Hi, Freunde,
das hat mich gerade auf die Palme gebracht:
> Keine Ahnung aber ewig lange Texte... schreiben.
Der Schreiber hat nicht gesagt, auf wen er diese Spitze gerichtet hatte,
aber ich benutze diese Unverschämtheit, um mit gleicher Münze zurück zu
zahlen. (Gelegentlich tut das gut.)
Tischleindeckdichträume sind schön. Hungert deine Familie, rufst du
"Tischlein deck dich", und schon schmaust ihr in hemmungsloser Völlerei.
Hast du als Toni zu wenig Geld, verschränkt deine blonde Jeannie ihre
Arme, blinzelt, und du bist reich wie Onkel Dagobert.
Dummerweise sind diese Träume unrealistisch. Wer den Kindertraum auch im
Beruf träumt, sollte als Versager erzogen oder umgehend entsorgt werden.
"Erfolgreich ist der Mensch, wenn er bei 100 Entscheidungen 51mal das
Richtige trifft." (John Pierpont Morgan, Banker)
„Aber über 70% aller Change-Projekte scheitern an Soft-Fact-Risiken!“
(Entschuldigung eines Change Managers)
Die Qualität der eigenen Entscheidungen bestimmt den Erfolg.
Deren Qualität wiederum wird bestimmt von der Qualität der eigenen
Entscheidungsgrundlagen und der des Entscheidungsprozesses.
Bis diese Qualitäten herbei geblinzelt werden können, müssen wir sie uns
wohl erarbeiten.
Beispielsweise durch treffende Informationen und Prozesse, wie wir sie
hier in diesem Forum aufrichtiger erleben als von einem Trainer, der um
bittere Wahrheiten herum lügen muss. Denn ein Verkünder bitterer
Wahrheiten bekommt schlechte Noten statt eines Folgeauftrages.
Noch besser durch Aufklärung im Sinne von Aristoteles, Galilei,
Descartes und Pascal.
"Was immer Du schreibst, schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden verstehen, schreibe bildhaft, und sie
werden es im Gedächtnis behalten." (Joseph Pulitzer)
Wer unnütze Mühen und Arbeiten ablehnt, der stimmt Pulitzer zu.
Aber wer die Probleme in diesem Forum liest, der liest Probleme, die der
Schreiber aus eigener Kraft nicht hat lösen können.
Probleme, die sich mit Kurztexten lösen ließen, die wurden schon im
Alten Testament gelöst oder deren Lösungen stehen in Schulbüchern.
Folglich brauchen Lösungen von Problemen, die heute jemandem unlösbar
erscheinen mögen, entweder eine intensivere Untersuchung mit Diagnose
und Begründung, oder der Frager hat sich zu seinem Bildungsmangel
bekannt.
Verlangen nach Bemühungen um kurzen, knappen, aber treffenden Ausdruck
ist verständlich und gut wie Abscheu vor Zeitverschwendung.
Aber wer nur Lösungen in Kurztextform will, der ist ein bekennender
Idiot und dazu noch unbelehrbar.
Ciao
Wolfgang Horn
Du sprichst mir aus der Seele, genau das wollte ich auch gerade sagen. Worum geht es eigentlich, und ist das Zeug frei erhältlich?
Threadersteller und lange Texte, da beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Wolfgang Horn schrieb: > "Was immer Du schreibst, schreibe kurz, und sie werden es lesen, > schreibe klar, und sie werden verstehen, schreibe bildhaft, und sie > werden es im Gedächtnis behalten." (Joseph Pulitzer) Versuche es! Ich weiß es ist schwierig.
Wolfgang Horn schrieb: > Verlangen nach Bemühungen um kurzen, knappen, aber treffenden Ausdruck > ist verständlich und gut wie Abscheu vor Zeitverschwendung. > Aber wer nur Lösungen in Kurztextform will, der ist ein bekennender > Idiot und dazu noch unbelehrbar. Bevor jetzt nur noch herumgehackt wird: Da stimme ich voll zu. Es muß halt angemessen sein. Die Frage ist nur: was ist jeweils angemessen?
Texte, die man nicht auf einmal überblicken kann, sind deutlich zu lang. Natürlich ist es unmöglich einen sehr komplexen Sachverhalt in 3 Zeilen zu pressen. In langen Texten ist oftmals sehr viel Schwafelei dabei. Bei manchen "Problemen" hier, kann man sich nur an den Kopf fassen. Manchmal hilft es aber einfach sich mal Luft zu machen. Bevor ich noch mehr schreiben und das dann keiner mehr liest - hole ich mir erstmal 'nen Kaffee.
Ja und? Denkst Du ich lese Deinen Monolog? Sonst nix zu tun? Um was geht es denn? Was sollen wir tun? Sagen, dass Du Recht hast? ok. Du hast Recht. Zufrieden?
Hi, Klaus,
> Die Frage ist nur: was ist jeweils angemessen?
Natürlich ist das die Frage, und diese kann niemand allgemeingültig
beantworten.
Wir Naturwissenschaftler bewundern Albert Einsteins Arbeit "über die
Quantennatur des Lichts", weil er diese fundamentale Erkenntnis auf
unter 2 Seiten DIN A erschöpfend und überzeugend begründete. (Was mich
von Kritik nicht abhält, aber das ist eine andere Frage.)
Aber wer traut sich schon, seine Diplomarbeit mit nur 2 Seite abzugeben?
Zur Angemessenheit: Wenn ein Problem klar beschrieben ist, dann ist wohl
jene Lösung die beste, die
a) eine verständliche Anleitung zum Handeln ist,
b) das gewünschte Ergebnis erreicht bei Überschaubarkeit der
Nebenwirkungen und Risiken,
c) und kürzer ist als konkurrierende Anleitungen, die a) und b)
erfüllen.
Begründung: Der großartige Fortschritt der Schulmedizin war der vom
Quacksalber zum diagnostizierenden Arzt. Es müssten heute viel mehr
Menschen qualvoll und vorzeitig sterben, würden wir uns noch auf
Wundermedizinen verlassen oder andere halbdurchdachte Therapien.
Diese Sorgfalt war und ist auch der Motor in den Natur- und in den
Ingenieurwissenschaften.
Diese Sorgfalt ist ein Erfolgsfaktor - der wohl bei Problemen und Übeln
aller Art besser ist als Pfusch.
Ciao
Wolfgang Horn
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