Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Lage bei Continental


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von Hans (Gast)


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Hi!
Ich habe demnächst ein Vorstellungstermin bei Continental als 
Testingenieur. Was ich schon weiß ist, dass man nach Tarif bezahlt wird. 
Wie sieht es denn z.B. mit Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen etc. aus? Wie 
sieht es mit Weiterbildungen usw. aus. Wie ist überhaupt die Stimmung 
nach der Übernahme und Krise? Vielen Dank schonmal für die Info.

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von Faktenschreiber (Gast)


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Nun , du stellst ziemlich viele Fragen ....

Paß auf, daß man dir nicht sagt :

" Wir erklären Sie zur gefährlichen Person, Sie kommen auf die blacklist 
"


Dies war die letzte Antwort des Personalers , dessen Firma 
durchsetzungsfähige Ingenieure suchte , aber mit genau diesen 
umgangstechnisch mehr als überfordert schien .

--> Such dir was anderes .   gewisse "Listen" dürften ziemlich lang sein 
.

von hans (Gast)


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Ich weiß, es ist schon spät. Aber das extreme Geplenke muss wirklich 
nicht sein. Da haben sich schon andere auf andere Weise mehr blamiert. 
Dein Versuch war also ziemlich erfolglos.

von Marx W. (Gast)


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Hans schrieb:
> Hi!
>
> Ich habe demnächst ein Vorstellungstermin bei Continental als
>
> Testingenieur.
An welchen Standort ist das VG, denn du willst Antworten?

> Was ich schon weiß ist, dass man nach Tarif bezahlt wird.
Ist doch gut!
>
> Wie sieht es denn z.B. mit Weihnachtsgeld,
Schau in den Tarifvertrag!
> Bonuszahlungen etc. aus?
Bonus eher mau, Conti hat Schulden bis unter die Haarwurzel!
>
> Wie sieht es mit Weiterbildungen usw. aus.
Sollte eigentlich bei denen Standard sein!
>Wie ist überhaupt die Stimmung
hängt vom Standort ab!
> nach der Übernahme und Krise?
> Vielen Dank schonmal für die Info.

von Faktenschreiber (Gast)


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hallo ,

Auch wenns schwer fällt das zu inhalieren ;-)    Das hat der wirklich 
gesagt.

Also nix mit Plenke . Es sollten einige mal lieber die rosarote Brille 
abnehmen
und die gegen null konvergierenden Scheuklappen öffnen .

Das sind wertvolle information im Sinne Einsicht in die effektive 
Unternehmenskultur

von Hans (Gast)


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Standort ist Villingen, ich glaube das war vorher VDO

von Stärnecheib (Gast)


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>Standort ist Villingen, ich glaube das war vorher VDO

Kienzle, Mannesmann-Kienzle, VDO, Siemens-VDO, Conti, soweit ich das 
noch in Erinnerung hab.

von informator (Gast)


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tja, die Firma ist groß, kommt drauf an wo Du landen wirst, es kommt 
drauf an auf die Abteilung.
Laut tarifen Weihnachtsgeld ist kein Problem genauso wie das Gehalt 
(etwa 13,25 Gehälter).

Beispielhaft in Regensburg wurden in letzter Zeit über 100 Leute 
eingestellt, da viele gegangen sind aber zur Zeit es gibt auch viele 
Aufträge.

von Marx W. (Gast)


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Stärnecheib schrieb:
> Kienzle, Mannesmann-Kienzle, VDO, Siemens-VDO, Conti, soweit ich das
>
> noch in Erinnerung hab.

Na, da hat es aber ganz schön viele neue Sätze an Arbeitskleidung in 
kurzer Zeit gegeben!

von Stärnecheib (Gast)


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>Na, da hat es aber ganz schön viele neue Sätze an Arbeitskleidung in
>kurzer Zeit gegeben!

Es müssen ca. die letzten 25 Jahre gewesen sein, in denen diese Wechsel 
stattfanden.

von Tom (Gast)


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Moin,

mal zum Thema "Plenken" und dem Kommentar vom Faktenschreiber:

http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk

Cheers

von Faktenschreiber (Gast)


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merci für den Hinweis. Offengesagt ist mir das völlig egal, ob das Komma 
wie hier steht  ,oder wie jetzt hier. Das dies für "Ordnungsfanatiker" 
gerne gemißbraucht wird, um einen Beitrag indirekt zu kritisieren, ist 
der eigentliche Punkt.

Wenn also als Antwort nix als  "du plenkst" kommt ist das Schwachfug, 
sorry

Viel wichtiger ist doch die Info ,das gewisse CIA Machenschaften 
angeprangert werden müssen in unsrer Demokratur.

von Der Fragende (Gast)


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Hi,

hatte wollte mal wissen ob jemand weiß wie es bei Continental in 
Babenhausen ausschaut. Wie ist die Stimmung dort und die Vorgesetzten?

MfG Der Fragende

von R. (Gast)


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Wer soll Dir das beantworten?

Jemand der dort ist, wird sich kaum outen und wenn er schon weg ist, 
dann ist seine Information veraltet. Ich könnte Dir sagen, was dort in 
2005 gelaufen ist. Der Vorgesetzte dürfte lagen weg sein,

von Robocash (Gast)


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Nach meinen Ausscheiden als Leiharbeiter bei einer Conti-Niederlassung 
rief ich mal den Betriebsrat an. Man sagte mir in etwa:

"Streike nur mit, wenn dein Chef es wünscht."

Beitrag #6011515 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6011784 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6011813 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6013320 wurde von einem Moderator gelöscht.
von NurMut (Gast)


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F. B. schrieb im Beitrag #6013320:
> Continental: "Der Markt kollabiert gerade"
>
> 
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/industrie/autozulieferer-continental-das-display-ist-der-gamechanger/25147158-2.html

Zitate aus dem Kontext ziehen. Du kannst es noch. Ich vervollständige:

"Dort, im hessischen Babenhausen, bauen fast 1000 von 1800 
Conti-Mitarbeitern in der Produktion die analogen Kombiinstrumente mit 
Tacho, Drehzahlmesser und allen möglichen anderen Anzeigen. Nur: Schon 
in wenigen Jahren KÖNNTE das vorbei sein."

Verstehen angeblich Hochbegabte wie du heutzutage das Wort könnte nicht 
mehr? Nur mal so: Ohne die Abschreibung hätte Conti auch keinen 
"Verlust". Die Antriebssparte ist ja nicht wertlos, nur weil Conti sie 
abschreibt.

Vielleicht werden einige der Stellen, die in Altersteilzeit gehen, nicht 
nachbesetzt. Aber das ist etwas völlig anderes als betriebsbedingte 
Kündigungen wie es sie früher schon bei Conti gab. Selbst das wäre kein 
Weltuntergang, denn Conti gibt es immer noch und ohne die Abschreibung 
hätte man auch wieder einen Gewinn.

von Planlos (Gast)


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Und das musstest du 8 Jahre später jetzt doch nochmal loswerden? 
Endlich, denn was lange währt wird endlich gut

von Dirk M. (Gast)


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Faktenschreiber schrieb:
> Nun , du stellst ziemlich viele Fragen ....
>
> Paß auf, daß man dir nicht sagt :
>
> " Wir erklären Sie zur gefährlichen Person, Sie kommen auf die blacklist
> "
>
> Dies war die letzte Antwort des Personalers , dessen Firma
> durchsetzungsfähige Ingenieure suchte , aber mit genau diesen
> umgangstechnisch mehr als überfordert schien .
>
> --> Such dir was anderes .   gewisse "Listen" dürften ziemlich lang sein
> .

Immer der Mythos von diesen Backlists. Glaubt ihr wirklich an sowas oder 
verbreitet ihr hier nur Unfug?

von NurMut (Gast)


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Planlos schrieb:
> Und das musstest du 8 Jahre später jetzt doch nochmal loswerden?
> Endlich, denn was lange währt wird endlich gut

Da wurden nachträglich noch ein paar Beiträge über meinem gelöscht. Der 
Finanzschwachkopf F.B. hat das Ding aus der Versenkung geholt.

von Qwertz (Gast)


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NurMut schrieb:
> Der Finanzschwachkopf F.B. hat das Ding aus der Versenkung geholt.

Was geht in dem bloß vor?
Dem ist wohl sehr langweilig, wenn er so alte Threads ausgräbt.

von klemby (Gast)


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@Dirk M.
Das mit den Listen ist kein Mythos. Ich habe selbst in dem Umfeld 
gearbeitet.
Große Firmen sind verpflichtet, einen Abgleich zu machen, damit 
international gesuchte Leute nicht eingestellt werden.

Es existiert schon einiges in dem Bereich, informier dich mal.

Z.b. muss auch gepflegt werden, wer das Unternehmen verlassen hat 
(mit/ohne Abfindung) usw.

von NurMut (Gast)


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klemby schrieb:
> Z.b. muss auch gepflegt werden, wer das Unternehmen verlassen hat
> (mit/ohne Abfindung) usw.

weil...?

von Und wen? (Gast)


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klemby schrieb:
> @Dirk M.
> Das mit den Listen ist kein Mythos. Ich habe selbst in dem Umfeld
> gearbeitet.
> Große Firmen sind verpflichtet, einen Abgleich zu machen, damit
> international gesuchte Leute nicht eingestellt werden.
>
> Es existiert schon einiges in dem Bereich, informier dich mal.

Und wo sollte man sich informieren? Einfach beim Personalchef 
durchklingeln und nach der Blacklist fragen?

von Ralf (Gast)


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Und wen? schrieb:
> Und wo sollte man sich informieren? Einfach beim Personalchef
> durchklingeln und nach der Blacklist fragen?

Mensch du Depp, es geht alles den Bach runter. Absolventen bekommen 
keinen Job mehr!

von Qwertz (Gast)


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Ralf schrieb:
> Und wen? schrieb:
> Und wo sollte man sich informieren? Einfach beim Personalchef
> durchklingeln und nach der Blacklist fragen?
>
> Mensch du Depp, es geht alles den Bach runter. Absolventen bekommen
> keinen Job mehr!

Wie wäre es dann damit fachfremd zu arbeiten? Hauptsache Arbeit und 
niemandem auf der Tasche liegen.

von DuDeppDu (Gast)


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> Mensch du Depp, es geht alles den Bach runter. Absolventen bekommen
> keinen Job mehr!

Youtube-Video "Haindling - Du Depp 1984"

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Beitrag #6014924 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6015192 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Interpunktator (Gast)


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klemby schrieb:
> Große Firmen sind verpflichtet, einen Abgleich zu machen, damit
> international gesuchte Leute nicht eingestellt werden.

Das wusste ich nicht. Hast du ein paar Links dazu?

Faktenschreiber schrieb:
> Wenn also als Antwort nix als  "du plenkst" kommt ist das Schwachfug,
> [...] gewisse CIA Machenschaften [...] unsrer Demokratur.

Es gibt durchaus firmenweite (irgendwie gefärbte oder graustufige) 
Listen, wo unter anderem "cholerische Interpunktions-Legastheniker mit 
Wahnvorstellungen von Verschwörungstheorien" verzeichnet sind.

CIA ist das keineswegs: Wenn du dich irgendwo bewirbst, wollen die 
sicher den Namen deines derzeitigen oder ehemaligen Arbeitgebers 
erfahren. Oder sie wollen das Arbeitszeugnis sehen, wo genau das in der 
rechten oberen Ecke steht. Der eine Personaler ruft den Andreren kurz an 
und es werden Daten ausgetauscht.

von Beamter (Gast)


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Interpunktator schrieb:
> Der eine Personaler ruft den Andreren kurz an und es werden Daten
> ausgetauscht.

Und dafür werden dann bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent 
des weltweiten Jahresumsatzes fällig. Und ich mache früh Feierabend.

von Video (Gast)


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Google einfach nach
Dax Liste terror Bekämpfung

Dann findest du genug für den Anfang.

von Alex G. (dragongamer)


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Bezweifle mal stark der der Typ da vor 8 Jahren staatlich gesuchte 
Personen meinte...

von Berufsberatung am Wochenende (Gast)


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Gestern im BR:
Conti schliesst Werk in bayrische Pampa: 500 Leute arbeitslos.

Jeden Tag ne andere Werksschliessung/Stellenabbau bei Auto(zulieferern).

Und vorhin machte der Altmaier den Colt Seavers (wedelte mit den Armen 
wie ein Stuntman) von der Showbühne.

Es geht nur noch bergab.

von Einfach unverbesserlich (Gast)


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> Und vorhin machte der Altmaier den Colt Seavers (wedelte mit den Armen
> wie ein Stuntman) von der Showbühne.
>

Mach uns den Ikarus

von Einfach unverbesserlich (Gast)


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Berufsberatung am Wochenende schrieb:
> Und vorhin machte der Altmaier den Colt Seavers (wedelte mit den Armen
> wie ein Stuntman) von der Showbühne.

Bin gespannt, wann die komplette Bundesregierung stürzt

von InterWebz (Gast)


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Zumindest die (rel. aktuelle) Story von einem Mitbewerber finde ich 
interessant:
https://bnn.de/lokales/karlsruhe/unsicherheit-und-millionen-forderung-bei-michelin

der Umgang lässt einiges durchblicken.....

von Alex G. (dragongamer)


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InterWebz schrieb:
> der Umgang lässt einiges durchblicken.....
Naja, die wirst in jedem Unternehmen mitarbeiter finden die auf "die da 
Oben" schimpfen...
So wie sich hier Leute finden die eine Verletzung eines Politikers zum 
Anlass nehmen sich drüber lustig zu machen.
Respektlose Menschen gibt es zum Leidwesen anderer halt.

von Keks (Gast)


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Berufsberatung am Wochenende schrieb:
> Und vorhin machte der Altmaier den Colt Seavers (wedelte mit den Armen
> wie ein Stuntman) von der Showbühne.
>

Da hat er wohl das Rentenloch gefunden.
Kommt davon, sich selbst immer mehr Diäten einverleiben, dass man kaum 
noch geradeaus laufen kann, aber seinem eh schon darbendem Volk 
trockenes Brot verordnen.

von InterWebz (Gast)


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mir gings eher drum das man dort die Verfehlungen (insofern die 
Mitarbeiter nicht unter Vorsatz falsch versteuert haben) des 
Unternehmens versucht nach unten durchzureichen.

im gleichen Atemzug spricht man dort von Stellenkürzungen und der 
schlechten Lage. Wer als erstes dran ist, falls sich wer wehrt dürfte 
klar sein. Dann versucht man die MA mundtot zu machen oder kürzt 
Abfindungen. Das ist schon ein deutlicher Sprech....

Hat aber nix mit Conti zu tun, also sorry für den OT

von Manfred (Gast)


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Berufsberatung am Wochenende schrieb:
> Conti schliesst Werk

Die Krise im Automobilbau sehe ich als willkommenen Vorwand, Personal 
zu entlassen.

Conti incl. der von ihnen übernommen Firmen bauen Elektronik, die nur 
wenig Abhängigkeit vom Verbrennermotor haben. Fahrassistenzsysteme, 
Sitzverstellungen, KeylessGo, Bremsen mit ABS - all das braucht man auch 
bei Elektroautos.

Räder haben die Elektroautos auch, aber egal, meines Wissens fertigt 
Continental keine PKW-Reifen mehr in Deutschland.

InterWebz schrieb:
> (rel. aktuelle) Story von einem Mitbewerber

M* ist doch ein Franzose? Also klar: Alles, was nicht im eigenen Land 
Arbeit schaft, wird bevorzugt geschlossen - wie sie es auch mit der 
Unterhaltungselektronik getrieben haben.

Oder guckst Du die Eisenbahnfertigung Allstom in Salzgitter (ehemals 
Linke-Hoffmann-Busch) an, auch da wird seit Jahren gekämpft, weil der 
Franzmann lieber in Frankreich fertigen will - obwohl das Deutsche Werk 
bestens ausgelastet ist.

von Zahlesel (Gast)


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InterWebz schrieb:
> mir gings eher drum das man dort die Verfehlungen (insofern die
> Mitarbeiter nicht unter Vorsatz falsch versteuert haben) des
> Unternehmens versucht nach unten durchzureichen.

Bemerkenswerte Findigkeit des Finanzamts (nebenbei bemerkt): Wie die 
wohl rausbekommen haben, dass der Grenzgängerstatus entfallen ist, weil 
mehr als 45 Tage keine Rückkehr an den Wohnsitz?

Dachte nach dem großen schweizer Pensionskassenbeutezug dieses Jahr 
(Überobligatorium ist neu steuerpflichtiger Arbeitslohn) sei erstmal der 
Appetit auf Euros gestillt, aber wohl nicht in Michelland.

von Kire L. (Firma: HTW) (sachse88)


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Zahlesel schrieb:
> Dachte nach dem großen schweizer Pensionskassenbeutezug dieses Jahr
> (Überobligatorium ist neu steuerpflichtiger Arbeitslohn) sei erstmal der
> Appetit auf Euros gestillt, aber wohl nicht in Michelland.

Das ist aber schon mindestens 3 Jahre so, dafür sind die Auszahlungen 
dann im Rentenalter steuerlich besser gestellt und nur 18% werden 
besteuert, und nicht 100% wie der Rest, immerhin. Ist aber auch 
nachvollziehbar, da man sich den Über-obligatorischen Teil ja auszahlen 
lassen kann, wenn man nicht mehr in der Schweiz arbeitet. Würde der 
nicht direkt versteuert, könnte man da sonst steuerfrei ran. Wäre ich 
dafür, aber da friert eher die Hölle zu, als das in Deutschland etwas 
steuerfrei wäre ...

von NurMut (Gast)


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Berufsberatung am Wochenende schrieb:
> Conti schliesst Werk in bayrische Pampa: 500 Leute arbeitslos.
>
> Jeden Tag ne andere Werksschliessung/Stellenabbau bei Auto(zulieferern).

Wenn jeden Tag irgendwo ein Werk in Deutschland geschlossen wird, kannst 
du sicherlich paar Links dazu teilen. Mir fällt spontan kein Beispiel 
ein, wo DIESES Jahr betriebsbedingte Kündigungen von großen Zulieferern 
oder Automobilherstellern umgesetzt wurden. Einige Insolvenzen von KMU 
hat es immer schon gegeben. Stellen über 
Altersteilzeit/Vorruhestandsregelungen abzubauen wie VW es tut, ist 
etwas völlig anderes als wegen Verlusten ein Werk zu schließen und alle 
betriebsbedingt zu kündigen.

Man muss einfach realistisch sein. Elektroautos und erneuerbare Energien 
sind die Zukunft. Einige Jobs werden verschwinden und andere dafür 
entstehen. Man muss nur rechtzeitig umsteigen.

von Rübezahl (Gast)


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Kire L. schrieb:
> Das ist aber schon mindestens 3 Jahre so, dafür sind die Auszahlungen
> dann im Rentenalter steuerlich besser gestellt und nur 18% werden
> besteuert, und nicht 100% wie der Rest, immerhin.

Also Doppelbesteuerung: Korrekt wäre es nur den Ertragsanteil zu 
besteuern, wenn das ÜO bereits in der Einzahlungsphase versteuert wurde. 
Und selbst damit fährt man bedingt durch Inflation real Verluste ein. 
100 Euro heute sind mehr wert als 100 Euro in 30 Jahren. Bis man das 
Rentenalter erreich hat, ändert der Gesetzgeber aber selbst diese 
unfaire Regelung nochmal zu seinen Gunsten...


> Ist aber auch
> nachvollziehbar, da man sich den Über-obligatorischen Teil ja auszahlen
> lassen kann, wenn man nicht mehr in der Schweiz arbeitet. Würde der
> nicht direkt versteuert, könnte man da sonst steuerfrei ran.

Das man sich in Michelland (legal) irgendwas auszahlen lassen kann was 
dann steuerfrei bliebe, wage ich zu bezweifeln. Läßt man sich eine LV 
auszahlen, zahlt man sogar Krankenkasse (warum und wofür auch immer). 
Macht man Kapitalgewinne zahlt man sogar an die Kirche (warum und wofür 
auch immer).


> Wäre ich
> dafür, aber da friert eher die Hölle zu, als das in Deutschland etwas
> steuerfrei wäre ...

Der Michel will das so, hat er sich verdient.

von Keks (Gast)


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Manfred schrieb:
> Die Krise im Automobilbau sehe ich als willkommenen Vorwand, Personal zu
> entlassen

Was verständlich ist, aufgrund der zunehmenden Standortnachteile, einer 
aus dem Vollen schöpfenden IGM inkl. Querulanten-BRs und Preisdruck. Da 
würden heutige Margen sich schnell ins Gegenteil verkehren und 
letztendlich die Insolvenz bedeuten.

von Kire L. (Firma: HTW) (sachse88)


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Rübezahl schrieb:
> Also Doppelbesteuerung: Korrekt wäre es nur den Ertragsanteil zu
> besteuern, wenn das ÜO bereits in der Einzahlungsphase versteuert wurde.
> Und selbst damit fährt man bedingt durch Inflation real Verluste ein.
> 100 Euro heute sind mehr wert als 100 Euro in 30 Jahren. Bis man das
> Rentenalter erreich hat, ändert der Gesetzgeber aber selbst diese
> unfaire Regelung nochmal zu seinen Gunsten...

Die 18% sind der Ertragsanteil (wenn man mit 65 in Rente geht), ich 
wollte es allgemein verständlich halten und habe es etwas vereinfacht. 
Einfach mal Ertragsanteil Überobligatorium googlen für Details. Das 
Kapital wird in der Zwischenzeit ja auch verzinst, das gleicht die 
Inflation aus, bzw. noch machen die Pensionskassen sogar noch leichtes 
Plus, meine Pensionskasse(n) hatte zuletzt noch ~4% Verzinsung.

Rübezahl schrieb:
> Das man sich in Michelland (legal) irgendwas auszahlen lassen kann was
> dann steuerfrei bliebe, wage ich zu bezweifeln. Läßt man sich eine LV
> auszahlen, zahlt man sogar Krankenkasse (warum und wofür auch immer).

Habe ich ja gesagt, du versteuerst bei der Einzahlung und kannst es dir 
steuerfrei auszahlen lassen (wenn man nicht mehr in der Schweiz 
arbeitet). Nur in der Zwischenzeit erwirtschaftete Erträge muss man wohl 
dann noch versteuern.

von my2ct (Gast)


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Faktenschreiber schrieb:
> merci für den Hinweis. Offengesagt ist mir das völlig egal, ob das Komma
> wie hier steht  ,oder wie jetzt hier.

Aber denjenigen, die dein Zeugs lesen sollen, ist es nicht egal.
Dann kannst du dir die Arbeit das Schreiben gleich sparen.

von Gern auch (Gast)


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my2ct schrieb:
> Aber denjenigen, die dein Zeugs lesen sollen, ist es nicht egal.
> Dann kannst du dir die Arbeit das Schreiben gleich sparen.
Schön, daß du ihm das nach ziemlich genau 8 Jahren auch endlich mal 
sagst.

von Alter Hase (Gast)


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Manfred schrieb:
> Die Krise im Automobilbau sehe ich als willkommenen Vorwand, Personal
> zu entlassen.

Ja das sehe ich auch so.

Umgekehrt stellt sich die Frage - wann sonst?

In der Krise gehts bei Konzernen so am einfachsten. Um den Preis einer 
heftigen Gerechtigkeitsdebatte ... und es trifft einige die man 
eigentlich behalten wollte/sollte. Sieht dann am Ende irgendwie doch aus 
wie mit dem Rasenmäher rasiert.

von Dividendor (Gast)


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Wer zu massiven Speckansätzen neigt, muss gelegentlich zum Absauger.

von Alex G. (dragongamer)


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Dividendor schrieb:
> Wer zu massiven Speckansätzen neigt, muss gelegentlich zum Absauger.
Nicht grade schön ausgedrückt, aber wohl wahr.
Wobei das auch sinnvoll ist. Schon seit fast einem Jahrzehnt lohnt sich 
Geld auf Halde legen ja nicht. Daher macht es Sinn, bei guten Gewinnen 
in Wachstum zu investieren (was eben Mitarbeiter beinhaltet). Wenn die 
Aussichten schlechter werden, muss man das auch wieder rechtzeitig 
abbauen.
Als betroffener Mitarbeiter kann man das natürlich doof finden, aber ob 
es wirklich besser gewesen wäre wenn man einem den Job garnicht erst 
gegeben hätte? ;)
Zum Glück leben wir in einem Land wo der Staat einen fast immer 
auffängt.

: Bearbeitet durch User
von Manfred (Gast)


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Alter Hase schrieb:
>> Die Krise im Automobilbau sehe ich als willkommenen Vorwand, Personal
>> zu entlassen.
>
> Ja das sehe ich auch so.
>
> Umgekehrt stellt sich die Frage - wann sonst?
>
> In der Krise gehts bei Konzernen so am einfachsten.

Heute in den Radionachrichten vom Nord Deutschen Rotfunk: VW in Emden 
will Sonderschichten fahren, weil sie die geplante Menge Fahrzeuge nicht 
gefertigt bekommen. Man wirft VW vor, das durch Stellenabbau selbst 
verschuldet zu haben, VW redet sich mit einem hohen Krankenstand heraus.

Mal kurz die Suchmaschine an: 
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/VW-Werk-Emden-Auf-Stellenabbau-folgt-Mehrarbeit,vw5166.html

von 0xAFFE (Gast)


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Manfred schrieb:
> Heute in den Radionachrichten vom Nord Deutschen Rotfunk: VW in Emden
> will Sonderschichten fahren, weil sie die geplante Menge Fahrzeuge nicht
> gefertigt bekommen.

Ein Luxusproblem das bescheinigt wie gut VW dasteht. Befristete Leiher 
findet man auch kurzfristig wieder. Diese nicht zu übernehmen war jedoch 
eine mittel- bis langfristige Entscheidung, denn in Emden sollen 
zukünftig Elektroautos vom Band rollen und die haben weniger Bauteile, 
werden automatisierter gefertigt. Was sind schon paar Wochen 
Überstunden...

von F. B. (finanzberater)


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von Insider (Gast)


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Da kommt ein gewaltiger Tsunami auf uns zu. Das ist erst der Anfang...

von Berufsberatung am Wochenende (Gast)


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Insider schrieb:
> Das ist erst der Anfang...

wir werden alle sterben!!!!elf111!!

von VWLer (Gast)


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Insider schrieb:
> Da kommt ein gewaltiger Tsunami auf uns zu. Das ist erst der
> Anfang...

Langsam kommt die Sättigung und die weltweiten Gammellöhne, sprich Löhne 
weit unter der Produktivität, an. Bis jetzt wurde das nur mit Krediten 
und Schulden bis hin zur Überschuldung übertüncht. Oder kurz, die 
einseitige Geldansammlung stranguliert die Realwirtschaft.

von Reinigendes Gewitter (Gast)


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Quatschköppe!

In nächster Zeit wird nur der unnötige Ballast der alten Autoindustrie 
weggespült. Scheiße für Maschbauer und die Fachkräfte am Band/in der 
Produktion.
Für uns ETler und Informatiker brechen dagegen goldene Zeiten an.
Bullshit Bingo ist letztendlich doch was feines für uns.

von Qwertz (Gast)


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Reinigendes Gewitter schrieb:
> Für uns ETler und Informatiker brechen dagegen goldene Zeiten an.

Ich Blicke auch sehr optimistisch in die Zukunft, es läuft doch für die 
Allermeisten beruflich sehr gut.

von zilber (Gast)


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sehe ich auch so, einzige die verlieren werden sind diejenigen die mit 
"verbrennungsmotor" zu tun haben.
Wer da irgendwie drin steckt sollte das Schiff spätestens jetzt 
verlassen.

von Peter (Gast)


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Falsch. Mein OEM besetzt interne E/E Stellen mit Maschbauern. Wir werden 
viel Spaß haben, 45 jährige, sture und nicht wissbegierige Maschbauer in 
Signale, Vernetzung und IT einzuarbeiten. :)

Die guten Externen schauen in die Röhre, da Einstellungsstopp.

von F. B. (finanzberater)


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Reinigendes Gewitter schrieb:
> Für uns ETler und Informatiker brechen dagegen goldene Zeiten an.
> Bullshit Bingo ist letztendlich doch was feines für uns.

Und wovon soll euer IGM-Gehalt bezahlt werden, wenn kein Geld mehr 
verdient wird?

von Antonius (Gast)


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Die guten Externen sind Freiberufler. Nicht für 40K p.A.

von F. B. (finanzberater)


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Peter schrieb:
> Falsch. Mein OEM besetzt interne E/E Stellen mit Maschbauern. Wir werden
> viel Spaß haben, 45 jährige, sture und nicht wissbegierige Maschbauer in
> Signale, Vernetzung und IT einzuarbeiten. :)

LOL. Ja, was sollen sie auch machen, wenn die Maschinenbauer eine 
Jobgarantie haben? Dass mit den umgeschulten Fricklern der Rückstand auf 
Google und die Chinesen nur noch größer wird, sollte klar sein. Geld 
kostet die Umschulung auch noch und den Fricklern darf man dann ein 
fürstliches IGM-Gehalt bezahlen, obwohl jeder Informatik-Studienabgänger 
mit einem Einstiegsgehalt mehr Leistung bringen würde. Geld, das für die 
Entwicklung fehlt. Welche Firma soll das bitte auf Dauer überleben?

von 0xAFFE (Gast)


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F. B. schrieb:
> Continental rutscht tief in die roten Zahlen
>
> 
https://www.automobilwoche.de/article/20191112/AGENTURMELDUNGEN/311129992/1280/milliardenabschreibung-und-schwache-autokonjunktur-continental-rutscht-tief-in-die-roten-zahlen

Wie immer "vergisst" du das Wesentliche zu zitieren:

Continental hat im dritten Quartal einen Verlust von fast zwei 
Milliarden Euro verbucht. Dies LAG ZU WEITEN TEILEN an hohen 
Abschreibungen, aber auch im laufenden Geschäft sank das Ergebnis.

Der Gewinn ist gesunken, aber ohne die Abschreibungen wäre es trotzdem 
ein Quartalsgewinn von über 615 Mio EUR gewesen. Ein ordentliches 
Ergebnis. Zugegeben: Ein Bandarbeiter wäre ich aktuell ungerne, aber bei 
solchen Gewinnen braucht sich ein Entwickler keine Sorgen machen.

von 0xCAFE (Gast)


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F. B. schrieb:
> Und wovon soll euer IGM-Gehalt bezahlt werden, wenn kein Geld mehr
> verdient wird?

Ohne die Abschreibungen als Einmaleffekt hat Conti trotzdem einen 
Quartalsgewinn abgeliefert. Das heißt mehr Einnahmen als Ausgaben, falls 
du Finanzanfänger das nicht begreifst.

von Pseudoingenieur (Gast)


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F. B. schrieb:
> Peter schrieb:
> Falsch. Mein OEM besetzt interne E/E Stellen mit Maschbauern. Wir werden
> viel Spaß haben, 45 jährige, sture und nicht wissbegierige Maschbauer in
> Signale, Vernetzung und IT einzuarbeiten. :)
>
> LOL. Ja, was sollen sie auch machen, wenn die Maschinenbauer eine
> Jobgarantie haben? Dass mit den umgeschulten Fricklern der Rückstand auf
> Google und die Chinesen nur noch größer wird, sollte klar sein. Geld
> kostet die Umschulung auch noch und den Fricklern darf man dann ein
> fürstliches IGM-Gehalt bezahlen, obwohl jeder Informatik-Studienabgänger
> mit einem Einstiegsgehalt mehr Leistung bringen würde. Geld, das für die
> Entwicklung fehlt. Welche Firma soll das bitte auf Dauer überleben?

Das ist für die Unternehmen kein Problem, so lange sie die 
Entwicklungsleitung billig extern einkaufen können, so wie sie es 
aktuell schon tun. Wenn das auch nicht mehr ausreichen sollte, falls es 
doch mal einen Fachkräftemangel geben sollte, dann wird man die Leute 
btw auch relativ einfach los, in dem man die Siemens-Strategie zur 
Abschiebung ungeliebter Mitarbeiter nutzt.

Dass die Informatik-Absolventen mehr leisten, da würd ich btw auch nicht 
drauf wetten, die neigen nur häufig dazu ihren Nutzen zu überschätzen

von Qwertz (Gast)


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Pseudoingenieur schrieb:
> Dass die Informatik-Absolventen mehr leisten, da würd ich btw auch nicht
> drauf wetten, die neigen nur häufig dazu ihren Nutzen zu überschätzen

Das trifft den Nagel auf den Kopf!

von F. B. (finanzberater)


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0xAFFE schrieb:
> Der Gewinn ist gesunken, aber ohne die Abschreibungen wäre es trotzdem
> ein Quartalsgewinn von über 615 Mio EUR gewesen.

Falsch. Es müssen noch Zinszahlungen und Steuern abgezogen werden.

von F. B. (finanzberater)


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0xCAFE schrieb:
> Ohne die Abschreibungen als Einmaleffekt hat Conti trotzdem einen
> Quartalsgewinn abgeliefert. Das heißt mehr Einnahmen als Ausgaben, falls
> du Finanzanfänger das nicht begreifst.

Falsch. Interessanter für die Zahlungsfähigkeit dürfte wohl eher der 
Cashflow sein. Und der liegt nach Ende des dritten Quartals bei -750 
Millionen €. Wenn Conti so weiter macht, sind sie demnächst insolvent. 
Dann müssen Konzernteile verkauft werden, um wieder an Geld zu kommen, 
die wegen der Abschreibungen aber nichts mehr wert sind.

von F. B. (finanzberater)


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Netto-Finanzschulden sind übrigens auch von 3 Milliarden auf 5,5 
Milliarden gestiegen.

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Pseudoingenieur schrieb:
>> Dass die Informatik-Absolventen mehr leisten, da würd ich btw auch nicht
>> drauf wetten, die neigen nur häufig dazu ihren Nutzen zu überschätzen
>
> Das trifft den Nagel auf den Kopf!

Und selbst wenn: Ein umgeschulter Maschinenbauer mit mehreren Jahren 
Berufserfahrung ist nach der Umschulung ein Anfänger im Bereich der 
Softwareentwicklung, also maximal auf dem Niveau eines Absolventen, 
bekommt aber im Gegensatz zu einem Einsteiger den IGM-Höchstsatz. Ob er 
überhaupt Motivation und Talent hat für Softwareentwicklung oder nur 
noch seine Zeit bis zur Rente absitzen will, um sein IGM-Gehalt zu 
kassieren, ist dann noch eine andere Frage.

von F. B. (finanzberater)


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Pseudoingenieur schrieb:
> falls es
> doch mal einen Fachkräftemangel geben sollte, dann wird man die Leute
> btw auch relativ einfach los, in dem man die Siemens-Strategie zur
> Abschiebung ungeliebter Mitarbeiter nutzt.

Ja gut, kann ja sein. Ist ja sogar das, was ich auch immer sage, dass 
eure Jobgarantie nicht viel wert ist. Aber was habt ihr denn als 
Mitarbeiter davon, wenn ihr von Conti so einfach abgeschoben werden 
könnt?

von GEKU (Gast)


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War bei Semperit, der von Conti gekauft worden ist auch nicht anders.

https://de.wikipedia.org/wiki/Semperit_AG

von Immobilien-Makler (Gast)


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Fragt sich wielange die Immobilienpreise fröhlich abgekoppelt von der 
Realwirtschaft weiter steigen. Haben ja dieses Jahr einige Unternehmen 
eine Konsolidierung gemacht bzw. sind noch drin, nicht nur Continental.

von Toby P. (Gast)


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Immobilien-Makler schrieb:
> Fragt sich wielange die Immobilienpreise fröhlich abgekoppelt von der
> Realwirtschaft weiter steigen.

Umgekehrt wird da ein Schuh draus. Die Finanzblase kommt ja erst bei den 
Wertpapieren und dann bei den Immobilen an.

Erst danach sind die Firmen dran. Am Ende senkt Sie sich in die 
Supermärkte, als (Hyper)Inflation. Bedankt euch dann bei denen die ihr 
gewählt und geduldet habt.

F. B. schrieb:
> Interessanter für die Zahlungsfähigkeit dürfte wohl eher der
> Cashflow sein. Und der liegt nach Ende des dritten Quartals bei -750
> Millionen €.

Wie ist das Momentum (cash flow der letzten Quartale)?

von 0xCAFE (Gast)


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F. B. schrieb:
> Interessanter für die Zahlungsfähigkeit dürfte wohl eher der Cashflow
> sein. Und der liegt nach Ende des dritten Quartals bei -750 Millionen €.
> Wenn Conti so weiter macht, sind sie demnächst insolvent.

Kümmer dich lieber um deine Aktien, wo der Gewinn nicht um 20% wie bei 
Conti, sondern um 88% in dem Quartal eingebrochen ist.

Da kommt bald nämlich noch der folgende in China beschlossene Effekt 
dazu und man ist im Minus:

Die nun präzisierten Richtlinien beschreiben zwei Arten von 
Recyclinganlagen, die die Industrie je nach Bedarf einrichten muss. 
Kleinere Anlagen zur vorübergehenden Lagerung von fünf Tonnen und 
größere Anlagen mit einer Mindestkapazität von 30 Tonnen, die auf den 
Langzeitbetrieb ausgelegt sind.

Die strengeren Vorgaben und damit verbundenen Investitionen dürfte 
einige Unternehmen hart treffen. Mit dem Auslaufen einiger Förderungen 
stehen selbst die etablierten Autobauer vor wirtschaftlichen 
Herausforderungen. Chinas größter NEV-Hersteller BYD gab kürzlich eine 
Gewinnwarnung heraus, BIAC BluePark als größter Hersteller von reinen 
Elektroautos in China rechnet für 2019 mit einem Verlust. Die neuen 
Regelungen zum Batterie-Recycling verursachen nun weitere Kosten, ohne 
aber für die bei vielen Unternehmen dringend benötigten Einnahmen zu 
sorgen.

von Lukas (Gast)


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Wann, schätzt Ihr, wird der Immobilienmarkt kollabieren?
Geht es noch ein paar Jährchen so weiter?

Lukas

von Qwertz (Gast)


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Lukas schrieb:
> Wann, schätzt Ihr, wird der Immobilienmarkt kollabieren?

Nein.

> Geht es noch ein paar Jährchen so weiter?

Auf jeden Fall.

Immobilien-Makler schrieb:
> Haben ja dieses Jahr einige Unternehmen eine Konsolidierung gemacht bzw.
> sind noch drin, nicht nur Continental.

Auf den Arbeitsmarkt hat das aber bisher kaum Auswirkungen gehabt, auf 
die Gehälter ebenfalls nicht.

von Axel L. (axel_5)


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Lukas schrieb:
> Wann, schätzt Ihr, wird der Immobilienmarkt kollabieren?
> Geht es noch ein paar Jährchen so weiter?
>
> Lukas

Das geht noch so weiter. Es will/kann jetzt nämlich keiner mehr zu 
niedrigeren Preisen verkaufen. Man bekommt dann entweder was zu dem 
Preis oder eben nicht.

Und Geld ist immer noch da, die Rentner brauchen immer noch Geldanlagen, 
oder sind in der Lage, das ihren Kindern zu geben. Wo sie sterben, haben 
die Kinder die Kohle. Es dauert nur etwas länger, bis einer kommt. Wer 
keine reichen Eltern hat, hat es schwer, das ist aber schon länger so 
und wird sich nicht wesentlich ändern.

Gruß
Axel

von 0xCAFE (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Das geht noch so weiter. Es will/kann jetzt nämlich keiner mehr zu
> niedrigeren Preisen verkaufen. Man bekommt dann entweder was zu dem
> Preis oder eben nicht.

Bei den aktuell niedrigen Zinsen sind die aktuellen Verkaufspreise doch 
gar kein Problem. Viele Länder wünschen sich ähnliche Verkaufspreise pro 
QM für Neubauten. Meine Nachbarn haben zu 1,4% refinanziert. 1,4% von 
200k sind 2800€, also weit weniger als eine übliche Kaltmiete. Probleme 
bekommen höchstens die Leute in den Großstädten.

Ob die Immobilienpreise fallen oder steigen ist den meisten Leuten in 
Deutschland sogar egal, denn sie verkaufen eh nicht. Ich habe mein Haus 
ja nur weil ich keine 50 Jahre zur Miete leben will. Wenn der Wert 
steigt, gut, wenn nicht, dann ist das Grundstück (insbesondere unter 
Berücksichtigung der wachsenden Weltbevölkerung und Einwanderung) immer 
noch wertvoller als nichts zu haben.

von Immobilien-Makler (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> Viele Länder wünschen sich ähnliche Verkaufspreise pro
> QM für Neubauten. Meine Nachbarn haben zu 1,4% refinanziert. 1,4% von
> 200k sind 2800€, also weit weniger als eine übliche Kaltmiete. Probleme
> bekommen höchstens die Leute in den Großstädten.

Sicher? Schau mal:

https://www.immobilienscout24.de/Suche/S-2/Haus-Kauf/Umkreissuche/Freiburg_20im_20Breisgau/-/-162120/2012539/-/1276001011/20

Für 200k gibt's bald nur noch Parkplätze

von 0xCAFE (Gast)


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Immobilien-Makler schrieb:
> Sicher? Schau mal:
>
> 
https://www.immobilienscout24.de/Suche/S-2/Haus-Kauf/Umkreissuche/Freiburg_20im_20Breisgau/-/-162120/2012539/-/1276001011/20
>
> Für 200k gibt's bald nur noch Parkplätze

Kommt drauf an wo du suchst. Ich kann dir ohne Probleme diverse 
Landkreise nennen, wo der Quadratmeter für Neubauten weniger als 2500 
EUR kostet und Bestandsimmobilien für ungefähr 1500 EUR pro Quadratmeter 
verkauft werden (samt 500qm Grundstück), obwohl es ortsansässig starke 
Unternehmen gibt. Auch in Westdeutschland.

Wenn du in den gestiegenen Preisen die niedrigen Zinsen von ca. 1% 
berücksichtigst und das vor 15 Jahren Zinsen um 7% normal waren, dann 
sind die Gesamtkosten fast gar nicht gestiegen. Die Bank bekommt heute 
weniger und der Verkäufer mehr, aber der Käufer zahlt fast die gleiche 
Gesamtsumme über die Darlehenslaufzeit.

von Immobilien-Makler (Gast)


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Ist die eigentliche Frage nicht, ob sich die zu Grunde liegenden Werte 
(die Immobilie und das Grundstück) ebenfalls in dem Maße verteuert 
haben? Was nutzt es, wenn man etwas (im Moment) zwar finanzieren kann so 
wie vor X Jahren, was aber den finanzierten Wert überhaupt nicht hat.

von Qwertz (Gast)


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Immobilien-Makler schrieb:
> Ist die eigentliche Frage nicht,...

Die ist für mich eine ganz andere: Warum sollte ich überhaupt in 
Immobilien investieren? Aktien, breit gestreut, bieten im Vergleich sehr 
viel mehr Vorteile, und meine Miete ist mit um die 7€/qm kalt 
unschlagbar günstig.

von Alex G. (dragongamer)


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Qwertz schrieb:
> Immobilien-Makler schrieb:
>> Ist die eigentliche Frage nicht,...
>
> Die ist für mich eine ganz andere: Warum sollte ich überhaupt in
> Immobilien investieren? Aktien, breit gestreut, bieten im Vergleich sehr
> viel mehr Vorteile, und meine Miete ist mit um die 7€/qm kalt
> unschlagbar günstig.
Naja, das Problem ist, auch wenn man das Haus nicht als Geldinvestition 
sieht, sondern nur zum drin wohnen - solange man den Kredit noch abzahlt 
ist es unangenehm zu wissen dass das Haus erheblich weniger wert ist. 
Denn kann man den Kredit plötzlich nicht mehr zahlen, ist man mehr oder 
weniger schnell in der Privatinsolvenz oder zumindest muss man das Haus 
für weniger verkaufen als man mal gezahlt hat.

: Bearbeitet durch User
von Pessimist (Gast)


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Wie schlimm steht es wirklich?
Wann kollabiert der Laden?

von 0xCAFE (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Die ist für mich eine ganz andere: Warum sollte ich überhaupt in
> Immobilien investieren? Aktien, breit gestreut, bieten im Vergleich sehr
> viel mehr Vorteile, und meine Miete ist mit um die 7€/qm kalt
> unschlagbar günstig.

80qm x 7€ = 560€/mtl * 12 Monate = ca. 6700 EUR x 50 Jahre = 335.000 EUR

Klingt für mich nach einer dummen Entscheidung.

Immobilien-Makler schrieb:
> Ist die eigentliche Frage nicht, ob sich die zu Grunde liegenden Werte
> (die Immobilie und das Grundstück) ebenfalls in dem Maße verteuert
> haben? Was nutzt es, wenn man etwas (im Moment) zwar finanzieren kann so
> wie vor X Jahren, was aber den finanzierten Wert überhaupt nicht hat.

Die Häuser sind heutzutage nicht wesentlich teurer als vor 20 Jahren, 
aber die Grundstücke. Versuch mal in einer Stadt mit über 100k 
Einwohnern überhaupt ein Grundstück zu bekommen. Mit zunehmender 
Einwanderung wird das nicht besser werden.

Alex G. schrieb:
> Naja, das Problem ist, auch wenn man das Haus nicht als Geldinvestition
> sieht, sondern nur zum drin wohnen - solange man den Kredit noch abzahlt
> ist es unangenehm zu wissen dass das Haus erheblich weniger wert ist.
> Denn kann man den Kredit plötzlich nicht mehr zahlen, ist man mehr oder
> weniger schnell in der Privatinsolvenz oder zumindest muss man das Haus
> für weniger verkaufen als man mal gezahlt hat.

1. Unangenehm ist es nur wenn man verkaufen will.

2. Dein beschriebenes Szenario ist möglich, aber wie oft kommt das vor? 
Wie viele kennst du die das Haus über Privatinsolvenz verloren haben? 
Selbst bei Hartz4 wird einem unter Umständen das Haus gelassen.

3. Selbst das worst case Szenario Privatinsolvenz wegen massiv 
gefallener Hauspreise und verlorenen Job. Dein Aktienvermögen hätte man 
auch abbauen müssen, bevor es Hartz4 gibt. Man hätte andere 
Investitionen also auch verloren. Wenn man aber weder Aktien noch 
Immobilien hat, dann hat man sofort verloren.

von Sebastian (Gast)


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Ich wohne in München und sehe immer wieder Reihenhäuser leer stehen und 
das über Wochen. Bei Immo irgendwas oder in Zeitungen tauchen die nicht 
immer auf. Ich habe dann mal nach der Adresse gegoogelt und unglaublich 
aber wahr. Die Häuser tauchen im Ausland auf.

Anderes Bsp. In der Nähe wurde ein neues 5 stöckiges Wohnhaus errichtet. 
Alle Wohnungen innerhalb weniger Wochen verkauft (da wurde noch die 
Tiefgarage ausgehoben). Jetzt stehen die Wohnungen teilweise immer noch 
leer (Irma-Uhrbach-Str). Wer sucht, der wird wissen an wen die Wohnungen 
vermietet bzw. verkauft wurden.

von Qwertz (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> 80qm x 7€ = 560€/mtl * 12 Monate = ca. 6700 EUR x 50 Jahre = 335.000 EUR
>
> Klingt für mich nach einer dummen Entscheidung.

Was eine dümmliche Milchmädchenrechnung von dir. Was ist mit den 
Opportunitätskosten? Ich lege das Geld, das ich nicht für eine 
überteuerte Immobilie ausgebe, langfristig am Aktienmarkt an. Ich 
empfehle den Kommer "Kaufen oder mieten?: Wie Sie für sich die richtige 
Entscheidung treffen" zur Lektüre.
Mich nervt dieser weitverbreitete Irrglaube, dass Immobilien in jeder 
Situation die ideale Anlageform wären.

von 0xCAFE (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Mich nervt dieser weitverbreitete Irrglaube, dass Immobilien in jeder
> Situation die ideale Anlageform wären.

Es ist selbstverständlich genau so wie ETFs und Aktien nicht in jeder 
Situation die richtige Anlage. Hat keiner behauptet und ist auch völlig 
unmöglich, aber wenn du mehr als 5 Jahre arbeitest und damals hättest 
eine Immobilie in Nähe des Arbeitgebers kaufen können, wäre es fast 
überall selbst in München eine gute Entscheidung gewesen. Was soll denn 
das Risiko sein? Dass du mit Abfindung gekündigt wirst? Dann verkaufst 
die Wohnung halt. Miete ist immer 100% Verlust.
Jetzt würde ich z.B. in den 6 größten deutschen Städten auch nichts 
kaufen. In kleineren bis mittelgroßen Städten lohnt es sich trotzdem, 
weil der Kaufpreis etwa die Hälfte deiner Mietkosten darstellt und du am 
Ende der Mietzeit mit 100%iger Sicherheit nichts davon hast. Selbst wenn 
du alle 20 Jahre das Bad deiner Eigentumswohnung renovieren würdest, 
kommst du nicht auf deine Mietkosten. Die meisten machen das aber wenn 
überhaupt alle 50 Jahre. Ich habe diverse Immobilien mit Renditen um 
8-12% und bereue keine einzige davon. Die letzte dieses Jahr gekauft. 
Selbstbewohnt kann das nur eine Fehlentscheidung sein, wenn mehrere 
unglückliche sehr unwahrscheinliche Umstände zusammen kommen (z.B. 
kaufst du vor der Finanzkrise eine Wohnung in Spanien und verlierst dann 
den Job in der Solarindustrie).

von Qwertz (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> Miete ist immer 100% Verlust

Dieser Satz ist einfach nur falsch. Wohnen muss ich so oder so, und mit 
Eigentum entstehen mir über die Zeit eben andere Kosten (Kaufpreis, 
Kaufnebenkosten, Instandhaltung). Dieses nicht ausgegebene Geld ist ja 
nicht weg, sondern wird von mir langfristig in Aktien angelegt, wovon 
auch massig übrig bleibt, da die Miete ja günstig ist (und das Gehalt 
hoch). Nach spätestens 20 oder 30 Jahren muss ich nicht schlechter 
dastehen als der Immobilieneigentümer, eher im Gegenteil. Die Mehrkosten 
durch den Mietzins werde ich durch meine Aktienerträge mit 
Zinseszins-Effekt mehr als ausgleichen.

von Viatorem (Gast)


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Reiche Geldwäscher aus China und Russland kaufen Deutsche Städte leer. 
Es sollte gesetzte dagegen geben, da es die Wirtschaft hier langfristig 
kaputt macht. Ein Gehalt von 70 K ist völlig in Ordnung, aber leistet 
kein gutes Leben in München oder Frankfurt. Es war nicht immer so.

von 0xCAFE (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Die Mehrkosten durch den Mietzins werde ich durch meine Aktienerträge
> mit Zinseszins-Effekt mehr als ausgleichen.

Diese pauschale Aussage ist auch Unsinn. Hättest du in den 80ern 
japanische Aktien gekauft, hättest du 30 Jahre auf Wachstum gewartet.
Von 2007 bis 2012 hat der DAX auch keine 8% hergegeben. 2018 war auch 
ein verlorenes Jahr.

Nehmen wir als Beispiel eine Eigentumswohnung für 130k in einer 
mittelgroßen Stadt. Kaum jemand hat die Kohle auf der hohen Kante, 
sondern vielleicht 30k. Wenn du die 30k stattdessen anlegst und z.B. 8% 
durchschnittlich wie beim DAX also 2400 jährlich oder monatlich 200 
zurückerhälst, ist das trotzdem weniger als deine gesparte Kaltmiete von 
560.

Es gibt nur sehr wenige Situationen in denen selbstbewohntes 
Wohneigentum eine schlechte Entscheidung gewesen wäre.

von Axel L. (axel_5)


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Qwertz schrieb:
> Immobilien-Makler schrieb:
>> Ist die eigentliche Frage nicht,...
>
> Die ist für mich eine ganz andere: Warum sollte ich überhaupt in
> Immobilien investieren? Aktien, breit gestreut, bieten im Vergleich sehr
> viel mehr Vorteile, und meine Miete ist mit um die 7€/qm kalt
> unschlagbar günstig.

Naja, ich zahle derzeit etwa 4€/m² an meinem Haus ab, davon ist 90% 
Tilgung.

Das wird aber tatsächlich nächstes Jahr geschlagen, wenn das Haus 
bezahlt ist. DAS nenne ich dann "unschlagbar günstig".

Ich bin ja nun Ende 50 und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Von 
meinen Kollegen und Bekannten hat keiner derer, die zur Miete gewohnt 
haben, ansatzweise das Geld, eine Wohnung, geschweige denn ein Haus, zu 
kaufen.

Gruß
Axel

von Christoph S. (christoph_s205)


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Und was hat eure Hauskauf-Diskussion mit der Lage bei Conti zu tun ;-)?

Wir haben uns auch ein Haus gekauft, aber ich will mit meiner Frau und 
den 2 Kindern auch jetzt nicht mehr umziehen/umziehen müssen.
Und auf Ärger mit den Vermietern hab ich auch keine Lusts mehr.

Es gibt noch andere Gründe als rein finanzielle sich Wohneigentum zu 
sichern.

von 0xCAFE (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Von meinen Kollegen und Bekannten hat keiner derer, die zur Miete
> gewohnt haben, ansatzweise das Geld, eine Wohnung, geschweige denn ein
> Haus, zu kaufen.

Das ist genau der Punkt. Die meisten sind gar nicht diszipliniert genug 
um solche Summen beiseite zu legen. Das ist wie wenn man einem Raucher 
vorrechnet, dass er sich ohne Rauchen einen Porsche leisten könnte. 
Deswegen spart er die 210 ja trotzdem nicht, sondern verkonsumiert es 
anders, bevor genug zusammen ist. Deswegen ist Wohneigentum und damit 
das erzwungene "Sparen" die klügere Entscheidung.

von Finanzgenius (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> Das ist genau der Punkt. Die meisten sind gar nicht diszipliniert genug
> um solche Summen beiseite zu legen. Das ist wie wenn man einem Raucher
> vorrechnet, dass er sich ohne Rauchen einen Porsche leisten könnte.
> Deswegen spart er die 210 ja trotzdem nicht, sondern verkonsumiert es
> anders, bevor genug zusammen ist. Deswegen ist Wohneigentum und damit
> das erzwungene "Sparen" die klügere Entscheidung.

Nur weil eine Mehrheit der Mieter psychologisch nicht dazu in der Lage 
ist, heißt es nicht, dass es trotzdem besser sein kann. Bei Finanz- und 
Wirtschaftsthemen sind genug Landesbürger wahre Analphabeten.

von Cyblord -. (cyblord)


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0xCAFE schrieb:

> Das ist genau der Punkt. Die meisten sind gar nicht diszipliniert genug
> um solche Summen beiseite zu legen. Das ist wie wenn man einem Raucher
> vorrechnet, dass er sich ohne Rauchen einen Porsche leisten könnte.
> Deswegen spart er die 210 ja trotzdem nicht, sondern verkonsumiert es
> anders, bevor genug zusammen ist. Deswegen ist Wohneigentum und damit
> das erzwungene "Sparen" die klügere Entscheidung.

Also ist Kaufen nur was für Leute die nicht mit Geld umgehen können.

von Qwertz (Gast)


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0xCAFE schrieb:
> Es gibt nur sehr wenige Situationen in denen selbstbewohntes
> Wohneigentum eine schlechte Entscheidung gewesen wäre.

Ob sehr wenig, weiß ich nicht, aber ich bin in solch einer Situation. 
Schlechte Entscheidung natürlich nur im Vergleich zu anderen 
Anlageformen. Dass eine Immobilie auch eine Lebensstil-Entscheidung ist, 
lasse ich hier mal außen vor, denn die ist sehr individuell/persönlich.

Die niedrigen Zinsen für einen Immobilienkredit nutzen mir auch relativ 
wenig, denn genug Geld wäre mittlerweile im Depot vorhanden. Ich lasse 
mein Geld aber lieber weiter an der Börse arbeiten, langfristig (buy & 
hold) und breit diversifiziert angelegt. Ich bin mir sicher, dass ich 
mit dieser Strategie besser fahre als mir eine oder mehrere Immobilien 
ans Bein zu binden.

von Cyblord -. (cyblord)


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Qwertz schrieb:
> 0xCAFE schrieb:
>> Es gibt nur sehr wenige Situationen in denen selbstbewohntes
>> Wohneigentum eine schlechte Entscheidung gewesen wäre.
>
> Ob sehr wenig, weiß ich nicht,

Also es gibt nicht wenige Leute die sagen, man sich mit sehr wenig so 
gut ruinieren wie mit Wohneigentum. Also da kracht es sehr oft.

von Abstand vom Weib halten (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Also da kracht es sehr oft.

Meistens aber nur, weil "die bessere Hälfte" in ihren letzten 
Blütejahren im Haus ausflippt und deren Mann durch Vater Staat dann 
finanziell komplett ruiniert wird.

von Einfach unverbesserlich (Gast)


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Fragt den Finanzberater wie ihr Millionen verdient

von mastermind (Gast)


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Qwertz schrieb:
> 0xCAFE schrieb:
> Es gibt nur sehr wenige Situationen in denen selbstbewohntes
> Wohneigentum eine schlechte Entscheidung gewesen wäre.
>
> Ob sehr wenig, weiß ich nicht, aber ich bin in solch einer Situation.
> Schlechte Entscheidung natürlich nur im Vergleich zu anderen
> Anlageformen. Dass eine Immobilie auch eine Lebensstil-Entscheidung ist,
> lasse ich hier mal außen vor, denn die ist sehr individuell/persönlich.
>
> Die niedrigen Zinsen für einen Immobilienkredit nutzen mir auch relativ
> wenig, denn genug Geld wäre mittlerweile im Depot vorhanden. Ich lasse
> mein Geld aber lieber weiter an der Börse arbeiten, langfristig (buy &
> hold) und breit diversifiziert angelegt. Ich bin mir sicher, dass ich
> mit dieser Strategie besser fahre als mir eine oder mehrere Immobilien
> ans Bein zu binden.

Sicher ist nur der Tod!

Du kannst mit deinen Aktien genauso auf die Nase fallen (Achtung: 
historische Renditen lassen keinen Rückschluss auf zukünftige zu) wie 
die Käufer von (vermeintlich) überteuerten Immobilien, die in 10 Jahren 
nur noch die Hälfte wert sein können. Im Endeffekt ist beides ein 
Glücksspiel. Der Unterschied ist, dass du mit der Immobilie wenigstens 
noch ein Dach über dem Kopf hast, wenn es kracht und die Bank dir die 
Rate auch nicht einfach willkürlich erhöhen kann. Mit deinen 7€/qm 
bekommst du halt auch keine 110qm Neubauwohnung im Speckgürtel der 
Großstadt, sondern maximal irgendwo auf dem Land.

von Immobilienmakler (Gast)


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mastermind schrieb:
> Der Unterschied ist, dass du mit der Immobilie wenigstens
> noch ein Dach über dem Kopf hast, wenn es kracht und die Bank dir die
> Rate auch nicht einfach willkürlich erhöhen kann.

Die Rate natürlich nicht. Wenn der Wertverlust von Immobilie und Objekt 
das eingesetzte Eigenkapital übersteigt, könnte sie auf die Idee kommen 
zusätzliche Sicherheiten verlangen?

von Alex G. (dragongamer)


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Immobilienmakler schrieb:
> mastermind schrieb:
>> Der Unterschied ist, dass du mit der Immobilie wenigstens
>> noch ein Dach über dem Kopf hast, wenn es kracht und die Bank dir die
>> Rate auch nicht einfach willkürlich erhöhen kann.
>
> Die Rate natürlich nicht. Wenn der Wertverlust von Immobilie und Objekt
> das eingesetzte Eigenkapital übersteigt, könnte sie auf die Idee kommen
> zusätzliche Sicherheiten verlangen?
Ist das Realität oder nur eine Vermutung?
Ich meine die Bank hat ja kein Druckmittel. Selbst wenn der Vertrag 
tatsächlich eine rechtsgültige Klausel dafür enthielte (was ich mir 
nicht ganz vorstellen kann), sie kann nur mit der Kündigung des Vertrags 
drohen und damit hätte die Bank das Risiko mit einem Minus da zu stehen 
wenn das den Kreditnehmer in die Insolvenz treibt.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Alex G. schrieb:
> sie kann nur mit der Kündigung des Vertrags
> drohen und damit hätte die Bank das Risiko mit einem Minus da zu stehen
> wenn das den Kreditnehmer in die Insolvenz treibt.

Aber genau das passiert doch oft. Vertrag wird gekündigt. Haus verkauft. 
Kreditnehmer bleibt auf den Restschulden sitzen.

von Qwertz (Gast)


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mastermind schrieb:
> Sicher ist nur der Tod!
> Du kannst mit deinen Aktien genauso auf die Nase fallen (Achtung:
> historische Renditen lassen keinen Rückschluss auf zukünftige zu) wie
> die Käufer von (vermeintlich) überteuerten Immobilien, die in 10 Jahren
> nur noch die Hälfte wert sein können.

Ja, da gebe ich dir recht. In die Zukunft sehen kann nun einmal niemand. 
Was die bessere Strategie ist, lässt sich im Vornherein nicht mit 
Sicherheit sagen.
Das bedeutet aber auch, dass eine Immobilie eben nicht immer automatisch 
ein gutes Investment ist, so wie es hier oft dargestellt wird. Aktuell 
kommt halt erschwerend hinzu, dass sehr viel Schrott-Immobilien zu 
Mondpreisen auf dem Markt sind.

von Immoprofi (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Ist das Realität oder nur eine Vermutung?
> Ich meine die Bank hat ja kein Druckmittel. Selbst wenn der Vertrag
> tatsächlich eine rechtsgültige Klausel dafür enthielte (was ich mir
> nicht ganz vorstellen kann), sie kann nur mit der Kündigung des Vertrags
> drohen und damit hätte die Bank das Risiko mit einem Minus da zu stehen
> wenn das den Kreditnehmer in die Insolvenz treibt.

Das Stichwort heißt Beleihungswert. Üblicherweise kein Problem bei einer 
70% oder 80%-Finanzierung oder wenn man schon einige Prozente getilgt 
hat. Dennoch, sinkt der Immobilienwert über Gebühr (z.B. neues 
Flüchtlingsheim in der Nähe oder ein neues Windrad) und sprengt den 
Beleihungswert, dann hat die Bank das Recht weitere Sicherheiten zu 
verlangen (durchs BGB geregelt) oder andernfalls den Kredit zu kündigen.
Gemacht wird das gerne wenn möglich durch Kreditdrittverwerter, an die 
eine Bank gern mal ihr Kreditportfolio weiterverkauft, wenn eine 
Bilanzkonsolidierung ansteht, die haben oft kein Interesse daran, dass 
die Kredite wie üblich weiterlaufen sondern nutzen solche Gelegenheiten 
für schnelles Cash.
Ich würde behaupten über 99% der privaten Immofinanzierungsverträge wird 
die Klausel enthalten, dass sie den Kredit an Hinz und Kunz 
weiterverscherbeln darf, weil sie andernfalls den Kredit einfach 
ablehnt, weil du als normaler Penner, der den Kredit braucht, einfach 
darauf angewiesen bist.

von Gerne auch (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich lasse mein Geld aber lieber weiter an der Börse arbeiten,
> langfristig (buy & hold) und breit diversifiziert angelegt. Ich bin mir
> sicher, dass ich mit dieser Strategie besser fahre als mir eine oder
> mehrere Immobilien ans Bein zu binden.
Ansehen lohnt sich:
https://m.youtube.com/watch?v=JR_UyV32Ba4
Wenn das kracht gehen nicht nur deine Börsenwerte und ETFs flöten, 
sondern auch die Immowerte, wenn die ganzen Unternehmen abkippen, bei 
denen sie drin stehen.  Das könnte dann auch durchaus zur Lage bei Conti 
beitragen. Da rollt was mit Volldampf.

"Das weltweite Geschäft mit Börsengehandelten Fonds (ETF) wird
von BlackRocks Tochter iShares dominiert, die annähernd die Hälfte des 
Marktanteils auf sich vereint."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/BlackRock

Lehman Bros. war die Übung zum warmlaufen.

von Qwertz (Gast)


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Gerne auch schrieb:
> Wenn das kracht gehen nicht nur deine Börsenwerte und ETFs flöten,
> sondern auch die Immowerte

Ja, es könnte auch der dritte Weltkrieg ausbrechen, Aliens könnten eine 
Invasion starten, ein Asteroid könnte auf die Erde stürzen, oder am Ende 
das alles gleichzeitig.
Oh mein Gott, wir werden alle sterben!!!

von Finanzgenius (Gast)


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Gerne auch schrieb:
> Das weltweite Geschäft mit Börsengehandelten Fonds (ETF) wird
> von BlackRocks Tochter iShares dominiert, die annähernd die Hälfte des
> Marktanteils auf sich vereint."

Und der andere große Platzhirsch im ETF-Bereich ist Vanguard, na und?

Gerne auch schrieb:
> Wenn das kracht gehen nicht nur deine Börsenwerte und ETFs flöten,
> sondern auch die Immowerte, wenn die ganzen Unternehmen abkippen, bei
> denen sie drin stehen.

Erkläre doch mal, was genau soll da krachen? ETF entwickeln sich anhand 
des zugrunde liegenden Index, fertig, vor allem bei physisch 
replizierenden ETF. Das ist mal wieder halbgare Panikmache. Es stimmt in 
soweit, dass Blackrock in einigen Firmen größter Einzelaktionär ist, 
häufig mit 4-8% Stimmenanteil, aber daraus eine unheimliche Macht 
ableiten?
Das meiste Anlagegeld steckt nachwievor in aktiv gamanageden Fonds, 
nicht in ETF. Blackrock ist auch nicht bekannt dafür besonders aggressiv 
in Hauptversammlungen aufzutreten (so sie denn teilnimmt), anders wie 
manch Hedgefondsmanager.

von Gerne auch (Gast)


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Finanzgenius schrieb:
> Erkläre doch mal, was genau soll da krachen? ETF entwickeln sich anhand
> des zugrunde liegenden Index, fertig, vor allem bei physisch
> replizierenden ETF.
Und wie geht das ganze vonstatten? Wie bilden sie die Indizes bitteschön 
nach?

> Das ist mal wieder halbgare Panikmache. Es stimmt in
> soweit, dass Blackrock in einigen Firmen größter Einzelaktionär ist,
> häufig mit 4-8% Stimmenanteil, aber daraus eine unheimliche Macht
> ableiten?
Sieh dir den Film an und komm wieder. Zugegeben, kostet etwas Zeit, 
hilft aber bei der Einschätzung.

> Blackrock ist auch nicht bekannt dafür besonders aggressiv
> in Hauptversammlungen aufzutreten (so sie denn teilnimmt), anders wie
> manch Hedgefondsmanager.
Das haben sie auch gar nicht nötig. Das machen sie schön im Séparée, 
denn sie haben andere Zutrittsrechte als die anderen :) Nicht umsonst 
kuschen die Firmenbosse, wenn sie wissen daß Blackrock bei denen 
eingekauft ist und deren Mannschaft auf der Matte steht.

Nichts aus Lehman gelernt? Das damals hat natürlich nur diese eine Bude 
getroffen, stimmts? Die deutschen Banken und der Staat sind da 
vollkommen unbeschadet rausgekommen, stimmts? Hypo Real, echte 
Wirtschaftsbetriebe, Privatleute - sind alle unbeschadet geblieben, 
oder? Die Komplexität war vollkommen überschaubar. Kann man auf 'nem 
Bierdeckel abbilden, oder?
Und Blackrock ist noch ein paar Nummern größer. Wenn selbst Finanzgrößen 
sehen, daß das gefährlich ist was da läuft, dann kann ein Finanzgenius 
das natürlich viel besser einschätzen. Klasse.

von 0xCAFE (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ob sehr wenig, weiß ich nicht, aber ich bin in solch einer Situation.
> Schlechte Entscheidung natürlich nur im Vergleich zu anderen
> Anlageformen. Dass eine Immobilie auch eine Lebensstil-Entscheidung ist,
> lasse ich hier mal außen vor, denn die ist sehr individuell/persönlich.
>
> Die niedrigen Zinsen für einen Immobilienkredit nutzen mir auch relativ
> wenig, denn genug Geld wäre mittlerweile im Depot vorhanden. Ich lasse
> mein Geld aber lieber weiter an der Börse arbeiten, langfristig (buy &
> hold) und breit diversifiziert angelegt. Ich bin mir sicher, dass ich
> mit dieser Strategie besser fahre als mir eine oder mehrere Immobilien
> ans Bein zu binden.

Jetzt bist du vielleicht in einer Situation, wo du die Eigentumswohnung 
ohne Darlehen bezahlen könntest, aber die Aktienkurssteigerungen und 
Dividende von bspw. 150k ähnlich viel oder sogar mehr bringt wie du 
Kaltmiete einsparen würdest. Dann macht die selbstbewohnte 
Eigentumswohnung auf den ersten Blick keinen Sinn, aber wie bereits 
gesagt wurde: Es geht nicht ewig so weiter. Viele gehen von fallenden 
Aktienkursen die nächsten Jahre aus. Dann würde ich z.B. bei den 
aktuellen Höchstständen genug für eine Wohnung rausnehmen, die Kaltmiete 
einsparen und auch anlegen. Dann tun fallende Kurse auch weniger weh.

Und noch wichtiger: Damals als du angefangen hast zu sparen, da hattest 
du keine so hohen Summen investiert. Vielleicht 30k. Davon ist 8% 
Rendite deutlich weniger als was du an Kaltmiete hättest einsparen 
können. Das war der von dir verpasste Moment. Solche Eigentumswohnungen 
kosten heute doppelt so viel wie 2013. Die Entwicklung war nicht 
schlechter als am Aktienmarkt. In Gegenden wo man dir über 100k Gehalt 
zahlt war es tendenziell sogar besser.

von Finanzgenius (Gast)


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Gerne auch schrieb:
> Und wie geht das ganze vonstatten? Wie bilden sie die Indizes bitteschön
> nach?

Eine Art (physisch replizierend) habe ich dir genannt, eine andere Sorte 
sind Swap-Geschäfte, aber auch die bilden nur einen kleinen Prozentteil.

Gerne auch schrieb:
> Sieh dir den Film an und komm wieder. Zugegeben, kostet etwas Zeit,
> hilft aber bei der Einschätzung.

Ich kenn den Film und verbuche ihn unter Panikmache für 
Finanzanalphabeten. Typisches Setting: Großes böses anonymes 
Unternehmen, Aktien, Börse für ein Publikum in Frankreich und 
Deutschland, was von der Materie in der Breite nichts versteht und 
nichts wissen außer dass Börse = böse sein muss.

Gerne auch schrieb:
> Nichts aus Lehman gelernt? Das damals hat natürlich nur diese eine Bude
> getroffen, stimmts?

Schaffst du es nicht mal den Unterschied herauszuarbeiten, womit 
Blackrock sein Geld verdient und womit Lehman? Wenn das für dich das 
gleiche ist, ja dann gehörst zum typischen Publikum für so eine Doku. 
Kein Plan, aber dumm waafen.
Hint: Grundlage der Finanzkrise waren keine normalen 
Aktien(fonds)investments, so wie sie das Hauptgeschäft von Blackrock 
sind.

von Gerne auch (Gast)


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Finanzgenius schrieb:
> ...
> blah blubb
> ...
> Hint: Grundlage der Finanzkrise waren keine normalen
> Aktien(fonds)investments, so wie sie das Hauptgeschäft von Blackrock
> sind.
Bilanz wird immer hinterher gezogen :)

von Qwertz (Gast)


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Finanzgenius schrieb:
> Kein Plan, aber dumm waafen.

Wenn ich raten müsste, würde ich dazu tendieren, dich sprachlich in 
Franken zu verorten.

0xCAFE schrieb:
> Damals als du angefangen hast zu sparen, da hattest du keine so hohen
> Summen investiert. Vielleicht 30k. Davon ist 8% Rendite deutlich weniger
> als was du an Kaltmiete hättest einsparen können. Das war der von dir
> verpasste Moment. Solche Eigentumswohnungen kosten heute doppelt so viel
> wie 2013. Die Entwicklung war nicht schlechter als am Aktienmarkt.

Das ist wohl richtig, aber was bringt mir die Retrospektive? Wenn ich 
damals dieses oder jenes gemacht hätte, wäre ich heute  in der 
Oberschicht (bin aber nur gehobene Mittelschicht grins). Man hätte ja 
nur zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Aktien kaufen müssen oder beim 
Lotto nur die richtigen sechs Zahlen ankreuzen müssen...

Ich muss mich also mit der Gegenwart auseinander setzen, und in dieser 
erscheint mir der Erwerb einer Immobilie kein gutes Investment zu sein, 
da bleibe ich lieber bei meinen Aktienfonds.

von Zocker_55 (Gast)


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Wo bleibt denn der F.B. ?

Hat es diesen Samstag keinen Freigang gegeben ?

von Heinz4711 (Gast)


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Finanzgenius schrieb:
> Finanzgenius

Finanzgenius schrieb:
> Gerne auch schrieb:
>> Sieh dir den Film an und komm wieder. Zugegeben, kostet etwas Zeit,
>> hilft aber bei der Einschätzung.
>
> Ich kenn den Film und verbuche ihn unter Panikmache für
> Finanzanalphabeten. Typisches Setting: Großes böses anonymes
> Unternehmen, Aktien, Börse für ein Publikum in Frankreich und
> Deutschland, was von der Materie in der Breite nichts versteht und
> nichts wissen außer dass Börse = böse sein muss.

Kann ich nur unterschreiben. Wer ETFs versteht, der weiß auch, dass von 
dieser Anlageform keine Gefahr ausgeht sondern nur von den Anlegern, die 
in Panik dann plötzlich ihr Geld abziehen.
Der Film ist für einen Finanzjournalisten mehr als schlecht recherchiert 
und stellt ein Unternehmen sehr negativ dar obwohl es mit dem genannten 
Problem erst mal durch den Verkauf von ETFs gar nichts zu tun hat.

Nun ja BlackRock ist sicher auch keine fromme Schwester, aber wie wir 
hier an den Kommentaren sehen gibt es Menschen die jeden Brei, den sie 
vorgesetzt bekommen, direkt runterschlucken. Egal ob blau, grün, braun, 
lila, rot, gelb oder schwarz.

Das ist auch das Problem weshalb es mit uns aktuell nur bergab geht.
Lernt endlich zu reflektieren, dann überlebt man auch die aktuelle Lage 
bei Conti

von F. B. (finanzberater)


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Lukas schrieb:
> Wann, schätzt Ihr, wird der Immobilienmarkt kollabieren?
> Geht es noch ein paar Jährchen so weiter?

In Wolfsburg bei VW und in Ingolstadt bei Audi stagnieren die 
Immobilienpreise bereits.

https://atlas.immobilienscout24.de/orte/deutschland/niedersachsen/wolfsburg#/preisentwicklung

https://atlas.immobilienscout24.de/orte/deutschland/bayern/ingolstadt#/preisentwicklung

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Immobilien-Makler schrieb:
>> Haben ja dieses Jahr einige Unternehmen eine Konsolidierung gemacht bzw.
>> sind noch drin, nicht nur Continental.
>
> Auf den Arbeitsmarkt hat das aber bisher kaum Auswirkungen gehabt, auf
> die Gehälter ebenfalls nicht.

Hä? Es wurde doch schon der Abbau mehrerer zehntausend Arbeitsplätze in 
der Autoindustrie angekündigt.

Hier jammern die IGM und Conti-Mitarbeiter über ihren 
Arbeitsplatzverlust und dass sie keine so gut bezahlten Job mehr finden 
werden.

Youtube-Video "Jobabbau bei Conti und Co. - was nun? | "jetzt red i" | Bürger diskutieren mit Politikern | BR24"

Ja gut, wer trotz IGM-Gehalt nicht vorgesorgt hat und jetzt vom 
Steuerzahler gerettet werden will, mit dem muss man kein Mitleid haben. 
Und der CSU-Politiker verspricht Hilfe vom Staat, weil er sich mit 
Steuerzahlergeld die Stimmen der Conti-Mitarbeiter kaufen will. Aber wie 
der IGM-Vertreter richtig erkannt hat: Es geht um die Profitmaximierung 
zu Gunsten von uns Aktionären. Ihr seid halt zu teuer und auf Gehalt 
wollt ihr nicht verzichten, weil ihr auch nur euer Einkommen maximieren 
wollt. Verzichtet halt auf Gehalt, dann bleiben eure Jobs vielleicht 
erhalten.

von F. B. (finanzberater)


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von F. B. (finanzberater)


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0xCAFE schrieb:
> Ob die Immobilienpreise fallen oder steigen ist den meisten Leuten in
> Deutschland sogar egal, denn sie verkaufen eh nicht. Ich habe mein Haus
> ja nur weil ich keine 50 Jahre zur Miete leben will.

Das ist es ja, was ich immer sage. Die Wertsteigerungen eurer Immobilie 
sind völlig wertlos, solange ihr nicht verkauft bzw. nicht verkaufen 
könnt oder wollt, weil ihr bis zum Tod drin leben wollt. Ich dagegen 
kassiere Dividende und mache reale Rendite durch realisierte 
Kursgewinne.

von F. B. (finanzberater)


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0xCAFE schrieb:
> Dein Aktienvermögen hätte man auch abbauen müssen, bevor es Hartz4 gibt.
> Man hätte andere Investitionen also auch verloren. Wenn man aber weder
> Aktien noch Immobilien hat, dann hat man sofort verloren.

Deswegen ist ja auch das Ziel, so schnell wie möglich so hohe 
Kapitalerträge zu erwirtschaften, dass man gar nicht mehr auf Hartz 
angewiesen ist.

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Mich nervt dieser weitverbreitete Irrglaube, dass Immobilien in jeder
> Situation die ideale Anlageform wären.

Warum? Derartiger Irrglauben macht mich reich. Besitze gleich mehrere 
Immobilienaktien. Dividendenrendite liegt teilweise um die 10 %.

von F. B. (finanzberater)


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0xCAFE schrieb:
> Nehmen wir als Beispiel eine Eigentumswohnung für 130k in einer
> mittelgroßen Stadt. Kaum jemand hat die Kohle auf der hohen Kante

Also ich schon.


> sondern vielleicht 30k.

Wenn es gut läuft, mache ich deine 30k in drei Monaten, maximal in einem 
halben Jahr.


> Wenn du die 30k stattdessen anlegst und z.B. 8%
> durchschnittlich wie beim DAX also 2400 jährlich oder monatlich 200
> zurückerhälst, ist das trotzdem weniger als deine gesparte Kaltmiete von
> 560.

Und du willst Ingenieur sein? Vermutlich Maschinenbauer, nehme ich an. 
Was ist denn mit den Kreditraten, die du bezahlen musst, wenn du bei 30k 
Eigenkapital ein Haus für 130k kaufst? Bleibt da überhaupt noch was zum 
Leben übrig? Vom Risiko der Pleite, wenn du deinen Job verlierst, ganz 
zu schweigen.

von F. B. (finanzberater)


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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Fragt den Finanzberater wie ihr Millionen verdient

Gut, dass du die Million ansprichst. Bin diesen Monat auf Rekordkurs und 
könnte am Montsende wieder deutlich über 10k reicher sein. Das Rad dreht 
sich immer schneller. Die Frage ist nicht mehr, ob ich Millionär werden, 
sondern nur noch, wie viele Millionen ich machen werde. Glaube nicht, 
dass es nur bei einer Million bleiben wird.

von F. B. (finanzberater)


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von Neider (Gast)


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F. B. schrieb:
> Conti setzt jetzt massiv den Rotstift an. Werksschließungen im In-
> und
> Ausland.
>
> 
https://www.automobilwoche.de/article/20191120/NACHRICHTEN/191129995/1280/keine-zukunft-fuer-roding-und-newport-news-continental-schliesst-werke-im-in--und-ausland

Yuhuu, endlich trifft es mal die Ig Metall Bonzen. Freude ohne Ende...

von B86546 (Gast)


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F. B. schrieb:
> Einfach unverbesserlich schrieb:
>> Fragt den Finanzberater wie ihr Millionen verdient
>
> Gut, dass du die Million ansprichst. Bin diesen Monat auf Rekordkurs und
> könnte am Montsende wieder deutlich über 10k reicher sein. Das Rad dreht
> sich immer schneller. Die Frage ist nicht mehr, ob ich Millionär werden,
> sondern nur noch, wie viele Millionen ich machen werde. Glaube nicht,
> dass es nur bei einer Million bleiben wird.

Hier glaubt dir kein Mensch dein Geschwafel, da es kein angehender 
Millionär nötig hat beträchtliche Teile seiner Freizeit in einem Forum 
für Elektrotechniker zu verbringen. Und wenn du so auf Rendite aus bist, 
dann leg doch einen Fonds auf mit deinem Killer-Portfolio.

Bei dir ist in jedem Fall etwas ganz massiv schiefgelaufen im Leben. 
Ändere das so schnell es geht. Geld dafür solltest du ja genug haben und 
die Zeit so oder so ;-).
Viel Erfolg dabei und schalte doch mal nen Gang runter hier im Internet 
und geh ein bißchen raus. Draussen ist es nicht so schlecht wie du 
denkst ;-).

von Cyblord -. (cyblord)


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B86546 schrieb:
> Viel Erfolg dabei und schalte doch mal nen Gang runter hier im Internet
> und geh ein bißchen raus. Draussen ist es nicht so schlecht wie du
> denkst ;-).

Er ist oft genug draußen wenn er Pfandflaschen sammelt. Auch so ein 
Hobby welches er sicher mit vielen angehenden Millionären teilt.

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