem :) Man sollte nur nicht 
mit blanken Drähten in der Hand gleichzeitig einen Blei-Akku durch die 
Gegend tragen.

Der Draht war recht dick. In normaler Verwendung würde ich ihn locker 
für ein paar dutzend Ampere verwenden - der Kurzschluss war dann aber 
doch zuviel für ihn :-\

Gerne würde ich euch noch ein Bild des Drahtes zeigen, aber...wo isser 
hin? Ich konnte nichts mehr von ihm finden - er löste sich mit einem 
lauten Knall in Rauch auf.

Jetzt ist mein Fingerabdruck wirklich einzigartig...


Da musste ich mich doch mal wieder fragen: WIE DUMM KANN MAN SEIN?



Ach ja - ich vergass zu erwähnen, wie dermaßen das stinkt!

von Jeffrey L. (the_dude)


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Lecker, wäre selbstverständlich unter einhaltung sämtlicher 
Unfallverhütungsvorschriften nicht passiert ;-)

Hoffe doch Du warst beim Arzt und hast Dir das desinfizieren lassen!
Interessant wird es wenn das zu eitern anfängt ;-)

von LuXXuS 9. (aichn)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Hoffe doch Du warst beim Arzt und hast Dir das desinfizieren lassen!

Nee, war ich nicht - Bakterien sind doch alle ausgebrannt :-\ ?

von Holger D. (hodoe)


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Man und besonders schlimm finde ich, dass Du es versäumt hast, ein Video 
zu drehen und bei youtube einzustellen.


Ducken und weg ;-)


Holger

von LuXXuS 9. (aichn)


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Ok, ich werde mich demnächst beim Aufräumen filmen - ist evtl. auch 
nicht schlecht als Beweisvideo für die Frau...wenn angeblich alles noch 
so aussieht, wie vorher.

von Archie F. (archie)


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Dann such mal nach nem Lötkolben, das Bild lässt sich noch etwa so 
verbessern. :)

von LuXXuS 9. (aichn)


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Archie F..... schrieb:
> Dann such mal nach nem Lötkolben, das Bild lässt sich noch etwa so
> verbessern. :)

Der ist gut :)

von Einhart P. (einhart)


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Apropos Lötkolben:

ich habe 'mal den neben mir liegenden Lötkolben aus dem Augenwinkel 
gesehen und zugegriffen - dummerweise am falschen Ende. Die 
Reaktionszeit für das Erkennen des Fehlers war erschreckend groß...

zum Thema: wie ungeschickt kann man sein

von Uwe N. (ex-aetzer)


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Autsch, das schmerzt die ersten Tage danach beim Maus-Schubsen/ Klicken 
...

Gruss Uwe

von Timm T. (Gast)


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Auch nett: Runterfallenden Lötkolben auffangen. Der Kolben ist dann kurz 
drauf weitergefallen.

von LuXXuS 9. (aichn)


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Timm Thaler schrieb:
> Auch nett: Runterfallenden Lötkolben auffangen. Der Kolben ist dann kurz
> drauf weitergefallen.

Jo, den kenn ich auch.

Es geht übrigens eigentlich wieder - ich hatte gestern gedacht, das wird 
heute eine ziemlich unangenehme Sache. Ist aber garnicht so - meine 
Finger sehen schon wieder recht "human" aus.

von Sascha W. (arno_nyhm)


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Diesen charakteristischen Brandmale erinnern mich (schmerzlich hr) an 
eine eigene Geschichte dazu - also aichn, keine Sorge, es geht noch 
dümmer:

Eines Tages war ich gerade dabei dem örtlichen Schrottplatz eine 
anhängerladung Altmetall zu vermachen, als ich, im Schrott, einige große 
USVs mitsamt vieler, großer Bleiakkus erspähte. Auf kurze Nachfrage hin 
war der Schrotti bereit mit beliebig viele davon zu einem absoluten 
Spitzenpreis zu vermachen, sagte aber auch, fairer weise, dass die USV 
wegen der defekten Akkus ausgesondert wurden...
Also galt es zu prüfen, ob/welche der guten Yuasa 
NP-12V/38Ah-Bleigelakkus noch brauchbar waren. 'Multimeter' war ein 
Fremdwort auf dem Schrottplatz, gar einen Akkutester zu finden, den man 
ja eigentlich zur korrekten Beurteilung brächte, wäre völlig 
illusorisch! Aber okay, die Akkus waren so spottbillig, ich glaube er 
wollte 10EUR pro Stück, dass ich gut damit leben konnte ein paar Nieten 
zu ziehen.
Schließlich galt es nur die völlig kaputten Akkus auszuschließen, die 
kein mikriges Amperechen mehr zu liefern vermochten, mit den verfügbaren 
Mitteln der Umgebung: Ein abgepelltes Stück 1.5mm^2 Kupferdraht aus 
einer NYM-Leitung.
Ich nahm mir also einige Akkus vor und schloss sie kurz, um zu sehen ob 
es dabei ein bisschen funkt - bei einem Akku punktschweißte ich 
plötzlichen den Draht direkt bei erster Berührung an die Elektroden - 
ja, der konnte scheinbar noch ein wenig Strom liefern... Dies bemerkend, 
ruckelte und zog ich sogleich an der Leitung (fest zufassend), die 
ansich aber schon zeitgleich anfing schwarz anzulaufen und zu dampfen. 
F***! AUA! Kaum habe ich meinen Arm hastig zurückgezogen, glühte der 
Draht auch schon und sprengte sich kurz später an einer Stelle mit einem 
saftigen PLOP auf.

So kam ich an Daumen und Zeigefinger auch zu solchen wunderschönen 
Brandings ;)

Zum Arzt muss man mit solchen Brandverletzungen nicht unbedingt. Sollte 
sich im Heilungsprozess natürlich irgendetwas entzünden, ist es etwas 
anderes - dann ist sofort der Gang zum Arzt angesagt!
Brandblasen sind bei dieser speziellen Art der Verbrennung nicht zu 
erwarten, da das oberflächliche Epithel so stark geschädigt ist, dass es 
keine Barriere-Funktion erfüllen kann - es ist schon völlig verkohlt. 
Die darunterliegenden Zellschichten nekrotisieren kurz im Anschluss und 
es bleibt eine offene Wunde, die ansicht nicht mehr viel mit der 
typischen Brandverletzung gemein hat.
Zur Wundversorgung eignet sich dann, ganz allgemein, 'Povidon-Iod' - 
soetwas wie Betaisodonda - das desinfiziert ohne Gewebe zu schädigen und 
schmerzt auch nicht in der Wunde.
Je nach belieben empfiehlt es sich dann die Wunde sobald sich eine 
Schorfschicht gebildet hat und kein Wundsekret mehr nach außen abließt 
sie nicht mehr mit einem Pflaster o.Ä. abzudecken - was zuvor angesagt 
ist.
Die andere Möglichkeit (inzwischen meine Favorisierte) sind 
Hydrogel-Pflaster oder Wundauflagen. Diese verbleiben für eine längere 
Zeit auf der Wunde ohne gewechselt zu werden und sind bis zur (nahezu) 
vollständigen Abheilung zu applizieren. Die Wundheilung beschleunigt 
sich deutlich unter Verwendung dieser Pflaster und das Narbengewebe, 
sofern die Wunde überhaupt so groß ist, dass eine signifikante 
Narbenbildung eintritt, ist weicher!

von Thomas S. (thomas_s74)


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Wo wir grad beim Thema Verletzungen sind. Kennt ihr das? Man zieht ein 
IC vorsichtig aus seiner Fassung und plötzlich hängen die Pins tief in 
der Haut drin? Eben ist es wieder passiert. Ich wollte das IC nicht 
zerkratzen. Deswegen hab ich es mit den Fingern rausgezogen und 
irgendwie rutschte ich dabei ab. Dann haben die Pins wohl am 
Fingerknochen gekratzt. Das Gefühl war... naja nicht schmerzhaft aber 
sowas von ekelig. Nur mal so neben bei. Der Schmerz kahm später.

von j. c. (jesuschristus)


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Oh ja, wer kennt das nicht... Der Klassiker. Hab ich auch ein-zwei mal 
im Jahr...

von Simon H. (simi)


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Auch immer wieder schön ist, wenn man in einer Hand einen Draht hält, in 
der anderen einen zweiten, irgendwie mit zwei Fingern der ersten Hand 
und drei weiteren der zweiten Hand einen dritten, das ganze noch an 
einen Stecker hält, den man mit dem Handballen am Tisch fixiert, und 
dann mit 'nem Lötkolben, den man zwischen Kinn und Schulter fixiert hat, 
sowie Lötzinn, den man auf sonst irgendeine Geissart dranhält, das ganze 
Gewurstel verlötet. Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten, 
heiss. Es wird.... heiss...... es wird richtig satanisch heisss.... Und 
es zischt schon leicht..... aber JAAAAA nicht loslassen, sond fällt das 
Glump wierder auseinander!


... Und da zeigt sich dann jeweils, ob man ein WIRKLICHER Bastler ist. 
:-)

von Johannes O. (jojo_2)


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Auch nett: Im Zimmer aufräumen und ein paar IC Sockel beiseite legen. 
Dann wieder zurückgehen und... *AUA!!!*
Tja... da war mir einer aus der Hand gefallen und umgedreht (mit Pins 
nach oben!) auf dem Boden gelegen... Sowas kommt dann sogar durch die 
Hornhaut der Ferse durch. Zum Glück ist nichts abgebrochen, tat aber 
trotzdem extrem weh...

von David .. (volatile)


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Simon Huwyler schrieb:
> Auch immer wieder schön ist, wenn man in einer Hand einen Draht hält, in
> der anderen einen zweiten, irgendwie mit zwei Fingern der ersten Hand
> und drei weiteren der zweiten Hand einen dritten, das ganze noch an
> einen Stecker hält, den man mit dem Handballen am Tisch fixiert, und
> dann mit 'nem Lötkolben, den man zwischen Kinn und Schulter fixiert hat,
> sowie Lötzinn, den man auf sonst irgendeine Geissart dranhält, das ganze
> Gewurstel verlötet. Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten,
> heiss. Es wird.... heiss...... es wird richtig satanisch heisss.... Und
> es zischt schon leicht..... aber JAAAAA nicht loslassen, sond fällt das
> Glump wierder auseinander!
>
>
> ... Und da zeigt sich dann jeweils, ob man ein WIRKLICHER Bastler ist.
> :-)

kicher Woher kenn ich das?

von Wilhelm F. (Gast)


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Thomas S. schrieb:

> Kennt ihr das? Man zieht ein
> IC vorsichtig aus seiner Fassung und plötzlich hängen die Pins tief in
> der Haut drin? Eben ist es wieder passiert. Ich wollte das IC nicht
> zerkratzen.

Nein, das kenne ich nicht. Für DIL-ICs habe ich zwar kein 
Ausziehwerkzeug, aber einen passenden Schraubendreher mit etwas 
breiterer Klinge. Auch einen abgewinkelten Schraubendreher, wenn man mit 
dem normalen Schraubendreher nicht an das IC heran kommt. Das IC bekommt 
dadurch an der Unterseite mal eine sehr leichte Ankratzung, aber nicht 
so, daß da wirklich Material abgetragen wird oder was splittert. An der 
Unterseite stört das auch gar nicht.

Meine Versuche, ICs von Hand auszuziehen, schlugen immer fehl. Nicht, 
daß ich mich verletzte. Aber es gibt mal einen plötzlichen Ruck, den man 
auch bei noch so gutem Reaktionsvermögen nicht kompensieren kann. Dann 
sind mindestens die Pins verbogen. Und das halte ich für gravierender, 
als die minimalen Kratzspuren der Schraubendreherklinge.

Optische Gebrauchsspuren hat ein IC sowieso, wenn es einmal in einer 
Fassung steckte. Die Anwinkelung der Beinchen ist dann anders als im 
Neuzustand.

von Johannes O. (jojo_2)


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@Wilhelm: Ich mache das immer genauso. Sehe da auch überhaupt kein 
Problem darin. Das Herausziehen per Hand scheitert bei mir sehr oft, 
manchmal sind dann Pins verbogen oder brechen letztendlich auch mal ab 
wenn man das zu oft macht.
Der kleine Kratzer vom Schraubendreher stört überhaupt nicht. Hatte da 
noch nie ein Problem damit. Die Gehäuse sind generell widerstandsfähig, 
es ist sogar eher sehr schwer es wirklich zu zerstören.

David ... schrieb:
> Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten,
>> heiss. Es wird.... heiss......

Oh ja^^ Besonders toll sind Kupferdrähte da die die Wärme so schön 
leiten. Oder auch Widerstände ohne Platine verdrahten/verlöten: ein paar 
Sekunden Zeit dann muss die Lötstelle passen, sonst wirds unangenehm

von Timm T. (Gast)


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Johannes O. schrieb:
> Oh ja^^ Besonders toll sind Kupferdrähte da die die Wärme so schön

Mehrere Drähte zusammenfassen kann man kurzfristig mit Schrumpfschlauch, 
Kabelbinder oder einer Holz-Wäscheklammer. Überhaupt sind Wäscheklammern 
aus Holz für vieles brauchbar, was mal schnell fixiert werden muss, 
heiss werden kann und trotzdem keine Wärme verlieren sollte.

> leiten. Oder auch Widerstände ohne Platine verdrahten/verlöten: ein paar
> Sekunden Zeit dann muss die Lötstelle passen, sonst wirds unangenehm

Dafür hat die Menschheit (Kreuz-)Pinzetten oder Flachzangen erfunden.

Ist ja nicht so, dass ich das nicht auch mit bloßen Fingern machen 
würde...

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