Hallo, Mir sind in meinem 30 jährigen Bastlerleben schon einige Unfälle passiert, die mehr oder weniger harmlos waren. Mich würde einfach mal was ihr schon so alles angestellt bzw. verbockt habt. Dann mach ich mal den Anfang: Mit 15 hatte ich mir einmal vorgenommen einen "mega" Elektromagneten zu bauen. Ich nahm also eine dicke Stahlstange und ein altes Stromkabel. Ich wickelte nun die Litze einige Male um die Stange. Ein Stecker war auch schnell gefunden und angelötet. So nun war ich für einen ersten Probelauf bereit. Stecker in die Dose.... Licht ging aus, aber kein Knall oder so. Unten im Wohnzimmer schaute mein Vater gerade die Sportschau. Ich hörte ihn sofort fluchen. Ich riss den Stecker aus der Dose und warf den "super" Magnet unters Bett. Mit schlatternden Knien ging ich nun runter. Meine Eltern fragten mich ob ich oben auch keinen Strom hätte. Ich verneinte unwissend. Ich machte einen auf wissenden Elektriker und ging zum Sicherungskasten um die Sicherungen zu überprüfen. Doch die waren alle in Ordnung. Ich war ratlos. Also orderten meine Eltern einen echten Elektriker. Der gute Mann tauschte alle Sicherungen aus -> Immer noch kein Strom. Es dauerte einige Zeit bis er die Hauptsicherungen untersuchte "Heehr, sowas honn ich noch nie gesieh" Die Hauptsicherungen waren durchgebrannt. (Ob es nur eine war oder alle drei weiß ich leider nicht mehr). Ich meinen Eltern leider nie die eigentliche Wahrheit erzählt. Habt ihr eine Idee wie es dazu gekommen war das alle normalen Haussicherungen noch intakt waren nur die Hauptsicherung zerstört? Ich kann mir das bis heute nicht erklären. So jetzt bin ich aber gespannt auf eure Geschichten. Wenn ich mal wieder Zeit habe erzähl ich noch von meinem weiteren Unfall :)
Michi G. schrieb: > Habt ihr eine Idee wie es dazu gekommen war das alle normalen > Haussicherungen noch intakt waren nur die Hauptsicherung zerstört? Sowas ähnliches hab ich auch schon mal geschafft: Nur flog der Sicherungsautomat, der zu der Steckdose gehört, an der es einen Kurzen gab und eine 40 A Panzersicherung. Es ist ein Mehrfamilienhaus und ich vermute, daß auf der betreffenden Phase noch ein paar Waschmaschinen, Bügeleisen o.Ä. gelaufen waren.
Michi G. schrieb: > Habt ihr eine Idee wie es dazu gekommen war das alle normalen > Haussicherungen noch intakt waren nur die Hauptsicherung zerstört? Ich > kann mir das bis heute nicht erklären. Ähnlich verwundert hab ich auch geguckt, als ich aus lauter Blödsinn mal testen wollte, was passiert, wenn man eine LED in die Steckdose steckt. Ergebnis war ein bläulicher Blitz, verbunden mit einem Knall, der in der Lehrwerkstatt wie ein Kleinkaliberschuss klang, und die gesamte Lehrwerkstatt war stromlos. Dabei sind die Sicherung an der Werkbankreihe und die Hauptsicherung der Etage rausgeflogen.
Unser Nachbar hat mich herbeigerufen, weil das ganze Haus ohne Strom war. Die Frau hatte was auf dem Herd, was heiss bleiben sollte. Auf dem Esstisch lagen eine alte Deckenleuchte, die neue Ikealampe baumelte provisorisch an der Decke. Auch hier hatte es die Haussicherung gefetzt. War eine ganz moderne, die hatte so grüne und rote Marker. 2 grün, einer rot. Den roten reindrücken ging nicht. Zum Esstisch, die neue Lampe abgeschraubt, Hauptsicherung eingeschaltet. Es stellte sich raus, dass der Nachbar die Sekundärwicklung des Halogentrafos (Typ Switcher) mit 230V verbunden hatte. Das Ding funktionierte nachher sogar noch.
Ich fand mal eine Zeitlang das Experimentieren mit Hochspannungen sehr interessant. Ich hatte einen per Poti über einen bestimmten Bereich (1Hz bis ca. 1 kHz) verstimmbaren Taktgenerator mit einen 7400-IC gebaut, dahinter eine Darlington-Stufe mit "kleinem" und "großem" Si-Transistor und einer Moped-Zündspule. Am HV-Ausgang der Zünspule züngelten Funken bis ca. 1 cm ... war ganz lustig, aber bald langweilig. Also habe ich aus einem alten Fernseher so einen ca. 10 cm langen stabförmigen (Se?-) Gleichrichterstab angeschlossen und darüber einen keramisch verpackten Foliekondensator geladen - Kapazität weiss ich nicht mehr genau, schätze so um die 0,1 yF. Der Kondensator war rund, etwa 2 cm dick und 3 cm lang, bestand äusserlich aus einem weißen Keramik-Rohr mit rotem Aufdruck und war an den Enden mit flachen Metallkappen abgeschlossen an denen sich bandförmige Anschlüsse befanden. Die solcherart verstärkten Funken hatten einen deutlich gesteigerten Unterhaltungswert. Sie waren laut wie Pistolenschüsse und durchschlugen z.B. Pappe und konnten Streichhölzer anzünden. Die Idee, den geladenen Kondensator einem überraschten Mitmenschen zum Fangen zuzuwerfen hatte ich aber da bereits als zu gefährlich verworfen. Nach vielen Stunden lehrreichen Spielens gab es plötzlich ein kurzes scharfes Zischen, gefolgt von einem wirklich ohrenbeteubenden Knall und der Platz des Kondensators (ca. 20 cm vor meinem Gesicht) war plötzlich leer - lediglich die Anschlussbänder waren noch da. Noch mehrere Tage lang habe ich in ganzen Zimmer verteilte scharfkantige Keramik-Splitter gefunden, das Foliepaket aus dem Inneren des Kondensators dagegen nie. Ich habe nicht den kleinsten Kratzer abbekommen ...
Das nenne ich mal echtes Glück. Vor explodierenden Kondensatoren hab ich echt respekt...
Hab einmal aus heiterem Himmel einen Stromschlag bekommen, ohne das ich zunaechst die Ursache fand. Eine Litze von einem Elektrozaun lag anderthalb Meter entfernt auf dem Boden. Der Strom floss ueber einen Schuh rein und ueber den anderen wieder raus.
da hätte ich auch noch einen: Erster Test meines selbsgebauten Nachsichtgerätes mit Bildverstärkerröhre - Extra in ein Gehäuse aus zwei PVC Halbschalen (Abflussrohr) eingebaut. Eingeschaltet, ans Auge gehalten und direkt weggeschmissen. An der Stoßkante zwischen den Gehäusehälften war der Funke der HV-Versorgung auf meine Nase übergesprungen. Einen zweiten Versuch habe ich mit dem Teil dann nicht mehr unternommen... Schönes (unfallfreies) Wochenende wünsche ich euch!
schraube fernseher auf weil kaputt, machen bzzzzt, ganze starße dunkel, warum?
Nicht unbedingt ein Unfall aber zumindest ein Missgeschick: Ich habe aus Dusseligkeit eine Z-Diode an die Polklemmen meines kleinen Regeltrafos (200VA) angeschlossen und dann auch noch bei voll aufgedrehter Spannung eingeschaltet. Effekt: 1. Z-Diode explodiert 2. Wicklung des Trafos an der Kontaktstelle des Schleifers durchgebrannt 3. Feinsicherung des Trafos (1AT) zerplatzt und 4. der 16A Automat rausgeflogen Mit einem Kurzschluss hab ich es geschafft den Stromkreis an vier Stellen zu unterbrechen!
Dieter Werner schrieb: > Nicht unbedingt ein Unfall aber zumindest ein Missgeschick: > > Ich habe aus Dusseligkeit eine Z-Diode an die Polklemmen meines kleinen > Regeltrafos (200VA) angeschlossen und dann auch noch bei voll > aufgedrehter Spannung eingeschaltet. > > Effekt: > 1. Z-Diode explodiert > 2. Wicklung des Trafos an der Kontaktstelle des Schleifers durchgebrannt > 3. Feinsicherung des Trafos (1AT) zerplatzt und > 4. der 16A Automat rausgeflogen > > Mit einem Kurzschluss hab ich es geschafft den Stromkreis an vier > Stellen zu unterbrechen! Ich habe bei Ebay einen 200VA Stelltrafo gekauft, dessen letzte Wicklung (die Stelle bei voll aufgedrehter Spannung) durchgebrannt ist. Kann es sein, dass ich Deinen Trafo bekommen hab? :D
Thomas S. schrieb: > dessen letzte Wicklung > (die Stelle bei voll aufgedrehter Spannung) durchgebrannt ist. Die letzte Windung paßt da schon eher...
Thomas S. schrieb: > Kann es sein, dass ich Deinen Trafo bekommen hab? :D Nein, ich hab meinen noch. Die Brandstelle hab ich mit Lötzinn überbrückt und die Lötstelle mit Glasfaser-Isolierband abgedeckt. Wenn man jetzt ohne Gefühl bis zum mechanischen Anschlag dreht hebt der Schleifer ab und der Ausgang hängt in der Luft ;-))
Uhu Uhuhu schrieb: > Die letzte Windung paßt da schon eher... Mein Deutsch wird von Zeit zu Zeit auch immer schlechter... :( Dieter Werner schrieb: > Nein, ich hab meinen noch. Die Brandstelle hab ich mit Lötzinn > überbrückt und die Lötstelle mit Glasfaser-Isolierband abgedeckt. > > Wenn man jetzt ohne Gefühl bis zum mechanischen Anschlag dreht hebt der > Schleifer ab und der Ausgang hängt in der Luft ;-)) Bei meinem Trafo habe ich auch improvisiert. Läuft im moment. Nur ich hab den Anschein, dass er für 110V gebaut ist. Er brummt schon ohne Belastung. Aber er zeigt keine Erwärmung. Bis jetzt hatte ich keine Elektronikunfälle. Obwohl das mit den 460V an den Ohren schon etwas anders war. Da das ganze aber auch anders ausgehen könnte halt ich lieber den Mund, damit sich die Leute kein falsches Bild von mir machen (schließlich hätte ich ja auch drauf gehen können). Aus so einem Fehler lernt man. Und nur mal so: Der Unfall ist nur wegen dieser billigen Chinaqualität passiert :/
Zwischenprüfung bei den Elektronikern ... eigentlich war ich in der Kasse nicht bei den schwächeren, war auch in der Zwischenprüfung flott unterwegs. Es sollte eine Schaltung (Hauselektrik aufputz simuliert) in einem Metallkäfig montiert werden und eine Elektronik auf ner Leiterplatte bestückt und dann darin gemessen werden. Bei der Prüfung hab ich nun eben die Metallkiste verdrahtet und dann zum Messen die Leiterplatte in den Kasten gelegt. Strom drauf und Peng, Leiterplatte bzw. die Bauteile darauf nur noch Schrott. Man sollte eben nicht bedrahtete Bauteile auf Metallunterfläche legen. Dementsprechend keine besonders akzeptable Note ... grrrrrrrrr
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