Morgen Leute! Ich muss doch an diesem schönen Morgen mal meine Dämlichkeit des gestrigen Abends mit euch teilen... Diese äußerst schöne Brandmal zog ich mir beim Aufräumen zu - wie das passieren kann? Nunja, die Arbeitszimmer von Elektrotechnikern sind ja quasi standardmäßig immer ein wenig unordentlich - hier ein paar Sachen, da ein paar Sachen. Jedenfalls beschloss ich gestern, mal wieder ein wenig Ordnung zu machen. Ich kam bis zu dem Punkt, wo ich ein paar Kabel und Drähte wegschaffen wollte - an sich kein Problem :) Man sollte nur nicht mit blanken Drähten in der Hand gleichzeitig einen Blei-Akku durch die Gegend tragen. Der Draht war recht dick. In normaler Verwendung würde ich ihn locker für ein paar dutzend Ampere verwenden - der Kurzschluss war dann aber doch zuviel für ihn :-\ Gerne würde ich euch noch ein Bild des Drahtes zeigen, aber...wo isser hin? Ich konnte nichts mehr von ihm finden - er löste sich mit einem lauten Knall in Rauch auf. Jetzt ist mein Fingerabdruck wirklich einzigartig... Da musste ich mich doch mal wieder fragen: WIE DUMM KANN MAN SEIN? Ach ja - ich vergass zu erwähnen, wie dermaßen das stinkt!
Lecker, wäre selbstverständlich unter einhaltung sämtlicher Unfallverhütungsvorschriften nicht passiert ;-) Hoffe doch Du warst beim Arzt und hast Dir das desinfizieren lassen! Interessant wird es wenn das zu eitern anfängt ;-)
Jeffrey Lebowski schrieb: > Hoffe doch Du warst beim Arzt und hast Dir das desinfizieren lassen! Nee, war ich nicht - Bakterien sind doch alle ausgebrannt :-\ ?
Man und besonders schlimm finde ich, dass Du es versäumt hast, ein Video zu drehen und bei youtube einzustellen. Ducken und weg ;-) Holger
Ok, ich werde mich demnächst beim Aufräumen filmen - ist evtl. auch nicht schlecht als Beweisvideo für die Frau...wenn angeblich alles noch so aussieht, wie vorher.
Dann such mal nach nem Lötkolben, das Bild lässt sich noch etwa so verbessern. :)
Archie F..... schrieb: > Dann such mal nach nem Lötkolben, das Bild lässt sich noch etwa so > verbessern. :) Der ist gut :)
Apropos Lötkolben: ich habe 'mal den neben mir liegenden Lötkolben aus dem Augenwinkel gesehen und zugegriffen - dummerweise am falschen Ende. Die Reaktionszeit für das Erkennen des Fehlers war erschreckend groß... zum Thema: wie ungeschickt kann man sein
Autsch, das schmerzt die ersten Tage danach beim Maus-Schubsen/ Klicken ... Gruss Uwe
Auch nett: Runterfallenden Lötkolben auffangen. Der Kolben ist dann kurz drauf weitergefallen.
Timm Thaler schrieb: > Auch nett: Runterfallenden Lötkolben auffangen. Der Kolben ist dann kurz > drauf weitergefallen. Jo, den kenn ich auch. Es geht übrigens eigentlich wieder - ich hatte gestern gedacht, das wird heute eine ziemlich unangenehme Sache. Ist aber garnicht so - meine Finger sehen schon wieder recht "human" aus.
Diesen charakteristischen Brandmale erinnern mich (schmerzlich hr) an eine eigene Geschichte dazu - also aichn, keine Sorge, es geht noch dümmer: Eines Tages war ich gerade dabei dem örtlichen Schrottplatz eine anhängerladung Altmetall zu vermachen, als ich, im Schrott, einige große USVs mitsamt vieler, großer Bleiakkus erspähte. Auf kurze Nachfrage hin war der Schrotti bereit mit beliebig viele davon zu einem absoluten Spitzenpreis zu vermachen, sagte aber auch, fairer weise, dass die USV wegen der defekten Akkus ausgesondert wurden... Also galt es zu prüfen, ob/welche der guten Yuasa NP-12V/38Ah-Bleigelakkus noch brauchbar waren. 'Multimeter' war ein Fremdwort auf dem Schrottplatz, gar einen Akkutester zu finden, den man ja eigentlich zur korrekten Beurteilung brächte, wäre völlig illusorisch! Aber okay, die Akkus waren so spottbillig, ich glaube er wollte 10EUR pro Stück, dass ich gut damit leben konnte ein paar Nieten zu ziehen. Schließlich galt es nur die völlig kaputten Akkus auszuschließen, die kein mikriges Amperechen mehr zu liefern vermochten, mit den verfügbaren Mitteln der Umgebung: Ein abgepelltes Stück 1.5mm^2 Kupferdraht aus einer NYM-Leitung. Ich nahm mir also einige Akkus vor und schloss sie kurz, um zu sehen ob es dabei ein bisschen funkt - bei einem Akku punktschweißte ich plötzlichen den Draht direkt bei erster Berührung an die Elektroden - ja, der konnte scheinbar noch ein wenig Strom liefern... Dies bemerkend, ruckelte und zog ich sogleich an der Leitung (fest zufassend), die ansich aber schon zeitgleich anfing schwarz anzulaufen und zu dampfen. F***! AUA! Kaum habe ich meinen Arm hastig zurückgezogen, glühte der Draht auch schon und sprengte sich kurz später an einer Stelle mit einem saftigen PLOP auf. So kam ich an Daumen und Zeigefinger auch zu solchen wunderschönen Brandings ;) Zum Arzt muss man mit solchen Brandverletzungen nicht unbedingt. Sollte sich im Heilungsprozess natürlich irgendetwas entzünden, ist es etwas anderes - dann ist sofort der Gang zum Arzt angesagt! Brandblasen sind bei dieser speziellen Art der Verbrennung nicht zu erwarten, da das oberflächliche Epithel so stark geschädigt ist, dass es keine Barriere-Funktion erfüllen kann - es ist schon völlig verkohlt. Die darunterliegenden Zellschichten nekrotisieren kurz im Anschluss und es bleibt eine offene Wunde, die ansicht nicht mehr viel mit der typischen Brandverletzung gemein hat. Zur Wundversorgung eignet sich dann, ganz allgemein, 'Povidon-Iod' - soetwas wie Betaisodonda - das desinfiziert ohne Gewebe zu schädigen und schmerzt auch nicht in der Wunde. Je nach belieben empfiehlt es sich dann die Wunde sobald sich eine Schorfschicht gebildet hat und kein Wundsekret mehr nach außen abließt sie nicht mehr mit einem Pflaster o.Ä. abzudecken - was zuvor angesagt ist. Die andere Möglichkeit (inzwischen meine Favorisierte) sind Hydrogel-Pflaster oder Wundauflagen. Diese verbleiben für eine längere Zeit auf der Wunde ohne gewechselt zu werden und sind bis zur (nahezu) vollständigen Abheilung zu applizieren. Die Wundheilung beschleunigt sich deutlich unter Verwendung dieser Pflaster und das Narbengewebe, sofern die Wunde überhaupt so groß ist, dass eine signifikante Narbenbildung eintritt, ist weicher!
Wo wir grad beim Thema Verletzungen sind. Kennt ihr das? Man zieht ein IC vorsichtig aus seiner Fassung und plötzlich hängen die Pins tief in der Haut drin? Eben ist es wieder passiert. Ich wollte das IC nicht zerkratzen. Deswegen hab ich es mit den Fingern rausgezogen und irgendwie rutschte ich dabei ab. Dann haben die Pins wohl am Fingerknochen gekratzt. Das Gefühl war... naja nicht schmerzhaft aber sowas von ekelig. Nur mal so neben bei. Der Schmerz kahm später.
Oh ja, wer kennt das nicht... Der Klassiker. Hab ich auch ein-zwei mal im Jahr...
Auch immer wieder schön ist, wenn man in einer Hand einen Draht hält, in der anderen einen zweiten, irgendwie mit zwei Fingern der ersten Hand und drei weiteren der zweiten Hand einen dritten, das ganze noch an einen Stecker hält, den man mit dem Handballen am Tisch fixiert, und dann mit 'nem Lötkolben, den man zwischen Kinn und Schulter fixiert hat, sowie Lötzinn, den man auf sonst irgendeine Geissart dranhält, das ganze Gewurstel verlötet. Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten, heiss. Es wird.... heiss...... es wird richtig satanisch heisss.... Und es zischt schon leicht..... aber JAAAAA nicht loslassen, sond fällt das Glump wierder auseinander! ... Und da zeigt sich dann jeweils, ob man ein WIRKLICHER Bastler ist. :-)
Auch nett: Im Zimmer aufräumen und ein paar IC Sockel beiseite legen. Dann wieder zurückgehen und... *AUA!!!* Tja... da war mir einer aus der Hand gefallen und umgedreht (mit Pins nach oben!) auf dem Boden gelegen... Sowas kommt dann sogar durch die Hornhaut der Ferse durch. Zum Glück ist nichts abgebrochen, tat aber trotzdem extrem weh...
Simon Huwyler schrieb: > Auch immer wieder schön ist, wenn man in einer Hand einen Draht hält, in > der anderen einen zweiten, irgendwie mit zwei Fingern der ersten Hand > und drei weiteren der zweiten Hand einen dritten, das ganze noch an > einen Stecker hält, den man mit dem Handballen am Tisch fixiert, und > dann mit 'nem Lötkolben, den man zwischen Kinn und Schulter fixiert hat, > sowie Lötzinn, den man auf sonst irgendeine Geissart dranhält, das ganze > Gewurstel verlötet. Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten, > heiss. Es wird.... heiss...... es wird richtig satanisch heisss.... Und > es zischt schon leicht..... aber JAAAAA nicht loslassen, sond fällt das > Glump wierder auseinander! > > > ... Und da zeigt sich dann jeweils, ob man ein WIRKLICHER Bastler ist. > :-) kicher Woher kenn ich das?
Thomas S. schrieb: > Kennt ihr das? Man zieht ein > IC vorsichtig aus seiner Fassung und plötzlich hängen die Pins tief in > der Haut drin? Eben ist es wieder passiert. Ich wollte das IC nicht > zerkratzen. Nein, das kenne ich nicht. Für DIL-ICs habe ich zwar kein Ausziehwerkzeug, aber einen passenden Schraubendreher mit etwas breiterer Klinge. Auch einen abgewinkelten Schraubendreher, wenn man mit dem normalen Schraubendreher nicht an das IC heran kommt. Das IC bekommt dadurch an der Unterseite mal eine sehr leichte Ankratzung, aber nicht so, daß da wirklich Material abgetragen wird oder was splittert. An der Unterseite stört das auch gar nicht. Meine Versuche, ICs von Hand auszuziehen, schlugen immer fehl. Nicht, daß ich mich verletzte. Aber es gibt mal einen plötzlichen Ruck, den man auch bei noch so gutem Reaktionsvermögen nicht kompensieren kann. Dann sind mindestens die Pins verbogen. Und das halte ich für gravierender, als die minimalen Kratzspuren der Schraubendreherklinge. Optische Gebrauchsspuren hat ein IC sowieso, wenn es einmal in einer Fassung steckte. Die Anwinkelung der Beinchen ist dann anders als im Neuzustand.
@Wilhelm: Ich mache das immer genauso. Sehe da auch überhaupt kein Problem darin. Das Herausziehen per Hand scheitert bei mir sehr oft, manchmal sind dann Pins verbogen oder brechen letztendlich auch mal ab wenn man das zu oft macht. Der kleine Kratzer vom Schraubendreher stört überhaupt nicht. Hatte da noch nie ein Problem damit. Die Gehäuse sind generell widerstandsfähig, es ist sogar eher sehr schwer es wirklich zu zerstören. David ... schrieb: > Dann wird es um die Finger, die die Drähte halten, >> heiss. Es wird.... heiss...... Oh ja^^ Besonders toll sind Kupferdrähte da die die Wärme so schön leiten. Oder auch Widerstände ohne Platine verdrahten/verlöten: ein paar Sekunden Zeit dann muss die Lötstelle passen, sonst wirds unangenehm
Johannes O. schrieb: > Oh ja^^ Besonders toll sind Kupferdrähte da die die Wärme so schön Mehrere Drähte zusammenfassen kann man kurzfristig mit Schrumpfschlauch, Kabelbinder oder einer Holz-Wäscheklammer. Überhaupt sind Wäscheklammern aus Holz für vieles brauchbar, was mal schnell fixiert werden muss, heiss werden kann und trotzdem keine Wärme verlieren sollte. > leiten. Oder auch Widerstände ohne Platine verdrahten/verlöten: ein paar > Sekunden Zeit dann muss die Lötstelle passen, sonst wirds unangenehm Dafür hat die Menschheit (Kreuz-)Pinzetten oder Flachzangen erfunden. Ist ja nicht so, dass ich das nicht auch mit bloßen Fingern machen würde...
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