Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sound auf IC speichern und auf befehlt abspielen lassen


von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Guten Tag,
ich stehe vor einem kleinem Problem und habe leider nichts passendes 
finden können.
Mein Problem ist das folgende. Ich benötige einen (oder mehrere, je nach 
dem wie es technisch möglich ist) IC um eine Sounddatei auf Knopfdruck 
abspielen zu können. Größte Schwierigkeit war für mich einen IC zu 
finden der auch qualitativ hochwertige Signale ausgibt, die Bit-Tiefe 
sollte bei mindestens 16 Bit liegen und die Sampling-Rate bei mindestens 
48 kHz.
Der zu wiedergebende Sound ist nicht sehr lang, ca. 5 Sekunden es ist 
auch nur einer.

Nebenbei mal angemerkt dass ich noch ein relativer Anfänger bin, ich 
habe bis jetzt lediglich mit dem AVR-Board ein LED-Cube realisiert, aber 
auch nicht viel mehr. Hoffentlich kann mir hier jemand helfen!

von holger (Gast)


Lesenswert?

>Größte Schwierigkeit war für mich einen IC zu
>finden der auch qualitativ hochwertige Signale ausgibt, die Bit-Tiefe
>sollte bei mindestens 16 Bit liegen und die Sampling-Rate bei mindestens
>48 kHz.
>Der zu wiedergebende Sound ist nicht sehr lang, ca. 5 Sekunden es ist
>auch nur einer.

5 Euro MP3 Player? Erzähl mal was du abspielen willst.
Wieso brauchst du 16Bit und 48kHz. 8 Bit bei 22kHz sind
für Sprache schon ziemlich gut brauchbar.

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Ich hätte auch einen mp3-Player nehmen können, aber diese haben (wie 
auch bei eine pc-Programm) oft eine kleine Zeitverzögerung und da ich 
die Konstruktion live mit meiner Band nutzen möchte darf dies nicht 
sein. Natürlich gibt es da schon fertige Sachen für Musiker aber das 
kostet dann ca. 300 bis 400 Euro und das ist mir für einen Ton zu teuer, 
ich brauche ja nur den.
Ich denke damit hat sich auch die Wiedergabequalitätsfrage geklärt, denn 
es soll wirklich sauber klingen.
Genauer gesagt möchte ich damit einen Subkick realisieren den ich mit 
einem Pad oder einem Fußschalter auslösen möchte.

von holger (Gast)


Lesenswert?

>Ich hätte auch einen mp3-Player nehmen können, aber diese haben (wie
>auch bei eine pc-Programm) oft eine kleine Zeitverzögerung und da ich
>die Konstruktion live mit meiner Band nutzen möchte darf dies nicht
>sein.

Ok. Ein IC für solche Sachen wird schwierig. Es gab mal solche
Dinger von ISD. Aber da war die Samplerate ziemlich mies.

48kHz  2  5 ergibt 480kB Speicherbedarf für das Sample.
Das wird mit einem IC wohl nichts. Kleiner AVR mit Dataflash
oder SD Karte und SPI DA Wandler + Filter wirds dann wohl
eher werden. Nichts was man mal eben so zusammenschraubt.

von ralf (Gast)


Lesenswert?

Einfach ein EEPROM mit einem Zähler und 1-Bit Wandlung.

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Einen kleinen AVR habe ich, ATmega8. Reicht das? Wohl kaum oder?
Was ist hierbei genauer mit einem Filter gemeint? Kann das Signal des 
DA-Wandlers nicht direkt zb. an einen Mic.-Verstärker geleitet werden?

von holger (Gast)


Lesenswert?

>Einen kleinen AVR habe ich, ATmega8. Reicht das? Wohl kaum oder?

Der reicht dicke. Der kopiert dann nur die Daten vom SPI Flash auf
auf den SPI DAC. Bei 48kHz und 16Bit Samples mit gerade mal
~200kHz SPI Takt. Der könnte auch 8MHz;)

>Was ist hierbei genauer mit einem Filter gemeint? Kann das Signal des
>DA-Wandlers nicht direkt zb. an einen Mic.-Verstärker geleitet werden?

Ein Samplefilter um ab 48kHz alles steilflankig abzuschneiden.
Wenigstens mit 40dB/Oktave, eher mehr.
Such mal nach Aliasing Filter.

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Ok. Schon mal vielen Dank! Nun weiß ich wie das im groben aussieht das 
vorhaben. Mal sehen ob ich das hinbekomme.
Sollte ich ansonsten noch etwas beachten?

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Da fällt es mir ein. Wäre das das WAV-Format oder wie würden die Dateien 
auf der Speicherkarte gespeichert?

von Harald Wilhelms (Gast)


Lesenswert?

Nielio schrieb:
> Da fällt es mir ein. Wäre das das WAV-Format oder wie würden die Dateien
> auf der Speicherkarte gespeichert?

Das wäre das einfachste, da man solche Daten z.B. direkt in einen
DA-Wandler schicken kann.
Gruss
Harald

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Das hört sich gut an. Danke sehr. Ich werde das Projekt mal anfangen und 
hoffentlich schaffe ich es bis zum nächstem wichtigerem gig am 1.10 :)

von holger (Gast)


Lesenswert?

>Das wäre das einfachste, da man solche Daten z.B. direkt in einen
>DA-Wandler schicken kann.

Man sollte den Wave Header besser nicht mitschicken.
Dann knackst es.

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

> Man sollte den Wave Header besser nicht mitschicken.
> Dann knackst es.

Oh.. wie macht man das?
Man kann ja schlecht die wav mit einem Texteditor öffnen und einfach die 
Zeichen löschen =D

von Nielio (Gast)


Lesenswert?

Nielio schrieb:
>> Man sollte den Wave Header besser nicht mitschicken.
>> Dann knackst es.
>
> Oh.. wie macht man das?
> Man kann ja schlecht die wav mit einem Texteditor öffnen und einfach die
> Zeichen löschen =D

Hm. Offensichtlich kann man das wohl. Das finde ich sehr gut ! =D

von holger (Gast)


Lesenswert?

>Oh.. wie macht man das?

Der ATMega liest und analysiert den Header. Ab dem "data" Chunk wird 
dann
abgespielt. Dauert nur ein paar us.

>Man kann ja schlecht die wav mit einem Texteditor öffnen und einfach die
>Zeichen löschen =D

So ein Quatsch.

von Jobst M. (jobstens-de)


Lesenswert?

Nielio schrieb:
> Oh.. wie macht man das?
> Man kann ja schlecht die wav mit einem Texteditor öffnen und einfach die
> Zeichen löschen =D

Es gibt bestimmt einige Editoren, die das mitmachen.
Eleganter und sicherer ist es jedoch, dies mit einem Audio-Programm zu 
machen. (z.B. sox)
Das Datenformat, welches Du benötigst, ist RAW.

Nielio schrieb:
> Genauer gesagt möchte ich damit einen Subkick realisieren den ich mit
> einem Pad oder einem Fußschalter auslösen möchte.

Was ist ein Subkick? Wenn es ein tiefer Ton ist, benötigst Du keine 
48kHz Samplingfrequenz. Evtl. magst Du den Ton hier ja mal anhängen?


Gruß

Jobst

von hallo (Gast)


Lesenswert?

ich möchte ein sound auf ics speichern und dan mit dem gerät abspielen 
kein mp3 player sondern irgent ein anderes gerät was ich selber dafür 
bauen kann bitte um schnelle antwort Danke.

von Andi B. (andi_b2)


Lesenswert?

hallo schrieb:
> irgent ein anderes gerät was ich selber dafür

Tonbandgerät, Kassettenrecorder, DAT-Recorder, CD-Recorder, 
Videorecorder, PC, Diktiergerät, Smartphone, ...

Ich hoffe du siehst, dass es da eine riesige Bandbreite an Geräten gibt 
welche genau das machen was du beschreibst. Du merkst sicher auch, dass 
es je nach Anwendungsfall und Qualitätsanforderungen verschiedenste 
Lösungsmöglichkeiten gibt. Ich vermute auch keiner hier weiß, was "du 
selber dafür bauen kannst". Wie auch immer dieses unhöfliche 
Geschreibsel zu verstehen sein soll....

von P. P. (Gast)


Lesenswert?

Adafruit hat einige Soundmodule, vielleicht ist ja da etwas dabei für 
dich.
Z.B. 
http://www.exp-tech.de/adafruit-audio-fx-sound-board-wav-ogg-trigger-with-2mb-flash

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


Lesenswert?

Hi

hallo schrieb:
> D

Nach 5-1/2 Jahren einen großen Buchstaben, keine Anrede, immerhin ein 
Danke.
Und sogar einen Punkt!

Den Thread hast Du Dir aber grob angeschaut?

Alternativ, wenn die Sound-Qualität etwas bescheidener ausfallen darf: 
Sound spielende Glückwunschkarten

Musst Du nur an 'dem Gerät' den Schalter umbasteln - jedes Mal die Karte 
auffalten wird wohl etwas umständlich ;)

MfG

von Dergute W. (derguteweka)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Moin,

Ach du K*cke bin ich alt geworden. Angesichts dieses Threads ist mir 
eingefallen, dass ich ja vor ziemlich genau 30 Jahren schon mal sowas in 
einer "Portable"-Version zusammengespaxt hab'. Die Batterie tut leider 
nicht mehr - muss ich direkt mal gucken, ob das EPROM noch die Daten 
haelt.
Da sind drinnen: ein 2764 8KByte EPROM (programmiert mittels ZX81, 
damals hatt' ich nix anderes - bin mir ziemlich sicher, dass das auch 
das Original Preisschild ist) mit dem Soundsample, ein 4040 und 4013 als 
Adresszaehler, ein 4093 als Oszillator und Start/Stop-Logik und unten, 
links neben dem Poti (damit konnte man die Tonhoehe etwas variieren) ein 
LM380 als NF-Verstaerker und um's EPROM 'rum ein R2R-DAC aus 'ner 
Conrad-Widerstandstuete.
Das waren noch Zeiten...schmacht'

Gruss
WK

Edit: ich werd' bekloppt, das Ding geht sogar noch.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


Lesenswert?

Patrick J. schrieb:

> Musst Du nur an 'dem Gerät' den Schalter umbasteln - jedes Mal die Karte
> auffalten wird wohl etwas umständlich ;)

Das kann man doch problemlos mit einem Modellbauservo machen. :-)

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.