Bevor dies untergeht, sollte ich evtl. doch noch etwas Werbung für wxLua
machen. Die Programme sind weitgehend plattformunabhängig, für Windows
kann man wxLua als Binary runterladen(http://wxlua.sourceforge.net/),
für Linux denn Quelltext, den man aber problemlos unter Linux (habe hier
Ubuntu 11.04) übersetzen kann. Die Sprache ist wirklich einfach zu
lernen aber mächtig genug, um auch anspruchsvollere Projekte damit zu
stemmen. Mittels luac können auch statisch gelinke binarys erstellt
werden, Lua-Code wird dann mit dem Interpreter und der wxlib
zusammengelinkt (was aber u.U. ziemlich große Programme erzeugt). Lua
ist leicht per C Code erweiterbar, d.h. zeitkritische Teile kann man
nach C auslagern. Die Lizenz ist BSD-artig (von Lua) - keine Probleme,
wenn man den Interpreter erweitern möchte.
Als Alternative, wenn man schon etwas Pascal/Delphi Erfahrung hat,
sollte man sich wirklich mal FreePascal/Lazarus anschauen.
Bleibt man nur bei Linux, dann ist sicher Python+Gtk auch eine gute
Möglichkeit. Ich konnte damit besonders schnell meine ersten GUIs auf
einem Nokia N900 Smartphone erstellen. Schau mal unter www.pygtk.org
nach, dort gibt es gute Tutorials. (Für Haarspalter: python+gtk läuft
auch unter Windows, nur habe ich die Installation deutlich schwieriger
empfunden).
Der Nachteil gegenüber wxLua ist, dass man bei der Weitergabe erstmal
die Runtimes von python, gtk und pygtk installieren muss (zig MBs),
während man bei wxLua (wie oben erwähnt) relativ einfach ein statisch
gelinktes single binary erzeugen kann. Auch empfand ich die Einbindung
von C Code bei Lua einfacher.