Also, Absolventen bekommen so ca. 40tsd Euronen , und
berufserfahrene so 50-60tsd
Die Effektivität von berufserfahrenen Ings dürfte so ca 2-3x
höher sein als die von Anfängern, also in keinerlei Relation zum
Gehalt.
Subventionieren also berufserfahrene die Anfänger?
Andererseits kann man als Anfänger nicht mit 20tsd auskommen, das
wäre ja ein Kassiererinnengehalt bei Aldi ( jaja, Festangestellte
bei Aldi gibts nicht . Habe ich hochgerechnet)
Hi, Martin,
> Subventionieren also berufserfahrene die Anfänger?
Was Individuen tun, ist ihre Sache. Mein Vater, berufserfahrener
Ingenieur, hat meine Schule "subventioniert".
Was Alummni tun, ist auch ihr Privatvergnügen.
Im Allgemeinen aber erst, wenn Daueraufträge ausgefüllt werden oder die
Steuer eine Art "Solizuschlag" einfordert.
Ciao
Wolfgang Horn
Martin schrieb:> Also, Absolventen bekommen so ca. 40tsd Euronen , und> berufserfahrene so 50-60tsd>> Die Effektivität von berufserfahrenen Ings dürfte so ca 2-3x> höher sein als die von Anfängern, also in keinerlei Relation zum> Gehalt.>>> Subventionieren also berufserfahrene die Anfänger?
Nö. Die Leute verkaufen sich zum einen zu billig und zum anderen falsch.
Einstiegsgehälter zwischen 40-50 k halte ich für OK. 50-60 k für
jemanden mit 8+ Jahren BE und entsprechenden Aufgaben definitiv zu
wenig.
Die Frage ist aber auch, ob jemand mit BE sich wirklich weiterentwickelt
hat. Es geht nicht nur darum die Arbeit eines Anfängers doppelt so
schnell zu erledigen, sondern vor allem Arbeit die ein Anfänger gar
nicht kann effizient zu erledigen. Und da hakt es glaube ich bei
einigen.
Willi
Die Gehaelter sind ueberhaupt nicht proportional zur Leistung. Es gibt
Informatiker, die muessen ein Projekt waehrend 12 Monaten 4 mal neu
beginnen, waehrend Andere das Problem in zwei Wochen loesen. Da waer
dann ein Faktor 24+ angesagt...
Dekad Oschi schrieb:> Die Gehaelter sind ueberhaupt nicht proportional zur Leistung. Es gibt> Informatiker, die muessen ein Projekt waehrend 12 Monaten 4 mal neu> beginnen, waehrend Andere das Problem in zwei Wochen loesen.
Seit wann entscheidet der Entwickler über das Projektbudget (und damit
indirekt über die Laufzeit)?
So extrem sind die Unterschiede nun auch wieder nicht. Das Ganze hat
sehr viel mit dem Thema zu tun. Wer sich mit etwas befasst, was gerade
stark gefragt ist, steigt mit super Gehältern ein und um. Andere krebsen
vor sihc hin.
Faktor 2.5 in der Produktivität ist auch nur Theorie. Anfänger werden an
Sachen drangestellt, die einfach genug sind, dass sie sie beherrschen
können. Um ehrlich zu sein, würde ich auch mit meiner Erfahrung einen
simplen und einfachen Code für eine Firmawar eher langsamer tippen :-)
hier habe ich eine Grafik zu dem Thema:
Die Einbrüche zeigen sich vor allem bei den niedrigen Gehaltsregionen:
Hier herrscht grosse Dynamik, weil mittelmäßige in guten Zeiten stark
gesucht wurden und in schlechten Zeiten unter Druck geraten.
Der Anstieg bei den hohen Gehaltsregionen für sehr gute Absolventen ist
dagegen moderat, weil es beim Mangel zum Teil dazu führt, dass woanders
ein Eingearbeiteter angeworben wird. Es findet eine Art Gegenregelung
statt.
Die Tabelle ist in DM gehalten, um den langfristigen Vergleich zu
ermöglichen.
Stichprobenumfang ca 350 Firmen, darunter auch 50% KMU.
Woher der Bruch bei 2008 kommt, muss wohl nicht erklärt werden. Die
Stagnation bei 2001 ist übrigens nicht der Euro, sondern die IT-Krise.
Ferner muss hinzugefügt werden, dass in den schlechten Zeiten nicht die
Gehälter sinken, sondern viele gar keine Anstellung erhielten. Das
steckt natürlich in den Zahlen nicht drin. Daher sieht die Krise in
vielen offiziellen Kurven auch nicht so dramatisch aus.
Silke Kuhn schrieb:> hier habe ich eine Grafik zu dem Thema:
Diese Grafik erscheint mir aber etwas unrealistisch. Ich habe z.B. 1997
ein Praktikum bei Bosch gemacht. Wenn ich mich recht erinnere, haben sie
uns damals erzählt, dass das Einstiegsgehalt für Ingenieure bzw.
Naturwissenschaftler bei 70.000 DM lag, für BWLer etwas weniger. Das
wäre ja aber nur knapp über dem Median, d.h. rund 50 % hätten ein
höheres Einstiegsgehalt als bei Bosch gehabt. Sehr unrealistisch.
Das Gehalt von Bosch, das man Dir genannt hat, dürfte auch nur eine
mittlere Angabe gewesen sein. Auch bei Bosch gibt es Luft nach beiden
Seiten. Ich hatte im Jahre 2000 überigens 85k. Passt also.
Hotti schrieb:> Auch bei Bosch gibt es Luft nach beiden> Seiten. Ich hatte im Jahre 2000 überigens 85k. Passt also.
Als Einsteiger? Dann wärst laut Grafik knapp an der Grenze zum obersten
Quartil gewesen. D.h. über 25 % aller Absolventen hätten ein höheres
Einstiegsgehalt gehabt als du mit deinen 85k. Ist das glaubwürdig? Die
müssten dann alle bei Daimler, Porsche usw. arbeiten, weil die zahlen
noch besser wie Bosch.
Ehemaliger Bosch-Praktikant schrieb:> Als Einsteiger?
Klar, es gibt auch für Einsteiger eine Spanne, ich verstehe den Einwand
nicht. Ich hatte einen Kollegen, der ist ein Jahr vor mir fertig
geworden und hat noch mehr bekommen: Der ist aufgrund seiner
SW-Kenntnisse gleich bei einem Hersteller von Bankensoftware rein. Auch
mir hatte man Angebote jenseits des 100k gemacht, wenn ich entsprechend
arbeite und das mache, was nicht so beliebt war. Ich hatte aber auch
Offerten, die deutlich niedriger lagen. Ich hatte im Übrigen
durchschnittliche Noten, allerdings Uni-diplom.
>Bosch
Ich würde Bosch nichts als Massstab nehmen. Die machen ja überwiegend
Mechanik und Elektro. Richtig gut konnte man damals verdienen, wenn man
fit mit Software war. Besonders bei Banken, TElekom und Internetdiensten
wurden massenhaft Leute gebraucht, weil immer mehr Firmen auf IT
umgestellt haben. Das war so die Zeit von Windows 98 und NT. Da gab es
viel zu tun. Massenhaft sprossen SW-Firmen aus dem Boden, selbst die
kleinen Klitschen boten 75k aufwärts für FH-Ingenieure und gingen
trotzdem leer aus. Es gab halt zu wenige. Es gab eine Zeit, wo Maurer
auf IT umgesattelt sind.
Später gab sich das, weil immer mehr Softwareker ausgebildet wurden.
Heute kann fast jeder C und mit Windowskenntnissen kann man niemanden
mehr hinter dem Ofen hervor holen. Ist Standard.
Damals gab es auch noch kein China, wo man was hinauslagern konnte.