Gast
#2329618
Hi, Freunde,
das hat mich gerade auf die Palme gebracht:
> Keine Ahnung aber ewig lange Texte... schreiben.
Der Schreiber hat nicht gesagt, auf wen er diese Spitze gerichtet hatte,
aber ich benutze diese Unverschämtheit, um mit gleicher Münze zurück zu
zahlen. (Gelegentlich tut das gut.)
Tischleindeckdichträume sind schön. Hungert deine Familie, rufst du
"Tischlein deck dich", und schon schmaust ihr in hemmungsloser Völlerei.
Hast du als Toni zu wenig Geld, verschränkt deine blonde Jeannie ihre
Arme, blinzelt, und du bist reich wie Onkel Dagobert.
Dummerweise sind diese Träume unrealistisch. Wer den Kindertraum auch im
Beruf träumt, sollte als Versager erzogen oder umgehend entsorgt werden.
"Erfolgreich ist der Mensch, wenn er bei 100 Entscheidungen 51mal das
Richtige trifft." (John Pierpont Morgan, Banker)
„Aber über 70% aller Change-Projekte scheitern an Soft-Fact-Risiken!“
(Entschuldigung eines Change Managers)
Die Qualität der eigenen Entscheidungen bestimmt den Erfolg.
Deren Qualität wiederum wird bestimmt von der Qualität der eigenen
Entscheidungsgrundlagen und der des Entscheidungsprozesses.
Bis diese Qualitäten herbei geblinzelt werden können, müssen wir sie uns
wohl erarbeiten.
Beispielsweise durch treffende Informationen und Prozesse, wie wir sie
hier in diesem Forum aufrichtiger erleben als von einem Trainer, der um
bittere Wahrheiten herum lügen muss. Denn ein Verkünder bitterer
Wahrheiten bekommt schlechte Noten statt eines Folgeauftrages.
Noch besser durch Aufklärung im Sinne von Aristoteles, Galilei,
Descartes und Pascal.
"Was immer Du schreibst, schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden verstehen, schreibe bildhaft, und sie
werden es im Gedächtnis behalten." (Joseph Pulitzer)
Wer unnütze Mühen und Arbeiten ablehnt, der stimmt Pulitzer zu.
Aber wer die Probleme in diesem Forum liest, der liest Probleme, die der
Schreiber aus eigener Kraft nicht hat lösen können.
Probleme, die sich mit Kurztexten lösen ließen, die wurden schon im
Alten Testament gelöst oder deren Lösungen stehen in Schulbüchern.
Folglich brauchen Lösungen von Problemen, die heute jemandem unlösbar
erscheinen mögen, entweder eine intensivere Untersuchung mit Diagnose
und Begründung, oder der Frager hat sich zu seinem Bildungsmangel
bekannt.
Verlangen nach Bemühungen um kurzen, knappen, aber treffenden Ausdruck
ist verständlich und gut wie Abscheu vor Zeitverschwendung.
Aber wer nur Lösungen in Kurztextform will, der ist ein bekennender
Idiot und dazu noch unbelehrbar.
Ciao
Wolfgang Horn