Jens Marohn schrieb:
> Wer erklärt mir wie man zur beschriebenen Lösung gelangen kann?
Ich hätte es so angefangen:
1. Die Stromquelle und die Impedanz Zs wandle ich mir um in eine
Spannungsquelle mit Innenwiderstand.
2. Wenn der Operationsverstärker als Ideal angenommen werden kann,
liegen im Linearbetrieb beide Eingänge auf demselben Potential. Durch Zd
fließt kein Strom, da idealerweise keine Spannung an ihm anliegt. Er
erscheint "nach außen" als nahezu unendlich große -und somit in der
Rechnung vernachlässigbare- Impedanz.
3. Der Knoten, wo der Pfeil mit Zi hinzeigt, liegt immer auf
Massepotential, obwohl dieser Knoten gar nicht mit Masse verbunden ist.
"Virtuelle Masse" nennt man das.
Der Operationsverstärker als gesteuerte Spannungsquelle regelt die
Ausgangsspannung so ein, dass der in Pfeilrichtung "in die Schaltung
hinein" fließende Strom auch durch R fließt. Sozusagen eine ideale
Stromsenke.
Die Spannung an dem Knoten(am -Eingang) ändert sich nicht, während der
Strom beliebige Werte annehmen kann.
Und jetzt packen wir den guten alten Ohm aus:
Zi = U / I
U = 0, I beliebig
=> Zi = 0
Jens Marohn schrieb:
> Was genau bedeutet der gestrichelte Pfeil am Zi? Wieso stellt man die
> Impedanz genau so dar? Bedeutung?
Mein Prof hat das so gesagt: "Setzen sie sich auf die gestrichelte Linie
und schauen sie in Pfeilrichtung in die Schaltung hinein. Was sehen sie
da?"
Man kann Zweigimpedanzen "in einen Schaltungsteil hinein" nicht oder nur
schwer messen oder sonstwie erfassen. Bei dieser OPV-Schaltung hier
würde es gehen: man hängt eine (AC-)Stromquelle(am besten rein reell
ansetzen) an Masse und an den Knoten(-Eingang) ran und erfasst die
(AC-)Spannung nach Betrag und Phase am Knoten.
Für die entsprechende Zweigimpedanz rechnet man dann U/I.
Bei Transistorschaltungen geht das "irgendwo mal aufschneiden und was
anderes ran hängen" nicht mehr so gut, da vielerorts Widerstände zur
Arbeitspunkteinstellung verbaut sind. Da macht man es eben mit dem
topologisch-mathematischen Ansatz wie bereits gesagt.
mfg mf