hallo,
bei mir hat die Firma für zwei Vorstellungsgespräche nur die Kosten nach
der Entfernung übernommen (etwa 30€ pro km), ich bin jedoch mit der Dt.
Bahn 2.Klasse gereist (2x Zugtickets und 2x Nahverkehr), die tatsächlich
entstandenen Kosten für mich waren etwa 50€ mehr, als die Erstattung
durch die Firma.
muss eine Firma die für die Bewerbungsgespräch entstandene Kosten für
die Anreise komplett zahlen oder nur teilweise? Was soll ich nun tun?
Darauf bestehen, dass die Firma die volle Summe erstattet?
Also ich hatte mal einen Zettel von Schaeffler mit Fahrtkostenerstattung
in der Hand, wo entweder die 30ct für Auto ausgewählt weerden konnten
oder halt die Ticketpreise, wenn man die Tickets beigelegt hat.
Soweit ich weiß muss die Firma, wenn sie dich eingeladen haben, die
Kosten für die Anreise übernehmen
Paragraph 670 BGB...sinngemäß: Ein Unternehmen, das einen Bewerber
einlädt, muss notwendige Ausgaben ersetzen, die im Zusammenhang mit
einem Vorstellungsgespräch anfallen.
Besser ist es jedoch solche Sachen im VORFELD zu klären und notfalls bei
der AfA Kostenerstattung beantragen...
Die 50€ wirst Du nicht wiedersehen, außer die Firma ist sehr
kulant...und klagen wirst Du wegen solch einer Summe auch nicht...von
daher: Wieder was gelernt!
50€ schrieb:> muss eine Firma die für die Bewerbungsgespräch entstandene Kosten für>> die Anreise komplett zahlen
Ja, es sind Aufwendungen die der Einladende zu zahlen hat!
aber die Aufwendungen müssen immer angemessen sein! Also nix mit First
Class fliegen, oder sich ne dicke Limo mieten und dann Vorfahren!
>> oder nur teilweise? Was soll ich nun tun?
Lies im Einladungsschreiben, was da zu den Fahrtkosten steht!
Steht da nix, so haben die die Reisekosten in angemessener Weise zu
erstatten!
> Darauf bestehen, dass die Firma die volle Summe erstattet?
Wenn die nicht auf die Reisekostenerstattung in der von mir genannten
Weise hingewiesen haben, kannste das machen!
Hans Wurst schrieb:> Besser ist es jedoch solche Sachen im VORFELD zu klären und notfalls bei>> der AfA Kostenerstattung beantragen...
Dazu muß man aber auch Arbeitssuchend bei der AfA gemeldet sein!
in der Einladung steht nix und es handelt sich um eine große
LKW-Herstellung, daher dachte ich, die würde auf jedem Fall ihre
Richtlinien haben und selbstständig die Reisekosten übernehmen und nicht
wegen 50€ einen schlechten Ruf riskieren ...aber anscheinend doch.
Ich in ja ganz gewöhnlich 2. Klasse mit der Bahn gefahren, auch die
Tickets hatte ich denen zu geschickt, trotzdem habe ich nur eine
Erstattung nach Entfernung und nicht die tatsächliche Reise kosten
zurückerhalten.
kann ich das Geld bei Arbeitsamt nachträglich zurückbekommen? ich bin
Uni Absolventen, da sind die 50€ nicht gerade wenig.
50€ schrieb:
Also ich kenn jetzt nicht alles was so telefonisch oder im VG gesprochen
wurde aber:
> in der Einladung steht nix und es handelt sich um eine große>> LKW-Herstellung,
MAN, da ist doch bekannt wie es bei denen zugeht!
> daher dachte ich,
Na, haste was dazugelernt!
> die würde auf jedem Fall ihre> Richtlinien haben
na ob, "Nimm weg" so sind die zu übersetzen!
>> und selbstständig die Reisekosten
Das gibt es in deutschen Unternehmen bis hinauf zu den DAX-Konzernen
nicht mehr!
> übernehmen und nicht> wegen 50€ einen schlechten Ruf riskieren
Rechne doch mal 1000 Bewerber mal 50€ macht 50000€ pro anno!
Da hat die Tusie in der PA doch loker 1000 € dafür als
Verbesserungsvorschlag bekommen, und der Betreibsrat hat auch noch in
der Mitarbeitzeitung dazu gratuliert!
> ...aber anscheinend doch.
Ja!
>>> Ich in ja ganz gewöhnlich 2. Klasse mit der Bahn gefahren, auch die> Tickets hatte ich denen zu geschickt, trotzdem habe ich nur eine> Erstattung nach Entfernung und nicht die tatsächliche Reise kosten> zurückerhalten.
Dann würde ich mal "Biestig" werden!
Also, schrieb mal die PA-Abteilung an, und mahn den Diff.-Betrag an!
Wenn das nix bringt, post halt hier nochmal, dann machen wie hier
öffentlich mal díe Verantwortlichen zur Sau!
>>> kann ich das Geld bei Arbeitsamt nachträglich zurückbekommen? ich bin
Nein, da du bevor du zum VG fährst die Argentur informiern mußt.
> Uni Absolventen, da sind die 50€ nicht gerade wenig.
a) buch es als Lehrgeld ab!
b) freu dich, dass du nicht für die arbeiten "mußt" und dann mit Mitte
40zig auf den A-Markt geworfen wirst! Hab Mitte der 95´er gesehen wie
die MAN mit der Altersklasse umgegangen ist!
50€ schrieb:> kann ich das Geld bei Arbeitsamt nachträglich zurückbekommen? ich bin> Uni Absolventen, da sind die 50€ nicht gerade wenig.
Nein, du mußt dafür arbeitssuchend gemeldet sein.
Die Arbeitsagentur bezahlt nachträglich bei Rückgabe des
Antragsformulares, was man sich von dort selbst abholen oder per Post
ein paar Tage vor der Fahrt zusenden lassen kann.
Sie zahlen 20Ct. pro wirklich gefahrenen km, allerdings bis zur
Höchstgrenze von 130€. Das reicht für eine Entfernung von 325km. Im
Grunde reicht es aber wiederum nicht, denn 20Ct./km decken niemals die
wirklichen Fahrkosten. Das Finanzamt hat immerhin einen km-Satz von
36Ct. z.B. für Pendler. Das kommt der Sache näher. Alternativ wird eine
Bahnreise 2. Klasse bundesweit plus eine Übernachtung von der
Arbeitsagentur erstattet.
Schön ist es immer, die Gesichter des AG zu sehen, die nach dem
Vorstellungsgespräch den Antrag ausfüllen und ein paar Fragen darin
beantworten müssen. Den Antrag kann man erst aus der Tasche ziehen, wenn
man vorher gefragt hat, ob die Reisekosten erstattet werden, und
verneint wurde.
Mittlerweile bitte ich grundsätzlich alternativ um ein Telefoninterview,
wenn Fahrkosten schon im Vorfeld abgelehnt werden. Die allermeisten
spielen da auch mit.
Aber sowas im Rahmen von 50€ nahm ich gelegentlich schon mal auf die
eigene Kappe. Richtig kratzig werde ich erst bei Reisen ab 300km
einfache Strecke. Denn das ist richtig viel Geld, was man als Absolvent
oder Arbeitsloser eben nicht hat.
Mit dem Antrag vom Amt kommt man sich sowohl bei der Firma als auch beim
Amt als Bittsteller herabgesetzt vor. Ist auch so. In Zukunft versuche
ich nur noch, auch diese Dinge tunlichst zu vermeiden.
Denn ich bin ja wer, was gutes, Fachkraft, und kein Lumpenkrämer. Wenn
dafür mal niemand 50€ übrig hat, das zeugt von echter Wertschätzung
gegenüber dem Bewerber.
Ich weiß nicht, ob es üblich ist...ich war mehr als buff. Die Firma
zahlt mir den Flug (GermanWings) + Taxi vom Flughafen zur Firma. Ist
sowas normal bei größeren Firmen?
Michael schrieb:> Ich weiß nicht, ob es üblich ist...ich war mehr als buff. Die Firma> zahlt mir den Flug (GermanWings) + Taxi vom Flughafen zur Firma. Ist> sowas normal bei größeren Firmen?
Die Bandbreite ist groß. Ich hatte auch schon mit seriösen
Unternehmensberatern zu tun, die mir sagten, ich solle die Rechnung
schicken. Inclusive Speisen in der Lokalität, wo der Termin statt fand.
Gleich am nächsten Tag nach dem Gespräch hatte ich das Rechnungsformular
in der Email.
Auf dem Rechnungsformular befanden sich auch Felder für Einträge zu
Flugreisen und Taxi sogar für weltweite Reisen, auch Übernachtung und
Verpflegung.
Dabei fuhr ich dort zunächst auf eigene Kosten hin, weil ich dachte, es
wären wieder mal die üblichen Blindgänger.
Aber das ist eine seltene Ausnahme bei mir, daß welche richtig Anstand
haben.
Jochen R. schrieb:> Ich habe auch schon einmal mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch>> direkt zwei Zugtickets bekommen.
Nicht schlecht, nennst du den Firmennamen!
Ist ja schließlich auch positiv zu bewerten!
Jochen R. schrieb:> Ich habe auch schon einmal mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch> direkt zwei Zugtickets bekommen.
Gute Unternehmen bezahlen 2.Klasse Bahntickets bei
Vorstellungsgesprächen anstandslos.
Wnn vorher 30cent pro Entfernungskilometer angeboten wird, liegt es an
einem selbst, wie man dahinkommt und ob man das Angebot annimmt.
Was ein Bahnticket kostet ist vorher bekannt.
Bei meine Gesprächen wurden auch immer alle Anreisekosten (auch per
Flug) übernommen. In einem einzigen Fall habe ich mich mit einem Tschibo
Bahn-Ticket zum Gespärch begeben (für 25€) und KFZ abgerechnet. Damit
waren dann für 2h Gespräch * Bahnfahrt 200€ netto mehr an dem Tag auf
dem Konto ;)....aber das lief nur ein einziges mal....
ich wurde von der Deutschen Bahn eingeladen, das Verfahren verlief
ungefähr so:
Normale Papierbewerbungen
Kurzes Telefonat um Termin für ein Telefoninterview zu machen
Telefoninterview
Einladung zum Assessmentcenter
Telefonat/Email, von welchem DB-Bahnhof man reisen möchte und ob ein
Hotelzimmer benötigt wird.
E-Mail erhalten mit einer Bahntixnummer(Tipp: Nummer korrekt eingeben
;-) ^^) , sodass ich an jedem Fahrkartenautomaten eine Fahrkarte für Hin
und Rückfahrt(2.Klasse, den ganzen Monat gültig- bis ICE hoch fahrbar)
Hotelzimmer war Halbpension, Mittagessen in der Kantine wurde
übernommen, ganzen Tag über Kekse, Wasser, Saft, Tee und Kaffee
angeboten bekommen
Assessmentcenter war auch sehr sehr menschlich, man bekommt zum Schluss
ein sehr gutes Feedback
Die Sicht des Bewerbungsverfahrens bei meinem zukünftigen Brötchengebers
Gelegentlich gibt es bei der Bahn auch Schnäppchen.
Ein privater Arbeitsvermittler und ich fuhren mal zu zweit mit dem
Rheinland-Pfalz-Ticket für 26€ von Trier nach Saarbrücken zu einem
Personaldienstleister. 100km Entfernung. Von denen gab es wie so oft und
üblich nix. Wir teilten uns das Ticket, und die 13€ pro Person waren
überschaubar. Es hätten beim Ticket sogar noch 3 weitere Personen
mitfahren können. Wie früher mal beim bundesweiten Wochenendticket für
35€ für eine Fünfergruppe. Ich weiß nicht, ob es das noch gibt.
Aber ich muß schon sagen, daß Fahrkostenerstattung von Unternehmern bei
mir echten Seltenheitswert haben. Vielleicht 20% aller Fälle, und
Dienstleister bis jetzt grundsätzlich nie.
Liegt vielleicht am Alter. Mit Leuten Ü50 kann man wohl die Sau machen.
Es kann aber auch sein, daß meine Gespräche nie im Nahbereich zum
Wohnort lagen, und man bei geringeren Entfernungen eher mal zahlt.
Michael schrieb:> Ich weiß nicht, ob es üblich ist...ich war mehr als buff. Die Firma> zahlt mir den Flug (GermanWings) + Taxi vom Flughafen zur Firma. Ist> sowas normal bei größeren Firmen?
Hat die, wo ich jetzt bin, auch gemacht. War billiger als die Bahn.
Letztere kam ohnehin nicht in Frage, denn dann hätte ich so viel länger
gebraucht, daß ein zweiter Urlaubstag angesagt gewesen wäre.
zukünftiger Bahner schrieb:> Assessmentcenter war auch sehr sehr menschlich, man bekommt zum Schluss> ein sehr gutes Feedback
Um was für eine Stelle ging es; war es mehr technischer Natur oder mehr
Richtung Warmluftofen mit Schlips?
EF Klasse 3 schrieb:> zukünftiger Bahner schrieb:>> Assessmentcenter war auch sehr sehr menschlich, man bekommt zum Schluss>> ein sehr gutes Feedback> Um was für eine Stelle ging es; war es mehr technischer Natur oder mehr> Richtung Warmluftofen mit Schlips?
Es ging um ein duales Studium Wirtschaftsinformatik.
An dem Tag mussten verschiedene Tests gemacht werden (Mathe, Deutsch,
Logik, Präsentation, Gruppenarbeit, Kobination/Logistik), und in diesem
Feedbackgespräch wurde dann detailliert aufgezählt was man an Fehlern
gemacht hat, bzw was verbesserungswürdig war- ein Mitbewerber hat sich
bei der Präsentation stark auf den Tisch aufgestützt um am OHP zu
arbeiten, was dann in dem Gespräch auch auf kam.
zukünftiger Bahner schrieb:> Es ging um ein duales Studium Wirtschaftsinformatik.> An dem Tag mussten verschiedene Tests gemacht werden (Mathe, Deutsch,> Logik, Präsentation, Gruppenarbeit, Kobination/Logistik), und in diesem> Feedbackgespräch wurde dann detailliert aufgezählt was man an Fehlern> gemacht hat, bzw was verbesserungswürdig war- ein Mitbewerber hat sich> bei der Präsentation stark auf den Tisch aufgestützt um am OHP zu> arbeiten, was dann in dem Gespräch auch auf kam.
Das war kein "Assessmentcenter", dass war nur eine Dirri-Darri-Nummer
der Personaler. Sowas macht halt auf der ABI-Feier ungemein Eindruck.
Dein Pseudo ist Bahner? Frag Ferkes, der hat sowas bei der Post vor 36
Jahren auch schon gemacht! Also bild dir nix auf so ein
"Assessmentcenter"
ein. Das war nur ein Einstellungstest der 80´er im Gewand des Jahres
2011!
Kurz nach dem Studium (so um 1997) konnte ich mal 3 V-Gespräche in
München auf eine Woche verteilen. Kosten wurden jedesmal erstattet für
PKW Berlin-Muc; ich hab es aber vorgezogen, die Stadt zu erkunden.
Irgendwie gab es damals noch nicht so 'nen Krampf um die Reisekosten,
die wurden halt übernommen.
Irgendwann später hatte ich mal einen Termin in der Schweiz: der
Personalo fragte mich, welche Kosten ich hatte, zückte anschliessend den
Taschenrechner heraus (EUR->CHF) und gab mir das Geld bar auf die Hand.
Das Geld habe ich bis heute nicht getauscht/ausgegeben, in EUR ist es
heute deutlich mehr wert.
Marx W. schrieb:> Frag Ferkes, der hat sowas bei der Post vor 36> Jahren auch schon gemacht!
Gutes Gedächtnis, der Mann!!!
Ja, 1975 und nur mit Hauptschulabschluß (9 Schuljahre) gab es 4 Tage
Einstellungstests für die künftigen Azubis. Aber eher in Form von
Klausuren. Bis auf das persönliche Gespräch und die medizinische
Untersuchung nach der Vorauswahl.
Mann, da war was los. Das muß man sich vorstellen wie die Bahnhofshalle,
worin 400 Leute einen Test schreiben. Gut 20 Leute flogen schon vor
Testbeginn raus, weil sie begannen, am Mobiliar zu randalieren. Der
Dienststellenleiter brauchte gutes Durchsetzungsvermögen und einen
strengen Ton.
400 Bewerber, kunterbunt gemischt aus Hauptschülern, Realschülern und
Abiturienten. Durchfallquote 97,5%. Komm jetzt nur niemand auf die
glorreiche Idee, daß die Hauptschüler ausgesiebt wurden. Mitnichten!!!
Gleiche Chance für alle. Es wurden in dem Jahr nur 10 Azubis gebraucht,
sonst 80-100. Erste Krise nach dem WW2. Die Ölkrise mit seltsamen Blüten
hier war 2 Jahre zuvor.
Meine Stadt war Bonn. In größeren Städten wie Köln ging es nicht
gemütlicher zu, hatten noch mehr Bewerber.
Die Trierer wollten mich 1974 gar nicht, hatten viel zu viele Bewerber,
und die Stadt ist so riesig ja auch nicht.
Bundesweit hatten die zentralen Ämter Einzugsbereiche bis zu 200km
Radius.
Mit der Präsentation hatten sie es damals noch nicht so. Wir sollten ja
später auch arbeiten, und keine Mode vorführen.
Die Tests dachte sich wohl irgendwann eine Kommission aus, und werden
bei der Bahn ähnlich gewesen sein.
Die gehobenen und höheren Beamten (studiert) kamen wohl meistens über
die posteigenen Hochschulen (z.B. Dieburg). Seltenst im Quereinstieg. Es
erinnert mich etwas an das heutige duale Studium. Die Leute bekamen auch
das Studium vom Betrieb finanziert, mußten aber dann erst mal 3 Jahre
auf Sparflamme mit geringer Einstufung (A9 oder A10) und bei
Gehaltsabzügen wegen teilweiser Studienrückzahlung laufen, intern noch
die Laufbahnprüfungen schaffen, bzw. die Fachrichtung wählen. Dafür, daß
man nicht ganz so schnell reich wurde, war der Job dann aber
lebenslang sicher. Heute ist es natürlich ein wenig anders mit der
Sicherheit und der Lebenslänglichkeit.
Wie es bei der Bahn da war, weiß ich nicht ganz genau. Mein kürzlich
verstorbener Onkel wurde mit 13 ohne Schulabschluß bei der Bahn
eingezogen, wie beim Militärdienst. Gleisbau, Heizer, er sah auch
zuletzt noch aus wie Hulk. Das zeigte sich aber als positiv, er hatte da
eine gute Karriere. Wurde Beamter im mittleren technischen Dienst,
endete als Betriebsinspektor. Ich hatte mit ihm in der letzten Zeit noch
interessante Gespräche darüber. Im Alter erzählte der Mann mir viele
Details, die man normalerweise nicht so erzählen würde. Z.B. wie man
ohne Schulabschluß es in den 1970-ern bis zum E-Lok-Führer schafft, daß
sie im Krieg kaum lesen und schreiben lernten. Er hatte auch einen sehr
guten Charme, mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit richtig
umzugehen.
Ich glaube, bei der Bahn selbst wird man heute eher
Power-Point-Minister. Für das Technische haben die doch heute auch schon
ihre ausgegliederten bahneigenen Dienstleistungsgesellschaften.