meine bank hat mich schon vor einer weile informiert, dass sie den tan in zukunft über eine sms an mein handy schicken wollen. Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. Zum einen ist es ok, da man zu hause keinen zettel mehr hat auf dem die tans stehen, andererseits weiß ich nicht wie leicht so eine sms abfangbar ist. Man hört in letzter zeit so viel über hacks usw. das ich mich einfach unsicher fühle. Vielleicht kann mich einer darüber aufklären? Wie sicher ist das ganze per sms? hab auch glesen, dass jede sms 10 cent kosten soll... ja danke bank! Den kartenleser will ich auch nicht, ist wieder ein ding mehr das rumliegt... bin jetzt eigentlich kurz davor mein online banking auf der bank zu beenden und überweisungen am schalter, automat oder eben klassisch über das überweisungsformular zu erledigen. Was haltet ihr davon?
Klaus Ausderkasse schrieb: > Vielleicht kann mich einer darüber aufklären? Wie sicher ist das ganze > per sms? Sicherer als der TAN-Zettel, sofern in der SMS mehr als die TAN steht. Die Postbank sendet Empfängerkontonummer und Betrag mit, so daß die klassische "man-in-the-middle"-Attacke ausgehebelt wird, bei der der Datenverkehr zwischen Dir und dem Bankwebserver durch einen feindlichen Rechner manipuliert wird. Da die SMS direkt zwischen Bank und Dir übertragen wird, kann der manipulierende "man-in-the-middle" deren Inhalt nicht ändern. > hab auch glesen, dass jede sms 10 cent kosten soll... ja danke bank! Tja, das handhabt nicht jede Bank so. Die Postbank beispielsweise nennt den Dienst "kostenlos". > bin jetzt eigentlich kurz davor mein online banking auf der bank zu > beenden und überweisungen am schalter, automat oder eben klassisch über > das überweisungsformular zu erledigen. Schalter: Nur für Arbeitslose und Rentner nutzbar, da nur während der eigenen Arbeitszeit geöffnet. Toll. Automat: Gut, könnte man so machen. Ist das sicherer? Automaten werden gerne mit "erweiterten Funktionen" ausgestattet, die die Eingabe der PIN filmen und den Magnetstreifen kopieren. Überweisungsformular: Mindestens einige Banken wollen für dessen Nutzung Geld sehen. Außerdem kann so ein Formular auch Hinz und Kunz und sein Hund ausfüllen und bei der Bank einwerfen, wirklich sicher ist so etwas daher auch nicht. Und man muss eine recht ordentliche Handschrift haben, da die Klarschriftleser der Banken auch recht ... kreativ sein können.
ist das nur eine Option oder eine Komplettumstellung? Ich finde das ziemlich heikel, da es ich das System mit den Tan-Zettel als sicherer ansehe, aber es offenbar genug Dumme gibt, die selbst damit nicht klarkommen. Die Haftung für den SMS-Versand wird die Bank wahrscheinlich auf Dich abwälzen und genau da kann es zu Problemen kommen, wenn die SMS weitergeleitet wird, etc. Außerdem noch 10 Cents pro SMS, an Kleinvieh wird offenbar verdient. Wenn Du das machst, dann besorg Dir ein separates Uralt-Handy ohne Bluetooth ... das ist dann wenigstens einigermaßen sicher gegen Hacking. Im Zweifelfall die Online-Bank wechseln, gibt ja noch andere.
> Da die SMS direkt zwischen Bank und Dir übertragen wird, kann der > manipulierende "man-in-the-middle" deren Inhalt nicht ändern. es wird sehr schnell neue Verfahren geben, wie man SMS manipulieren oder aushebeln kann, die Technik ist neu und damit empfindlich gegen Angriffe. Ein Handy kann ich nicht so absichern wie einen Internet-PC.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Klaus Ausderkasse schrieb: >> Vielleicht kann mich einer darüber aufklären? Wie sicher ist das ganze >> per sms? > > Sicherer als der TAN-Zettel, sofern in der SMS mehr als die TAN steht. Der Tanzettel hat einwandfrei funktioniert und war sicher genug. Was sie jetzt machen verkompliziert mal wieder alles und kostet obendrein mehr. Gegen den Tanzettel waren und sind die Geldautomaten/EC-Kartenlesegeräte sehr viel unsicherer. Erst kürzlich waren die Kartenleser in einem bekannten Baumarkt manipuliert worden. Die Täter haben die Konten dann vom Ausland aus geplündert. Alles was sich per Firmware updaten lässt ist grundsätzlich manipulierbar und das binnen Sekunden. Der Tanzettel war dagegen eine Wohltat aus grauer Vorzeit und ich nutze den Zettel solange es irgend möglich ist, obwohl die Bank (meine) bereits liebend gerne ihre Lesegeräte an ihre verkaufen möchte. PS: Wenn ich jemals vor einer "man in the middle"-Attacke Angst gehabt hätte (war nie der Fall), dann hätte ich mir gleich das ganze Online-Banking erspart. Ich wette, dass diejenigen, die solchen Angriffen anheim fallen die gleichen Leute sind, die auch auf die Abo-Fallen hereinfallen. Schade, dass es dazu keine Untersuchung gibt. Diese Leute sollten besser grundsätzlich an den Bankschalter gehen.
SMS-TANs sind schon seit einiger Zeit kompromittiert: ZeuS-Bot greift SMS-TAN-Verfahren ab http://www.websicherheit.org/?p=8136 Mir ist rätselhaft, warum die Banken jetzt noch darauf umstellen. Klaus Ausderkasse schrieb: > Den kartenleser will ich auch nicht, ist wieder ein ding mehr das > rumliegt... Das ist nicht sehr klug, denn HBCI ist das einzige wirklich sichere Verfahren und das seit Jahren...
Platinenschwenker .. schrieb: > Der Tanzettel hat einwandfrei funktioniert und war sicher genug. Nö. Die "man-in-the-middle"-Attacke hebelt das sehr gut aus. Beispiel: Du rufst die Onlinebanking-Seite Deiner Bank auf, aber durch entsprechende Manipulationen wird Dir eine nachgeahmte Seite angezeigt. Meldest Du Dich mit Deinen Zugangsdaten dort an, greift der nachahmende Server auf die tatsächliche Onlinebanking-Seite zu und überträgt die dort vorgefundenen Daten in das Dir angezeigte Simulat, so daß Dein Kontostand etc. dem entspricht, was Du vorzufinden erwartest. Führst Du nun eine Überweisung durch, werden durch den simulierenden Server die von Dir eingegebenen Daten an die Wünsche des Simulatorbetreibers angepasst, d.h. Kontonummer, BLZ und Betrag werden verändert. Also: Du tippst 100 EUR an Tante Erna Konto-Nr 0815 bei Bla-Bank Der "Man in the middle" macht daraus 1000 EUR an Igor Konto-Nr 4711 bei Wodka-Bank Die Bestätigungsseite, die Dir angezeigt wird, enthält hingegen die von Dir eingegebenen Daten. Gibst Du nun die Tan ein, wird aber die Überweisung mit den vom Simulator veränderten Daten durchgeführt. Das i-Tan-Verfahren (bei der TANs nicht sequentiell, sondern nach einer durch den Bankserver vorgegebenen Reihenfolge genutzt werden) schützt hier nicht. Wenn der Simulator gut ist, stellt er nach der Überweisung auch einen manipulierten Kontoauszug dar, so daß dort die 100 EUR an Tante Erna und nicht die 1000 EUR an Igor draufstehen. Bei der SMS-Tan müsste auch der Datenverkehr zwischen der Bank und Deinem Telephon abgefangen und manipuliert werden, denn sonst sähest Du in der SMS die vom Manipulator veränderten Daten, also (wenn man den Datenumfang der Postbank betrachtet) 1000 EUR und 4711 statt 0815. > Wenn ich jemals vor einer "man in the middle"-Attacke Angst gehabt > hätte (war nie der Fall), dann hätte ich mir gleich das ganze > Online-Banking erspart. Die Frage ist nicht, wovor man Angst haben sollte oder nicht, sondern was ein realistisches Angriffsszenario ist. Webbrowser sind realistische Angriffsopfer, und Onlinebankingnutzer deutscher Banken sind tatsächlich das Ziel entsprechender Personenkreise. Uhu Uhuhu schrieb: > SMS-TANs sind schon seit einiger Zeit kompromittiert: > > ZeuS-Bot greift SMS-TAN-Verfahren ab > Der Angreifer infiziert das mobile Gerät des Anwenders indem er Ihn > verleitet, eine bösartige Anwendung (der Angreifer sendet eine SMS > mit einem Link zu der Malicious Mobile-Anwendung) zu installieren. Das setzt voraus, daß das zum Empfang der SMS genutzte Gerät auf diese Art und Weise kompromittiert werden kann. Dazu muss die Telephonnummer bekannt sein; zumindest die Postbank stellt diese nicht auf seinem Webinterface dar, und dazu muss der Typ des verwendeten Gerätes bekannt sein, und obendrein muss der Anwender so ... naiv sein, irgendwelche in SMS enthaltenen Links anzuklicken. Das Gefährdungspotential dürfte daher nicht mit dem eines normalen Internetnutzers vergleichbar sein, der z.B. mit dem Internet Explorer unter Windows unterwegs ist ...
Rufus Τ. Firefly schrieb: ert. > > Also: Du tippst > 100 EUR an Tante Erna Konto-Nr 0815 bei Bla-Bank > > Der "Man in the middle" macht daraus > 1000 EUR an Igor Konto-Nr 4711 bei Wodka-Bank > ROFL Rufus ist so geil :D
Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) schrieb: Platinenschwenker .. schrieb: >> Der Tanzettel hat einwandfrei funktioniert und war sicher genug. > Nö. Die "man-in-the-middle"-Attacke hebelt das sehr gut aus. > Beispiel: > Du rufst die Onlinebanking-Seite Deiner Bank auf, aber durch > entsprechende Manipulationen wird Dir eine nachgeahmte Seite angezeigt. Ach komm, dieses ewige konstruieren von sinnlosen Beispielen kann man genau so gut für jedwede Zusatzhardware anbringen. Handys sind manipulierbar, lassen sich via aufgespielter Schadsoftware ausspionieren. Zusatzgeräte lassen sich "dank" Firmware-Updatemöglichkeiten manipulieren und das alles wesentlich intransparanter als eine Webseite. Dein Einwand stimmt sowieso nicht wenn man sich an gewisse Gepflogenheiten beim Aufrufen der Bankwebseite hält so wie es die Bank empfiehlt. Aber es soll Leute geben, die vermeintliche Bankseiten aus irgendwelchen zugespielten URLs aus Mails heraus aufrufen. Solche Deppen gibt es natürlich. Wie ich schon sagte, schau dir dir Leute an die auf Abofallen reinfallen .. Und denke mal an das Beispiel aus dem Baumarkt, das letztens durch die Gazetten ging.
Wer Phishing-Angriffe mühelos erkennt und Bankaktivitäten stets nur dort erledigt, wo er seine TAN Liste sicher aufbewahrt, also i.d.R. zu Hause, für den sind SMS-Verfahren unnötig. Aber wenn man mobil ist, dann hat das SMS-Verfahren gewisse Vorteile. Wobei dann aber die Sicherheit etwas leidet, wenn man nun wieder für Transaktion und Absicherung das gleiche Gerät verwendet, d.h. Transaktion auf dem gleichen Phone wie die SMS. Der Charme an der SMS ist ja eigentlich, dass normalerweise zwei völlig getrennte Systeme involviert sind. Optimal wärs wohl, wenn man für die SMS ein separates weniger manipulationsgefährdetes Strohdummphone rumschleppt. Auch die bisherige Phishing-Methode der simplen Sorte, "wenn sie uns schon nicht direkt das Geld überweisen wollen, dann schicken Sie uns ersatzweise bitte 5 TANs und wir machen es selber", funktioniert nicht mehr. Irgendwas werden sich die Gauner aber sicher auch hier einfallen lassen.
Haltet euer Bankkonto, das nicht überzogen werden kann, auf niedrigem Niveau, dann ist der Verlust nicht ganz so schlimm, wenn es einem doch mal passiert. Platinenschwenker .. schrieb: > Und denke mal an das Beispiel aus dem Baumarkt, das letztens durch die > Gazetten ging. Die rätseln noch wie die Gauner das gedreht haben ohne Einbruchspuren zu hinterlassen? Meiner Meinung nach dürfte es nicht schwer sein sich in so einem großen unübersichtlichen Markt kurz vor Ladenschluss zu verstecken und sich einschließen zu lassen, hat dann, sofern kein Wachdienst oder IR-Geräte vorhanden sind, die ganze Nacht Zeit und manipuliert die Geräte, und wenn der Laden nächsten Tag wieder öffnet ist der Täter wieder frei und keiner hat was gemerkt. Ich verstehe bloß nicht, warum da nicht mal einer selbst drauf kam und das in der Presse zu lesen war? Angst vor Nachahmern? Die Märkte(alle) sollen solche Geräte in Tresore an der Kasse nachts wegschließen, dann passiert so was auch nicht.
Platinenschwenker .. schrieb: >> Du rufst die Onlinebanking-Seite Deiner Bank auf, aber durch >> entsprechende Manipulationen wird Dir eine nachgeahmte Seite angezeigt. > > Ach komm, dieses ewige konstruieren von sinnlosen Beispielen Achso, das ist ein sinnloses Beispiel. Na, dann ist ja schön, daß Du darauf hingewiesen hast, daß das kein Problem sein kann. > Handys sind manipulierbar, lassen sich via aufgespielter Schadsoftware > ausspionieren. Gewiss, aber -von Smartphones abgesehen- haben Handies keine Internetverbindung und sind nicht permanent allen möglichen Angriffsvektoren ausgesetzt. Auch ist die Gerätevielfalt deutlich größer, und der, der das Onlinebanking angreifen will, muss es auch irgendwie schaffen, an das zum jeweiligen Konto gehörende Telephon heranzukommen. Das ist an erheblich längeren Haaren herbeigezogen als der "man-in-the-middle" beim Aufruf der Bankingseite. > Zusatzgeräte lassen sich "dank" Firmware-Updatemöglichkeiten manipulieren > und das alles wesentlich intransparanter als eine Webseite. Bieten die Chip-TAN-Generatoren, die manche Banken verteilen, etwa Firmwareupdatemöglichkeiten? Oder die vom BSI zertifizierten Kartenleser für HBCI und weiß nicht was alles? > Dein Einwand stimmt sowieso nicht wenn man sich an gewisse Gepflogenheiten > beim Aufrufen der Bankwebseite hält so wie es die Bank empfiehlt. Deine Ahnungslosigkeit ist beeindruckend. Gewiss, es gibt keine DNS-Manipulationen, es gibt keine sich irgendwie im Browser einrichtenden Schadfunktionen und ... ach ja, genau: Sofortüberweisung.de ist sicher, vertrauenswürdig und zuverlässig. Fast schon könnte man meinen, Du bist eine Sockenpuppe derer, die hinter den verschiedenen Angriffsszenarien auf Onlinebankingnutzern stecken, so vehement verteidigst Du massive Sicherheitslücken.
ich persönllich finde immer noch dieses Verfahren am vernünftigsten: http://www.heise.de/security/meldung/chipTAN-Verfahren-der-Sparkassen-ausgetrickst-866115.html auch wenn das mit den Sammelüberweisungen nicht vernünftig implementiert ist. Solange man auf die angezeigte Kontonummer achtet, sollten doch Manipulationen ausgeschlossen sein. Vorausgesetzt natürlich die haben keine weitere handwerklichen Fehler (wie z.B. die TAN ließe sich auch ohne Chipkarte berechnen) an an irgendeiner Stelle eingebaut . oder?
Man bedenke, dass die Umstellung auf SMS auch sein Ursache hat: Und die ist eben jene, dass beliebig doofe Benutzer in jedes Formular, das man ihnen vorlegt, ihren TAN-Zettel reinhacken. Von wegen unrealistische Angriffsszenarien. Die Banken könnten uns wahrscheinlich Stories erzählen, dass einem die Haare zu Berge stehen: "Wunderten Sie sich nicht, dass für die Überweisung 10 TANs notwendig waren?" - "Nö."
Rufus Τ. Firefly schrieb: > muss es auch > irgendwie schaffen, an das zum jeweiligen Konto gehörende Telephon > heranzukommen. Habe ich auch gedacht - muss man aber leider nicht. Es ist auch völlig egal, ob das Handy ein Smartphone oder ein uralter Knochen ist :-( Prinzipiell reicht auch hier der Trojaner. Leider lassen sich SMS wohl doch sehr viel leichter abfangen und decodieren, als ich dachte: http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/So-einfach-lassen-sich-SMS-abfangen-und-entschluesseln/story/25854824 Das ist schon bitter :-( Szenario: Der Trojaner sitzt bei mir auf dem Rechner und protokolliert Zugangspasswort und z.B. auch noch die Daten der Banküberweisungen. Wenn jemand als in derselben Funkzelle sitzt, dann kann er durch Rückmeldung seines Trojaners z.B. einfach feststellen, zu welcher Handynummer die SMS-TAN geht: einfach alle SMS dieser Funkzelle der nächsten 20 Sekunden decodieren und auf die Bankdaten überprüfen. Dazu hat man erstmal beliebig lange Zeit - es eilt ja nicht. Nun setzt derjenige sich einfach an seinen Rechner, gibt die Überweisung mit dem erschnüffelten Passwort ein und wartet auf die Bestätigung für genau diese Handynummer. Dann noch schnell decodieren, TAN eingeben und weg ist das Geld. Das Ganze geht, ohne das Handy zu manipulieren ... leider. Bevorzugt macht man das dann noch nachts oder wenn man sich sicher sein kann, dass der Besitzer das Handy nicht kontrolliert (Sport, Kino, was weiss ich). Aber selbst wenn, ist das geld erstmal weg. Und damit wäre dann die SMS-TAN nicht sicherer als die normale Papier-TAN ... man benötigt in beidne Fällen nur Zugriff auf den Rechner. Smart-TAN oder HBCI (zumindest die neueren) scheinen tatsächlich die einzig wirklich sicheren Verfahren zu sein. Chris D. (wird wohl wieder zu HBCI wechseln)
Wenn die SMS-TAN so leicht aushebeln ist, wie in den verschiedenen Einlassungen [1] dargelegt wurde, stellen sich zwei Fragen für mich: Warum gibt es keine massenhaften Plünderungen von Konten? Gibt es überhaupt schon belegbare Fälle von "geknackten" SMS-TAN? [1] Leider lassen sich SMS wohl doch sehr viel leichter abfangen und decodieren, als ich dachte: http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/So-einfach-lassen-sich-SMS-abfangen-und-entschluesseln/story/25854824
Markus Selter schrieb: > Warum gibt es keine massenhaften Plünderungen von Konten? Vielleicht weil man dazu in der betreffenden Funkzelle selbst sitzen muss, statt gemütlich irgendwo in der Pampa darauf warten zu können, dass jemand die TANs frei Haus liefert.
> Wenn die SMS-TAN so leicht aushebeln ist, wie in den verschiedenen > Einlassungen [1] dargelegt wurde, stellen sich zwei Fragen für mich: > Warum gibt es keine massenhaften Plünderungen von Konten? Weil das unter [1] dargestellte Verfahren viel zu aufwendig ist. Es geht anders: Trojaner auf dem Handy des potentiellen Opfers installieren. Wer auf seinem PC das schon nicht merkt, der merkt es auf dem Handy schon gar nicht, da es fürs Handy m.W. keine großartige Schutzsoftware gibt. Mit einem Uralt-Handy hast Du gute Chancen einen Trojaner zu entgehen, bei einem modernen Smartphone nicht. Die Technik ist neu, deshalb brauchen die Betrüger etwas Zeit - aber mach Dir mal keine Sorgen, es wird schon noch einiges passieren.
S. B. schrieb: > schon gar nicht, da es fürs Handy m.W. keine großartige Schutzsoftware > gibt. Aber nicht doch. Was meinst du denn, warum Kaspersky grad wieder trommelt, dass sich die Gauner neuerdings verstärkt den Androiden widmen? Wie etwa in http://www.heise.de/newsticker/meldung/Android-vermehrt-Ziel-von-Schadsoftware-1332133.html Passenderweise haben sie nämlich was dafür anzubieten: http://www.kaspersky.com/de/kaspersky-mobile-security Ich warte ja noch auf den Skandal, der eine Verbindung der Produzenten von Trojanern und Herstellern der Schutzsoftware herstellt. ;-)
Markus Selter schrieb: > Wenn die SMS-TAN so leicht aushebeln ist, wie in den verschiedenen > Einlassungen [1] dargelegt wurde, stellen sich zwei Fragen für mich: > > Warum gibt es keine massenhaften Plünderungen von Konten? Ganz einfach: So lange es noch genügen Opfer gibt, die man mit den bisherigen Methoden über den Löffel balbieren kann, machen sie es wie bisher. Auch Betrüger sind nicht arbeitsgeil ;-) Warum allerdings Banken auf ein System umrüsten, das bereits kompromittiert ist, bleibt rätselhaft. (Ich halte es für eine Fehlentscheidung, die den Laden letztlich mehr kosten wird, als wenn sie gleich auf Chip-TAN umgestellt hätten.) Die 1822direkt z.B. hat das Papier-TAN-Verfahren offiziell abgeschafft und SMS-TAN eingeführt, das ich mangels Equiment nicht kann und auch nicht können will. Als Ausweichmöglichkeit haben sie mich auf Telefon-Banking verwiesen. Das habe ich allerdings schon vor Jahren lahmlegen lassen, als sie die Authentifizierung per Telefontastatur einführten - man fragt sich, wo die denken lassen... Da sie aber offenbar doch gemerkt haben, daß das Papier-TAN-Verfahren für manche Kunden die einzige Möglichkeit, außer Postbrief ist, ihnen eine authentifizierte Nachricht zukommen zu lassen, funktioniert das alte TAN-Verfahren zumindest bei gewissen Funktionen des Bankportals - ich hab bisher nur eine Terminüberweisung darüber storniert - immer noch.
Uhu Uhuhu schrieb: > Die 1822direkt z.B. hat das Papier-TAN-Verfahren offiziell abgeschafft > und SMS-TAN eingeführt, Hmm. Entweder die halten das je nach Konto oder Kunde unterschiedlich oder sie haben vergessen mich entsprechend umzustellen. Denn weder wurden die Papier-iTANs abgeschafft, noch wurden die anderswo üblichen SMS-TANs aka mTANs zwangsweise eingeführt. Was die 1822 tatsächlich (als Option) anbietet ist die Möglichkeit, sich eine oder mehrere TANs auf Vorrat per SMS aufs Handy zu legen. Das ist das Schlechteste aus beiden Welten, denn diese TANs werden versandt bevor die Transaktion eingegeben wird und sind daher nicht an eine bestimmte Transaktion gebunden. Das als mTAN anderswo verwendete Verfahren versendet die TAN erst nachdem die Transaktionsdaten eingegeben wurden und sie eignet sich daher nur zur Bestätigung dieser konkreten und über den Inhalt der SMS verifizierbaren Daten. PS: Die Webseite weiss von der Umstellung auch noch nichts: https://www.1822direkt.com/1822central/cms/dreiwege.jsp
"Spannend" wird es ja auch, wenn ein Bankmitarbeiter selbst ein Gauner ist. Es gibt genug VerkäuferInnen, die zu tief in die Kasse greifem, warum dann nicht auch Bank-Menschen. Wenn der befristete Arbeitsvertrag ausläuft, hat man ja eh nichts mehr zu verlieren. Da kann man auch mal ein Konto unter falschem Namen eröffnen, bei Papierüberweisungen aus einer 0 eine 8 machen, das Konto wieder kündigen und schwups ist die Kohle weg...
Kontonummern haben Prüfziffern, d.h. eine gezielte Manipulation auf dem Papier ist nicht ganz so simpel wie hier skizziert. Mit der Löschung eines Kontos ist der Datenbestand nicht gelöscht und mit der elektronischen Erfassung dürfte eine Erfassung des jeweiligen Mitarbeiters erfolgen, d.h. das Risiko ist hoch, dass man erwischt wird. Banken besitzen automatisierte interne Kontrollmechanismen, die ungewöhnliches Verhalten bei Transaktionen identifizieren.
A. K. schrieb: > PS: Die Webseite weiss von der Umstellung auch noch nichts: Seltsam, ich hatte einen entsprechenden Brief in der Mailbox und dann noch einen Briefwechsel über EMail mit denen wegen dem Scheiß. Haben die das etwa still und leise einfach abgeblasen? Generell muß man sagen, daß die 1822direkt in letzter Zeit schwer nachgelassen hat. Hätte sie seinerzeit ähnlich agiert, hätte ich dort bestimmt kein Konto eröffnet.
Uhu Uhuhu schrieb: > Haben die das etwa still und leise einfach abgeblasen? Wenn die oben skizzierte SMS TAN als einziges Verfahren geblieben wäre, dann wärs sicherlich peinlich für die Bank gewesen. Gegen die mTAN hätte ich jedoch nichts, wobei man über die entstehenden Kosten mal diskutieren müsste - für Massenversender sind SMS ziemlich günstig, 10c oder so wäre bischen viel. > Generell muß man sagen, daß die 1822direkt in letzter Zeit schwer > nachgelassen hat. Hätte sie seinerzeit ähnlich agiert, hätte ich dort > bestimmt kein Konto eröffnet. Volle Zustimmung. Die hatten mal ein prima Verfahren für Kontoauszüge per PGP-Mail. Das so lange lief, bis irgendwann vor einigen Jahren mal wieder der PGP-Key ablief. Danach war es mir nie mehr gelungen, erfolgreich einen Key dort zu platzieren. Ich habe den Eindruck, dass die in ihren Verfahren seit vielen Jahren nur noch von der Substanz leben.
Hier wurde HBCI erwähnt... Wie sieht es aus mit der Unterstützung von HBCI Banking auf BSD Systemen? (Ich schreibe hier auf einem FreeBSD)..meinetwegen auch Loonix, das kann ich emulieren. Ich will kein Windows, auch nicht emuliert! (EinTeil meines Einkommens stammt davon, dass ich Kunden vergriesgnaddelte Windowsen in Ordnung zu bringe, also agitiert mich bitte nicht, ich weiß was ich will und was nicht) Ich vertraue (auch aus aktuellem Anlaß) meinem Mobilfunkprovider weniger als dem Zettel und bin auch der Meinung das ich gefakte Webseiten erkenne. Die Bank bei der ich mein Geschäftskonto habe, hat Überweisungen nach dem ITan Verfahren auf 1000€ begrenzt, ich muß halt ab und an mehrere Überweisungen für die selbe Rechnung machen..zufrieden bin ich damit nicht aber der SMS-Kack kommt mir nicht ins Haus. SMS kommen an, wenn der Provider für sowas Zeit hat und nicht 2 Sekunden nachdem man sie abgeschickt hat, möglicherweise ist das bei bezahlten Diensten anders, aber ich kenne SMS als unmöglich unzuverlässig.. Gruß, Holm
Chip-Tan scheint für Einzelüberweisungen ganz brauchbar zu sein. Sind die Tan-Generatoren eigentlich universell, oder brauche ich für verschiedene Banken auch verschiedene Geräte?
Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) schrieb: >> Ach komm, dieses ewige konstruieren von sinnlosen Beispielen > Achso, das ist ein sinnloses Beispiel. Na, dann ist ja schön, daß Du > darauf hingewiesen hast, daß das kein Problem sein kann. Ich halte eben nicht viel davon sich das gerade passende Beispiel herauszusuchen, um die vermeintliche Sicherheit eines neuen Systems herauszustellen. Warte mal ab bis auch dort wieder die ersten Manipulationen laufen. Ist nur eine Frage der Zeit. >> Handys sind manipulierbar, lassen sich via aufgespielter Schadsoftware >> ausspionieren. > Gewiss, aber -von Smartphones abgesehen- haben Handies keine > Internetverbindung und sind nicht permanent allen möglichen > Angriffsvektoren ausgesetzt. .. Das kannst du glatte vergessen. Selbst die Wühltischware kann heutzutage Internet. Da musst du dir schon so ein 15 Euro Handy kaufen, aber die sind für viele einfach nicht mehr zeitgemäß bzw. wenig attraktiv mit ihren popligen Displays. Mein letzter Billigheimer (ein LG) hat mir mehr Probleme bei der Verständigung bereitet als Nutzen. Seit dem bin ich weg von diesen Teilen und das aktuelle hat wie so ziemlich jedes Handy mit halbwegs gescheitem Display quasi alle modernen Schnittstellen (facebook Zeugs etc). > Bieten die Chip-TAN-Generatoren, die manche Banken verteilen, etwa > Firmwareupdatemöglichkeiten? Wird schon so sein, wenn sie einen Controller drin haben. Noch habe ich meinen Zettel mit den Tans und der funktioniert. Was will ich mehr?! > Oder die vom BSI zertifizierten Kartenleser > für HBCI und weiß nicht was alles? Brauche kein HBCI. Für was?! > Deine Ahnungslosigkeit ist beeindruckend. > Fast schon könnte man meinen, Du bist eine Sockenpuppe derer, die hinter > den verschiedenen Angriffsszenarien auf Onlinebankingnutzern stecken, so > vehement verteidigst Du massive Sicherheitslücken. Ich glaube echt du tickst mal wieder nicht ganz richtig. Ich will dir mal was sagen, mir geht die Großmäuligkeit einiger Forenspezies zunehmend auf den Sack, besonders wenn mir Leute von Dingen erzählen die - im Gegensatz zu ihnen - ich permanent nutze und das schon seit Jahren UND ZWAR SICHER. Auf solche Besserwisserei gebe ich einen feuchten Kehricht. Die Sicherheitslücke seid ihr selbst, wenn ihr euch zu doof anstellt, das sieht man immer wieder am Thema Abofallen. Und solange Leute in erster Linie an Geldautomaten und Kartenlesegeräten abgezockt werden ist das ganze Gesülze vom angeblich sooo unsicheren Pin/Tan Verfahren nichts als gequirlter Quark und der macht getreten breit - aber nicht stark. > ach ja, genau: > Sofortüberweisung.de ist sicher, vertrauenswürdig und zuverlässig. Ja genau das ist es. Es ist sicher, ich habe Vertrauen in dieses bereits umfangreich etablierte Bezahlsystem und zuverlässig ist es obendrein UM LÄNGEN MEHR als Paypayl und Konsorten. Aber über letzteres schweigt ihr ja beharrlich aus Gründen der eigenen Opportunität hinweg. Lebt mal schön mit euren Lebenslügen wenn ihr damit kein Problem habt.
Platinenschwenker .. schrieb: > um die vermeintliche Sicherheit eines neuen Systems > herauszustellen. Hier liegt ein Missverständnis vor. Ich habe nicht das SMS-TAN-Verfahren als prinzipiell sicher dargestellt, ich habe es nur als sicherer als das Papier-TAN-Verfahren bezeichnet.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: >> um die vermeintliche Sicherheit eines neuen Systems >> herauszustellen. > > Hier liegt ein Missverständnis vor. Ich habe nicht das SMS-TAN-Verfahren > als prinzipiell sicher dargestellt, ich habe es nur als sicherer als > das Papier-TAN-Verfahren bezeichnet. Die ganze Diskussion ist doch im Grunde eh müßig. Die Banken verschicken einfach die Ankündigung der Änderung des bisheringen Verfahrens. Der Kunde muss wie immer akzeptieren bzw. darf sich gerade noch entscheiden zwischen den geänderten Varianten die dann (vermeintlich) sicherer sein sollen, wobei da wieder alle über einen Kamm geschert werden. Das ist wie Führerscheinzwang auf Probe für 5 Jahre für Jeden, bloß weil es eine Minderheit gibt, die Ärger macht. Bzw. auf die Thematik hier bezogen, weil es eine Minderheit gibt, die mit ihrem Tan-Zettel Schindluder getrieben haben (dazu gehört auch Pin/Tan in gefakte Bankseiten einzugeben, die man sich HIRNLOS per Mail unterjubeln ließ etc.). (letzteres wenn's geht noch mit dem Internet-Explorer v5.x, einem nicht geflegten Virenschutz, die URL wird sowieso nicht beachtet usw. usw.)
> ich habe es nur als sicherer als das Papier-TAN-Verfahren bezeichnet.
Fest steht jedenfalls, das NÄCHSTE Verfahren ist garantiert NOCH
sicherererer als der ganze Müll, den's vorher gab ...
( Wann gibt's endlich mal wieder neue Geldscheine und Ausweise ... ? )
von wegen mTAN ist sicher.. http://www.heise.de/security/meldung/Trojaner-aendert-Rufnummer-fuer-mTANs-1356847.html
Onlinebanking lasse ich grundsätzlich sein. Überweisungen am Papier sind mir am liebsten. Ich traue diesem ganzen Onlinezeugs nicht wirklich. Nicht etwa aus dem Grund, da ich keine Ahnung davon hätte, sondern weil ich selbst seit mehreren Jahren im Onlinebereich als Programmierer arbeite. Und da wird einem dann langsam klar, dass es keine totale Sicherheit geben kann.
Die hast du offline aber auch nicht. Siehe: Skimming etc. Gibt auch genug Fälle, da wurden über nacht die Bank-Briefkästen geplündert und die Überweisungsträger umgeschrieben..
Johannes O. schrieb: > Onlinebanking lasse ich grundsätzlich sein. Überweisungen am Papier sind > mir am liebsten. Mir nicht. In die Steinzeit aus den 80er Jahren möchte ich nicht zurück. Papierüberweisung nur dort wo ein gedruckter Vordruck bereits dazu einlädt, wie z.B. KFZ-Versicherung. Für den schnellen Einkauf im Internet ist die elektronische Überweisung ein segensreicher Fortschritt. GEZ-Gebühr lässt sich elektronisch überweisen. usw. > Ich traue diesem ganzen Onlinezeugs nicht wirklich. Nicht etwa aus dem > Grund, da ich keine Ahnung davon hätte, sondern weil ich selbst seit > mehreren Jahren im Onlinebereich als Programmierer arbeite. Und da wird > einem dann langsam klar, dass es keine totale Sicherheit geben kann. Wo gibt es schon "totale Sicherheit"? Mit diesem Anspruch würde ich mich nicht mehr hinters Steuer setzen, auf keiner Autobahn mehr fahren, keinen Zug mehr benutzen, kein Hallenbad mehr betreten (wer gibt einem die "totale Sicherheit" dass man nicht eine Chlorvergiftung oder einen Stromschlag im Schwimmbecken erleidet etc.). Es reicht eine relative Sicherheit und die Gewissheit die der Kölsche Klüngel an den Tag legt "Et hätt’ noch immer jut jejange". Die tan auf dem Papier war eine gute Lösung. Den SMS-Krampf hätte man sich sparen können, wird man aber mitmachen müssen. Brief von der Bank ist schon gekommen. Naja. ;)
Ja da habt ihr schon recht. Aber Dinge wie Skimming und geplünderte Bankbriefkästen fallen nicht in MEINE Zuständigkeit. Hier ist es die Bank die für sowas verantwortlich ist. Da bleib nicht ich hernach auf dem Schaden sitzen! Für die paar Überweisungen die ich tätigen muss tun es immer noch die Papierzettel, besonders da ich eigentlich jeden Tag direkt bei der Bank vorbeikomme. Die anderen Sachen (z.B. vertrauenswürdige Elektronikversender etc.) dürfen direkt Abbuchen. Und das ist nicht die "Steinzeit aus den 80er Jahren" ;-) Genauer gesagt hab ich da noch gar nicht gelebt.
Johannes O. schrieb: > Überweisungen am Papier sind > mir am liebsten. Klassische Man-in-the-Middle-Attacke: Spasskasse schraubt Briefkästen aussen an, werden über Nacht abgerissen, die darinliegenden Überweisungsträger enthalten: Kto-Nr, Name, Unterschrift. Da muss man nur den Empfänger ändern, und seitdem die Namensprüfung wegfällt, nur die Kto-Nr und BLZ des Empfängers. Wenn man die Beträge und Betreffs beibehält, fällt das erst auf, wenn die Mahnungen kommen. Natürlich kann man fragen: Wie kann man so blöd sein, die Kästen von aussen anzuschrauben... ;-) Platinenschwenker .. schrieb: > Den SMS-Krampf hätte man > sich sparen können, wird man aber mitmachen müssen. Nix da. Ich bekomme hier im Funkloch SMS mit 2 Stunden Verzögerung. Wie soll das da gehen? Kann mich ja nicht zum Banking mit dem Laptop auf den berg setzen. Chip-tan scheint ganz gut zu funktionieren.
Johannes O. schrieb: > Und das ist nicht die "Steinzeit aus den 80er Jahren" ;-) Genauer gesagt > hab ich da noch gar nicht gelebt. Damals waren lange Schlangen an den Schaltern, lieber Johannes. Heutzutage ist in den Filialen kaum mehr was los. Liegt wohl an der elektronischen Kontoführung die inzwischen immer mehr Leute nutzen. Der Geldautomat wird heutzutage selbst von der Rentnergeneration gerne genutzt. Die haben auch alle inzwischen Handys, auf die sie noch zu beginn der Ära Mobilfunk kräftig geschimpft haben. Lustig wie sich die Dinge wandeln. ;-)
Timm Thaler schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: >> Den SMS-Krampf hätte man >> sich sparen können, wird man aber mitmachen müssen. > > Nix da. Ich bekomme hier im Funkloch SMS mit 2 Stunden Verzögerung. Wie > soll das da gehen? Kann mich ja nicht zum Banking mit dem Laptop auf den > berg setzen. > > Chip-tan scheint ganz gut zu funktionieren. Zwischen den beiden Möglichkeiten muss man sich halt entscheiden (sagt die Bank). Paar Tage geht noch das alte Zettelchen mit den TANs. ;)
Timm Thaler schrieb: > Chip-tan scheint ganz gut zu funktionieren. Das scheint nicht immer so zu sein: Technik, die begeistert. Heute: die CHIP-Tan http://www.heise.de/tp/blogs/5/150579
Uhu Uhuhu schrieb: > Das scheint nicht immer so zu sein: Ach ja die gute Postbank... Beider VB kann man im Onlinebanking die Geschwindigkeit der Grafik ändern was dann auch funktioniert, scheinbar sind auch die Lese Geräte auf Billig getrimmt auch wenn sich die Banken diese Teilweise bezahlen lassen...
Läubi .. schrieb: > Ach ja die gute Postbank... Dagegen sind die größten Saurier - gerne auch versteinert - noch unglaublich agil... Sind die Lesegeräte eigentlich an eine spezielle Bank gebunden, oder geht z.B. ein Sparkassen-Chip-TAN-Leser für alle Sparkassen, oder gar für alle Banken, die das Verfahren anbieten?
Es geht für alle Banken welche das gleiche Verfahren anbieten, natürlich wird der Bankberater beim kleinstem Problem behaupten es liegt an dem "fremdem" Lesegerät ;) Ich hab teilweise von verschieden Banken Geräte unterschiedlicher Generation und der einzige Unterschied scheint die Farbe des Gehäuses und ein Logoaufdruck zu sein. Was sich so bei dem Postbankartikel liest haben die aber wohl ein "eigenes" Verfahren bei welchem nur die Papierliste abgelöst wird ohne die erhöhte Sicherheit durch Ktnr/BLZ/Betrag, es sei den der Autor hat das falsch dargestellt (ich selbst hab kein Konto bei der PB). Die eigentliche Arbeit macht eh der Chip auf der Karte, der Leser ist gewissermaßen nur das MMI...
Läubi .. schrieb: > es sei den der Autor hat das falsch dargestellt Vermutlich. Die PB ist zwar unbeweglich, aber nicht blöd und die Autorin des Artikels ist technisch nicht gerade versiert...
Also, ich verwende seit ca. 1/2 Jahr das von meiner Sparkasse angebotene chipTan-Verfahren, das allerdings etwas anders funktioniert, als bisher hier beschrieben. Es ist zwar etwas mehr nervige Tipperei noetig, aber ich habe ein relativ sicheres Gefuehl dabei. Meine Sparkasse arbeitet nicht mit diesem Flicker-Verfahren, sondern man muss alles manuell in das chipTan-Geraet eingeben. Man steckt die EC-Karte in das chipTan-Geraet, dann muss man vom Monitor einen 8-stelligen Startcode eingeben, anschliessend die Kontonummer und den Ueberweisungsbetrag. Daraus wird dann die TAN erzeugt, die ich am PC eingebe und abschicke. Ist zwar viel nervige Tipparbeit, mir faellt aber jetzt keine Stelle ein, wo da was zu manipulieren waere. Reinhard
>Nix da. Ich bekomme hier im Funkloch SMS mit 2 Stunden Verzögerung. Wie >soll das da gehen? Kann mich ja nicht zum Banking mit dem Laptop auf den >berg setzen. was kann das Funkloch dafür? Beim SMS-TAN ist die SMS innerhalb weniger Sekunden da. Über'n Sommer hatte ich das schon einige male testen dürfen, und kaum hatte ich die Transaktion abgeschickt, war die Nummer schon da. Achja: da die Nummer nur paar 10 Sekunden gültig ist, kann einer, der die SMS abfängt, kaum was damit anfangen, denn ehe er die entschlüsselt hat, hat die schon einen Timeout bekommen (in obigen Link war die Rede von 5 Minuten - kann sich ja noch bessern) Zumal er im Tatortbereich sich befinden müsste (also wo der Online-Banking-Rechner + Funkzelle sich befindet)
Mal ne Frage. Ich hab kein Handy, aber auf meinem DECT-Telefon ist ein SMS-Menüpunkt. Kann ein Festnetzanschluß direkt SMS empfangen? Oder muß man sich dazu irgendwo anmelden und zusätzlich Gebühren bezahlen? Peter
>Beim SMS-TAN ist die SMS innerhalb weniger Sekunden da.
Darauf würde ich nicht wetten. Meist ist das wohl so.
Aber hier in der Firma gab es eine Zeitlang mal ein System, um weltweit
ins Internet zu gehen. Man musste sich speziell über eein Dongle
anmelden. Dieses gab einen COde aus, der nur fünf Minuten giültig ist,
anhand dieses wurde eine PIN generiert, die per SMS zugesandt wurde.
Leider kam oftmals die Pin erst, nachdem der Code abgelaufen war....
Peter Dannegger schrieb: > Ich hab kein Handy, aber auf meinem DECT-Telefon ist ein SMS-Menüpunkt. > Kann ein Festnetzanschluß direkt SMS empfangen? Ja, das geht, das nennt sich "SMS im Festnetz". Normalerweise wird man bei Empfang einer SMS angerufen und die SMS vorgelesen, bei SMS-fähigen Endgeräten ist das natürlich eher lästig, da kann dann eingestellt werden, daß da ein geeignetes Empfangsgerät vorhanden ist. Näheres dazu hier: http://hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/12556/Startseite/SMS
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Ja, das geht, das nennt sich "SMS im Festnetz". Normalerweise wird man > bei Empfang einer SMS angerufen und die SMS vorgelesen, bei SMS-fähigen > Endgeräten ist das natürlich eher lästig, Bei nicht SMS-fähigen Endgeräten ist das auch recht lästig, weil die Vorlesetante nach dem Abheben viele Sekunden wartet und bevor sie loslegt und manche Leute bis dahin wieder aufgelegt haben. Dann geht der Telefonterror natürlich weiter.
A. K. schrieb: > weil die Vorlesetante nach dem Abheben viele Sekunden wartet > (...) bevor sie loslegt Das ist vermutlich eine primitive Anrufbeantworterbehandlung.
Jens G. schrieb: > was kann das Funkloch dafür? Dumm nur, dass ich da wohne. Und es heisst nunmal Homebanking, nicht Bergbanking. > Achja: da die Nummer nur paar 10 Sekunden gültig ist, Nützt mir das gar nichts, wenn die SMS nach 2 Stunden reinkommt, wenn das Handy grad mal zufällig wieder Netz hat. Damit ist smstan für mich gestorben. Du nun verstehen?
Peter Dannegger schrieb: > Kann ein Festnetzanschluß direkt SMS empfangen? Das geht prima. Die Jungs und Mädels bei den Telefonanbietern wollen ja Geld verdienen, und nichts dem Zufall überlassen. Der Text wird einfach vorgelesen. Der AB ist in dem Fall besser, denn man kann am Telefon nicht noch einmal nachfragen, wenn man was akustisch nicht richtig verstand. Der Ansagetext auf dem AB sollte evtl. nicht zu lang sein. Denn ich beobachtete, daß die Sendeseite der SMS bemerkt, wenn der AB sofort los quasselt. Dann wiederholt die Sendeseite die Ansage. An meinem mobilen Internet-Stick kann ich auch ganz normal SMS senden und empfangen.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Der Text wird einfach vorgelesen. Und dann liest mir die Tante von der Telekom meine supergeheime Pin am Telefon vor? Klingt vertrauenserweckend... Ok, ok, ich weiss, es ist eine Computerstimme. Aber warum sollte ich einem Computer trauen? ;-)
Timm Thaler schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Der Text wird einfach vorgelesen. > > Und dann liest mir die Tante von der Telekom meine supergeheime Pin am > Telefon vor? Klingt vertrauenserweckend... > > Ok, ok, ich weiss, es ist eine Computerstimme. Aber warum sollte ich > einem Computer trauen? ;-) Mach es einfach mal. Es geht ganz problemlos. Anstatt aufs Display vom Handy, bekommst du den Text eben auf AB am Festnetz.
Uhu Uhuhu schrieb: > Timm Thaler schrieb: >> Chip-tan scheint ganz gut zu funktionieren. > > Das scheint nicht immer so zu sein: > Technik, die begeistert. Heute: die CHIP-Tan > http://www.heise.de/tp/blogs/5/150579 Wie blöd muss man denn sein um über 2 Minuten mit schmerzender Schulter ein Gerät vor einen Monitor zu halten statt den Fehler zu suchen?? Und sich bei jeder Übertragung zwischen 4 und 10 Fehlversuchen gefallen zu lassen. So ein Verhalten deutet, darauf hin, dass der Typ wahrscheinlich nicht besonders helle ist und noch was anderes falsch macht. Die Redakteure vom Heise Verlag sind wohl auch nicht mehr das, was sie mal waren. War wohl richtig, dass ich die ct letztens abbestellt habe. Ich nutze das Chip tan Verfahren seit ein paar Monaten. Völlig problemlos und nach geaschätzten 5s-10s war die Übertragung immer abgeschlossen. Ich kann es nur empfehlen.
Jo O. schrieb: > So ein Verhalten deutet, darauf hin, dass der Typ wahrscheinlich nicht > besonders helle ist und noch was anderes falsch macht. Typin...
Jo O. schrieb: > War wohl richtig, dass ich die ct letztens abbestellt habe. Der einzige Grund, warum ich das noch nicht getan habe, ist, daß ich sonst auf dem Klo nix mehr zu lesen habe...
Jo O. schrieb: > So ein Verhalten deutet, darauf hin, dass der Typ wahrscheinlich nicht > besonders helle ist und noch was anderes falsch macht. Die Redakteure > vom Heise Verlag sind wohl auch nicht mehr das, was sie mal waren. War > wohl richtig, dass ich die ct letztens abbestellt habe. Die "Typin" ist "Twister" (Bettina Hammer, ehem. Winsemann), eine sozialkritische Autorin auf Telepolis, die mit der c't überhaupt nichts zu tun hat. Sie ist nicht sehr technikaffin, wie dieser Beitrag belegt, weiß aber durchaus sehr engagierte und lesenswerte sozialkritische Beiträge zu verfassen. Im übrigen hat sie im Jahre 2009 vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen das BKA-Gesetz eingelegt -- es gibt also durchaus Dinge, mit denen sie sich auskennt.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.